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Thema: Steinhöring: Es brummt immer noch ...


Die Info-Veranstaltung des „Verein zum Schutz der Gesundheit und Umwelt vor Infraschall“ in Steinhöring vom 31. Mai 2017 ist von der Presse gewürdigt worden:

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/ebersberg/steinhoering-der-kuehlschrank-ist-es-auch-nicht-1.3530867

https://www.ovb-online.de/rosenheim/wasserburg/unerkannt-umweltkrank-8409223.html
(Hier musste ich mich beim 2. Besuch der Seite erst anmelden.)

Die Referenten (der Allgemeinarzt Dr. Johannes Mayer unbekannten Alters, der pensionierte Bauingenieur Dr. Karl-Heinz Strauß) haben den Infraschall im Visier.

Der Referent Professor Dr. Johannes Mayer, Allgemeinarzt und Dekan an der Hochschule für gesundheitsorientierte Wissenschaften in Dasing ist in Sachen der bösen Windmühlen aktiv.
https://www.youtube.com/watch?v=V5ZkfXbXmzo

Eine solche Hochschule konnte ich allerdings im Netz nicht finden. Können Hochschulen, die es nicht gibt, einen Dekan haben?
Und wie die Presse berichtet, ist Steinhöring nicht gerade von Windenergieanlagen umzingelt ;-). Der pensionierte Bauingenieur hob daher auf die am Ort tätige Firma mit großen Pumpen ab.
Nette Grüße vom Brummbär


Zuletzt bearbeitet: 05.07.17 20:24 von Brumm_Baer


Hallo Brummbär,

ganz toller Post ;-) von dir zu den aktuellen Steinhöring Zeitungsberichten. Einen Nutzen (für die Betroffenen dort) und tiefere Erkenntnis kann ich diesem jedoch leider nicht entnehmen.
Ich teile jedoch ansatzweise hier mal deine Meinung, da auch ich mir recht sicher bin, dass es dort NICHT um WEA-Immissionnen geht, die als Auslöser der Problematik vor Ort hier in Frage kommen.

Titel (wie Dekan, wo auch immer) sind doch "Schall und Rauch", jedoch kenne ich den dort benannten Arzt und Dr. med. ganz gut und fachlich (im Bereich dieser Problematik) ist Er in der Tat kein Schlechter :-) und hat dort mehr fachliches Wissen, als viele Mediziner in den entpsrechenen Landesgesundheits- oder Umweltbehöhrden. Aber sicher (da Er aus dem Unfeld einer bayrischen BI von WEA-Gegnern kommt) ist Er in 1. Linie immer sehr auf WEA-Immissionen fixiert, da sein Wissen (der pathogenen Auswirkungen) sich in der Hauptsache auf diesen Bereich konzentriert.

ich selber bin hier mit meiner Firma im Breich von Messungen und vielen Nachbargemeinden von Steinhöring schon aktiv gewesen (im Rahmen und Bereich von Brummton-Quellenortungs-Messungen)
und einer meiner Ing. hatte gerade erst in der letzten Woche solch eine Auftragsmessung in "Renningen" bei Betroffenen, bei der die Stadt dort sehr kooperrativ war und unterzützt hat, wo und wie sie nur konnte. In dem Fall stammte hier dass Brummen (wie wir rausfinden konnten) von einem Abwasserrohr, welches durch eine dort direkt drüber (schlampig) verlegt 20 KV Strom-Erdleitung (außerhalb des Grundstücks) in Schwingung versetzt wurde und dann auch tonal (im Tieffrquenzbereich) angeregt wurde, dieses wurde dann auf den Hausbaukörper dort übertragen (durch eine baulich schlechtgemachte Einführung des Abwassserrohrs in das Haus der betroffenen Familie und innenräumig hier dann noch verstärkt.
Mann kann also durchaus solche Problemfälle lösen, bzw. wie hier aufdecken (denn an einer Lösung des Problems wird gerade noch dort gearbeitet) und einer konkreten Quelle dann zuordnen!
Steinhöring hat hier bisher jedoch wohl (leider) auf die falschen Massnahmen und (Fach-)Leute gesetzt ;-)
Ich habe diesen Fall aus Renningen absichtlich hier versucht, mit einer etwas einfacher von mir gewählten Problemauslösungbeschreibung, kurz einmal skizzenhaft als Beispiel zu beschreiben, denn für tiefere ausufernde technische Erklärungen fehlt mir ansonsten einfach die Zeit.
Es soll auch nur verdeutlichen, dass man mit einem "richtigen" Messungsanstatz, durchaus erfogreich Brummton-Phänomene aufklären kann. Sicher ist das so keine 100% Lösung udn wird auch bei uns nicht in JEDEM FALL gelingen, aber mit einer Trefferquote von etwas über 80% sind wir da schon recht gut (denke ich zumindest). Es gibt aber vereinzelt (auch bei uns) durchaus mal Fälle, wo dann selbst wir vor einem Rätsel stehen .. , aber das sind zum Glück nur wenige und kommt eben auch nur sehr selten vor.



