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Thema: Brummen Vogtland / Erzgebirge seit 09/2016


Hallo,
bis September 2016 wusste ich nicht einmal was Infraschall und Hum bedeutet.
Seit Monatsanfang vernahm ich nachts einen Brummton der mich seitdem schlecht schlafen lässt.
Ich wohne in einem abgelegenen, von Industrie verschonten 2500 Einwohner zählendem Ort im Erzgebirge.
Anfangs dachte ich die Brummerei kommt aus der näheren Umgebung und wird schon wieder verschwinden.
Nach einer Woche hatten wir dann einen großflächigen Stromausfall und der Brumm war trotzdem zu hören.
Übrigens, um es vorweg zu nehmen, unsere Mobilfunkmasten waren dabei ebenfalls stromlos.
Nun begann meine Recherche und siehe da, fündig wurde ich hier:

http://www.3energy.eu/ueber-uns/aktuelles.html

Nein nicht der Vietnam Windpark ;-) sondern eine neue, fast 200m hohe Nordex N117/2400 WEA in Pfaffengrün.
Das ist 28km Luftlinie entfernt von meinem Heimatort.
Der Starttermin passt zum ersten Auftreten des Infraschalls. Genau wie hier im Forum beschrieben: Wie ein Kühlschrank oder wie ein entfernter Lkw-Dieselmotor in etwa 200 m Entfernung im Leerlauf. Ein leises, leicht vibrierendes Geräusch.

Außerhalb von Gebäuden ist es nicht hörbar.
Mittlerweile habe ich mein Ohr sehr schön "trainiert"und kann im Gebäude vom Keller bis zum Dachboden durch die Transition das Brummen aus dem Umgebungslärm auch tagsüber selektieren.
Die 28km Luftlinie zur "Nabe" wird sogar durch einen 140m höheren Berg unterbrochen. Also kein Sichtkontakt.
Ich weiß nicht wie der Schall zu mir kommt, ob durch das Gebirge oder Reflektionen in der Atmosphäre. Außerdem bleibt es zur Zeit eine Vermutung die Ursache gefunden zu haben.
Demnächst werde ich der Turbine einen Besuch abstatten und sinnbildlich mein Ohr an dem Mast legen, in Erwartung den Brumm in der Umgebung genau so, oder lauter zu hören wie in fast 30km Entfernung.

Vielleicht sollten doch mal alle "Hum"-geplagten (wo natürlich andere Industrieanlagen ausgeschlossen werden können) schauen wie weit entfernt sich das nächste größere Windrad befindet.
Und ich verspreche euch viele werden im Umkreis von 50km fündig.
Ich denke "unser Brummton" ist größtenteils WEA-Infraschall, der fast windrichtungsunabhängig,
über sehr, sehr weite Strecken in den dafür geeigneten Gebäuden seine grauenvolle Wirkung entfaltet.
schön erklärt unter:

http://www.windstill.at/infraschall-von-windkraftanlagen-als-gesundheitsgefahr/

Ich war bis vor kurzem Befürworter der Energiewende, aber wenn diese 200m hohen Turbinen sich durchsetzen wird mir Angst.
Ich denke selbige werden den Infraschall auch in die entfernteste Windparkfreie Region transportieren.

Ich bin 51 Jahre alt und meine 3 Familienmitglieder 10 / 40 / 81 hören den Brummton nicht.


