eLeW, ein Land eine Welt - Forum 1 und FAQ
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Thema: Der Umgang mit den anderen


Sehr viele fühlen sich nicht richtig informiert, ich kann das nachvollziehen, deshalb habe ich schon unterschrieben.

Liebe Freundinnen und Freunde,

das Aktionsbündnis Sozialproteste hat eine Petition zu den Arbeitslosenzahlen eingereicht. Diese kann ab sofort mit gezeichnet werden. Deshalb bitten wir Euch, diese mit zuzeichnen. Auch wir entschuldigen uns, falls Ihr diese Mail schon mehrmals erhalten habt. Dennoch ist eine sehr weite Streung dieses Hinweises notwenig.

Bis dahin verbleiben wir
Das Erwerbslosen Forum Deutschland
http:www.erwerbslosenforum.de
Zum Forum:
http:www.eloforum.org
Dort könnt ihr auch im Kontrollzentrum http://www.elo-forum.org/usercp.php bestimmen, ob Ihr weitere E-mails erhalten woll oder nicht.
Liebe MitstreiterInnen

seit kurzem ist unsere öffentliche Petition zur Veröffentlichung der Arbeitslosenzahlen online und kann unterzeichnet werden. Zur Petition gelangt Ihr über

http://itc.napier.ac.uk/e-Petition/bundestag/view_petition.asp?PetitionID=455

wir bitten Euch, die Petition zu unterstützen und über Euren persönlichen Verteiler unter die Leute zu bringen, wir brauchen viele, viele Unterschriften um das Thema über die Petition in den Bundestag zu bringen.

Vielen Dank für Eure Unterstützung

Pia Witte

PS Entschuldigung, wenn diese Mail mehrmals bei Euch im Postfach landet, aber sie soll doch so weit wie möglich gestreut werden.
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Text der Petition:

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass das statistische Bundesamt die offizielle Zahl der Arbeitslosen in Deutschland veröffentlicht. Als Arbeitslosenzahl soll gelten:
Die Summe aller im gesamten Berichtszeitraum arbeitslosen bzw.
arbeitsuchenden Menschen,
die Leistungsbezieher nach dem SGB III (ALG I), nach dem SGB II (ALG II), arbeitsuchend mit oder ohne Leistungsbezug sind oder sich in einer Arbeitsgelegenheit, einer
Fortbildungs- oder sonstigen arbeitsmarktpolitischen Maßnahme befinden.