Hallo umweltmessung!
Die Berichterstattung über Steinhöring verfolge ich, weil sie für mich voller Ungereimtheiten ist.

Du meinst, Titel sind Schall und Rauch? Naja, seriöse Titel signalisieren eine bestimmte Kompetenz und eine Verantwortlichkeit für korrektes Handeln. In der BI-Szene sind Referenten, eher oft fachfremd, mit langen Titeln besonders beliebt und geradezu typisch. Ein Titel oder Rang, den man nicht nachprüfen kann, ist für mich erstmal kein Signal für redliche Sach-Kompetenz. Und in der BI-Szene sitzen Wanderprediger, Verschwörungstheoretiker und Esoteriker ebenso schnell mit auf dem Podium wie die kommerziellen Nutznießer. Weswegen sich echte Fachleute und Wissenschaftler das selten bis nie antun.
Mag sein, dass die Zeitung die Hochschule ungenau genannt hat, weswegen meine Suche ins Leere lief. Auf die Frage, ob Hochschul-Dekane, also Leute mit sehr viel Wissen und maßgeblicher Meinung, üblicherweise vor Laienpublikum auftreten verzichte ich besser. Jedenfalls hole ich nicht den Bäcker, wenn bei mir die Wasserleitung undicht ist. Und mit meiner Grippe gehe ich nicht zum Klempner.

Meinst du Renningen im Kreis Böblingen? Das ist bei mir um die Ecke und dort ist mir jedenfalls kein Cluster von Betroffenen bekannt. Ich bezweifle nicht, dass echte akustische Störungen von fitten Messtechnikern auch in so einem komplizierten Fall abgeklärt werden können. Nur: Die Hausbewohner hätten mit gleichem Erfolg auch wegziehen können. Und sie dürften im Urlaub keine Störung erfahren haben. Hier im Forum berichteten etliche Schreiber, dass ein Umzug nichts genutzt hat. Auch mein eigener Umzug brachte mich erst dazu, nicht länger nach irgendwelchen mechanischen oder elektrischen Verursachern im und am Haus zu suchen. Das sind eben keine Fälle für den Messtechniker oder gar den Baubiologen mit Baumarkt-Equipment.
Nette Grüße vom Brummbär



Hallo Brummbär,

ja, genau das Renningen meinte ich!
Das Du hier dort davon (von der dortigen Brummproblematik) nichts mitbekommen hast, liegt ggfs. daran dass diese dort noch nicht so alt ist und nur ein paar wenige Strassenzüge und Betroffene betrifft (mit nur Einem dann ganz heftig Betroffenen) und man dort wohl auch nicht medial bisher an die Öffentlichkeit ging. Wenn es Dich wirklich interessiert, kann ich Dir (wenn Du mich privat "telefonisch" ggfs. kontaktierst) gerne einmal die Strasse dort nennen, die es in 1. Linie dort betrifft.

Das mit den Titeln und dem "Schall und Rauch" war hier etwas anders von gemeint und Du interpretierst da nun sehr extrem!
Denn ob man als Mediziner nun nur Dr. med. ist, oder auch noch einen Prof.-Titel hat (oder auch nicht), ist für mein Empfinden irrelevant und tut zur quallitativen und faktischen Beurteilung eines fachlich dort gehaltenen Vortrags sicher nicht beitragen. Daher hier noch einmal kurz und knapp: Dr. Mayer ist kein schlechter Arzt und ein echter Arzt und ZUDEM kennt Er als einer von wenigen Medizinern sich sehr gut mit der pathogenen Belastungen Betroffener bei Infraschall-Expostionen aus. Das er als Bayer da eine sehr besondere (evtl. manchmal leicht arrogante) Art hat, kann ich bestätigen ... tut hier aber seiner fachlichen Qualli (zu dem Thema) sicher keinen Abbruch, denn es gibt dort nur sehr wenige Mediziner in Deutschland, die sich so intensiv (wie Er) in die fachliche Materie eingearbeitet haben und mit inzternationalen Forschern in dem Bereich ausgetauscht haben. Ich weiß aber was Du meinst Brummbär, das trifft hier dann aber (sicher) den Falschen.