Zuletzt bearbeitet: 14.09.16 14:21 von entchen


Hallo Entchen,
dass es hier ausserhalb von Gebäuden nicht hörbar ist liegt daran, dass hier sogenannter Körperschall (als Immission der Windenergieanlagen) der Auslöser des Brummtons "im Haus" ist und mit hoher Sicherheit dann sogenannten sekundären (durch den Körperschall ausgelösten) tieffrequenten Lufschall im Infraschallbereich erzeugt. Die Körperschallvibrationen versetzen hier die Hausstruktur (Böden, Wände) in Schwingungen und diese wiederum arbeiten dann (einach ausgedrückt) wie eine Lautsprechermembran und erzeugen dann den Brummton. Allein die Biegeschwingungen der sehr hohen Türme moderner WEA reichen hier dazu manchmal schon aus und dazu muss dann die Anlage noch nicht einmal laufen bzw. in Betrieb sein. Jedoch übertragen sich hier dann auch zusätzlich noch die sogenannten Flügelharmonischen Spitzen (die immer dann enstehen und auftreten wenn ein Flügel am Mast der WEA vorbeidreht) mit Frequenzspitzen im Bereich von ca. 0,5 Hz bis ca. 3,5 Hz ebenso wunderbar über den Turm in das Fundament der Anlage (und je nach Tiefe der Gründung des Fundaments) und von hier dann weiter über den Boden, in Häuser von betroffenen Anrainern. Dieses kann durchaus (je nach Bodenbeschaffenheit vor Ort) auch noch in 30 km Abstand zur Anlage (Quelle) vorkommen. Auch kann ebenso der Körperschall auch unmgekehrt "sekundär" durch die Infraschall-Immissionen moderner WEA ausgelöst werden. Dieses kann hier u. U. auch recht partiell nur passieren, wenn z.B. das Haus eines Anrainers genau "in der Amplitude" (Spitze) einer hier vorkommenden Infraschallfrequenz liegt. Was hier beschrieben wird, ist daher ein typischen Immissions-Problem "moderner" Schwachwind-WEA, welches wir so immer wieder auch bei vielen WEA-Betroffenen messtechnisch als Gutachter vor Ort (leider)feststellen. Mir sind hier hunderte von Fällen persönlich aus unserer Arbeit in dem Bereich bekannt ...
Aus diesem Grund rate ich Ihnen hier zu Messungen in Ihrem Haus, nach den Regularien der TA-Lärm Abschnit 6.2. und dem so zu erbringen Nachweises der Körperschall-Immission "ursächlich" von der WEA als Quelle ausgehend. Damit (mit einem guten und erfahrenen Umwelt-Juristen im Hintergrund) sollten Sie sich dann rechtlich erfolgreich wehren können.
Diese Belastung die Sie hier haben und beschreiben, ist extrem gesundheitsgefährdend und hier gibt es dann i.d.R. nur Eines zu Empfehlen: wegziehen, oder selber beweissichernd durch Gutachter messen lassen und sich juristisch dann zu wehren bzw. den Zustand und die Belästigung zu bereinigen.
Viele Grüße (und mein ernstgenmeintes Bedauern für Ihre Situation) Sven Johannsen



Hallo Sven Johanssen
Im Falle von Entchen (28km Luftlinie weg von der verdächtigen Windmühle und noch ein Berg dazwischen) wäre doch als Erstes zu klären, ob die Betriebszeiten der Anlage mit ihrem Hör-Erlebnis wenigstens halbwegs zusammen passen. Und dies bevor gewagte Tipps mit Umzug und/oder langwierigem Rechtsweg angedacht werden. Wir kennen hier eben die Erfahrung, dass der Brummton gerne mit-umzieht. Bevor Entchen die ganz großen (und teuren) Kaliber auch nur andenkt, wären ein Termin beim HNO und ein längerer Aufenthalt fern vom Brumm-Haus vielleicht die erste Wahl. Und wir wissen hier eben auch, dass der Brummton nicht ganz selten sich ganz von alleine wieder zurück zieht. Ganz ohne Messungen und Juristen …

Als Schüler stand ich damals (80er-Jahre) beeindruckt auf der WEA-Versuchsanlage bei Wilhelmshaven mit dem Growian und dem Einflügler Monopteros. Das war schon eindrucksvoll, wie der Monopteros einen bei jeder Umdrehung durchgeschüttelt hat. 500 Meter weiter auf dem Parkplatz war der Eindruck schon komplett weg.

Frage an den Insider: Anti-Windmühlen-Aktivisten und Initiativen sind nicht gerade als Erfolgsmodelle verschrien. Meistens ist nach kurzer Aufregung („extrem gesundheitsgefährdend“ und die armen Fledermäuse, die geschredert werden) die Luft aus der Sache raus. Haben die alle nur ahnungslose Messtechniker und unfähige Juristen bemüht?
Nette Grüße vom Brummbär



