Seiten: 1 2 3 Zurück zur Übersicht
Autor
Thema: Was war mein Brummton und wie kam ich davon los?


Hallo,

bei mir begann das mit dem Brummen ca. 2003. Vor ungefähr drei Jahren hat es angefangen nachzulassen, seit ca. eineinhalb Jahren ist es verschwunden.

Eine äußere Ursache für den Brummton fand ich als naturwissenschaftlich Interessierten zwar immer sehr spannend, aber geglaubt habe ich nie daran. Die teils wilden Theorien dazu fand ich manchmal derart abstrus, dass ich mich bewusst davon fern gehalten habe. Zu einer Einschränkung durch Brummen wollte ich mich nicht noch in irgend welche psychologischen Gefängnisse begeben.

Nachdem ich damals die Infos im Internet ausgewertet hatte und eine Ursache in der direkten Umgebung ausschließen konnte stand für mich fest, dass es eine physische Ursache sein muss.

Ich hatte das Brummen auf dem rechten Ohr. In diesem Ohr hatte ich als Kind ständig Entzündungen, mein rechtes Auge ist auch das schlechtere. Rechts ist also generell meine "schwache Seite".

Ich kann bestätigen, dass es sich hier um körperliche Symptome handelt, die stressbedingt auftreten. In meinem Fall hatte ich mich 2001 entschieden, mit Familie meinen Job an den Nagel zu hängen und noch einmal ganz neu anzufangen. Abi nachgemacht und Studiert. Das war eine harte Zeit mit Studium und parallel mindestens drei Nebenjobs, kleinen Kindern und jeden Monat Geldsorgen, permanente Überforderung, brutale Nackenverspannungen bis hin zu Bandscheibenschäden.

Ja, das Brummen wird beim Ruhen stärker - was zunächst komisch klingt für ein stressbedingtes Symptom. Aber das ist genauso mit der Erkältung, die nach Stressphasen zuschlägt oder der inneren Unruhe und Gereiztheit in den esten Urlaubstagen. In Ruhe hat man auch viel mehr Gelegenheit, das Brummen wahr zu nehmen.

Auch ein kurzzeitiger Wechsel des Aufenthaltsorts ändert die persönliche Einstellung zur Umwelt und wirkt sich auf den Brummton aus. Das ist das selbe wie bei den Urlaubern, die daheim nie jemanden auf der Straße ansprechen oder kennenlernen, am Urlaubsort sind sie die kommunikativsten Menschen. Es kann also sein, dass es bei guten Freunden zu besuch weniger brummt, hingegen beim Sonntagsbesuch der Schwiegermutter mehr. Das lockt einen zusätzlich auf die falsche Färte der äußerlichen Ursachen.

Meine Beobachtung ist, nach längerer Änderung in der persönlichen Situation verschwindet das auch wieder. Es kam ja auch erst rund zwei Jahre nach Beginn der Ausnahmesituation und es hat leider noch Jahre gedauert, bis es danach wieder weg war.

Heute brummt es nur noch ganz selten bei starken Erkältungen. Aber ich glaube mit verblocktem Kopf hat es schon immer gebrummt im Schädel...

Ich kann also alle nur dazu ermuntern, sich nicht noch zusätlichen Stress mit Handymasten, Mikrowellen, industriellem Infraschall oder Nachbars DECT-Telefon bzw. W-Lan zu machen. Das verchlimmert dem Brummton garantiert!



Hallo neuer Pertner!
Willkommen im Club!
Besten Dank für deinen Beitrag. Ich habe eigentlich fast die gleichen Erfahrungen gemacht. Und die „wilden Theorien“ haben mich immer skeptischer bezüglicher einer äußeren Ursache werden lassen. Schön, wie du das mit den „psychologischen Gefängnissen“ schreibst ;-).
Jedenfalls hoffe ich, dass dein Beitrag viele Leser findet. Vor allem der letzte Absatz bringt das Problem, das manche mit dem Thema haben, wunderbar auf den Punkt!
Freundlich wie immer grüßt der
Brummbär



Hallo Pertner,

danke für deine Nachricht.

Ich kann auch betätigen, dass unter Stress es vermehrt brummt.

