eLeW, ein Land eine Welt - Forum 1 und FAQ
Zurück zur Übersicht
Autor
Thema: Erbschaftssteuer, komplett darauf verzichten?


Der Bund der Steuerzahler meldet sich regelmäßig und kompetent zu großen Gesetzesvorhaben. So drängt er auch auf Verbesserungen bei der Erbschaftssteuerreform.

Vermutlich 2009 tritt die Reform in Kraft. An einer Sache wird sich nichts ändern: Im Gegensatz zum Rest der Welt mit 2 bis 5% Steuer auf Erbe, Vermögen oder Schenkungen begnügt sich Deutschland mit unter 1% Teilhabe. In neun von 10 Fällen wird gar nichts besteuert. Denn unser Staatshaushalt wird von den Arbeitnehmern finanziert.
  • Dabei hat die Lohnsteuer gegenüber der Erbschaftssteuer den Nachteil, dass sie den Leistungswillen verringert.
  • Dabei haben 2/3 der Deutschen nichts zu vererben, aber 1/100 der Deutschen besitzt 20% des Bruttovermögens.
  • Dabei erben bis 2015 die Nachfahren ca. 2500 Milliarden.

Von diesen 2500 Milliarden werden nach der Reform etwa 4 Milliarden Erbschaftssteuer gezahlt werden. Das ist weniger als 1% vom Steueraufkommen und vergleichsweise 1/3 etwa von der Tabaksteuer.

Da drängt der Bund der Steuerzahler auf Verbesserungen für Geschwister, Tanten und Onkel. Die sollen mehr belastet werden, wenn demnächst Kinder, Ehegatten und Enkel weniger belastet werden.

Wozu die Mühe? Wegen der 4 Milliarden? Deshalb schlägt der Steuerzahlerbund auch folgerichtig vor, die Erbschaftsteuer ganz abzuschaffen.
Wegen der Folgen ist aber richtig, die Belastung glatt umzudrehen: Arbeitnehmer entlasten und Vermögen (Ohne Gesellschaft und Infrastruktur zum Vermögenserwerb kein solches) zu belasten. Das bringt Gerechtigkeit.


WebMart Homepage Tools: Eigenes Forum kostenlos starten