Hallo Brumm-Baer,
ich hatte in meiner Antwort an entchen nur aus meiner persönlichen Erfahrung von mittlerweile alleine über 200 Messungen Betroffener aus dem WEA-Bereich weiter geben wollen. Ich verstehe und kann gut nachvollziehen, dass Du hier sehr kritisch bist und an dem was Du hier schreibst, ist ebenso selbstverständlich auch viel Wahres drann. Das ein Brummton z.B. mit umzieht, bedeutet in der Regel meist nur eines und zwar, das die betroffene Person meist schon so "sensiblisiert" ist (sprich durch längere Exposition der Immission eine Art Irreversiblität im Innenohr eingetreten ist), das ähnliche Effekte wie vorher dann schon durch andere Frequenzen und leisere Immissionsquellen (machmal kann das dort dann schon nur das rauschen eines Heizungsrohrs am "neuen Ort" sein) hier dann auftreten und dann als ebenso störend und in der selben Art in etwa wahrgenommen werden, wie vorher! Auch dieses Phänomen ist also i.d.R. erklärbar.
Das ist insgesamt aber eine "sehr komplexe" Materie, in die sehr viele unterschiedliche Fakten und Dinge mit reinspielen.
Selbst wenn ich hier dazu "ein Buch schreiben würde", wäre das mit Sicherheit nicht ausreichend. Und viele dieser am Rande dann beeinflussenden Dinge (wie z.B. meteorologische Bedingungen und Gegebenheiten) sind variabel und können im günstigsten Fall dann so einen Brummton auch mal ganz verschwinden lassen und in seltenen Fällen bleibt er dann auch hier und da mal verschwunden...

Meine Insider Antwort:
Meist ist es hier Geldmangel und dass man eben gar nicht, oder eben nicht korrekt und umfassend messen läst und sehr oft (wenn) auch eine falsche Anwaltswahl. Denn was nützt schon die beste Munition, wenn man Niemand hat der sie auch verschiessen kann, bzw. nicht in der Lage ist das Ziel zu treffen ;-)

Nette Grüße
Sven Johannsen



Zwischenergebnis nach 7 Wochen Brumm:
Es brummt Tag und Nacht, mal mehr mal weniger stark.
Dorf komplett ausgeschlossen als Ursache. Die Nacht ist hier in jedem Winkel im Freien totenstill.
Mobilfunk u.ä. ausgeschlossen wg. Stromausfall

Mehrere Faktoren müssen vorhanden sein das es bei mir ordentlich brummt:
1. am besten im Gebäude mit Dachdämmung, dort dann vom Keller bis zum Dachgeschoss
2. mind. 2 WEA Standorte (Schwachwindanlagen bevorzugt) aus unterschiedlichen Richtungen (Sichtkontakt nicht benötigt)
3. ein außergewöhnliches (gutes?) Gehör
4. ruhige Ortslage ohne Industrie
4. Muskelverspannungen Schulter / Rücken und verstopfte Nase verstärken den Brummeffekt.

erster Brummtonkontakt mit Inbetriebnahme der 28 km entfernten WEA. ->Sensibilisierung
manchmal moduliert der Brumm aber nicht mit dem Flügelschlag, dann wabert es irgendwie nur.
Dies fühlte sich dann zeitweise an als wenn der Blutkreislauf das Brummen erzeugt. Noch dazu stand ich vor einer 3Mw Vestas.
Weder im Auto noch im Freien, absolut kein Brumm, außer ein paar Laufgeräuschen. Echt deprimierend. Damit war die Windkraft für mich als Ursache erledigt.
Dann doch wieder der Gedanke, im Freien höre ich ja nichts und das Auto resoniert nicht? Stehen vielleicht weitere Anlagen in meiner Umgebung?
unter:

http://www.gegenwind-stuehlingen.de/Bnetz-alle.php

kann man sich alle zusammensuchen. Und ich dachte bis vor kurzem hier wo ich wohne ist eine Windkraftfreie Region :-(

mein Resultat:
Thierfeld 20km Luftlinie 1x Vestas V112 3,0Mw Inbetriebnahme 09/2014
Lippoldsruh 24km Luftlinie 3x Vestas V112 9,9Mw Inbetriebnahme 12/2015
und der vermutete Auslöser für meine Sensibilisierung:
Pfaffengrün 28km Luftlinie 1x Nordex N117/2400 2,4Mw Inbetriebnahme 09/2016

zu allen WEA´s besteht übrigends kein Sichtkontakt aufgrund jeweis davor liegenden höheren Bergen.
Die 3 V112 in Lippoldsruh laufen ja schon etwas länger.
meine Theorie dazu, ja ich weiß ich bastele mir gerade etwas zusammen:
die 3 gleichen Lippoldsruher Vestas sind so synchronisiert das der Schall sich im besten Fall aufhebt. Die kommen also an meinem Dach an ohne das da was resoniert.
Ab 09/2016 stößt der Infraschall der Pfaffengrüner aus einer anderen Richtung dazu und schon ist die Körperschall-Suppe gerührt.

