eLeW, ein Land eine Welt - Forum 1 und FAQ
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Thema: Götz W. Werner entzaubert


Hallo Salzo,

Es ist sicher nicht schwierig wirklich arme Leute zu treffen. Hier in Europa und in der ganzen Welt. Ein Teil der Medien bringt uns ja fast täglich Informationen über Armut. Zur Abschreckung, zum Angewöhnen, zum Wegschauen? Nach den wirklichen Ursachen wird allerdings selten geforscht.

Sicher könnte das BGE helfen, nur wie lange, wie weit , ich fürchte, dass nur Symptome behandelt werden sollen, nicht die wirklichen Ursachen der Armut.

Uns wird ein kleiner Finger gereicht. Müssen wir uns immer mit dem kleinen Finger zufrieden geben? Auf immer und ewig mit Gottes willen, statt mit dem eigenen?




Hallo Josef,

ich gebe dir recht.

das Wollen ist von Erziehung und Vorbild abhängig, viele kleine initiativen Weltweit sind schon auf dem richtigen Weg und haben Erfolg.

Selbstverständlich hat das BGE Vorzüge, positive Wirkungen, das will ich nicht bestreiten.

Mein Traum vom BGE sähe so aus:

Das BGE wird nur funktionieren, wenn wirklich a l l e – vom Konzernchef bis zur Hausfrau bis zum Baby das Grundeinkommen erhalten. Alle auf das Horten von Geld verzichten und seinen Zins an die Gemeinschaft abgeben sowie die Macht der Entscheidung auf alle übertragen wird. Angedacht hier bei der eLeW.

Eine Gemeinschaft deren Wohlstand und Lebensqualität nur noch von dem Leistungswillen, der Leistungsbereitschaft und den Innovationen der Bürgerinnen, Bürger und ihrer gemeinsamen, in gesellschaftlichen Besitz befindlichen Unternehmen abhängt, wäre wohl eine sozialistische Gemeinschaft. Wäre das das Ziel des Grundeinkommen, wäre es wahrhaftig revolutionär und wirklich anzustreben.

Zum beleben dieses Traumes brauchen wir wirklich eine geschlossene Mehrheit.

Wir aber leben in einem Alptraum:

Das Grundeinkommen zusammen mit dem derzeit Herrschenden wird zu Bruch gehen. Die Ausbeutung und der Missbrauch von Menschen durch wenige andere Menschen wird erneut perfektioniert und wir landen da, wo gestartet wurde.

Deshalb ist abzusehen, dass diejenigen, die jetzt schon über ein bedingungslos großes „Grundeinkommen“ verfügen und selbes nach belieben erhöhen können, sich dieser gefährlichen Umwälzung mit allen Mitteln entgegenstemmen werden oder mindestens in ihrem Sinne, zu ihrem vordringlichem Vorteil verwirklicht sehen wollen..

Es wird nicht einfach sein, diese wenigen Menschen von ihrer Unvernunft abzubringen.

Wie misst man Leistung?

Muss sie den gemessen werden? Auf seine Art, mit seinen Möglichkeiten, die ihm von anderen gezeigt wurden, die er anderen verbessert weitergibt, bringt sich jeder ein. Sein Maßstab ist sein Leben, einmalig, nicht wiederholbar für sich selbst und die anderen!
Eine wichtige offene Frage zum BGE, wie stets mit Menschen mit anderem Hintergrund als wir, fast unverzeihlich Falsch erzogen. Wie gehen sie mit dem BGE um, bedingungslos klar, nur mit welchen möglichen Folgen?




Noch ein link zum Thema

http://www.labournet.de/diskussion/arbeit/existenz/siebers.pdf





OK wer den Siebers verstanden hat braucht sich eigentlich um das BGE keinen Kopf mehr machen.
Was will das BGE ? Grundsicherung ? Das ist uns nicht genug !!!
Der Bonze schleppt die fetten Brocken weg und das Proletariat zahlt sich auch noch selbst.Diese Rechnung geht dann nach G.W. nur auf ,wenn die Verwaltung verschlankt wird . Privatisiert,ausverkauft,enteignet,entrechtet.Das Volk nur noch Konsumentenpöbel,Stimmvieh Mehrheitsbeschaffer,Springerpresse und RTL geschädigter verblödeter Mob,unfähig sich zur Wehr zu setzen.

