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Thema: Steinhöring: Es brummt immer noch ...


Die „Unendliche Geschichte“ geht weiter:
Neues aus Steinhöring (von gestern, 04.07.2016):
Keine weiteren Messungen!
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/ebersberg/steinhoering-umweltamt-lehnt-weitere-messung-ab-1.3062748

Zitat aus der Süddeutschen Zeitung: „Das Landesamt für Umwelt (LfU) bleibt bei seiner Einschätzung zum rätselhaften Brummen in Steinhöring und hält aufwendige Korrelationsmessungen weiterhin nicht für angebracht.“
Vorgeschichte: Die örtliche Initiative hatte einen Bauingenieur beauftragt, der die Qualität der vorangehenden Messungen angezweifelt hat.
Dem Landkreis sind die Hände gebunden, weiteres Steuergeld für Messungen auszugeben, wenn die vorgesetzte Fachbehörde (LfU) davon abrät.
Zitat: „Ein Fachgespräch (beim Landratsamt) mit Vertretern aus allen Bereichen ist für Anfang August geplant.“
Man bleibt also im Gespräch. Aber mit welcher Zielsetzung?

Und noch in eigener Sache: Brummton-Seiten und –Foren sind schon länger nicht mehr „im Aufwind“. Mit der manchmal prophezeiten Massenbewegung der „Brummton-Opfer“ ist es noch nicht weit her. Die verbleibenden örtlichen Initiativen (warum eigentlich fast alle südlich des Mains?) lassen sich an einer Hand abzählen. Und die schäumen auch nicht mehr über vor lauter Aktivität. Nur ein von unbeugsamen Bayern bevölkertes Dorf hört nicht auf, dem Brummen Widerstand zu leisten. Was mag da anders sein? Das klare Feindbild (örtliche Pumpstation) vielleicht? Ist noch keiner aus Steinhöring weg gezogen und dadurch den lästigen Ton losgeworden? Das wäre ein Beweis. Jammerschade, dass hier bei uns niemand aus Steinhöring schreibt … Meine Erwartung: Jetzt sieht man bald die dortigen Aktivisten wieder im Frühstücks-Fernsehen.



Ich, bzw. meine Firma ist in den Fall hier involviert und hat
vor kurzem (im Auftrag des dortigen Bürgermeisters) erst eine fachliche Stellungnahme - zu den bisherigen dortigen Messungen und Gutachten - erstellt. Kurz beschrieben, kann man sagen dass hier (fachlich) von Behörden und Messfirmen "sehr schlampig" gearbeitet wurde und teils auch gravierende Fehler gemacht wurden! Ich habe der Gemeinde (sowie einem Betroffene), als auch dem Bürgermeister zur "neutralen" und fachlich "auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft" NEUEN Messungen hier zudem geraten. Ob die dann (noch) in Auftrag gegeben werden... , mal abwarten ;-)



Hallo neuer Umweltmessung!
Danke für deinen Beitrag!
Was ich nicht verstehe: Du bist in der Sache selbst geschäftlich engagiert und empfiehlst „neutrale“ weitere Messungen? Was ist bitte „neutral“, wenn man selbst damit Geld verdienen möchte?
Verstehe ich da was falsch?
Nette Grüße vom Brummbär



Hallo Brumm-Baer,
neutrale Messungen sind Messungen die auch in den IMMENS WICHTIGEN Bereich "links und rechts" vom Tellerrand (also bis in den Bereich von unter 1 Hz, sowie ebenso in den Ultraschallbereich) hineingehen und die so wichtigen Dinge wie den vorhanden Körperschall ebenso mit abdecken und hier dann in den Auswertungen FFT-Analysen machen und keine "gemittelten" Terr- bzw. Oktavbandanalysen.
Da "normale" Messbüros (auf Grund von Normen und Vorschriften die mehr als veraltet sind) dieses eben nicht machen, und Umweltämter hier die "politische",mehrheitlich Meinung i.d.R. vertreten, sind dieses eben KEINE "neutralen Messungen". Hier werden dann (teils absichtlich bzw. in vollem Wissen) wesentliche Dinge nicht beachtet bzw. gegegn das Interesse von Betroffenen, gar nicht erst ausgeführt. Daher auch mein "etwas" rüder Ton gegenüber von faschlisch teis hier wirklich falschen Aussagen und Behauptungen von Umweltämtern (die hier mit Ihrem Wissen der wissenschftlich aktuellen Realität um bis zu 30 Jahre hinterher hinken).