Psychisches Gefängnis. Ist was dran. Man sollte versuchen die "Fessel" abzustreifen und sich frei machen.

Manchmal nicht einfach.

Gruß
NoWay



Hallo Ihr Lieben,

meine Geschichte habe ich im Thema "Heilung des Brummtons" geschrieben: per PN wurde ich gebeten, doch hier nochmal zu schreiben, ob ich immer noch "brummtonfrei" bin.

Ja, nach wie vor bin ich brummtonfrei :-)

Vor ca. 2 Wochen hatte ich allerdings für mehrere Stunden so ein Gefühl, als ob sich da "unterschwellig" wieder etwas in diese Richtung entwickelt: ich verspürte einen Druck auf dem rechten Ohr-so wie sich früher bei mir der Brummton angekündigt hatte.

Ich habe sofort Magnesium eingenommen und mir eine Wärmflasche in den Nackenbereich gelegt: das hat geholfen.

Einmal pro Tag nehme ich jetzt vorbeugend eine Magnesium-Brausetablette: nicht hoch dosiert (250 mg).

Gerne melde ich mich wieder, falls es etwas Neues gibt.

Gute Besserung wünscht Euch
Tiny



Ich hatte ja auch einige Zeit Magnesium, B12-Komplex und etwas zur Beruhigung eingenommen. Danach wurde es scheinbar bei mir auch besser.

Wie es so ist, nimmt man bei Besserung nichts mehr ein. Und der Brummton ist wieder da. Mag eine kausale Beziehung sein.

Ich werde wieder anfangen damit.

Ich wünsche der Tiny, dass es für dich so angenehm bleibt!

Gruß
NoWay



Hallo zusammen!

Ich hörte das Brummen seit ungefähr drei Monaten. Nachdem ich innerhalb der Wohnung nichts fand und feststellte, dass es auch außerhalb zu hören war, machte ich mich im Internet auf die Suche.
Irgendwo las ich dann, dass es Verspannungen sein könnten. Am Mittwoch hatte ich meinen ersten Termin bei eine Physiotherapeutin. Bereits am Freitag stellte ich fest, dass das Brummen weg ist!
Einen Versuch ist es wert und ich wollte das weitergeben.
Ich wünsche allen hier gute Besserung!

Viele Grüße Helen



Hallo,

ich hörte den Brummton fast 2 Jahre bis mein PC den Geist aufgegeben hat, ich wartete ca. 10 Tage auf die Ersatzteile und in dieser Zeit war der Brummton verschwunden. Also genau 2 bis 3 Tage nachdem mein PC defekt war, war der Brummton verschwunden.

Natürlich war ich heilfroh das er weg war.

Aufgefallen das es am PC lag ist es mir nachdem meine bestellten Teile angekommen sind und ich mein PC wieder in Betrieb nahm, am gleichen Abend hörte ich den Brummton wieder.

Ich denke das durch die Drehungen der Festplatten eine Resonanz über das Gehäuse auf die Knochen oder auf den Schädel Gehörgang (irgendwas) übertragen wurden, so das irgendetwas im Körper zur Schwingung angeregt wurde und ich dann den Brummton hörte.

Ich habe dann den PC entsorgt und mir einen mit einer Speicherfestplatte (SSD) ohne Motor und ohne Lüfter gekauft, mein Brummton war danach verschwunden.

Bei mir lag es (für mich) zu 100% an meinem PC, in unserem Haus hat sich zu der Zeit nichts geändert, ausser der PC.

Vielleicht hilft es dem ein oder anderen?


Gruß
Baikal



Hallo liebe Brummer,

ich bin nach wie vor "Brummton-Frei": allerdings scheint mir der Brummton im Nachhinein eine Art "Warnung" meines Immunsystems gewesen zu sein.

Vor einigen Wochen bekam ich eine schlimme Erkältung: so heftig kannte ich das bisher nicht.
Als die Erkältung langsam verschwand, stellte ich einen Hautauschlag an meiner rechten Körperseite fest, der sich zunehmend ausbreitete-und sehr schmerzhaft wurde.
Diagnose: Gürtelrose.