Ich stelle gern mein Haus für Messungen zur Verfügung für den der es schafft alle drei WEA Standorte in der Zeit vorübergehend abzuschalten.

Nebenbei: in Aue / Sachs. wurde 02/2016 über ein mysteriöses Brummen in der Presse berichtet.
Von Aue aus stehen die Schwachwindanlagen Thierfeld 11km und Lippoldsruh (Inbetriebnahme 12/2015) 15km entfernt. Ich denke so mysteriös dürfte das dort auch nicht unbedingt sein.

Wer in mind. 30km Umkreis (Luftlinie!!) Windkraftanlagen stehen hat sollte als Brummton-Ursachen-suchender unbedingt den super Vortrag von Dr. Eckhard Kuck abarbeiten:

https://www.youtube.com/watch?v=9MJOFxxiuJg

Dr.med. Eckard Kuck brilliert zudem in dem Faktencheck -Ausbreitung und Messung von Infraschall durch Windenergie-:

https://www.energieland.hessen.de/expertenhearing_infraschall

im Teil 1 kann man sich selbst eine Meinung bilden in wie weit überhaupt an Tieffrequenz/Infraschall geforscht wird/wurde.
Achselzucken der "Experten" auf der rechten Seite bei lästig relevanten Fragen.
Der Faktencheck ist 2 Jahre alt, ich würde mich nicht wundern wenn bis zum heutigen Tag keine neueren Forschungsergebnisse bekannt sind.
Wer sollte auch, außer ein paar Brummern, wirklich zur Zeit Interesse daran haben?

Um herausfinden ob ohne äußere Einflüsse der Brumm im Körper-inneren entsteht empfehle ich einen Urlaub in der Sächsischen Schweiz.
Ich war 6 Tage oberhalb Bad-Schandau da brummt max. mal ein Dampfer auf der Elbe sonst nichts. Meine Erklärung: Sächsische Schweiz ist noch Windkraft frei.

Vielen Dank an den mich bestätigenden ausführlichen Bericht von Sven Johannsen, und auch an Brumm_Baer, der auch mich, als vielleicht hitziges Brumm-greenhorn, liebevoll an seine Seite nimmt :-)
@Brumm_Baer: 2001 wurde durch die EEG der WEA Ausbau vorangetrieben, ist das nicht das Jahr seitdem der Brummton verstärkt in D auftritt?

Ich melde mich wieder wenn ich die Turbinen abgeschaltet habe;-)
Vielleicht entferne ich in meinem Eigenheim auch die Dachdämmung. Echt der Wahnsinn.
viele Grüße aus dem Erzgebirge


Zuletzt bearbeitet: 19.10.16 16:53 von entchen


Hallo entchen,

ein schön beschriebener Zwischenbericht kann ich da nur sagen!
Mit einigen der Vermutungen liegt man hier jedoch dann nur teilweise richtig, bzw. das eigentliche Problem ist dort (fachlich) etwas komplexer als von der Betroffenen dort in diesem Zwischenbericht hier angenommen...
Auch die beschriebenen Symptome passen zu nahezu zu 100% zu vibra-/akustischer Infraschall-Symptomatiken Betroffener und der Immissionsquelle WEA.