Begründung:
Um bei Bundestagswahlen zu entscheiden, welche Partei er wählt, braucht der Bürger verlässliche Informationen über die Erfolge bzw. Nicht-Erfolge der an der Regierung beteiligten Parteien. Für eine große Mehrheit der Bürger ist es von herausragender Bedeutung, inwieweit die Regierung das Problem der Massenarbeitslosigkeit meistert.
Zur Zeit werden die monatlichen Arbeitslosenzahlen in der BRD durch die Bundesagentur für Arbeit bzw. das Ministerium für Arbeit und Soziales veröffentlicht. Da auch die Leistung dieser Stellen an der Höhe der Arbeitslosenquote gemessen wird, ist es nur allzu menschlich und verständlich, dass sie die Zahlen möglichst vorteilhaft darstellen.
Dadurch kann es für den Bürger schwierig sein, anhand der veröffentlichten Zahlen seine Wahlentscheidung sachkundig an diesem wichtigen Bereich zu orientieren. Beispielsweise werden Personen, die an Maßnahmen teilnehmen und per Gesetz dazu verpflichtet sind, beim Angebot eines Arbeitsplatzes auf dem ersten Arbeitsmarkt die Maßnahme unverzüglich abzubrechen, dennoch in der derzeitigen Statistik nicht als Arbeitslose geführt.
Der Bundestag lege daher per Gesetz fest, dass die monatlichen Zahlen über den Stand der Arbeitslosigkeit in Deutschland nicht mehr von der Bundesagentur oder dem Ministerium für Arbeit und Soziales veröffentlicht werden, sondern durch die neutralere Instanz des statistischen Bundesamts.
Dabei sollen die Zahlen wie folgt aufgeschlüsselt werden:
I. Im gesamten Berichtszeitraum arbeitslose bzw. arbeitssuchende
Leistungsbezieher: -
Gesamtzahl der Leistungsbezieher in der Bundesrepublik, dann aufgeschlüsselt nach: a) Anzahl der Leistungsbezieher nach dem SGB III (ALG I) b) Anzahl der Leistungsbezieher nach dem SGB II (ALG II) - Gesamtzahl der als arbeitssuchend gemeldeten Personen, kann aufgeschlüsselt werden nach: c) Arbeitssuchende mit Leistungsbezug d) Arbeitssuchende ohne Leistungsbezug - Personen in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen können aufgeschlüsselt werden nach: e) Anzahl der Personen in einer AGH (1 Euro ?Job) f) Personen in einer Fortbildungsmaßnahme g) Personen in sonstigen Maßnahmen h) Personen mit SGB II Bezug die einer Erwerbstätigkeit nachgehen (Aufstocker) Die Summe der Personen unter I. a), b) und d), abzüglich h), soll als offizielle Gesamtzahl der Arbeitslosen im Berichtszeitraum gelten und durch das statistische Bundesamt veröffentlicht werden.
II. Weitere im Rahmen der Sozialgesetzbücher berücksichtigte
Personengruppen: -
Gesamtzahl derer, die im Berichtszeitraum arbeitssuchend gemeldet waren und eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit aufgenommen haben, aufgeschlüsselt nach: a) durch die Bundesagentur/ARGE in Arbeit vermittelt, b) ohne die Vermittlung durch die Bundesagentur/ARGE den Weg in den ersten Arbeitsmarkt gefunden. - Gesamtzahl der Kinder unter 15 Jahren in der Bundesrepublik, die vom Sozialgeld leben. Diese weiteren Angaben unter II. und weiter aufgeschlüsselte Informationen unter I. stehen immer zur Veröffentlichung frei.
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Mit der EU-Verfassung tut man sich schwer. Doch je länger und intensiver sich die streiten, die die Bürger im Nacken haben, desto eher haben andere die Möglichkeit etwas vernünftigeres auf den Weg zu bringen. Hier eine Einschätzung unserer Chefsdenkerhttp://www.cap.lmu.de/download/spotlight/Spotlight_2007_03_de.pdf

In dessen ist Deutschland auf den Weg die besten Strategien umzusetzen.http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/56882

Nummer drei
12.06.2007
Deutschland hat mit seinen expansiven Rüstungsexporten Frankreich überflügelt und ist jetzt der drittgrößte Lieferant von Militärmaterial weltweit.
Dem Jahresbericht des Stockholmer Friedensforschungsinstitutes Sipri zufolge sind die weltweiten Rüstungsausgaben - insbesondere wegen der Kriegführung im Irak und in Afghanistan - auf ein neues Rekordhoch von mehr als 1,2 Billionen US-Dollar (900 Milliarden Euro) gestiegen. Beim internationalen Waffenhandel ermittelte Sipri einen Anstieg um 50 Prozent seit 2002. Die beiden mit Abstand größten Exporteure waren erneut die USA und Russland, Deutschland rückte mit Rüstungsexporten im Umfang von 9,2 Milliarden US-Dollar zwischen 2002 und 2006 auf Platz drei vor Frankreich vor. Allein im Vorjahr wurden aus der Bundesrepublik Militärgüter für 3,9 Milliarden Dollar ausgeführt - mehr als doppelt so viel wie 2005.
Hauptliefergebiet des internationalen Waffenhandels ist der Nahe und Mittlere Osten; unter den zehn größten Importeuren von Rüstungsgütern finden sich fünf Länder dieser Region. Auch die Steigerung der deutschen Waffenexporte ist nicht mit der rasanten Erweiterung von Nato und EU und der dadurch bedingten militärtechnischen Aufrüstung der Beitrittsländer zu erklären, sondern in erster Linie auf Lieferungen in sogenannte Drittstaaten zurückzuführen. Dabei handelt es sich vor allem um Entwicklungsländer, die auch deutsche Entwicklungshilfe erhalten. Kritiker werfen der Bundesregierung eine expansive Rüstungsexportpolitik vor. Der in der Praxis nie so recht ernst genommene Grundsatz "Keine Waffen in Spannungsgebiete" ist demnach inzwischen gänzlich aufgegeben worden.
s. auch Neuer Rekord