Gürtelrose steht oft in Zusammenhang mit Stress und einem geschwächten Immunsystem: das läßt mich vermuten, dass mein "Brummton" ein "Vorbote" war, was das Stress vermeiden und auf eine immunstärkende Lebensweise zu achten angeht.

Leider habe ich nach dem Verschwinden meines Brummtons auch meine gesündere Lebensweise ziemlich vernachlässigt-das war jetzt wohl die Quittung dafür :-\

Ich war insgesamt 5 Wochen krankgeschrieben: davon 3 Wochen wegen meiner Gürtelrose-und musste viele Medikamente einnehmen, dazu alle 3 Tage zum Arzt zur Begutachtung der Gürtelrose.

Wichtig: das sind meine eigenen Erfahrungen-und dass ich für mich einen Zusammenhang zwischen diesen meinen Erkrankungen sehe, heißt noch lange nicht, dass es sich bei anderen Menschen genauso verhält.

Aber wir sind ja auch hier, um alle möglichen Zusammenhänge zu diskutieren-und auch in Frage zu stellen.

Ich wünsche uns allen viel Gesundheit: und das Bewußtsein, dass wir dafür auch für uns selbst etwas tun können.

Viele Grüße,
Tiny



Hallo zusammen!

Hatte ein ähnliches Problem und kam nun erst zufällig durch das Pfeifen eines Frequenzumrichters auf diese Seite.
Hatte noch nie von "euren" Problemen zuvor gehört und war somit auch völlig unbelastet von irgendwelchen Vermutungen oder sonstigen Medien und somit auf meine eigenen Erfahrungen angewiesen.

Leider kann ich nicht mehr sagen wann der Spuk anfing. Schätze mal so vor ca. 10 Jahren. Auch kann ich heute gar nicht mehr sagen wann es aufgehört hat, wird auch so etwa 3 Jahre her sein inzwischen. Aber es hatte sich mit der Zeit gefühlt gesteigert oder war ich eben nur darauf sensibilisierter nachdem es mir bewußt wurde.

Ich hörte speziell wenn es ruhiger wurde dieses Brummen mit geschätzt 1,5-2Hz Schwebung (also langsamer als Herzschlag lauter und leiser werdend.
Lautstärke würd ich sagen sehr gut wahrnehmbar (für mich eben), nicht jedoch für andere bis auf wenige starke Fälle.
Da konnte es dann auch meine Frau darauf angesprochen und lange erklärt was ich meine vernehmen, scheinbar aber viel schwächer als ich. Somit jedenfalls eine persönliche Präferenz feststellbar, dennoch insoweit von mir unabhängig als es einen äußeren Erreger geben mußte.
Dies jedoch ganz lokal und wiederholbar, jedoch nicht herausfindbar von wo!
Es gab spezielle Stellen im Haus wo es lauter und leiser war, bei geöffnetem Fenster stärker usw. Auch in der Umgebung für mich wahrnehmbar, bin auch die Siedlung abgegangen, konnte es an diversen Stellen vernehmen, lauter und leiser bis verschwunden, jedoch keine Richtung erkennbar oder gar von wo es kam herausgefunden. Jedoch immer wiederholbar an gewissen Stellen oder Orten deutlicher bzw. schwächer bis weg.

War auch nicht immer, speziell (vermutl. aufgrund Umgebungsgeräuschen) am Abend und in der Nacht.
Ganzjährig manche Tage stärker, manche gar nicht aber Sommer stärker und öfter.

Dachte als Elektroniker dabei immer an die 50Hz Netzfrequenz, insbes. als es ja eine ganz konstante Frequenz war und ich sie von der Höhe (also eigentl. Tiefe) als Netz-Brumm ja grundsätzl. kenne und dem daher zuordnete. Andere Ursachen kamen mir nie in den Sinn und nachdem es nur zuhause und tlwse. Umgebung war wäre ich auch nie auf die Idee gekommen, daß es auch andere Leute mit diesem Problem gäbe.
Höchstens in der Umgebung, aber da redet man halt keinen extra darauf an (bringt eh nix).
Hochspannungsleitung gibts auch in der Umgebung, ca. 200m entfernt 110kV Leitung. Die surrt auch im Winter bei Frost oft sehr stark, aber das ist ja ein ganz anderes Geräusch (höheres Knistern) und bekanntes Phänomen, auch ist es lokalisier- und ortbar.
Eisenbahn in ca. 1km Entfernung ist auch vorhanden verstärkt durch Berg (Hall) und Donau. Da hört man nächtens auch oft ein länger anhaltendes "Rauschen".
Glaubt man gar nicht, daß das von einem Zug kommt, vergeht aber nach kurzer Zeit (wenigen Minuten) wieder.
Ebenso Gasleitungen, aber nicht in mein Haus.
Auch gibts ausreichend Handy-Antennen in der Umgebung, speziell auf den Hochspannungsmasten.