Auch müssen nicht WEA zwangsläufig der Auslöser von Brummtonphänomenen hier sein. Ebenso können das auch Verkehrslärm (Bahn u.Flug), BHKW, nachbarschaftliche Luftwärmepumpen, etc. Hier kommt es darauf an "welche" Frequenzen und Signalmuster dann bei einem Betroffenen detektiert werden können und diese kann man dann (wenn man es "richtig macht") in Bezug zu einer entsprechenden Quelle setzten (da die Quellen alle unterschiedliche Muster i.d.R. erzeugen, quasi so wie ein Fingerabruck). Schwerer wird es hier nur, wenn die Immission aus unterschiedlichen, differenten Quellen stammt, was es in nicht wenigen Fällen auch gibt. Je nach geologischer und meteorolgischen Lagen. kann hier der Standort der Emissionsquelle auch unter Umständen manchmal sehr weit entfernt liegen. Den weitesten "dokumetierten" Fall gab es hier 2013 in Kananda, in der eine Immissionsquelle in über 125 km Entfernung als Verursacher (von einem befreundeten Kollgen dort) nachgewiesen werden konnte!

Das Thema ist jedoch insgesamt ein sehr komplexes, so dass es mir an dieser Stelle sicher nicht gelingen wird die ganze Problematik mit ein paar Worten umfassend (für Laien und/oder Betroffene) erklären zu können.
Ich kann daher nur sagen, dass wir in etlichen Fällen in Deutschland hier erfolgreich in der Vergangenheit tätig waren. Gerade auch im hier geposteten Fall "Steinhöring" habe ich vor wenigen Tagen erst ein beauftragte fachliche Sachverständigen.Stellungnahme geschrieben (für den Bürgermeister dort), der die bisherigen Fehler und Falschbehauptungen (von Messfirmen und Umweltämtern) dort im Detail nachweist. Leider haben wir hier bis dato jedoch noch nicht gemessen, da ich mir fast zu 100% Sicher bin dass dort der Auslöser die Pumpstationen und die Pipline ist und sich dieses auch nachweisen ließe.

Wir messen auschliessliche im Interesse und Auftrag von Betroffenen, und tun dieses eben nicht nur nach TA-Lärm und DIN-Normen, sondern weitergehend ebenso nach den "neuesten" weltweiten wisschenschaftlichen Erkenntnissen und daher beschreibe und benenne ich dann "so eine Messung" (und Gutachten) hier NEUTRAL ;-)



Hhm, Messungen unter 1 Hz, FFT, usw. ....

Mich würde da mal interessieren, wie es die "umweltmessung"
schafft, das 1/f - Rauschen davon zu überzeugen, dass es einfach gar nicht da ist?

>>
Den weitesten "dokumetierten" Fall gab es hier 2013 in Kananda, in der eine Immissionsquelle in über 125 km Entfernung als Verursacher (von einem befreundeten Kollgen dort) nachgewiesen werden konnte!
<<
Es wäre sehr hilfreich, diesen Fall, soweit er wirklich wissenschaftlich nachprüfbar dokumentiert ist,
für unsere Bedürfnisse auszuschlachten.
Hast Du dazu, liebe umweltmessung, belastbare Quellen.
Das könnte uns SEEHR viel weiter bringen ...

Das würde nämlich für uns alle bedeuten, dass zum Beispiel unser Brumm generell durch Verkehrslärm hervorgerufen werden könnte, oder eine Pipeline in 100Km Entfernung daran Schuld ist, oder ein Ackerschlepper, in Strassburg (für mich in Viernheim) usw. usw. ....!

Und da ja wirklich NIEMAND von uns außerhalb der 100Km Reichweite von einer Autobahn verschont wird....

Und garantiert immer irgendein NATO-Manöver <= 100Km entfernt ist....

Und auch wirklich niemand von uns von Windkraftanlagen verschont wird. Im Umkreis von 100Km stehen garantiert mindestens 10!