Quellen:
Deutsche Waffen sind begehrt; Frankfurter Rundschau 12.06.2007
Rüsten wie im Kalten Krieg; Berliner Zeitung, 12.06.2007
Deutsche Waffen für die Welt; Berliner Zeitung, 12.06.2007


Dem Stern fällt Deutschlands Part gar nicht auf.

http://www.stern.de/politik/ausland/:Sipri-Studie-USA-R%FCstungskosten/590844.html

Weitaus wichtiger

http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/themen/export/ruestung-06-2001.html

und

http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/themen/export/bicc.html

Um Rüstungskontrolle, Abrüstung und Sicherheit wieder zu beleben fordert das Internationale Konversionszentrum Bonn:

1. Die Kontrolle des Militärs in Konflikten: Nicht jeder Konflikt bedarf einer militärischen Antwort. Im Gegenteil!
2. Die Kapazität der Vereinten Nationen für Friedensmissionen muss gestärkt werden und die VN müssen die notwendigen Mittel erhalten, um den Gewaltzirkel zu durchbrechen.
3. Rüstungskontrolle muss Abrüstung wieder in Gang bringen und den Trend dauerhaft verstetigen.
4. Rüstungskontrolle sollte darauf ausgerichtet sein, den raschen Prozess der Waffenmodernisierung zu verlangsamen.
5. Kleinwaffen müssen Gegenstand internationaler Rüstungskontrolle sein.
6. Die Militärausgaben: müssen im Rahmen von Rüstungskontrolle reduziert werden.
7. Die Durchsetzung selektiver Initiativen: Das Beispiel der Ottawa-Konvention sollte Schule machen.
8. Die Erhöhung der finanziellen und technischen Abrüstungshilfe ist dringend erforderlich. Die Beträge für solche Programme im Haushalt des Auswärtigen Amtes sind im Vergleich zu den Militärausgaben marginal.


Mir persönlich zu wenig aber ein Anfang. Sicherlich wird befürchtet, das bestimmte Personen überfordert wären.



Gerade weil sich so wenig dafür interessieren, sollte es immer wiederbelebt werden. Zum Tode von Oury Jalloh

Zusammenfassung des dritten Prozessblockes vom 08.05. - 10.05.2007.

http://www.proasyl.de/fileadmin/proasyl/fm_redakteure/Newsletter_Anhaenge/124/dessau_3.pdf

Manchmal hat man ehrlich Schwierigkeiten zu erkennen, in welchem Jahrhundert wir leben.

Zitat aus: http://www.proasyl.de/de/archiv/newsletter-ausgaben/nl-2006/newsletter-nr-124/index.html#c3973

Bestechende Logik: Das Bundesinnenministerium führt keine Statistiken über Körperverletzungen im Amt bei der Bundespolizei. Der Aufwand für eine solche Datensammlung sei ungerechtfertigt, da es sich um Ausnahmetatbestände handele, so die Antwort (BT-Drucksache 16/5006) auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion (BT-Drucksache 16/4822). Quod erat demonstrandum. Dieser Argumentation zufolge könnten auch weitere Teile der Kriminalstatistik eingespart werden. Mord ist auch ein angesprochener Ausnahmetatbestand.


