eLeW, ein Land eine Welt - Forum 1 und FAQ
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Thema: eLeW und die Atomenergie?


Arnold Kmetsch fragt unter "SPD-Arbeitnehmerflügel gründet ..." hier im Forum: "An einer Stelle klagt sie, (Angela Merkel) dass Deutschland die sichersten Atomkraftwerke baut, aber keine mehr zulässt. Dafür werden anderswo neue Kraftwerke gebaut, aber eben ohne die Deutschen. Dabei würden wir die Arbeitsplätze in dieser deutschen Spitzentechnik sehr gut gebrauchen können. Sind das auch eure Argumente? Wie steht die elew zur Atomenergie?"

Das Thema hatten wir noch nicht. Deshalb starte ich damit einen neuen thread (deutsch Faden, Gewinde, neudeutsch Thema mit Folgebeiträgen -posts, postings- in einem Forum).

Hans U. Scholz



Die Geschichte der Atomenergie beginnt mit der Bombe. Nach dem Schock von Hiroshima und Nagasaki kam die Tröstung, in Zukunft wird die Atomenergie ausschließlich friedlich genutzt. In den 60ern kam dann der zweite Schock, als der breiten Masse die Nachteile klar wurden und daraus die Anti-Atombewegung entstand.

Die anfänglichen Erfolge der Antiseite, Ausstieg aus der Kernenergie in Schweden und Deutschland, keine Inbetriebnahme von Kalkar und Hanau, werden zur Zeit revidiert. Schweden hat den Ausstieg zurückgenommen, weltweit werden neue AK-Anlagen gebaut.

Gefragt, wo die eLeW stehe, fragt die eLeW zur Zeit zurück, was denn richtig sei. Die Argumente von Pro und Contra sind sicher im Einzelnen stimmig. Ist es möglich, das überwiegend richtige zu finden? Wofür sind Sie, lieber Leser?

Alles Gute, Hans U. Scholz



Aus DDr. Wolfgang Berger: Geld regiert die Welt - Warum eigentlich?

In der Logik unseres statischen Geldes ist es deshalb rentabel, die Meere leer zu fischen, die tropischen Regenwälder abzuholzen, das Klima zu zerstören, die Rohstoffe zu verbrauchen, den Planeten als Lebensraum für Pflanzen, Tiere und Menschen zu gefährden, nicht versicherbare Risiken mit der Gentechnik einzugehen. Die Folgen betreffen zukünftige Generationen. Es rechnet sich, weil zukünftige Schäden und Folgelasten abgezinst werden und deshalb die heutigen Entscheidungen nicht beeinflussen.

Endlagerkosten für hunderttausend Jahre

Ein Beispiel für die Brutalität dieser Kurzsichtigkeit: Viele Politiker fordern noch immer, die Atomkraft auszubauen, weil Atomstrom am kostengünstigsten sei. Der Abfall dieser Form der Energieproduktion ist Plutonium. Plutonium hat eine Halbwertszeit von 24.000 Jahren. Das bedeutet: nach 24.000 Jahren ist die Hälfte der radioaktiven Substanzen verstrahlt, nach weiteren 24.000 Jahren vom Rest wieder die Hälfte und so weiter.

Dieses Teufelszeug muss also viele hunderttausend Jahre sicher gelagert werden. Sicher gegen Erdbeben. Sicher gegen tektonische Verschiebungen. Sicher gegen Krieg. Sicher gegen Überschwemmungen. Sicher gegen Terroranschläge. Sicher gegen Erpressung. Sicher gegen Korruption. Sicher gegen Schlamperei. Sicher gegen unfähige Verwaltungen. Sicher gegen das Vergessen.

Und natürlich hat sich bisher noch keine Region gefunden, die diese tickenden Zeitbomben freiwillig bei sich endlagert.

