eLeW, ein Land eine Welt - Forum 1 und FAQ
Seiten: 1 2 3 Zurück zur Übersicht
Autor
Thema: Faule Beamte sollen weniger verdienen


Hallo Buchholz

>Faulheit und Dummheit gehört im öffentlichen Dienst wie Betrug bestraft. Folgenloses Davonstehlen gehört abgeschafft.<

Richtig!

Blos, so lange das Volk weiter schläft und sich dies alles gefallen läßt, wird sich in diesem Land nichts ändern!

Und jetzt gehen die auch noch auf die Straße protestieren.
Wer organisiert eine Gegendemonstration?

Schönen Tag noch

BB





Der Spiegel berichtet heute über "Steuermillionen für Flick-Milliardäre"

Weil Beamte geschludert haben, wird das klamme NRW den Erben des kürzlich verstorbenen Multimilliardärs Friedrich Karl Flick womöglich 75 Millionen Euro überweisen müssen. Das Geld hatte Flick nach einer Steuerhinterziehung gezahlt, Behörden prüften den Vorgang so langsam, dass die Straftat verjährte.

Präziser gesagt, haben viele Beamte daran gearbeitet, Flick eine viel größere Steuerhinterziehung nachzuweisen. Einige haben auch auf die kommende Verjährung hingewiesen.

Wen von den Beamten also jetzt mit Degradierung bestrafen, wem Geld abziehen? Die eLeW-Vorschläge sind dafür doch zu allgemein.




Aus meiner Sicht eine Klärung, worum es nicht geht:

Lothar:
Meiner Meinung nach gehört das Beamtentum ersatzlos abgeschafft! Wir leben in einer Welt, die sich verändert! Das Beamtentum ist nicht mehr zeitgemäß, da wir es uns einfach nicht mehr leisten können! Diese "Menschengruppe" (Beamte) meint Vergünstigungen für sich in Anspruch nehmen zu können, ohne hierfür die Leistung erbringen zu müssen!

Diese Menschengruppe hat sich die Tätigkeit ausgesucht und das Beamtentum dazubekommen (Polizei, Amt, Schule, Gericht usw.) Diese Menschengruppe ist so faul und so fleißig wie andere Unkündbare, (Öffentliche Verwaltung und Betriebe, langjährige Mitarbeiter) aber auch wie wir alle. Vergessen wir nicht, dass die Entscheidung für den Beamtenjob früher auch geringeres Gehalt und geringere Aufstiegsmöglichkeiten bedeutete. Zu Zeiten geringer Arbeitslosigkeit wurden Beamte von Angehörigen der freien Wirtschaft deswegen und zu Recht belächelt, jetzt auf einmal ist es der Traum schlechthin, einen krisenfesten Job zu haben. Von letzterem, glaube ich, rührt der Neid her.
Und noch von den Pensionen. Die sind Gehaltsanteile, die vom Staat lebenslang einbehalten wurden, nicht ausgezahlter Lohn. Natürlich hat der Staat das längst verjubelt, und jetzt, wo er mit den Ansprüchen konfrontiert wird, sind die Pensionäre ebenso natürlich die Bösen. Um all das geht es nicht.

Worum also?
Im Kern um Sicherheit und Verläßlichkeit.
Wenn ich eine für mich wichtige Medizin einnehme, dann soll das nicht Sägemehl sein. Welche Garantien aber habe ich, wenn allgemein nur abgezockt wird? Beim Gammelfleisch gibt es die Versager in Behörde, aber auch die Mahner und Warner, und letzten Endes den Kopf der Verwaltung, der die notwendigen Stellen abgebaut hat.
Wenn Leute nicht zur Polizei gehen, weil die überfordert ist, oder die Polizei nur mit Mannschaftswagenstärke einen Unfall aufnimmt, weil der Fahrer mit dem Handy inzwischen die Verwandschaft gerufen hat, dann kann ich doch nicht sagen, weg mit all diesen Leuten und jetzt kommen private Firmen.