Hier Fragen und Antwort.

http://www.proasyl.de/fileadmin/proasyl/fm_redakteure/Newsletter_Anhaenge/124/1605006.pdf



Habe ich heute von Micha bekommen.

Darwins nightmare

"Es ist zum Beispiel unglaublich aber wahr, dass, wo immer in einer relativ armen Gegend ein wertvoller Rohstoff entdeckt wird,
die Menschen im Umfeld des neuen Reichtums elendig zugrunde gehen.
Ihre Söhne werden zu Wächtern und Soldaten, ihre Töchter zu Dienerinnen und Huren.
Es macht mich krank, diese sich wiederholende Geschichte immer wieder zu hören und zu sehen."


Und nicht nur ihn.

Wann, werte Leserinnen und Leser, können wir gemeinsam anfangen, diesen grauenhaften Menschen verachtenden Vorgänge ein Ende zu machen. Wie viel Wut und Verachtung dagegen muss noch aufgestaut werden, bis sich endlich mal was bewegt und aus diesem großartigen Projekt der eLeW wirksame Realität werden kann?

Freundlichst

Gerhard Höpfner





Ich finde, Gerhard, im vorigen Beitrag wurde die passende Stelle von Darwins Nightmare beim Zitieren übersehen:

Verwunderlich ist, dass die beteiligten Akteure eines mörderischen Systems keine hässlichen Gesichter haben, und meistens sogar keine schlechten Absichten. Die Beteiligten sind wir, ihr und ich. Einige von uns machen "nur ihren Job", und sie fliegen z.B. einen Jumbo von A nach B, der mit Napalm beladen ist. Einige wollen einfach von nichts etwas wissen, andere kämpfen um das nackte Überleben.


Davon rede ich immer, dass wir als Beteiligte uns zu ändern haben.



Hallo, Gerhard, Huscholz, Forum,
die passende Stelle wurde übersehen ?? Von wem und durch was?

Inhalte zu einer Änderung habe ich auch.
Die Genfer Konvention muss geändert werden, der Partisanenkrieg darf nicht weiter durch Staaten initiiert oder genährt werden. Egal ob auf Pump/Zinsen/Miete oder Barzahler.

Die Amerikaner, soweit ich das überblicken kann, machen es sehr raffiniert. Kleine Truppen, partielle Auseinandersetzung, hoher Kollateralschaden, keine Genfer Konvention, da offizielle staatliche Kriegserklärung notwendig ist und sie dann selbst betroffen wären.
Raffiniert war damals auch von T. Roosevelt den Engländer Waffen zu vermieten. Ist dann kein Verkauf, der Senat muss nicht zustimmen. Ob das heute immer noch möglich ist?
Leasing für Panzer und Raketen. Kann gut über Konten vertuscht werden. Mieten statt Kauf. Willkommen in der Welt des Geldes. Welcher EU Kontorahmen ist für Waffenleasing zuständig?

Hr. Huscholz, Sie haben weitere Zitate von Huber Sauper kontextfrei übersehen, eigentlich wollte er einen anderen Film drehen.
Hubert Sauper: "Die Frage der Schuld ist einerseits zu komplex und andererseits zu banal.
Ich würde sagen, ich könnte sie als Filmemacher nicht beantworten. Und es wäre viel zu banal zu sagen: ich weiß jetzt die Antwort.
Ich kenne jetzt den bad guy, habe den Bösewicht gefunden, und der heißt Sergej und der fliegt jetzt mit den Kanonen nach Afrika. Jetzt haben wir ihn.“

Und ist er das? Nein, Sergej ist nicht der bad guy.
Meist gibt es ein Rahmenabkommen das permanent durch raffinierte Rechtsanwälte und Politiker unterwandert wird.
Dank Internet und Informationen kann sich auch der Bürger ein wenig informieren. Noch.
Das ist dem global Marshall Plan nicht vorgesehen, deswegen geht Schäuble so massiv vor.