Hunderttausend Jahre – wissen Sie, was das bedeutet? Der „Ötzi”, der von einem südtiroler Gletscher freigegeben worden ist, ist gerade einmal fünftausend Jahre alt. Und erst seit achttausend Jahren gibt es überhaupt das Geld, als dessen Sklaven wir die Verbrechen an unserem Planeten und an unseren eigenen Nachkommen begehen.



Angela Merkel hat sich gewendet.
"Offenbar beginnt man, sich mit den politischen Realitäten abzufinden." Heute in der Berliner Zeitung.

Sie erinnerte die Atomlobby daran, dass diese "den Ausstieg aus der Kernenergie einmal selbst unterschrieben hätten."
Wenigstens in dieser Legislaturperiode wird es mit dem von der Wirtschaft und vielen in ihrer Partei erhofften Ausstieg aus dem Atomausstieg wohl nichts werden.

"Zwei Drittel der Deutschen stehen zum Ausstieg und fordern statt dessen den zügigen Ausbau erneuerbarer Energien."

Die eLeW auch. Schon immer.



Hat sich Frau Merkel wirklich gewendet? Kann ich nicht glauben.
Beispiel wieder Monitor.

Nicht um Neubau geht es den Konzernen also, sondern um längere Laufzeiten. Für den Klimaschutz bringen die zwar nichts, für die Stromkonzerne hingegen viel. Denn die alten Atommeiler sind längst bezahlt. Jeder zusätzliche Tag am Netz bedeutet höhere Gewinne. Wenn nur ein einziges AKW ein Jahr länger läuft, bringt allein das dem Betreiber rund 200 Millionen Euro zusätzlich. Bei 17 Atomkraftwerken in Deutschland kommt man da auf drei bis vier Milliarden - pro Jahr.


Die Dinger sind also bezahlt! Könnte der Strom billiger werden? Könnte das Plus in Neues, besseres investiert werden? Ja schon, wenn die Gier nicht wäre, die Gier nach Geld, nach mehr Eigentum ohne Leistung. Das trift viele, die kleinen und großen anonymen Aktienbesitzer, die sich dieser Gier unterwerfen, es mit den Konzernen gleichtun, sich an der Profit bringenden Zerstörung des Lebens auf unserem Staubkörnchen zu beteiligen. Bis zum letzten Cent!

Frau Dr.Merkel müsste das zu Sprache bringen, dann würde ich eventuell an einer Wende ganz weit hinten im tiefsten Raum meiner grauen Zellen an irgend etwas glauben!



Gern möchte ich auf den Artikel von "huscholz" antworten. Ich bin schon dafür das die eLeW sich für die weitere friedvolle Nutzung der Atomenergie einsetzt. Natürlich muss auch für die richtige Lagerung des anfallenden Atommülls gesorgt werden.Von einem generellen Verbot oder einer Stilllegung der Kernkraftwerke halte ich nichts. Natürlich ist bis heute das unendliche Leid, an den Menschen, an der Kreatur und der Natur von Hiroshima und Nagasaki, nicht vergessen. Aber gerade zu der Zeit sagten wir, das deutsche Volk, " nie wieder ein Gewehr in deutscher Hand". Was ist aus dieser Schwur geworden? Was hat sie bewirkt--? Die Regierung der Bundesrepublick Deutschland schickt die Bundeswehr in fremde Länder, so z.B. in den Libanon oder nach Afghanistan usw.
Aber nun wieder zur Atomenergie. Es wird auch immer wieder kriegerische Regierungen oder Staatsmächte geben wie die in Nordkorea und dem Libanon. Doch hier müssten sich die friedlichen Staaten global einig sein dies sofort im Ansatz zu unterbinden und nicht nur schwatzen sondern handeln.Deutschland darf sich nicht völlig abhängig, in der Energiepolitik, von anderen Ländern machen. Die augenblickliche Krise in der Öl-und Gasversorgung sollte uns Deutsche hellhörig werden lassen. Ihr G.P.



@G.P. Die eLeW hatte noch keine Mitgliederbefragung. Die Vorgabe der eLeW ist aber komplett gegen Atomkraftwerke.