Und, ach ja, die Maschendrahtfabrik in Pirna(?) wird dann wohl doch zur Welt-Brumm-Maschine. Daran werden wir uns dann wirklich gewöhnen müssen ...

_________________
Ins Gesicht gesagte Wahrheiten gelangen selten bis zu den Ohren.

Franz Christoph Schiermeyer (1952-)

Zuletzt bearbeitet: 30.07.16 16:54 von yewie56


Hallo umweltmessung,


Vielleicht könntest Du es auch noch etwas erläutern, was Du mit Messungen unter 1Hz meinst.


Denkbar wäre es zum Beispiel, dass Stöße - deren Frequenz ja durchaus sehr viel kleiner als 1Hz sein können, über
Körperschallanregungen von Strukturen - beispielsweise Häusern -
deren Eigenfrequenz zum Brummen bringen. Da würde dann ein Schuh draus.
Es wäre beispielsweise interessant, was so ein Standard-Eigenheim für eine Eigenresonanzfrequenz aufweist.
Vielleicht so zwischen 40-70Hz?
Und dass natürlich andere Gebäude auch andere Eigenfrequenzen aufweisen.
was dann wiederum erklärt, warum untereschiedliche Brummhörer auch unterschiedliche Brummfrequenzen hören müssen.

Und damit der Streit, dass eine gleiche Ursache auch eine gleiche Brummfrequenz haben müsste, ein für alle mal weg vom Tisch ist!

Keinesfalls müssen wir den gleichen Brumm, also die gleiche Brummfrequenz hören, sofern wir uns in oder in der Nähe einer Stuktur befinden!

Und das auch dann, wenn der Verursacher ein und derselbe ist, also beispielsweise ein und dieselbe Pipeline.

_________________
Ins Gesicht gesagte Wahrheiten gelangen selten bis zu den Ohren.

Franz Christoph Schiermeyer (1952-)

Zuletzt bearbeitet: 02.08.16 22:29 von yewie56


wieder mal ein bisschen unterhaltsame Lektüre zur unendlichen Geschichte:
https://www.tz.de/muenchen/region/steinhoering-mysterioeser-brummton-auch-region-7452344.html

Dort auf der Zunge zergehen lassen sollte man sich die Bemerkung:
Zitat: Ein beauftragtes Messinstitut hat wiederholt Ortungsmessungen in den betroffenen Gebieten durchgeführt, sei aber zu keinem Ergebnis gekommen. "Die Sensibilität beim Menschen ist höher als die geeichter Messgeräte"- Zitat Ende

ist das etwa gewollter Dilettantismus im Jahr 2017?

und wenn man zu doof zum Messen ist kommt dann das noch:

Zitat: Franz Neudecker ist am Ebersberger Landratsamt für Immissionsschutz zuständig: "Diese Brummtöne werden im gesamten Bundesgebiet wahrgenommen. Bei den Fällen findet sich meist leider keine Ursache. Es handelt sich um sehr tief frequentierte Töne, die in der Regel mit dem normalen Hörsinn nicht wahrgenommen werden können. Betroffene müssen mit dem Schicksal leben, dass keine Bestätigung zur Existenz solcher Töne vorliegt." Zitat Ende


Gruß von einem entsetzten entchen

P.S. z.B. WEA`s /BHKW /Pumpstationen u.s.w. verseuchen fast das ganze Bundesgebiet mit "tiefstfrequentierten Tönen" genau wie hier in Thema: Infraschall macht uns alle krank! an Beispiel einer Windmühle berechnet. Und dann brummt`s halt ähnlich einem Kühlschrank bei einigen. Nur im Gegensatz zum Kühlschrank kann "das" (Infraschall)Brummen bedauerlicherweise nicht jeder hören.