Hr. Schäubles geplanten Gesetze dürfen nie durchgeführt werden. Sind ein Schlüssel um überhaupt eine Chance auf Verbesserung zu haben.
Wer konnte vor 15 Jahren die Genfer Konvention oder anderes lesen? Damls gab es die einseitigen Blätter.

Ihre Reflexion zu jedem Welt-Akteur finde ich wiederum äußerst merkwürdig.
Was bitte soll der einzelne an sich Ändern das die Genfer Konventionen überarbeitet werden?
Polen versucht es mit der Redefinition des Nizzavertrages, das Internationale Rote Kreuz, AI und andere versuchen es auch.
Also bitte Hr. Huscholz, was soll, in ihrem Kontext, aus ihrer Sicht der einzelne ändern?

Was ändern Sie bei sich persönlich?
Feststellen "Davon rede ich immer, dass wir als Beteiligte uns zu ändern haben." ist arg dürftig. Erst recht mit dem Zitat.

MfG
Micha





Micha
Also bitte Hr. Huscholz, was soll, in ihrem Kontext, aus ihrer Sicht der einzelne ändern? Was ändern Sie bei sich persönlich?

Bevor ich Micha las, war ich bei einigen Bloggern zu Besuch und war sehr angödet von dem Gerede, eigentlich von dem Getexte. Das Gegenteil von nur Reden ist Handeln und so freut mich die Frage. Es geht ums Handeln. Da ich Personenkult ablehne mag ich aber nicht von mir reden. Als eine Änderung bei mir persönlich nenne ich meinen Einsatz für eine andere Partei, das ist ja öffentlich.

Im Zusammenhang mit dem Forum hier war ja auch öffentlich, dass ich nichts von den Demos halte und warum. Im Kern meiner Aussagen habe ich das Feindbild "Die-da-Oben" ersetzen wollen durch die Einsicht "Ich-bin-der Verursacher". (Kapitalismus als Gegner ist ja nicht greifbar, weshalb Stellvertreter/Repräsentanten angegriffen werden. Dabei bin ich doch selbst der Kapitalist beim Abschluss von Versicherungen, Renten- und Sparverträgen oder beim Verkauf von Ware über Wert an andere oder bei der Einstellung von anderen zwecks Ausbeutung.) Also bitte ich um Beteiligung bei der (globalen) Eindämmung des Kapitalismus, der zu meinem Leben gehört, per 24/7-Demokratie. Eine Eindämmung, die das Brauchbare oder Nötige des Kapitalismus belässt und das Unmenschliche mindert. Hatten wir z.B. mit der sozialen Marktwirtschaft.

Was erhoffe ich mir also von dem allgemeinen sich Ändern? Richtig von Falsch unterscheiden lernen und verantwortlich für Gemeinschaft handeln. Dazu dienen Regeln und Gesetze und im Vorfeld die Erzeugung eines demokratischen Bewusstseins. Und im "Nachfeld" die 24/7-demokratische Kontrolle.

MfG
huscholz



Soll ich das Verstehen?




Soll ich das verstehen?
Nein, natürlich nicht.
Jede/r soll machen (dürfen), was sie/er für richtig hält.
Dabei sind aber der Beliebigkeit Grenzen zu setzen und einzuhalten.
Neue Soll-Regel von mir: "Damit Gemeinschaft funktioniert, soll jede/r versuchen mehr hineinzugeben als herauszuholen.




Wozu Soll das gut sein?
Es wäre naiv, an eine weitverbreitete Uneigennützigkeit in Gesellschaft zu glauben oder auf so etwas zu hoffen. Im Gegenteil, wir müssen für die nächste Zeit damit leben, dass der Mensch ist, wie er ist. Nun spricht es sich aber herum, dass Teilen und Teamarbeit sich lohnen, also Nutzen bringen.

Um die oben gestellte Frage zu beantworten:
Überall gibt es Reibungsverluste und Schwund, nicht nur in der Technik. Wenn immer nur entnommen wird, nimmt der Bestand ab. Der Staat kann immer weniger ausrichten, und in Richtung Kollaps bleibt nur für die wenigen Starken noch Gewinn.