Kann man faktisch jemand keine Fehler nachweisen, geht es dann oft (alternativ) unter die Gürtellinie und jemanden zu diskreditieren ist in heutigen Zeiten einfach und nur schwer bis gar nicht ggfs. zu revidieren, daher MAG ICH SOWAS NICHT ;-)
Schau dir mal dazu folgenden recht aktuellen Zeitungsartikel an (der ist von einem Familienmitglied der Familie des Herrn Dr. Mayer):
http://www.swp.de/hechingen/lokales/hechingen/rangendinger-uebt-scharfe-kritik-an-windkraft-studie-des-landes-15369616.html , dann weist Du evtl. warum ich oft da sehr gereizt auf manche Sachen und Dinge reagiere (da ich viele Dinge aus udn in diesem Artikel nur fachlich bestätigen kann und sehr ähnlich sehe). Ansonsten an dich auch nette Grüsse meinerseits :-)



Hallo umweltmessung!
Wieder besten Dank für deine Mühen!
Ehre, wem Ehre gebührt! Dr. med. Johannes Mayer, Dekan und Professor.
Hier die richtige Hochschule:
http://www.hgwr.de/de/hgwr
Die Hochschule für Gesundheitsorientierte Wissenschaften Rhein-Neckar (HGWR) ist die erste eigenständige Hochschule für Osteopathische Medizin und Physiotherapie in Deutschland mit Standort Mannheim.
Das ist (oder besser wird erst) eine alternativ-medizinische private Hochschule „in Gründung“. Studienbeginn 1. August 2017 … Die staatliche Anerkennung wird wohl noch erwartet.
In wieweit diese Hochschule Professorentitel zu vergeben hat, ist mir nicht bekannt.
Wikipedia zu Osteopathie, dem Thema der HGWR:
https://de.wikipedia.org/wiki/Osteopathie_(Alternativmedizin)

Fakt jedenfalls: Mit Wind-Energieanlagen und ihren möglichen Risiken hat der Herr Dr. Mayer als Dekan und Professor nichts zu tun.

Gerne habe ich mir auch deinen letzten link angesehen:
http://www.swp.de/hechingen/lokales/hechingen/rangendinger-uebt-scharfe-kritik-an-windkraft-studie-des-landes-15369616.html

Dr. Wolfgang Müller, 75, Doktor der Biologie und mit recht vielseitigem Profil (findet sich ganz unten im Artikel der Südwestpresse):
„Wie viel Betrug verträgt unser Land?“ Damit wendet er sich an den grünen Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann. Dazu zerpflückt er die umfangreiche Studie der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) über „Tieffrequente Geräusche inkl. Infraschall von Windkraftanlagen und anderen Quellen“. Er meint, wissenschaftlichen Betrug zu erkennen.

Auch er ein engagierter Anti-WEA-Mann:
http://www.gegenwind-hohenzollern.de/category/aktuelles/

Die Südwestpresse nennt auch wissenschaftliche Arbeiten von Steven Cooper oder die der Kanadierin Claire Paller, die belegt, dass sich Schlafqualität, Schwindel und Tinnitus mit der Nähe zur Windkraftanlage verschlechtern.
Claire Paller hat einen statistischen Zusammenhang erarbeitet (auf deiner Firmen-Seite zu finden). Man braucht kein Wissenschaftler zu sein um zu wissen, dass damit noch kein ursächlicher Zusammenhang bewiesen ist.
Das alte Leiden in der BI-Szene: Eher randständige Studien, die längst nicht unabhängig bestätigt sind, werden der Laien-Gemeinde als die einzige Wahrheit präsentiert. Seriöse Wissenschaft geht etwas anders …

Auch der Schwarzwälder Bote berichtet dazu:
http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.rangendingen-der-denkbar-schlechteste-ratgeber-fuer-kretschmann.f535e140-616a-4c1b-a88a-37206f2ee099.html

Ich vermute, dass unser MP deswegen nicht schlecht schlafen wird ;-). Und als grüner Chef des windärmsten Bundeslandes ganz gut eine sorgfältige Arbeit seiner Fachbehörde vom aufgeregten Geklingel der Laienschar unterscheiden kann ;-).
Nette Grüße vom Brummbär …

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