Zuletzt bearbeitet: 09.03.17 21:54 von entchen


„Infraschall macht uns alle krank!“ mal wieder?…

Erstaunlich, dass noch ein paar Nicht-Kranke rumlaufen ;-). Und dass wir es überhaupt bis zum homo sapiens gebracht haben. Eigentlich hätten schon die Neandertaler am ganz natürlichen Infraschall alle furchtbar leiden und zu Grunde gehen müssen ;-).
Liebes entsetztes Entchen, das ist doch die gleiche Panikmache wie beim Waldsterben, beim Mobilfunk und wenn man weiter zurückgeht, bei der Eisenbahn und den ersten Automobilen. Selbst Pferdeäpfel sollten mal eine meterhohe Schicht bilden, dass New York unbewohnbar werden sollte.
Zum Mitgrinsen:
http://www.spiegel.de/einestages/peinliche-prognosen-a-950117.html

Unterscheiden wir doch bitte zwischen dem, was ernsthafte Arbeitswissenschaftler zu möglichen Schädigungen im Nahbereich sagen und was die Befürchter-Szene (Laien!) so rausposaunt. Und wir sollten auch sachliche und handfeste Informationen darüber, wie weit Infraschall mit moderner Technik gemessen werden kann, nicht verwechseln mit einer reinen Bauchgefühl-Angst vor Infraschall-Quellen in z.B. 20km Entfernung.

Aussagestärker finde ich in deinem Link zur Tz München dieses:
"Das Brummen wird individuell wahrgenommen - die einen hören den Ton monoton, andere wiederum hören überhaupt nichts", so Neudecker. "Auch in der Beschreibung der Betroffenen können wir kein Muster erkennen." Das alles erschwere die Ursachenfindung.

Das ist die Sache und nicht nur in Steinhöring. Jeder hört was Individuelles. Es gibt einfach kein Muster. Da ist die Suche nach einer gemeinsamen Ursache gut gemeint (und teuer), aber irgendwie aussichtlos. Wie in allen früheren Fällen auch. Daran ändern auch wilde Theorien (vom Fachmann für wilde Theorien: Verschiedene Brummtöne auf Grund verschiedener Bau-Strukturen …) erstmal nichts, da ziemlich weit hergeholt …
Steinhöring bleibt interessant. Worauf beruht dieser Cluster von Brummton-Hörern? Ist da wirklich was tieffrequentes unterwegs? Oder schaukelt sich da irgendwelche Unzufriedenheit auf, unterstützt von der immer nach Seitenfüllung gierenden Lokal-Presse? Oder haben da noch Leute offene Rechnungen mit früheren Arbeitgebern? Vieles ist denkbar …
Nette Grüße vom Brummbär



was soll ich zu diesem Moderator (Kommentar) noch sagen?

Unter brumm_baer´s damals verfassten sarkastischen Überschrift „Infraschall macht uns alle krank!“ ist nun mal die Berechnung der Ausbreitung des Infraschalls, wie es aussieht zweifelt der Moderator die immer noch an? Bringe bitte endlich belegbare Gegenargumente!

Den Unterschied zwischen natürlichem und technischem Infraschall scheint unser Bär, den Ämtern gleich, auch auch noch nicht verstanden zu haben.
Lies:
https://umweltmessung.com/wp-content/uploads/2015/06/Kommentierung-Studien-Infraschall.pdf

Ich wiederhole mich auch gern:
Es geht hier in diesem Brummton-FORUM nicht um den Infraschall-Nahbereich mit den dort anzutreffenden Schädigungen, sondern um den FERNBEREICH in dem bei einem kleinen Teil der Menschheit der Brummton ohne hörbaren Luft/Körperschall ausgelöst wird.
Der Fernbereich ist übrigens bei kleineren Emittenten auch ohne weiteres schon nach ein paar Metern vorhanden, und bei großen halt erst nach ca. 2000m.
Der Brummton, das müsstest du eigentlich wissen, hat reineweg gar nichts mit einem Bauchgefühl-Angst vor Infraschall-Quellen gemeinsam.

Du bist vollkommen überzeugt das der Brummton bei dir, wie bei jedem anderen, ohne physikalische Einwirkung von außen im Körper entsteht. Damit habe ich kein Problem. Aber ziehe alle anderen Sichtweisen, abweichend von deiner bitte nicht ins lächerliche!