@alle: Die Stellungnahme vom 10.6.2004 aus der Zeit von Rot-Grün enthält eine heute auf Null rückgesetzte Umfrage für jeden, nicht nur für Mitglieder: "Soll die Laufzeit der bestehenden AKWs verlängert werden?"

Angela Merkel stellt sich jetzt hin und sagt, wer gegen AKWs ist, soll sagen, was an deren Stelle kommen soll. Da stellt sie sich dümmer, als sie als promovierte Physikerin ist.
Die Antwort und Empfehlung der eLeW ist Ausbau der Gastechnik. Gasleitungen liegen schon, und Endabnehmer erzeugen nach Bedarf Strom und Wärme selbst. Lesen Sie hier eine Lösung: Biowasserstoff





Biowasserstoff ist ja der Hammer!
Wann stellen wir um? Au je geht ja nicht, wir haben ja keine Planwirtschaft sondern eine Marktwirtschaft und der Markt wird von Vorhandenem wie Strom, Öl , Gas...bestimmt. Das muß vorher zu Profit gemacht werden, bis nichts mehr da ist!!! Es gibt dazu andere Sichtweisen klar, aber mir drängt sich dieser Verdacht permanent auf, weil nicht wirklich, ehrlich und energisch das Neue unterstützt wird.



Gerhard Höpfner:
Biowasserstoff ist ja der Hammer!
Wann stellen wir um?

Als Häus'chenbesitzer habe ich schon Erdgas im Haus. Ich muss mal meinen Anbieter fragen, ob er bei meiner autonomen Strom-Wärmeerzeugung mitmacht. Im Berliner Technikmuseum steht schon der gasbetriebene Viertaktmotor, der Strom und Wärmeproduktion ermöglicht. Aber eine Brenstoffzelle wäre wohl besser.

Gerhard Höpfner:
Au je geht ja nicht, wir haben ja keine Planwirtschaft sondern eine Marktwirtschaft und der Markt wird von Vorhandenem wie Strom, Öl , Gas...bestimmt.

Planwirtschaft scheint genauso verheerend zu sein wie Marktwirtschaft. Bei der Versorgung mit Gütern scheint die Marktwirtschaft besser zu sein. Optimal scheint eine soziale Marktwirtschaft mit gestaltender/planender Politik zu sein. Und das hatten/haben wir schon zum Teil.

Es funktioniert bei meinem Häus'chen so: Der Gesamtwirkungsgrad meines künftigen? Blockheizkraftwerkes ist so gut, dass es bei Massenproduktion konkurrenzlos günstig und energiewirtschaftlich am sinnvollsten ist. Als Pionier nehme ich, wie andere Gleichgesinnte auch, das teure Einstiegsmodell und das Übel, Versuchskaninchen zu sein, aus Einsicht auf mich. (eLeW ist die Heimat der Einsichtigen).
Der Stromumsatz sinkt und wird für andere teurer, was mehr Leute zum Umstieg anregt. Am Ende ist die Stromindustrie auf den Markt, für den sie das Optimum darstellt, umgestellt.
In der Zwischenzeit wird Erdgas, wiewohl für 400 Jahre noch vorhanden, teurer. Da legen sich immer mehr Gemeinden eine Bio-Gasanlage zu. Am Ende ist Deutschland (und die anderen Länder mit eLeWs) energiewirtschaftlich autark.

Das Thema sollte im Energieforum fortgesetzt werden.



Hier noch ein Link auf eine Seite, wo das Blockheizkraftwerk mit Erdgas schon seit langem läuft und die wirtschaftliche und umweltfreundliche Überlegenheit zur Bewag (jetzt Vattenfall) belegt:
http://www.ufafabrik.de/de/nav.php?pid=n23
Was Sie versäumen, wenn Sie nicht klicken: Ein Bild vom Mao-Diesel, 50kW El. und 100kW Wärme, von 1981, ein Bild BHKW 1993 mit 88kW El. und 190kW W. und eine Schadstoffvergleichsgrafik. FF (Viel Vergnügen).

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