Das kann,das darf nicht unsere Zukunft sein.
Es geht darum den Kapitalisten vom Acker zu jagen,den Fehler zu beseitigen.Den Fehler der unsere Probleme verursacht hat.Keine Panik wir brauchen jetzt keine roten Socken,wir brauchen nur den Zins abschaffen ,die Geldmenge elektronisch kontrollieren,und das Geld mit einer Hortungsgebühr belegen die bei Einlage bei der Bank entfällt.

0 Zinsen. Alle Produkte würden 30-40% billiger . Was einen Kaufrausch auslösen würde.Sie müßten ihr Geld ausgeben um etwas davon zu haben.
Und seien sie sicher,Arbeitslose gehören dann der Vergangenheit an.
Sie tun auch keinem weh den für die Rendite hat sich nur der Malocherkrumm gemacht,und der geht eh leer aus.

Na gut Ackermann und CO bräuchten dann eine Umschulung.
Aber es gibt da hervorragende Möglichkeiten.

Ach so bei Marktsättigung meinen sie ? Dann wird eben weniger gearbeitet,aber das haben wir uns dann verdient.

Der Wachstumsdruck wäre aus der Wirtschaft,so das diese sich mit Zukunftstechnologien befassen könnte,Ressourcen und die Umwelt würden geschont. Kriege würden überflüssig.

Wie kommt mann dahin ? Verbot der Nebenbeschäftigung für Politiker in Stadt Land und Bund. Unbestechlichkeit sichern.
Grundlohn für Politiker plus Erfolgsprämie, für die ich dann den Bund der Steuerzahler verantwortlich machen würde.Wer nichts bringt oder mauschelt,fliegt gewählt oder nicht.
Vorkaufsrecht des Staates auf Produktionsmittel.Abschreibung wird abgezogen. Steigende Besteuerung auf Zinserträge in Schritten bis Anlage bzw Zins,und Renditegewinne in voller Höhe an den Staat gehen.
Austritt aus der EU . Aufteilung der BRD in vier große Verwaltungsbezirke mit deutlich gestärktem Landesrecht.
Warum? Kleine überschaubare Einheiten sind individueller,will heißen Politik kann auf die Volksgruppe besser angepasst werden. Wir brauchen keine Bananenverbieger und Klodeckelvermesser,die sich auf Kosten des Proletariats ins Fäustchen lachen und den lieben Gott ne´n guten Mann sein lassen.
Wir bleiben auch sozial in Sachen Rente und Krankenkasse,diePKV´s werden abgeschafft.Der Chefarzt muß für alle bezahlbar sein.

Die BRD hat zZ 1,5 Billionen € Schulden,die ebenfalls zZ nicht getilgt werden. Es laufen pro sek. 2141.- € Zinsen an.(pro sek)

Wie lange noch ???
Für alle die am Thema sind empfehle ich " Silvio Gesell"
und " Michael Unterguggenberger,Das Wunder von Wörgl" bitte googlen.

PS Wenn die Staatsschuld das BIP übersteigt,sind wir Pleite.





Hallo Andreas,

erst lesen, dann äußern.

Viel hättest du dir hier sparen können. Aber man sieht du könntest auf unserer Seite sein.

mfg
Gerhard



Siebers Kritik am BGE kann ich problemlos zustimmen. Er hat Recht. Ein BGE funktioniert nicht als ein alternativer Gesellschaftsentwurf. Deshalb habe ich auch nicht allzu viel mit Götz Werner oder den Vorstellungen der Initiative “Freiheit statt Vollbeschäftigung“ gemeinsam. Ein BGE sollte viel, viel tiefer ansetzen.
Das Hauptproblem auf der Welt sind die Eigentumsverhältnisse, das Geldsystem (Abschaffung der Zinsen fordert Andreas), oder kommunistisch gesagt, die Besitz- und Verwertungsverhältnisse der Produktionsmittel, oder noch vereinfachter: der Kapitalismus. Wer die Welt grundlegend verbessern will, hat damit seine Zielvorgaben.
Die große Frage aber ist doch, wie (und mit wem) das durchsetzen?
Seit Marx und Engels ist die Analyse bekannt, seit 150 Jahren wird damit und daran gearbeitet, trotz aller Krisen sitzen heute aber das kapitalistische Wirtschaftssystem und seine Protagonisten immer noch fest im Sattel. Die Arbeiterklasse ist national wie auch international gespalten und total uneinig und eine andere Formation als Träger der Revolution nicht in Sicht.
Es hat doch wohl einen Grund, wenn wir Linken bei der großen Mehrheit unserer Bevölkerung keinen Anklang und keine Unterstützung finden und dieser Tatsache sollten wir uns endlich einmal stellen. Es wird Zeit, dass die vielen Linken mal aus ihrem hohen Turm der Rechthaberei herauskommen und sich der Aufgabe stellen, auch die „Nichtwissenden“ gewinnen zu müssen.
Es ist so leicht, aufgrund des eigenen Wissens den anderen argumentativ fertig zu machen, - nur überzeugt von der Richtigkeit seiner Meinung hat man den anderen damit noch lange nicht. Siebers Kritik am BGE ist ein schönes Beispiel dafür: sachlich durchaus richtig, ist es aber nichts weiter als intellektuelle Rechthaberei unter Linken. Unsere „normalen“ Mitbürger erreicht man mit so einem Text überhaupt nicht.