einen besonders netten Gruß von Entchen


Zuletzt bearbeitet: 10.03.17 20:53 von entchen


Hallo Entchen!
Gerade bekomme ich die die Kundenzeitschrift „Das Magazin“ 1/2017 meines Versorgers, der EnBW, auf den Tisch. Titel-Thema: „Wind ernten“. Gibt es hier auch online:
https://www.enbw.com/media/downloadcenter-konzern/kundenmagazin/enbw-magazin-2017-01.pdf
Zum Thema Infraschall lese ich dort auf Seite 9:
„Auch Windenergieanlagen erzeugen tieffrequenten, nicht hörbaren Schall. Dieser von Windrädern erzeugte Infraschall ist im Vergleich mit Autos oder Flugzeugen gering. Dies hat auch eine jüngste Studie der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg ergeben. In einer Entfernung von 700 Metern kann demnach nicht mehr unterschieden werden, ob der Infraschall von Windrädern oder von anderen Quellen (z.B. Autos) kommt.“
Zum Verständnis: Die 700 Meter sind der Mindestabstand zu Wohnbebauungen , den unsere grüne Landesregierung festgelegt hat.
Gut, das ist die Schreibe vom WEA-Betreiber. (Der sich übrigens viel Mühe gibt, seine neuen Anlagen in Baden-Württemberg gut zu kommunizieren und zu argumentieren.) Man muss allerdings auch bereit sein, das zu lesen und zur Kenntnis zu nehmen. Und ich habe keinen Grund zu zweifeln, dass ich von der EnBW nicht belogen, betrogen und für dumm verkauft werde. Die Jungs machen ihren Job und werden sich hüten, allzu großen Blödsinn zu Papier zu bringen. Auch deren Kinder dürfen die neuen Windmühlen vom Wohnzimmerfenster aus ansehen.
Engagierte Windmühlen-Gegner werden das anders sehen, aber bei denen kann ich bisher keinerlei Kompetenz entdecken. Nur wilde Emotionen, Laien-Nichtwissen und rein persönliche Interessen („Mein Häusle und jetzt noch eine Windmühle!“)
Ich ändere meine Meinung sofort, wenn ich an Stelle von Meinen und Glauben und Befürchten Fakten auf den Tisch bekomme.
Nette Grüße vom Brummbär

Und jetzt bitte wieder zurück nach Steinhöring ;-)


Zuletzt bearbeitet: 12.03.17 16:35 von Brumm_Baer


Hallo Brumm_Baer, Hallo entchen,

da kann man wirklich nur dazu sagen, wer hier blind den Behörden und deren Aussagen (sowie z.B. den unzureichenden und fachlich schlichtweg fehlerhaften Aussagen u. Veröffentlichungen z.B. des LUBW) vertraut, der muss dann eben weiterhin leiden und seinen Brumm ertragen, bzw. damit einfach leben!
Das z.B. Firmen wie ENERCON selbst aktuell (indirekt) die Immissionsproblematik zugeben und erst heute in diesem Bereich selber anfangen zu Forschen (nachdem alleine diese Firma schom tausende Ihrer Anlagen alleine in Deutchland verkauft hat und teils hier sogar selbst betreibt), bestätigt eigentlich eher hier die Aussagen und Annahmen "von entschen"...
Ich selber habe ja schon viel zu dem Thema gepostet und mich zudem auch weitergehend "per Email" als auch telefonisch mit dem Einen oder Anderen hier ausgetauscht (so hat z.B. u. A. auch Brumm-Baer von mir per Email die Messungsergebnisse und Veröffentlichung über die Amerikanische Akustische Gesellschaft, von Andy Metelkas 125 km-Belastungs-Nachweismessung, zugestellt bekommen). Mit liegt es jedoch fern jemanden überzeugen zu wollen und auch habe ich nicht die Zeit und den Willen, hier auf jeden Post einen fachlichen Kommentar einzustellen (... man sehe mir das bitte nach), jedoch sollten Zweifler meiner fachlich dazu schon getroffenen Aussagen sich einfach mal folgende "aktuell gerade veröffentlichte " ERNERCON-Ausschreibung dazu im Internet ansehen: https://www.eejobs.de/angebote/index.html?id=59639&anz=html
Hier wird z.B. indirekt Körperschall als Problem (Immission)herstellerseitg zugegeben, was so jedoch vorher jahrelang seitens der WEA-Lobby bestritten und als existent abgestritten wurde, genauso wie es die Umweltbehörden der Länder hier ebenso gerne abstreiten. Und dabei geht es (fachlich ausgedrückt) auch nur um den primären Körperschall der hier erforscht und abgemildert werden soll, denn den Sekundären können die phyiskalisch bedingt hier noch nicht einmal abstellen, da dieser mit immer weiter zunehmenden Rotordiametern der Anlagen automatisch zunimmt und auch immer weiter getragen wird. entchen lag mit dem abegegeben Komentar also daher fachlich schon in der richtigen Richtung.

