eLeW, ein Land eine Welt - Forum 1 und FAQ
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Thema: eLeW und die Atomenergie?


++++Planwirtschaft scheint genauso verheerend zu sein wie Marktwirtschaft. Bei der Versorgung mit Gütern scheint die Marktwirtschaft besser zu sein. Optimal scheint eine soziale Marktwirtschaft mit gestaltender/planender Politik zu sein. Und das hatten/haben wir schon zum Teil.++++ Zitat

Bei genauerer Betrachtungsweise, kann man diese, wie ich finde, für energiepolitische Belange wichtige Aussage ,so nicht stehen lassen.
Planwirtschaft hat ihre Leistungsfähigkeit eigentlich nie unter Beweiß stellen können , da die Durchführung derselben, immer durch kapitalistische Störversuche behindert worden ist.Als Beispiel sei hier der doch erhebliche Aufwand an Mitteln erwähnt, der nicht zum täglichen Leben von Menschen in Zufriedenheit und sozialer Gemeinschaft , bewältigt werden mußte.Richtig ich rede hier von Mitteln zur Finanzierung von Kriegswaffen,--den Kriegswaffen, die der Planwirtschaftler immer wieder zur Verfügung stellen mußte, um sich dem Zugriff des Kapitals zu entziehen.
Leicht ist es so zu verstehen das eine Planwirtschaft ungeeignet ist, Überschüsse zu erwirtschaften die dann ihrerseits in so perverse Dinge wie Kriegswaffen investiert werden.Da gerät der Plan zur Farce ,und das System zum Staatskapitalismus.So geschehen in den Staaten der ehemaligen UDSSR.

Das soweit zur Versorgung mit Gütern.

Die andere Sache -- die mich wahrscheinlich nicht mehr tangiert, ist wohl die Frage nach dem " Plan " wenn eines schönen Tages die Rohstoffe , weil knapp , geteilt werden müssen?
Sie ahnen es schon, -- wir werden um eine Weltumspannende Planwirtschaft, nicht herumkommen, ohne den Untergang der Menschheit zu provozieren .Die Verfügbarkeit der Ressourcen spielt dabei die Schlüsselrolle. Ein bisschen soziale Marktwirtschaft mehr oder weniger, ist dabei eigentlich sekundär.Es ist auch egal ob sie ihr Häuschen nun mit Wärmepumpe und Stirling heizen, oder ob sie im Keller eine ganze Armee Meerschweinchen am Rad drehen lassen.
Solange das Quantum privat erzeugter Energie sich in bestimmten Grenzen bewegt, dürfen sie sicher sein, daß sich da kein Lobbyist drüber aufregt. Aber verordnen sie mal Solar aufs Dach wie Katalysator unter´s Auto. Spätestens dann haben sie den Verein am Hals .

Ach nochwas, es gibt übrigens Stirlings die sich mit menschlicher Abwärme betreiben lassen.Sie nehmen das Ding in die Hand und können den Goldhamster nach hause schicken.





SPIEGEL Online berichtet heute: Vattenfall unter Druck, Ermittler durchsuchen Krümmel.
Heute Vormittag durchsuchte die Staatsanwaltschaft Lübeck das zur Zeit stillgelegte Atomkraftwerk. Als am 28.6. ein Trafo brannte drang Rauch in die Leitzentrale und der Reaktorfahrer musste Atemschutz anlegen. Wegen Anzeichen einer Rauchvergiftung könnte Körperverletzung vorliegen.

Na toll.

Im schleswig-holsteinischen Landtag ist das Verhalten Vattenfalls heute auch ein Thema.

Na toll.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) rügte heute erneut den unverantwortlichen Umgang des Energiekonzerns Vattenfall mit den Sicherheitsvorschriften für Atomanlagen. Vattenfall habe gezeigt, dass es den Anforderungen eines sicheren Betriebes von Atomanlagen nicht genüge. Es sei nicht akzeptabel, dass die mangelhafte Sicherheitskultur des Unternehmens eine Gefahr für Millionen Menschen sei. Wegen des Verdachts des nicht vorschriftsmäßigen Betriebs des AKW Krümmel wird der Umweltverband heute eine Strafanzeige einreichen.

Und?

Seit dem 4. Juli kenne ich das hier:
Gefährliche Fehlkonstruktion in deutschen Atomkraftwerken. Brände können zum Super-GAU führen. Betroffen sind die Siedewasserreaktoren Krümmel, Brunsbüttel, Philippsburg-1, Gundremmingen B, Gundremmingen C und Isar-1 sowie die Druckwasserreaktoren Biblis B, Unterweser, Neckarwestheim-1, Grohnde, Brokdorf und Philippsburg-2.

SPIEGEL, Staatsanwalt und schleswig-holsteinischer Landtag sicher auch. Nehme ich doch an.




Wegen des Störfalles in Frankreich greife ich diesen thread wieder auf. Zuvor eine Erneuerung des Links, weil das Original nicht mehr existiert:
Seit dem 4. Juli kenne ich das hier:
Gefährliche Fehlkonstruktion in deutschen Atomkraftwerken. Brände können zum Super-GAU führen. Betroffen sind die...




In Südfrankreich ist radioaktive Uranlösung ausgetreten. Spiegel Online vom 8.7.08. Es ist von 30 Kubikmetern die Rede mit 360kg Uran. Die Atomkraftgegner warnen tags darauf. Spiegel Online vom 9.7.08 und die Betreiber wiegeln ab, es waren nur 75 Kilogramm. Die französische Atomaufsicht übernimmt die Meinung des Betreibers und stuft den Zwischenfall herab, Greenpeace stuft ihn schon am 8.7.2008 höher.

Das platzt in die aktuelle Atomdebatte herein. Eine Debatte, die immer größere Mehrheiten in der Bevölkerung für die Atomenergie gewinnt. Da werden AKWs in ihrer Gefährlichkeit mit den Verkehrstoten verglichen und als akzeptabler angesehen. Da werden ausgehebelte Ausstiegsversuche in Frakreich, Holland und Schweden als Vorbild und Trend gewertet. Und AKW-Gegner werden als verbohrt und uninformiert hingestellt.

Das scheint ein Problem für die eLeW zu sein, die den Mehrheitswillen akzeptiert. Dabei ist die Sache ganz einfach. Jede Kilowattstunde aus einem AKW vom Verbraucher als Nuklearverschmutzer nach dem Verursacherprinzip mit etwa 10 Euro bezahlen zu lassen. Das sind die realen Kosten ohne Gesundheitsschäden, wenn der Steuerzahler nicht für die Folgen aufkommmen muss.

Deutschland ist nicht Geisterfahrer in Sachen Atom sondern nur eines von mehreren Ländern, die aussteigen. Und solange wir Überschüsse aus der Stromgewinnung exportieren, brauchen wir keine neuen Kraftwerke.




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