Mit Eckhard Kuck als Arzt und ausgewiesenem Fachmann auf dem Gebiet, arbeite ich u. A. schon seit längerem eng zusammen und wir sind hier befreundet und tauschen uns (fachlich) regelmäßig aus.
Der Faktencheck zu dem Thema aus Hessen, ist jedoch nur ein schlechter Abklatsch (mit hier so gut wie keinen relevanten Fakten) einer fachlich sehr interessanten Sitzung des Landes in Wiesbaden. Die wirklich Fakten, die ich hier u.A. auch für Eckhard Kuck und Dr, med. Tom Stiller, sowie den Ing. Bernd Töpperwien selbst mit für dieses Experten-Meetin seinerzeit extra fachlich mit ausgearbeitet und dort zugetragen hatte und welche von den Dreien in Wiesbaden fachlich excelent (als die eigenlichen dort eintig anwesenen "wirklichen" Fachleute) vorgetragen wurde, tauchten dann später im von Land Hessen veröffentlichten Faktencheck GAR NICHT MEHR AUF! Ein Schelm, der hier Böses oder gar Absicht dann dort den Veranstaltern unterstellen will ;-)
Ich kann die Vorträge und Infos von Eckhard Kuck (im Internet) daher nur ebenso wärmstens emfehlen, allen Betroffenen sich einmal anzuschauen. Der fachliche LAIE (und Betroffene) versteht so ggfs. schneller die Zusammenhänge und eigentlichen Probleme (durch Verharmlosung), die wir in Deutschland dazu (leider) haben.
In dem Fall von "entchen" brauche ich sicher auch daher noch nicht einmal ein Messung, um relativ treffsicher sagen und feststellen zu können, dass hier die WEA zu 99% das ursächliche Problem (und Auslöser) des ganzen Übels sind und natürlich weitergend dann auch die Dauer der Exposition (Einwirkungszeit und ggfs. schon latent vorhanden Sensiblisierung der OHC bei entchen). Eine fachgerechte und recht aufwendige ( + sehr teure) Messung würde dieses so dann jedoch sicher auch noch faktisch zu 100% belegen. Aber wie schon gesagt und meinerseits geschrieben, halte ich dieses in dem Fall noch nicht einmal für unbedingt notwendig.
Bevor die Belästigung und Schädigung der OHC´s jedoch irreversibel wird, kann man entchen eigentlich nur raten von dort (wenn möglich) - im besten Fall - fortzuziehen und sich so dem Problem und der gesundheitlichen Beeiträchtigung zu entziehen.
Ansonsten danke ich entchen an dieser Stelle für den sicher ganz interessant gechriebenen Zwischenbericht, aus meiner Richtung.



wegziehen aus meinem Eigenheim? vor allem wohin in D? Laut ist es ja nicht, aber halt extrem nervend.
Ich habe hier in der Umgebung schon eine Schutzzohne wie nur selten in Deutschland. Wir hätten sonst auch schon mehrere Schwachwindanlagen stehen. Bei uns wird die Pest zur Zeit noch mit der Colera abgehalten. (Colera= DFS SRE-M RadarAnlage) Die beanspruchen 15km Windkraftfrei. So glücklich wie seit kurzem war ich noch nie so ein Funkfeuer auf dem Berg nebenan zu haben.

Ich stelle fest das hier im Forum der Infraschall von Windkraftanlagen als !primärer! Brummverursacher nicht unbedingt gern favoritisiert wird, sei es aus Unkenntnis von möglicher Schallausbreitung oder falscher Betrachtung der Zusammenhänge und alle rennen wie aufgescheuchte Hühner zwecks Ursachenfindung umher.
Erheblicher Aufklärungsbedarf zum Thema Infraschall besteht definitiv.



Hallo entchen,

"by the way"..., technische Infra- und Köperschall-Erzeuger sind beileibe NICHT NUR "moderne" Windkraftanlagen! Aus diesem Bereich liegen jedoch (leider) die meisten gesicherten Erkenntniss zu Problemfällen und (Brummton-)Leidenden derzeit vor. Anhand von diversen forensisch, investigativen Messungen her, kennen wir jedoch auch genügend andere Emissions-Erzeuger und diese stehen ggfs. manchmal sehr weit entfernt vom Wohnort der Betroffenen. Es gibt hier einzelne gut wissenschaftlich dokumtierte Fälle, in denen die Immission in über 125 km Entfernung ausgelöst wurde. Aber klar, das ist so sicher auch nicht immer "die Regel", dass die Quelle des Übels dann in solchen Entfernung zu suchen ist. FAKT ist jedoch in fast allen (unserer Brummton-Betroffenen, für die wir bis dato schon tätig waren) Fällen steckte eine technische Quelle hinter den Problemenen und die war dann zu 99% auch meist (unserseits) ortbar und identifizierbar. Leider nicht immer gelingt es dann jedoch den Betroffenen (wenn Sie den Grund des Übels dann kennen)sich auch juristisch hier wehren und durchsetzten zu können. Da wir dieses wissen, ist dann die Alternative und unser Rat meist eben nur: "wegzuziehen", wenn der/die Betroffene (oder Leidende) seine Gesundheit (IHC´s und vor allem die OHC´s im Innenohr) nicht auf Dauer irreversibel schädigen möchte, mit all den weiteren (gesundheitlichen) Folgen die hier dann eintreten können.