Soviel abschliesend von mir zum Bereich "WEA" und deren Immissionen, was im Fall Steinhöring aber nicht unbedingt die alleinige Ursache hier sein muss und wird.

"Feuer frei" (komentarseitig) auf mich, kann man sich also getrost sparen ;-)

Ich bin zudem auch beruflich für fast 3 Wochen (ab Morgen) unterwegs und werde daher sowieso nicht antworten können.

Nette "sonnige" Grüße - umweltmessung -



Hallo Sven Johannsen!
Wiedermal und gerne: Besten Dank für den Beitrag!
Nee, Kein „Feuer frei!“. Wozu auch? Wir beide sind doch bisher immer ganz gut mit einander klar gekommen, trotz meiner manchmal ziemlich spitzen Formulierungen ;-).
Vorab (und grinsend): Wenn ich den Aussagen des LUBW (Landesamt für Umweltschutz Baden-Württemberg) künftig nicht mehr vertraue, dann ändert das an meinem Brummton erst mal überhaupt nix ;-). Ich vertraue übrigens auch meinem Finanzamt ;-). Pauschales Behörden-Gekrittel sehe ich in Kneipenhinterzimmern und bei Bürger-Initiativen von Laien richtig angesiedelt.
Und wieder gerne zur Sache: Ich lese deine Beiträge immer aufmerksam und gerne. Dass jemand, der damit seine Brötchen verdient, abweichende Sehweisen der zuständigen Ämter nicht besonders hoch einschätzt, ist völlig in Ordnung. Aber ich bin nicht vom Fach, lese zwei Meinungen und sehe in der „amtlichen Darstellung“ die wissenschaftliche Mehrheits-Meinung. Jedenfalls mache ich mir nicht sofort in Wut-Bürger-Manier eine Einzel-Meinung als alleinige Wahrheit zu Eigen. Dies ist kein Zweifel an deiner Kompetenz!
Worüber ich mich jetzt aber etwas wundere: Dein Link auf die Firma ERNERCON:
https://www.eejobs.de/angebote/index.html?id=59639&anz=html
Du liest da raus, dass „z.B. indirekt Körperschall als Problem (Immission) herstellerseitig zugegeben“ wird.
Das kann ich jetzt aber beim besten Willen nicht nachvollziehen. Die Firma ist (laut Wikipedia) ein global player mit 13.000 Mitarbeitern und bietet einen Platz für eine Master-Arbeit an. Da kann eine Studentin eben ihren Master machen und wird dafür dankbar sein. „Machbarkeitsstudie zur Reduktion von Körperschall in Windenergieanlagen“ ist das Thema. Daraus zu schließen, dass diese Firma sich erstmals mit dem Thema befasst, ihre jahrelange Untätigkeit auf dem Gebiet auch noch „zugibt“, das halte ich für eine äußerst gewagte Sehweise. Richtig dürfte sein, dass die Firma im Rahmen eines eigenen seit Jahren arbeitenden Fach-Teams einem Berufsanfänger eine Möglichkeit eröffnet, von Fachleuten begleitet den Studien-Abschluss zu machen. Ein einsamer Master-Student, der einer Firma ein völlig neues Themenfeld eröffnen soll, ist nicht vorstellbar. So funktioniert das nicht ;-). (Oder habe ich was falsch verstanden?)
Meine Bitte ;-): Etwas stärkere Argumente …
Nette Grüße vom Brummbär



Wer hat denn nun recht?