Ich will damit nicht jede theoretische Auseinandersetzung schlecht machen, nur wird alles etwas hohl, wenn eine praktische Umsetzung fehlt. Ich kann dafür auch kein Patentrezept bieten, nur meine eigenen zwei Konsequenzen vorstellen:
Da ich mir eine Alternative ohne Gewalt und Unterdrückung wünsche, komme ich nicht umhin, Mehrheiten dafür zu suchen und zu generieren. Dafür braucht man die entsprechenden Strukturen, die öffentliche Kontrolle und Mitbestimmung, also 100% Demokratie, garantieren. – Deshalb die eLeW.
Und ich muss mich deshalb der (langwierigen) Überzeugungsarbeit stellen. Kleine Schritte akzeptieren und gehen. Und so ist auch unser Modell von einem BGE angelegt. Ich halte einen Erhalt und die Stärkung unseres Sozialstaates für wichtig, mit als eine Voraussetzung, um weitere Schritte zur Verbesserung zu gehen. Die Finanzierung, die Höhe, die Diskriminierung der Hilfsbezieher, die staatliche Schnüffelei, der Missbrauch und die bürokratische Verschwendung der sozialen Vorsorge, dies alles bedarf einer Reform, - und dafür halte ich ein BGE für geeignet.
Der Kampf gegen das System usw., das alles wird durch ein BGE nicht ersetzt.
Insofern hat Gerhard also Recht, wenn er schreibt: ein BGE stabilisiert nur das Grundübel. Oder Andreas schreibt: Was will das BGE ? Grundsicherung ? Das ist uns nicht genug !!! Recht hat auch er !!! Wir wollen, wir brauchen mehr. Aber ich meine, ein (kleines) BGE hilft uns bei dieser Forderung nach mehr. Es sollte allerdings einiges beachtet werden:
a) Wenn wir das Thema BGE nicht positiv bearbeiten und besetzen, besteht die Gefahr, das der Gegner (die Kapitalseite) es vereinnahmt
b) Ein BGE sollte nicht als Gegensatz zu anderen Forderungen aufgebaut werden. Forderungen nach Arbeitszeitverkürzung oder Mindestlohn bleiben aktuell.
c) Es darf nicht zur Spaltung dienen, z.B. zwischen Beschäftigten und Arbeitslosen. Man muss mit allen darüber reden. Ich denke, es bietet mehr die Chance, viele verschiedene Schichten hinter eine gemeinsame Forderung zu bringen. Und - man kann es auch sein lassen, wenn es nicht klappt. (es ist keine Weltanschauung)

Langer Rede – kurzer Sinn: Die großen gesellschaftlichen Theorien und die notwendigen Alternativen auf der einen Seite, und das BGE auf der anderen, das sind zwei paar verschiedene Schuhe.

Gruß Josef




Weshalb kommen die Linken nicht zu Potte?

Die große Frage aber ist doch, wie (und mit wem) das durchsetzen?

Wieso ist das eine Frage wie und mit wem.

Mit der eLeW natürlich, schreibst du ja selbst!.

