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Thema: SPD pfeift im Walde


Meldung in den Deutschlandfunk-Nachrichten um 8 Uhr:
Steinmeier: SPD kann stärkste Partei werden
.
Wie das denn, wenn die Mitglieder in Scharen weglaufen, weil die SPD seit dem Genossen der Bosse nicht mehr wiederzuerkennen und sie in der Koalition zur CDU-Hilfstruppe mutiert ist.

Steinmeier meint, die Zeit rufe nach sozialdemokratischen Antworten. Ich meine, die passenden Fragen und die sozialdemokratischen Antworten hat Oskar Lafontaine. Abgesehen davon, dass die Zeit vielleicht nicht nach sozialdemokratischen Antworten ruft.

Aber es gibt die sich selbsterfüllenden Prophezeiungen (zum Verständnis ein simples Beispiel: Die Zeitung berichtet grundlos von einer bevorstehenden Brotverknappung, woraufhin alles in die Bäckerläden stürmt und dann tagelang Brot tatsächlich knapp ist). Also, Glaube versetzt auch Berge, einfach mit einer Prophezeiung dran glauben.

Und dann ist die alte Tante SPD wieder nicht in der Lage, die sozialdemokratischen Antworten zu liefern. Etwas, was ja auch Wahlversprechungen passiert. (Weil es nur um den Machterhalt, privat der Ichvertreter und Genossen der Bosse und öffentlich der Partei an sich geht.)

Es muss einfach Schluss sein mit den alten Parteien des vorigen Jahrhunderts. In einer arbeitsteiligen (und zivilisierten) Welt geht es um Ko-operation, Teamarbeit und dem Lernen aus und Vermeiden von Fehlern. Es ist Zeit, ich will nicht behaupten, dass die Zeit danach ruft, für eine 24/7-Demokratie und die Ablösung der Ich-Vertreter durch Volksvertreter. Deshalb die eLeW als Partei des neuen Jahrhunderts.
Fragen, diskutieren Sie.



SPD ist pfiffig. Ein halbes Jahr später sind die Umfragewerte noch schlechter, aber hier muss auch einmal Anerkennung her, besonders von einer "Internetpartei", die das alles will, aber mangels Masse nicht kann. Es geht um einen Webauftritt der SPD zur Bundestagswahl im September:

Wahlkampf 09, das Online-Magazin zur Kampagne 2009

Inhaltliches Lob:
  • Wer sich registriert, wird Unterstützer, (nicht Genosse, nicht Mitglied), eines Netzes mit dem Anspruch: "Gemeinsam schaffen wir es: Sie sind Zukunft.
    Merke: Wer will schon einer Partei beitreten? Immer wenn Interesse an Politik aber besteht, sollten Parteien gemäß ihrem Verfassungsauftrag auf einer niedrigeren Ebene Mitarbeit fördern.
    Merke: Die Zukunft lässt sich nur GEMEINSAM meistern. Das Gegeneinander ganz allgemein, bei der SPD die Bekämpfung (auch andere Väter haben schöne Töchter) der richtigen Ideen bei anderen Parteien, nur weil sie der SPD nicht zu Gute gehalten werden, im Besonderen, verschleißt unsere Ressourcen. Die Unterstützung des politischen Gegners, wo er richtig liegt, verbesert Zukunft. (Wahlkampf enttarnt als Wort die verbreitete Fehlhaltung).
  • Wer sich registriert, kann sich entscheiden, aktiv oder passiv zu unterstützen. Passiv ist Lesen der SPD-E-Mails und Nennung seines Namens.
    Merke: Aktive Unterstützer können aus allen politischen "Lagern" mitmachen. Richtig verstanden (eLeW: "Einmal Demokrat - immer Demokrat") hilft das der SPD über den Wahlkampf hinaus.
  • Das Thema, heute "Gute Bildung für alle" und "Atomausstieg ist jammerschade?" prominent als Teaser zum Anklicken ohne Verzettelung gleich zur Sache.
    Merke: Mal was Blogähnliches als geeignete Form für Newbies.

Technisches Lob:
  • Einfache Registrierung mit Namen und E-Mail
  • Mit einer iSPD wird sogar eine mobile "Wahlkampfzentrale" geboten
  • Mit Links zu "Die SPD auf: YouTube, flickr, studiZ, twitter und facebook" wird Internet-Kompetenz vorgeführt

Es gibt bestimmt noch mehr zu loben. Erst einmal: Anerkennung.



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