BGR:
An Hand der theoretischen Abschätzung zeigt sich, dass die Schallemission moderner und großer Windkraftanlagen mit Leistungen von mehr als 500 kW Reichweiten von über 20 km hat. Diese Entfernung steigt im Falle von Windparks auf ein Vielfaches.
http://www.bgr.bund.de/DE/Themen/Erdbeben-Gefaehrdungsanalysen/Seismologie/Downloads/infraschall_WKA.pdf?__blob=publicationFile&v=2


Ebersberger Landratsamt für Immissionsschutz:
Die Sensibilität beim Menschen ist höher als die geeichter Messgeräte"
https://www.tz.de/muenchen/region/steinhoering-mysterioeser-brummton-auch-region-7452344.html

LUBW:
Zitat:-Dies hat auch eine jüngste Studie der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg ergeben. In einer Entfernung von 700 Metern kann demnach nicht mehr unterschieden werden, ob der Infraschall von Windrädern oder von anderen Quellen (z.B. Autos) kommt -Zitat Ende

Recht hat natürlich die LUBW! (Vorsicht, Ironie!)
Wenn im Schlafzimmer, 700m entfernt von einer Windmühle soviel Platz ist das ich ein Auto neben dem Bett im Standgas betreiben kann, dann dürfte die Immission des Windrades wirklich in dem Moment nicht hörbar sein.





@ brumm_baer:

9MW in ca. 20km Entfernung von dir? Du und sehr viele andere werden die 3 Nordex auch in dieser Entfernung hören wenn ihr nicht gerade inmitten eines Industriegebietes oder an der Autobahn wohnt. Fast unabhängig von der Windrichtung. Nicht ein Brummen meine ich in dem Moment, sondern das ganz normale Windrauschen, das wenn es nachts ruhiger wird technisch im 1 bis 2 Sekundentakt (bei einer WEA) unterbrochen ist, deutlich hörbar wenn die WEA läuft. Aber das bekommt man, wer empfindlich auf dem Auf und Abschwellen reagiert, durch Schließen der Fenster in dieser Entfernung weg. Ganz im Gegensatz zu dem Infraschall-Brummton den wiederum nur sehr wenige "Neuzugänge" hören werden.

Das war eben keine Studie, sondern selbst seit 2 Jahren, mit Inbetriebnahme einer 20km entfernten 3,3MW Vestas erlebtes und in Bezug auf das Windrauschen, jedenfalls bei uns im Gebirge, bestätigtes.


..und keine Panik brummender Bär, laut Umweltamt kann das ja definitiv nicht möglich sein, und falls doch dann seid ihr dort Infraschallmäßig zumindest durch Triebwerksgedönse eh schon ordentlich abgehärtet ;-)
sollte übrigens doch nach Inbetriebnahme der Anlagen etwas nerven noch zum Schuß der feine Satz, ebenfalls von EnBW im Hochglanzprospekt kopiert, wo immer sämtliche Alarmglocken angehen sollten:
-Wir nehmen die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger sowie der Kommunen ernst-

..und jetzt zurück nach Steinhöring:-)
Gruß entchen


Zuletzt bearbeitet: 12.03.17 22:52 von entchen


Zu den Brummton-Clustern in Leinfelden und in Steinhöring fand ich bei
Rosenheim 24 noch dieses vom 6. März 2017:
„In der Region: Brummtöne treiben Betroffene in den Wahnsinn“
https://www.rosenheim24.de/bayern/landkreis-brummtoene-leser-suchen-eine-erklaerung-7499212.html

Rosenheim 24 ist wohl eine Online-Zeitung, Viel Werbung, viel bayerisches Lokalkolorit, eher weniger gut recherchierter Premium-Journalismus. Und der reißerische Aufmacher „Brummtöne treiben Betroffene in den Wahnsinn“ wird auch nicht gerade durch nachprüfbare Einlieferungen in die Klapse mit Namen und Zahlen belegt ;-).
Der Artikel ist eine Ansammlung von Leserbriefen. Das Übliche: Von den Aliens bis zum Mobilfunk ist mal wieder alles dabei. Fachliches ist nichts zu lesen.
Gut, dieses Online-Blättchen hat sich bemüht (vielleicht nur, um seine Seiten zu füllen oder seine Stammleser zu bedienen).

Worauf ich immer noch warte: Sowohl in Leinfelden als auch in Steinhöring sind Steuergelder in die Klärung des Brummtons geflossen.
Warum gibt es immer noch keine Ergebnisse?
Nette Grüße vom Brummbär


Zuletzt bearbeitet: 20.03.17 20:06 von Brumm_Baer
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