Beispiel 1: Um den Kollaps hinauszuzögern, werden Arbeiter gezwungen, mehr ins System reinzustecken (Arbeit), als sie entnehmen dürfen (Lohn). In den 60er Jahren gab es 15% jährliche Lohnerhöhungen, dank Arbeitskräftemangel von den jährlichen 50% Produktivitätsgewinn abgetrotzt. Ab den 70ern nahm die Produktivität weiter zu, die Lohnerhöhungen blieben aber marginal, dank der Einführung der Arbeitslosigkeit.

Beispiel 2: Im ruinösen Wettbewerb zur Bedienung der geizigen Geilen und der Vernichtung der Konkurrenz kostet die eine Kamera, die Mensch in 10 Jahren einmal braucht, nur noch 60 Euro. Für diese einmal in 10 Jahren notwendige Anschaffung gäbe Mensch auch 600 Euro, wenn dieser Preis durchzusetzen wäre. Der Staat hätte dann zehnmal mehr Umsatzsteuer und wir zehnmal weniger Schlaglöcher. Der Kunde spart, bekommt mehr als dass er gibt, und der Staat muss auch sparen. Am Ende sparen wir uns tot. Alle zusammen.

Also, auf die Soll-Regel folgt nun eine Kann-Regel.
Wenn dem Gesamtsystem mehr zugeführt wird, als ihm entnommen wird, kann der Schwund und die Reibung ausgeglichen werden, und kann aus Überschuss wachsender Wohlstand entstehen.

Bis 2005 stand immer auf der eLeW-Startseite:
Die Ziele:
1. Arbeit für alle, die wollen (Besser und billiger, als was wir jetzt haben)
2. Bildung für alle (Ohne solide Allgemeinbildung keine Demokratie)
3. Mehr Volksbeteiligung (Der Souverän muss gehört werden)
4. Entschuldung unseres Landes (Wir gehen noch bankrott)
5. Schuldenerlass für arme Länder (Sie sind schon bankrott)

Der Weg:
Stärkung des Wir (Volksentscheide und eigene Verantwortung)
Anerkennung von Leistung (Können geht vor Schmarotzen)
Reform der Politik, dann Reformpolitik (Nützlichkeit vor Profit)
Vollbeschäftigung (Alle Arbeit bezahlbar machen)
Stärkung der Eigenverantwortung (Hierzu muss die Handlungsfähigkeit des Einzelnen gestärkt und nicht abgebaut werden)
Ausbau des Mittelstandes (Stärkung des Binnenmarkt-Motors)


Die Anerkennung von Leistung bedeutet u. a. auch einen größeren Anteil am Produktivitätsgewinn für Arbeiter und Angestellte. eLeW-Vorschlag Fifty-Fifty. Heißt aber auch bei Rieseneinnahmen eine heftige Besteuerung.

Überlegung 1: Wenn jetzt die Lokomotivführer streiken, dann merken es die Reisenden. Wenn Herr Mehdorn streikt, wer merkt das denn? Wer erbringt Leistung? Wer entnimmt überproportional?

Überlegung 2: Wenn die Bank in 2005 den Rekordgewinn damals von 2,5 Millarden erzielt, haben dann die 6400 zu Entlassenden den nicht mit-erarbeitet? Wer erbringt Leistung? Wer entnimmt überproportional?

Fazit, die überproportionalen Gewinner, zu denen viele Nichtleistungserbringer gehören, müssen mehr zur Kasse gebeten werden. Und seltsamer Weise nützt es denen mehr, als wenn sie mit dem Geld nur die Börse füttern und auf der Suche nach dem schnellen Dollar die Erde abbrennen. Deshalb ist die eLeW auch eine Partei für diese Leute, (und alle Kapitalisten von ganz klein bis ganz groß) weil eben für alle nützlich. Denn was jetzt abläuft ist hirnrissig.

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