Nur: SICHERE ORTE, wie Du schreibst, gibt es in Deutschland (auf Grund der Landesgröße) eigentlich nirgendwo!
Dann passiert zudem auch in unserer Umwelt (wie z.B.: partielle Erdmagnetfeldabschwächungen und eine hier MÖGLICHE Pol-Umkehr, mit all Ihren auch für den Menschen negativen Folgen) weltweit, derzeit so viel ... dass sich SICHER NICHT für ALLES immer ein Patentrezept gibt.

Wie Isaac Newton schon sagte: "Was wir wissen, ist ein Tropfen, was wir nicht wissen, ein Ozean".



Hallo Sven Johannsen!
Du schreibst zu (Brummton-)Leidenden:
„in denen die Immission in über 125 km Entfernung ausgelöst wurde.“
Das fällt mir schwer zu glauben.

Du winkst auch (wie der Kopp-Verlag) mit dem gar fürchterlichen Polsprung:
http://www.focus.de/wissen/natur/geowissenschaft/tid-19780/magnetfeld-der-erde-die-schleichende-umkehr_aid_549980.html
Bitte Seite 3 lesen und sich zurücklehnen ;-)
Nette Grüße vom Brummbär



Ich möchte mir hiermit noch einmal ganz herzlich bedanken bei Sven Johannsen alias Umweltmessung für die in meinen Augen sehr kompetente fachliche Unterstützung und bei Brumm_Baer für die Bereitstellung der Plattform.
Die Ursache für meinen Brumm steht für mich zu mindestens 95% fest. Sollte sich daran wieder Erwarten grundlegendes ändern werde ich es hier schreiben.

Nochmal zum Abschluss die Kurzfassung der Fakten:

-Ich höre mal ein ganz leises, manchmal auch etwas lauteres ca. 15 bis max. 39 penetranten Schwingungen pro Minute moduliertes 31 -40Hz Brummen im Haus vom Keller bis zum Dachboden. Zeitweise ist das Brummen auch nicht vorhanden.
-Ich gehe mit relativer Sicherheit davon aus das mindestens eine von dreien, im Umkreis von 20km bis 28km Luftlinie entfernten Schwachwind-WEA Standorten der Verursacher ist.
-Ich sehe durch natürliche Hindernisse keines der Windräder.
-Der Brummton führt bei mir zu Schlafstörungen.
-Ich habe angefangen NACH einsetzen des Brummens zu recherchieren ->Nocebo Effekt ausgeschlossen

Sollten sich weitere Betroffene aus meiner Umgebung melden wäre für mich Sven Johanssen eine Option um vielleicht Maßnahmen ergreifen zu können.
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Da in einem anderen Tread eine Diskussion gerade anzulaufen versucht wie weit Infraschall sich ausbreitet, hier noch als Abschluß von mir eine von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe veröffentliche Feldmessung:

http://www.bgr.bund.de/DE/Themen/Erdbeben-Gefaehrdungsanalysen/Seismologie/Kernwaffenteststopp/Verifikation/Infraschall/Quellen_Phaenomene/Feldmessungen/windkraftanlagen.html

Extrakt daraus:
An Hand der theoretischen Abschätzung zeigt sich, dass die Schallemission moderner und großer Windkraftanlagen mit Leistungen von mehr als 600 kW bei etwa 1 Hz Reichweiten von über 10 km hat. Diese Entfernung steigt im Falle von Windparks auf ein Vielfaches.


Zuletzt bearbeitet: 24.10.16 02:36 von entchen


Hallo Brummbär,

wie ich schon schrieb, gibt es gute und anerkannte wissenschaftliche Veröffentlichung dazu (zu den 125 km).
So wurde in "Volume 20, 2013", http//:acousticalsociety.org
(der renomierten Amerikanischen Akustischen Gesellschaft),
eine wissenschaftliche Dokumentation (vom 166. Meeting der Gesellschaft in San Franzisco, Kalifornien, vom 02. bis 06.Dezember 2013)hier im Nachgang der Konferenz veröffentlicht,
die dort genau beschreibt, wie und wo die 125 km-Messung stattgefunden hat und was festgesellt werden konnte! Der Messungsausführende seinerzeit war dort der kanadische Top-Akustiker "Andy Metelka" und die Veröffentlichung stammt von Ihm und Kevin A. Dooely. einem der Top amerikanischen Akustiker (der aus dem Luft- und Raumfahrtbereich kommt). Mit Andy Metelka tausche ich mich auf freunschaftlicher Ebene (da Er mit den selben Geräten misst wie unsere Firma) regelmässig fachlich aus. Wen diese Studie und Messung interessiert (und wer dieses ggfs. immer noch nicht glauben sollte), der kann und darf mich gerne "per direkter EMail" kontaktieren und ich werde Ihm die Studie und Veröffentlichung dann sehr gerne übermitteln!