Was wir brauchen sind funktionierende Verwaltungen. Damit die funktionieren brauchen wir den Beruf des Staatsdieners. Und meiner Meinung nach mehr als bisher. Da gehören tüchtige Leute rein und wie früher sind die unterbezahlt und haben dafür Kündigungsschutz und Pension und kein Streikrecht. Nur im Gegensatz zu früher, wo die von der Industrie ausgemusterten Leute von den Ämtern übernommen wurden, muss es eben im Falle des Versagens auch Sanktionen geben. Das ist der Reformansatz.

Beispiel Bahn. Das sind kaum noch Beamte. Worum muss die Nummer 1 ein Manager sein, der es im Gehalt mit anderen Managern aufnehmen kann und seine Gewinnzulage immens vergrößert, wenn er Stellen abbaut, = Reinigung der Wagen pro Monat statt jeden Tag. Der alte Bundesbahnpräsident war da besser und um Lichtjahre billiger.

B.S.
Wen von den Beamten also jetzt mit Degradierung bestrafen, wem Geld abziehen? Die eLeW-Vorschläge sind dafür doch zu allgemein.

Es sind noch keine richtigen Vorschläge der eLeW, nur erste Ansätze. Im Falle Kevins (Für später: zweieinhalbjähriger Junge entsetzlich zugerichtet tot im Kühlschrank) in Bremen ist die Jugendsozialrätin zurückgetreten und es wird ermittelt und Strafverfahren geben.
Zur Reform gehört, dass die Mahner und Warner befördert werden. Hätte man auf diese gehört, wäre es nicht zur Tragödie gekommen. Würde man Mahner und Warner befördern, wirkt das ansteckend. Im Gegensatz zu heute, wo Maulhalten gefördert wird.



Ob Faul oder nicht, es gibt so viele Erklärungen!

http://de.wikipedia.org/wiki/Peter-Prinzip



Das Peter-Prinzip wird allgemein scherzhaft zitiert und gefühlsmäßig für zutreffend gehalten. Lasse ich meine Erfahrung sprechen, bestätigt sich das Sowohl-als-Auch. "Meine" Vorgesetzten sind als Könner in die Pension gewechselt, aber auch "endlich" in Pension verschwunden.
Leider aber auch in eine höhere Stelle wegbefördert worden, was das Peter-Prinzip zu bestätigen scheint.

Mein Vorschlag dazu steht im einleitenden Beitrag
d) Schließlich gehört es sich, dass Funktionsträger ihre Führungsaufgabe auf Zeit ausüben, nicht auf Lebenszeit. Nach einiger Zeit sind für diese Stellen Bewerbungen, auch der Stelleninhaber, erforderlich.
Gute Leute werden wie selbstverständlich bestätigt oder von besseren abgelöst. Der drohende Verlust der höheren Besoldung ist sicher Anlass für andauernde normal gute Leistung. Meine Erfahrung mit 80% beförderter Kollegen ist ein gewaltiger Leistungsschwund nach der Beförderung einhergehend mit korrupter Einmauerung des Besitzstandes.

Letzteres ist sinngemäß auch der Tenor der Einwände in diesem thread. Mein Kriterium dagegen oder dazu steht auch schon weiter oben:
Die übertragene Aufgabe wird erfüllt (Die 'Opfer' von Verwaltung sind sehr zufrieden).
Hierzu brauche ich nur 1. die in Zeitungen auftauchenden Skandale konsequent dem Disziplinarrecht auszuliefern und schon beschleunigt das die Verwaltung ungemein, und 2. gute Arbeit ans öffentliche Licht zu bringen und schon hebt das den Standard und wirkt als Vorbild.

