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Thema: Keine Illusionen


"Sag die Wahrheit" titelt G.H. im Energieforum seinen Beitrag zur Klimakatastrophe.

Sich mit Wahrheit beschäftigen, heißt, sich keinen Illusionen hingeben. Also druckt heute die Westdeutsche Zeitung zum Thema der US-Pläne vom Aufbau eines Raketenabwehrsystems in Polen und Tschechien die Wahrheit?
"Wir sollten uns keine Illusionen machen: Die in Osteuropa geplante amerikanische Raketenabwehr kommt. Wer jetzt erzählt, man müsse das in der Nato, der EU oder mit Russland beraten, der verkennt bestenfalls die Lage oder will nur wider besseres Wissen dem ganz offensichtlichen Eindruck entgegenwirken, hier entscheide eine Weltmacht über die Köpfe der Betroffenen hinweg. Denn das hat sie schon längst getan. Die Nato ist - jenseits allen Wunschdenkens - kein Bündnis gleichberechtigter Partner. Wir können mitmachen wie Prag und Warschau, schimpfen wie Kurt Beck oder wolkige Floskeln finden wie Angela Merkel.


Für die einen ist das eine Meinung, für andere unwahr und andere wiederum die Wahrheit. Und dann kommt das in die Ablage.
Wir leben mit Wahrheiten und mit Lügen.

Keine Illusionen machen ist dagegen schon aber richtig was Aktives, Position wird bezogen. Welche, ist die Frage?





Wohin führt diese komische Frage?

Das Problem besteht mit oder ohne Illusionen. Frau Kanzler will die EU zusammenhalten, was schwer ist, wenn Polen sich wie ein Kandidat für den 51. Staat der USA aufführt. Beck will Frau Kanzler vorführen und die Nato (Wöhrner) hatte zur Wiedervereinigung versprochen, sich nicht über die Elbe (Status quo) auszudehnen.
Wie die WZ weiß, machen die Amerikaner sowieso, was sie wollen. Einfachste Lösung: Alle finden ab jetzt die Raketenabwehr richtig gut, ist doch defensiv.
Laut Deutschlandfunk heute hat die Moskow Times geschrieben, die russische Regierung wisse genau, dass das Raketenabwehrsystem keine Bedrohung ist. Also alle Seiten mitbauen lassen.

Doch scheint die elew ein Problem zu haben: Die Probleme gehen ihrer Zielgruppe sonstwo hinten vorbei. Und damit ist ihre Problemlösungsidee, die Basisdemokratie, irgendwie überflüssig.

Wie auch, wenn "keine Illusionen machen" schon zuviel ist?



Frau Kanzler - Bertelsmann und co. wollen die EU beherrschen, dominieren, so dass auch andere Staaten(um Griechenland) nicht mehr an den Sinn der EU glauben. Bei uns kommt Dank Bertelsmann so eine Stimmung nicht in die Medien. "Wir" feiern erst mal am Wochenende in Berlin

Tatsächlich brauchen wir uns wirklich keine Illusionen machen, der Raketenschild wird kommen, weil 20 000 000 000 Euro verplant sind!

Wer nun immer noch glaubt, dass der Mensch durch - erfunden oder nicht sei dahingestellt - eine Klimakatastrophe bedroht wird, braucht keine Illusionen. Er hat sie schon. Die Katastrophe kommt von ganz anderer Seite, nämlich, dass notwendige Gelder für Planungen, Entwicklung neuer Techniken, Ausbau vorhandener technischer Möglichkeiten statt dessen für solcherart "wichtige" Vorhaben verballert werden. Und die sind Pinats im Verhältnis zu dem, was insgesamt für Kriege und Kriegsvorbereitungen an Kraft und Innovationen der menschlichen Gesellschaft abgerungen wird.

Wir sollten uns keine Illusionen machen


kam ja von der Westdeutschen Zeitung und die Position ist: lasst sie doch machen, wir können sowieso nichts dagegen tun.

Deshalb scheint Basidemokratie - möglicher weise gewünscht - überflüssig?

Wir sollten auch eines nicht vergessen. Basisdemokratie kann auch weh tun. Dann, wenn die Realisierung der Wünsche einer Minderheit durch die Mehrheit blockiert würde. Dass es dazu kommen wird, ist eine Illusion, wird hier tagtäglich dadurch bewiesen, dass diese unserer Zielgruppe irgendwo hinten vorbei geht.



Ich sag' es auch einfach mal so, für Kinder verständlich:

Wir hatten einst Herrscherhäuser, versippt und verschwägert, die teilten die Welt unter sich auf und bedienten sich dazu der Lakaien.
Diese Herrscher von damals sind jetzt abgelöst durch den Geldadel, (nicht einfach identisch mit den reichsten Leuten der Welt) mit eigener Machtvollkommenheit, der sich der Regierungen, Banker und Manager als Lakaien bedient.
Seit eh und jeh gibt es passend dazu die willfährige Masse und seit eh und jeh wird das als naturgegeben oder gottgewollt akzeptiert.
Passend dazu gehört die Vergesäßung der Massen und die Anmaßung der Oberen, für die unteren Doofen entscheiden zu dürfen.
Insofern ist das Ganze auch faschistisch, so wie die Sklaverei der Südstaaten oder der Rassenwahn der Nazis, und insofern mag der Geldadel solches auch gut leiden.

Nun ging die Entwicklung weiter zur Selbstbestimmung, dem Wahlrecht, der Bürgerdemokratie und Oh Weh, den Menschenrechten. Alles bis jetzt Vergesäßung. "Wenn Wahlen was bewirken würden, wären sie längst abgeschafft" wird gerne zitiert und der Begriff "Stimmvieh" wird gerne angewandt. Nicht ohne Grund. Genauso wurden die Menschenrechte nicht ratifiziert oder verändert ratifiziert.

Und nichts wird sich ändern. Protestler, wenn sie gut sind, werden ins System übernommen, Attac und Greenpeace werden davon abgehalten, Partei zu werden, NGO's werden zu gewinnorientierten Unternehmen, Gewerkschaften degenerieren zu Funktionärsversorgungsanstalten, wie die Krankenkassen (Höhere Selbstgenehmigung von Spitzengehälterzuwächsen als bei Abgeordnetendiäten).

Außer, das illusionslose Volk versteht, solange wie Bildung nicht vergeht, dass es Rechte einfordern kann. Das geht nur über den Weg einer Partei. Die wiederum muss dem Willen der Mehrheit folgen, über machtlose Funktionäre verfügen, von Beginn an Geld und Vergünstigungen 100% ausschlagen, und Volksvertreter einsetzen, die während der Mandatsausübung nur über Lohnfortzahlung und Aufwandsentschädigung verfügen und nach dem Mandat ohne Vorteile außer Ruhm in ihren Alltag zurückkehren.

Nun suchen Sie mal eine solche Partei!
Hier ist sie! Von der Seite der eLeW ist das ein Angebot, und wenn die Zielgruppe das nicht will, ist das auch eine zu akzeptierende Entscheidung.



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