Mit den Koop-Verlag habe ich jedoch rein gar nichts am Hut und lese hier daher auch nichts von denen. Mit dieser Vermutung (einer ggfs. Verschwörungstheorie) liegst Du also total falsch!
Selbst im öffentlich rechlichen Fernsehen wurde vor ein paar Tagen erst über die Änderungen des Erdmagnetfeldes und von (in der Vegangenheit stattgefundenen) Polsprüngen berichet und dass man aktuell festgestellt hat, dass wir uns in so einer Polsprungphase gerade befinden, bzw. alle aktuellen Zeichen darauf deuten und das ein Polsprung (anders als vorher gedacht) nachweislich i.d.R: wohl sehr schnell von statten geht (...in wenigen Jahren). Diese war zudem auch "nur" EIN von mir benannntes Beispiel dafür, dass wir sehr viele Aspekte (in der Umwelt) kennen und derzeit u. U. mit berücksichtigen müssen. Ich hätte hier auch genauso gut, die in den letzten Montaten (bis zu 2 Jahren) verstärkte Erdebenaktivität des Rheingrabens (mit vielen kleinen Hotspots in räumlicher Nähe zu Darmstadt)als Beispiel benennen können, oder die massiveren Klimaschwankungen mit der Zunahme von Extremwetter-Phänomenen auch bei uns in Deutschland (...wobei es im Mittel hier jedoch es gar nicht so gravierend zu sein schneint ;-)
Es kommt also auch bei Brummtönen (Betroffener) auf relativ viele Fakten (drumherum) an und dieses wollte ich so zum Ausdruck bringen, nicht mehr aber auch nicht weniger...
In eine Verschwörer-Ecke und zur Verbreitung von NICHT-wissenschaftlichen Inhalten und Theorien gestellt zu werden,
missfeld mir sehr :-(
Man kann vieles anzweifeln, jedoch sicherlich KEINE eindeutigen und nicht widerlegbaren Fakten und von denen spreche und schreibe ich hier meinerseits, wenn ich mich zu irgend einem Forum-Beitrag meinerseits äussere.
Jeder der dazu Bedenken hegt oder Zweifel hat, darf und kann sich jedezeit dann bei mir "direkt" melden und ich werde dann
"hier" detailierter gerne fachlich Rede und Anwort stehen. Mir liegt es jedoch fern mich in einem Forum, profilieren zu wollen "und zu müssen".
Auch mit Brummbär hatte ich mich "direkt" schon intensivst hier auf privater Schiene ausgetauscht, aber Er scheint meinen Argumenten immer noch keinen Glauben schenken zu wollen ;-)

Ich selber bin ab heute Abend (bis einschl. 08.11.) auf einem Forschungsprojekt unserer Firma in Spanien und kann daher erst nach dem 08.11. auf mögliche Komentare wieder antworten!
Hoffe aber, dass dieser Beitrag schon einiges klarstellt und auch Brummbärs Zweifel evtl. beseitigt.