Aber friedlich ohne Schmerzen, wie:
>Da ich mir eine Alternative ohne Gewalt und Unterdrückung wünsche, komme ich nicht umhin, Mehrheiten dafür zu suchen und zu generieren. Dafür braucht man die entsprechenden Strukturen, die öffentliche Kontrolle und Mitbestimmung, also 100% Demokratie, garantieren. –<
Mit dieser Methode werden die Linken seit Jahrzehnten dazu verdonnert, sich selbst die Zähne auszubeißen.. Beispiele gibt es zu Hauf . Auch mit 100% Demokratie – Chile – ab einem bestimmten Punkt gibt es dann plötzlich keine Demokratie mehr. Man muss also mehr Idealist sein, als ich , um zu glauben, dass es eine Veränderung ohne Kampf geben wird.

Zu a: Das BGE braucht nicht von Kapitalisten vereinnahmt werden, es wurde von ihnen erfunden. Muss die eLeW auf diesem Pferd mit reiten? Auf das kleinere Übel lassen sich schon genug andere ein.

Zum Text von Siebers

Die „normalen“ Menschen sollte man nicht unterschätzen. Seinen Text im Großformat in einer gängigen „volkstümlichen“ Zeitung veröffentlicht, würde sehr wohl auf Verständnis, Verstehen stoßen. Aber auch sehr überraschen ;-) Als Handwerker bin ich unter „normalen“ Menschen und die Erkenntnisse und Einsichten sind Reifer und sehr weit entwickelt.

Viele suchen daher schon lange nach dem Griff, dem Seil - überhaupt nach irgend etwas, mit dem dieses Übel beseitigt werden könnte.

Zum Thema Eigentum haben wir ja schon einen Schuldigen den
&17...

Beste Grüße
Gerhard




Lieber Josef!

(Zu deinem Beitrag vom Oktober)

Josef Liebhart

Die meisten Linken und viele Gewerkschafter sagen, vor allem mit Arbeitszeitverkürzung und Mindestlohn


Was die Arbeitszeitverkürzung betrifft, halte ich das für ein Gerücht. OK, die Gewerkschaftler sagen vielleicht man sollte die Arbeitszeit verkürzen. In den 80er Jahren ging man den Weg der Arbeitszeitverkürzung. Mittlerweile wird die Arbeitszeit wieder verlängert. Und EU-Staaten, wie z.B. Frankreich, die ziemlich weit vorgeprescht sind (gabs da nicht sogar schon die 30Std-Woche?) werden von den Herren Edellinken und Gewerkschaftlern vollständig im Stich gelassen.

Die Arbeitszeit kann man nur europaweit -und dann global- regeln. Aber unsre "patriotischen" Gewerkschaftler interessiert in der Praxis nur, wie man "billige" Polen, Ukrainer, Unganr, Rumänen, Tschechen, Portugiesen usw gewaltsam aus Deutschland heraushält. Mögen die Polen in Polen bleiben und dort verhungern, was geht "uns" das an!


Die Frage ist also, wie man die Zerstörung des Sozialstaates verhindern, den oben genannten Anspruch durchsetzen kann?


Die Frage ist nicht wie, sondern wer. Leider sind viele Leute aus dem "linken" Spektrum ja geradezu scharf auf die Zerschlagung des Sozialstaates. Dadurch entstehn Armut, Elend und Not und sie können sich an den potentiellen Unruhen erwärmen. Kriegst Du das nicht mit? Das Hauptargument gegen das BGE ist doch, daß damit die "Armen, Schwachen und Bedürftigen" verschwinden und es somit niemanden mehr gibt, der Autos anzündet. Unsre oft satten Edellinken langweilen sich dann auf ihren Fernsehhockern! Ich kenne diese Typen aus Berlin Kreuzberg. In ihrer Spießer-Einöde brauchen sie einen Hauch von "Revolutionär". Wenn das nun irgendwie Hand und Fuß hätte. Hat es aber nicht. Besoffene, frustrierte Jugendliche zerkloppen wahllos was ihnen in die Quere kommt. Am nächsten Tag werden die Scherben zusammengekehrt, 200 Jugendliche kurzeitig im Knast verstaut und das wars. Unsre Edelmarxisten haben dann ein gutes feeling und Gespächsstoff für ihre Koks-Parties.


Deshalb sagen wir, mit einem BGE sollte man kleine Schritte gehen, wer damit gleich den Kapitalismus abschaffen will, der bringt ein BGE nur zum Scheitern.

