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Thema: Misophonie - Hass auf Geräusche


"... Misophonie ... wörtlich „Hass auf Geräusche“, ist eine Form der verminderten Geräuschtoleranz gegen bestimmte Geräusche. Es wird angenommen, dass es sich um eine neurologische Störung handelt, charakterisiert durch negative Reaktionen auf bestimmte Geräusche, egal ob diese als laut oder leise wahrgenommen werden. ..." Wikipedia


Dies setzt allerdings das tatsächliche Vorhandensein jener Geräusche vorraus, welche da stören.

Ein kleiner Brumm wird zum Riesenbrumm.
Das wäre durchaus bedenkenswert. Wenn man die Mechanismen kennt, könnte dies eventuell schon helfen.
Es scheint aber ziemlich schwer zu sein, etwas dagegen zu tun.

Im YOUTUBE mal nach
" Misophonie-112 "
suchen.

Übrigens auch sehr interessant die Einführung,
welche erklärt, was Lärm mit unserem Körper so macht.
Sehr gut verständlich - und die Gesundheitsgefahren
werden abschätzbar.
(z.B. etwas Diabetes gefällig ?)

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Ins Gesicht gesagte Wahrheiten gelangen selten bis zu den Ohren.

Franz Christoph Schiermeyer (1952-)

Zuletzt bearbeitet: 01.05.16 19:32 von yewie56


Hallo Yewie!
Danke und mit Interesse gelesen.
Darf ich aus dem von dir verlinkten Wikipedia-Test zitieren?
„Personen, die an Misophonie leiden, fühlen sich stark gestört und können wütend auf alltägliche Geräusche wie Essgeräusche, Atmen, Niesen, Gähnen, Husten, Räuspern, Stottern, Stammeln, Kaugummikauen, Lachen, Schnarchen, Pfeifen oder andere sich wiederholende Geräusche reagieren.“
„Extreme Angst und Vermeidungsverhalten können entstehen, was zu sozialer Isolation oder verminderter Geselligkeit führen kann.“
Meine völlig laienhafte Sehweise: Wer sich von Kaugummikauen oder Lachen in die soziale Isolation drängen lässt, hat sicherlich ein behandlungswürdiges Problem mit seiner Psyche.
Nee, ich höre das (mein?) Brummen, aber mit der Psycho-Ecke habe ich nun wirklich nichts am Hut ;-). Und da wollen wir unsere Mit-Leser- und Schreiber auch auf gar keinen Fall hinschicken.

Zitat Yewie: „Dies setzt allerdings das tatsächliche Vorhandensein jener Geräusche voraus, welche da stören.“
Wirklich? Wer schon auf alltägliche Geräusche so überzogen reagiert, schafft das mit Sicherheit auch bei rein gefühlten Phantomgeräuschen.
Was mit der Misophonie aber halbwegs erklärt werden könnte: Überzogene Beiträge in diversen Foren, die unser Brummton-Thema nach außen hin unglaubwürdig machen.
Nette Grüße und danke
Brummbär



Das war ja mal wieder klar, dass Du so reagieren würdest.

Es ist völlig klar, dass Misophonie nichts damit zu tun hat,
dass man in die Klapse muss.

Das BEISPIEL "Misophonie" sollte zeigen - so hatte ich mir das gedacht - dass es immer mal wieder Phänomene geben kann,
welche einem tatsächlich in einen Strudel von Ereignissen
werfen kann, aus der man - ohne professionelle Hilfe - kaum mehr wieder rauskommen kann.

Es ist völlig unstrittig, dass wir eine Gesellschaft des Lärms
heraufbeschworen haben, bei welchem vor allem der

niederfrequente Lärm an Bedeutung immer mehr zunimmt
WEIL der höherfrequente Lärm immer mehr zum Beispiel durch Lärmschutzwände und andere leicht realisierbare Lärmschutzmasssnahmen zurückgedrängt wird.

Es ist deshalb überhaupt gar keine Frage, dass wir massiv
mit niederfrequentem tatsächlich vorhandendem Brumm belastet werden.

UND - mir scheint es zumindestens durchaus überlegenswert,
welche eben auch neuronalen Folgen insbesondere niederfrequenten Lärms sich entwickeln können.

Die Erkenntnis darüber könnte sehr wohl eine Hilfe
im Umgang mit unserem Brumm-Hamsterrad sein.

>>>
Wer schon auf alltägliche Geräusche so überzogen reagiert, schafft das mit Sicherheit auch bei rein gefühlten Phantomgeräuschen.
<<<

Möglich, der Umkehrschluss, dass alles nur von Phantomtönen her kommt, ist aber keineswegs zulässig.

Kausalitäten sind eben nicht immer invers abbildbar!
(Das ist sogar eher der seltenere Fall!)

Jene, welche so - falsch herum - denken

(damit es mal wieder mit der eigenen Hypothese keine Probleme gibt, siehe z.B. AUCH Chemtrailer oder andere Verschwörte),

verhalten sich eher unprofessionell, überzogen und - ja - unglaubwürdig.

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Ins Gesicht gesagte Wahrheiten gelangen selten bis zu den Ohren.

Franz Christoph Schiermeyer (1952-)

Zuletzt bearbeitet: 01.05.16 21:59 von yewie56