Leider kann ich nicht mehr sagen wann es aufhörte oder warum.
Es war ja nicht so, daß ich nicht (zugegeben manchmal durchaus verspätet) einschlafen hätte können oder es extrem gestört hätte. Habs eher als Herausforderung betrachtet, dann kann man auch besser damit leben.
Erst jetzt im Nachhinein wurde mir aufgrund eurer Erfahrungen das Thema wieder bewußt, hatte es schon ganz vergessen da es ja irgendwann nicht mehr auftrat und "Nicht"-Störendes ja nicht weiters auffällt ...

Also meine zugegeben spekulative Vermutung ist militärischen (ergo geheimgehaltenen) oder industriellen (vielleicht gar nicht bekannten) Ursprungs wie etwa Kraftwerke mit tiefsten Frequenzen, die lokal zu Schwingkreisen mit Resonanz führen wo es sich dann eben aufschaukelt und hörbar wird.
Alles einzeln für sich betrachtet kein Problem oder meßbar, in Summe führt es dann aber zu solchen Erscheinungen.
Natürlich sind auch div. Pumpstationen (Wasser, Gas, Kanal, Pipelines) oder Bohrungen jeglicher Art bzw. sogar Brücken im Einzelfall keinesfalls als Ursache auszuschließen. Bei mir war es jedoch sehr regional begrenzt über mehrere Jahre und hatte es nie wo anders gehört.

Vermutl. gibt es auch hierzuland unzählige Brumm-Opfer, mangels medialer Aufarbeitung ist sich aber niemand (so wie ich) dessen bewußt, daß es ein "allgemeines" Problem ist und somit gibt es für die Betroffenen auch keine Ansprechstelle an die man sich wenden könnte und anzunehmen ist erstgenommen zu werden!
Aufgrund persönlicher Veranlagung es besser wahrnehmen zu können als andere traut sich natürlich auch niemand sich als Spinner ausgrenzen zu lassen oder nimmt es auf sich als solcher abgetan zu werden.

Interessant finde ich nach einigen Beträgen hier, daß viele Brummis sich selbst als Ursache erkennen wollen.
Möglich bei manchen, aber davon halte ich überhaupt nichts!

Für mich ist es definitiv (in meinem Fall) etwas anderes mit realer wenngleich unbekannter Ursache außerhalb meines Körpers, einzig daß manche sensibler reagieren dürfte wahr sein, deshalb dürfen Ursache und Wirkung aber dennoch nicht verwechselt werden!!!

Fast scheint es mir hier Mode zu sein sich selbst als Ursache zu deklarieren, möglich daß manche damit besser zurechtkommen als an das Unbekannte zu glauben, Glaube versetzt bekanntlich Berge! Wenn sie sich damit besser fühlen soll es mir recht sein.

Zur Lösung des Problems dienen sie jedoch überhaupt nicht, ganz im Gegenteil geben sie Anlaß dies bei allen anderen ebenfalls anzunehmen, was defnitiv nicht stimmt und die Hoffnung auf Grundlagenforschung gegen Null sinken läßt, wenn man doch schon so eine einfache medizinische Lösung parat hat!
Paar Pillen einwerfen und alles ist gut ... so löst man es auch in der Psychiatrie oder mit sonstigen Drogen in Eigenregie - einfach volldröhnen.

LG aus dem sonst schönen Wien


Zuletzt bearbeitet: 21.06.16 09:01 von Grisu
Seiten: 1 2 3 Zurück zur Übersicht