Welchen "Kapitalismus" meinst Du denn? Erst seit der Wende reden genau zwei politische Richtungen von "Kapitalismus": die (neo)liberalen, die damit meinen, daß man nun endlich wieder die Sau rauslassen kann, weil der Sozialismus angeblich verschwunden ist und eben unsre gutversorgten Edelmarxisten, die weder mit der UdSSR, noch mit dem damaligen Westen einverstanden waren und beides für "Kapitalismus" interpretierten. Bis zur Wende haben nur ein paar pseudomarxistische Zeugen Jevovas den Westen als kapitalistische Klassengesellschaft "interpretiert". K-Gruppen z.B. Da es auch damals schon keine Klassen gab, haben sie sich Blaumänner angezogen und das "revolutionäre Proletariat" simuliert. Und heute?

Wenn man mit diesen Begriffen operiert, sollte man sich mal etwas ernster mit der (Welt)Geschichte, mit der Arbeiterbewegung und den Original-"Kommunisten" befassen und sich nicht von dem elenden Geschwätz selbsternannter Fernsehsessel-Interlektueller einlullen lassen.

Fett schwimmt immer oben. Das heißt aber nicht "Kapitalismus". Wenn jeder Mensch so leben kann wie er möchte, ist es völlig wurscht ob Fett oben schwimmt oder nicht.

Kurzum, wir müssen keinen "Kapitalismus" abschaffen, weil er schon lange futsch ist!
Übrigengeblieben ist das Vokabular unsrer revolutionären Vorfahren, aber auch nur noch Teile davon. Von Klassengesellschaft, Klassenkampf, Bourgeiosie, Proletariat, Kapitalisten usw spricht man nur noch hinter vorgehaltener Hand. In den offiziellen Reden, Artikeln -z.B. in denen von Roth, Siebers und Konsorten- spricht man davon gar nicht mehr!

Aus Straßenschlachten sind Schlachten um die Straßennamen geworden.

Die Gesellschaft, die Weltgesellschaft ist ohne Zweifel eine Drecksgesellschaft. Um hier irgendetwas zu bewirken, braucht man eine Theorie, bei der man nicht auf Schritt und Tritt auf die Fresse fliegt. Keinesfalls kommen wir mit Religionen -welcher Art auch immer- weiter. Die Edelmarxisten wollen sich und anderen weißmachen, daß ein paar "Allmächtige" die Welt regieren. Das ist die Religion der Ohnmächtigen! Jeder auch noch so kleine praktische Schritt ist ihnen ein Greul. Sie setzen auf ein großes Rambazamba und können nichtmal sagen, wie es nach einem solchen Rambazamba eigentlich weitergeht. Frag diese Deppen. Es kommt Null. Null Zukunft. Null Ziel. Nichts. Eine Handvoll Geschwafel. Das ist alles.


Und kleine Schritte meint, es ist eigentlich nur eine Umverteilung bestehender Einnahmen und Ausgaben:

Das BGE ist nun gewiß kein "kleiner" Schritt. Anscheinend siehst Du nur, was die Menschen "am Ende" im Portemonai haben? Interessant ist aber, ob und was man dafür tun muß! Es geht hier um die Bedingungslosigkeit. Mach dir nur mal bewußt, was es heißt wenn von 82 Mio Bürgern 43 Mio nicht erwerbstätig sind. Wovon leben denn diese Menschen heute? Sind diese Menschen, die MEHRHEIT der Bevölkerung etwa "frei"?
Sicher, wir müssen keine Säuglinge befreien, aber bereits ab 14 Jahren sollten die Menschen bei ihrem künftigen Lebensweg mitentscheiden dürfen: egal ob aus "armen", aus "gutverdiener" oder "reichen" Familien.

Das BGE ist auch nicht der Lösung ALLER Probleme! Es geht in erster Linie darum, allen Menschen eine minimale Existenz zu garantieren. Dieses Thema hat nichts mit Vermögensverteilung, Krieg, sexuellem Mißbrauch, Asylsuche, Umweltzerstörung usw zu tun. Das schwafeln nur unsre Edelmarxisten!
Alle sonstigen Probleme kann man auch auf der Grundlage eines BGEs angehen, wobei dann viele Millionen Menschen, die zur Zeit mit der nächsten Miete, mit dem Gang zum Fallmanager und mit der Suche nach Nahrungsmitteln beschäftigt sind, dann ja vielleicht auch mal mitreden und mitmachen können!