Vergessen wir doch nie, dass wir alle keine Maschinen sind und wo Vorteile zu holen sind, diese wahrnehmen. Beispiel: Ich habe gleitende Arbeitszeit und trete meinen Dienst um 5 Uhr an. Dann habe ich bis die anderen kommen zwei Stunden Zeit für Frühstück und Zeitung und kriege das bezahlt. Sowas hat der ehemalige Regierende Bürgermeister Pfarrer Albertz kontrolliert und hat seinen Dienst dazu manchmal um 4 begonnen. Und wegen solcher Kontrolliererei hat er sich dann auch nicht halten können.
Vergessen wir auch nicht, neue Maßstäbe auch an uns selbst anzulegen, (womit ich schon wieder viele meiner Leser abschrecke) und wo wir da in Selbstdisziplin überfordert sind, uns Regeln zu geben. Überarbeitung der Regeln, das ist Reform.



Wenn ich das hier lese -ich könnte ja in einigen Bereichen sogar zustimmen- wünsche doch Jedem von Ihnen, dass Sie mal in eine Situation kommen, wo Sie Polizei brauchen - dann warten Sie hoffentlich sehr, sehr lange - mal sehen, wer dann am lautesten schreit....



Hallo Barry, wie wäre es, wenn Sie schreiben würden, wo Sie nicht zustimmen können?
Warum Sie Jedem Unheil wünschen, ist auch nicht klar.
Im Übrigen, auf den Seiten hier werden mehr Staatsdiener, mehr Richter, mehr Lehrer aber auch mehr Polizisten gefordert.

Alles Gute, huscholz



Also das muß man mir nicht erst wünschen!
Wenn man Polizisten ruft, kommen die erst, wenn alles vorbei ist, dies ist meine persönöiche Erfahrung!
Und das nicht nur einmal!

Die helfen dann sogar in Hundertschaft Besoffenen auf das Motorrad, damit die wegfahen könne.



Polizei gehört zur ausführenden Staatsgewalt und ist kein notwendiges Übel, sondern einfach für ein funktionierendes Gemeinwesen notwendig. Dass sie je nach Lage nicht, kaum, wenig, angemessen oder übertrieben funktioniert kann doch diskutiert werden.

Meiner Meinung nach wird Polizei materiell und personell von der Politik verschlissen und nicht genug unterstützt. Zum Bespiel hat Politik in Sachen Wiedervereinigigungskriminalität die Polizei solange vergesäßt, bis diese Art Kriminalität verjährt war. Absicht?

Die rechtsprechende Staatsgewalt wird auch materiell und personell verschlissen. Es ist unerträglich, wenn Recht erst nach langer Wartezeit wegen zu wenigen Richtern gesprochen wird.

Richter und Polizisten sind Beamte und um Beamte geht es in diesem thread. Und da ist die dritte Staatsgewalt gefordert. Der nun auf die Sprünge zu helfen, darum geht es bei der eLeW.



N.N. sendet heute diese E-Mail:
"Das "finde ich gut", weil es einen bestimmten Aspekt berührt. Es wären aber zunächst die Kriterien herauszuarbeiten, mit denen man Nachlässigkeit nachweist, ohne zur flächendeckenden Bespitzelung zu kommen. Danke für den Hinweis."

Zuvor gab es von ihm die Anfrage, wo dies zu finden sei: "Ich erinnere mich an ein "finde ich gut" und "finde ich nicht gut" mit Teilnehmerzahlen und da stand der Vorschlag eines Pensionseinbehalts für Beamte, den ich suche." Mein Hinweis per E-Mail gestern lautete: "Die Stelle ist http://f3.webmart.de/f.cfm?id=2335061&r=threadview&t=2212329&m=13405878#13405878"

Zum Herausarbeitung der Kriterien hatte schon Renate im fünften Beitrag zum Thema am 10.2.05 Bedenken geäußert.

Seiten: 1 2 3 Zurück zur Übersicht

WebMart Homepage Tools: Eigenes Forum kostenlos starten