Es geht "nur" darum das "bedingte" Grundeinkommen von heute durchschnittlich 730€/Monat auf ein bedingungsloses umzustellen! Mehr nicht! Die Befreiung vieler Millionen Menschen von Kontrolle, Schikane, öffentlicher Diffamierung, Bettelgänge und Zukunftsängste.

(Fortsetzung folgt)



(Fortsetzung)


Noch einmal: Um die Grundübel der Gesellschaft, nämlich die kapitalistische Wirtschaftsweise mit den daraus folgenden Eigentumsverhältnissen zu beseitigen, dafür ist ein BGE meiner Meinung nach tatsächlich nicht geeignet.

Richtig, nur solltest Du dir von irgendwelchen pseudomarxistischen Irren nicht Probleme aufschwatzen lassen, die effektiv nicht da sind.
Schau dir einfach mal an, welche Erwerbstätigen in welchen Berufen (und Arbeitsverhältnissen) tätig sind.
->welche Berufe haben die Menschen

Es gibt z.B. die Möglichkeit Betriebe auch genossenschaftlich aufzubauen. Sowas gibts heute schon. Davon reden aber die Pseudomarxisten nicht. Marx, Engels, Lenin, Mao, Tito usw sahen darin damals im Kapitalismus keine Zukunft, z.B. weil es damals überhaupt noch keinen Staat gab, der entsprechend Steuern einkassieren (=Enteignung) konnte, mit denen Betriebe -u.a. Genossenschaften- unterstützt werden könnten.
Schau dir die eu-Landwirtschaft an, in der übrigens bereits von einem bedingungslosen Bauerngehalt als Ersatz zu den viel teureren Subventionen gesprochen wird. Wo ist da "kapitalistische" Produktionsweise?

Genossenschaft, Landkommune, Handwerkskollektiv sind etwas komplizierter als ein gewöhnlicher Betrieb mit einem "Chef". "Demokratie" hat ihren Preis. Die Mitwirkenden Genossenschaftler können in der Regel nicht nach 8 Std alles stehn und liegen lassen und Feierabend machen.

Mit einem BGE würde man ja diese "alternativen" Arbeits- und Lebensformen unterstützen, oder nicht?

Nun dies ein paar schnelle Gedanken zum Thema "Niedergang des BGE"

ein eiliger Internetspaziergänger



Bei dem eLeW-Themenheft 2 wird ein gangbarer Weg zur Einführung eines BGE entworfen. Bei dem Link "Welche Berufe haben die Menschen" schreibt ein tramper wörtlich:
"Endlich wird´s wieder interessant--und, wie man so schön sagt--"zielführend"!

Seit Monaten hatte ich keine Lust mehr, in diesem "Onanisten-Club" irgendetwas beizutragen.

Das "Haus BGE" hat noch keine Baugenehmigung, aber die Innenarchitekten feiern fröhliche Urständ.

Wir, als überzeugte Anhänger des BGE, wissen doch schon, dass dieses Wirtschaftssystem marode ist (Ich meine das "globale", oder?).
Neger und Indianer mussten ihre besten Jagdgründe verlassen, weil darunter Bauxit, Uranerz, oder Öl gelagert war! Als Entschädigung haben die Inuit Alkohol bekommen, die Inder Mutter Theresa!
Ackermann, Esser und Consorten sind dafür mit "unendlichem" Reichtum, Macht und dem Gefühl der "Unangreifbarkeit" belohnt worden.

Das mag die "MASSE" nicht!! Und hieran sollten wir endlich arbeiten!
INFORMIEREN, AUFKLÄREN!
Den Finger auf die Wunde legen!

ok, ich sag´erstmal tschüss, bis später...

tramper

Auf solche Leute würde ich kritisch eingehen, wenn es nur darum geht
Internetspaziergänger
das "bedingte" Grundeinkommen von heute durchschnittlich 730€/Monat auf ein bedingungsloses umzustellen! Mehr nicht! Die Befreiung vieler Millionen Menschen von Kontrolle, Schikane, öffentlicher Diffamierung, Bettelgänge und Zukunftsängste.

Und das tut das Themenheft. Und schlägt vor, das BGE sofort einzuführen. Ich schlage vor, "Mit-" und "Gegenspieler" zu tauschen.

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