Hallo Sven Johannsen!
Darf ich erstmal das vielleicht Peinliche abklären? Du hast, vielleicht eher nebenbei, auf die Sache mit dem Polsprung hingewiesen. Dieser wurde dramatisiert (nicht von dir!), aber u.a. in einer sehr großen Boulevard-Zeitung als auch vom K-Verlag, der nicht meine (und nicht deine) Kragenweite ist. Ich habe das mit einem Link zur Versachlichung ergänzt. Jede Absicht, dich in die Nähe dieser Firma oder in die Verschwörer-Ecke zu stellen, liegt mir fern. Sorry für das unbeabsichtigte Missverständnis. Ich hätte mindestens einen Smiley setzen müssen.
Friedenspfeife?
Und jetzt zu den 125km. Bezweifle ich ja gar nicht, dass man das messen kann, höchstwertiges und fast unbezahlbares Equipment vorausgesetzt. Eben der Sack Reis, der in China umkippt, heutzutage aber wahrgenommen / gemessen werden kann. Wobei offen bleibt, ob der Sack mir auf die Entfernung viel tut ;-).
Ich komme auch bestens klar mit deiner Erklärung für den Brummton.
(Einschub, da sich das nicht im Forum findet: Mit Sven Johannsen als Fachmann gab es einen sehr ausführlichen und freundlich-sachlichen Austausch per PM. Die von Sven Johannsen zitierte Fachwelt geht davon aus, dass Infraschall die „Hörhärchen“ im Innenohr schädigen kann mit der Folge, dass Betroffene Brummtöne hören, die es real nicht gibt. Dies kann zu chronischen Folgen führen: Betroffene hören diese Brummtöne auch dann noch, wenn kein Infraschall sie verfolgt.) Das halte ich für schlüssig, jedenfalls ist da „mehr Butter bei die Fische“ als bei allen Mobilfunk-Verdächtigungen. Auf mich könnte das zutreffen, wobei ich aber keinen Verursacher verdächtige, denn Windräder kenne ich nur aus dem Urlaub in Norddeutschland.)
Mein Problem bisher: Sven Johannsen schreibt sich mit mir ausführlich, aber ohne Links. Und ich möchte gerne Original-Quellen lesen dürfen, bevor ich was glaube. Auch heute reicht mir der Hinweis auf die renommierte Amerikanische Akustische Gesellschaft eben leider nicht. Ich habe jetzt zwei Stunden im Netz gesucht, konnte die Quelle bei http//:acousticalsociety.org mit den 125km aber nicht finden.
Aber ich brauche Svens freundliches Angebot, ihn per Mail zu kontakten, nicht mehr annehmen.
Es gibt hier
http://www.eike-klima-energie.eu/energie-anzeige/offizielle-schallmessungen-von-windraedern-ein-skandal/
ein Schreiben von ihm, veröffentlicht von EIKE - Europäisches Institut für Klima und Energie. Sehr lesenswert und sehr aufschlussreich!
Und da findet sich sogar der von mir gesuchte und von ihm freundlich angebotene Link:
http://www.eike-klima-energie.eu/uploads/media/Metelka-Messung.pdf
Das Fach-Englisch/Amerikanisch ist vielleicht nicht jedem in die Wiege gelegt. Trotzdem lässt sich dort die 125km-Sache finden. Aus meiner laienhaften Sicht als Zeichen dafür, was heute messtechnisch möglich ist.
Nette Grüße
vom Brummbär



Hallo Brummbär,

Entschuldigung bzw. Erklärung von Dir (aus dem 1. Teil deines letzten Forum-Beitrages) "wird meinerseits gerne angenommen".
Die Friedenspfeife (bei mir) raucht daher auch schon kräftig ;-)

Bei deinen nachfolgenden Ausführungen gehe ich hier mit Dir jedoch leider nicht dacor! Der Reissack in China, ist ein merklich schlechtes und so sicher nicht zutreffendes Beispiel...,
ebenso wie dass diese Belastungen dann nur mit hochentwickelten Messgeräten messbar ist, medizinisch phatogen gesprochen jedoch so wohl nicht mehr relevant sei! Hier gibt es klare und deutliche int. wissenschaftliche Studienerkenntnisse (unter Anderem auch von uns selber), dass dem ebenso NICHT so ist!!!
Zu Schädigungen der OHC´s und auch IHC´s im Innenohr, kommt es nämlich auch schon bei sehr geringen Belastungen (im Bereich des technisch erzeugten Infraschalls, jedoch NICHT so beim natürliche vorkommenden Infraschall). Hier ist allein "die Dauer" der Einwirkung das entscheidende Kriterium für mögliche gsundheitliche Schädigungen, aber nicht die Stärke (in dB) der messbaren Frequenz! Das ist so ein unbestreitbarer Fakt, nur so manche bundesdeutschen Behörden (wie Umweltämtern) fehlt es anscheinend in dem Bereich an dem nötigen Fachwissen :-(
Diese Belastungen können soagr hier weit unter der humanbiologischen Warnehmungsschelle liegen und trotzdem gesundheitlich (ja hier sogar: irreversibel) den Menschen schädigen! Es gibt dort u. A. sehr interessante Versuche mit Mäusen, denen die OHC´s gentechnisch von Geburt an weggezuüchtet wurden und die dann "von Geburt" an einen Brummton (nachweislich) hören der so auch nicht mehr abschaltbar ist! Wir (also ich) vermuten nicht, sondern "wir Wissen..." und das ist schon ein gravierender Unterschied.
Unsere Firma hat (alleine in dem Bereich) Zugriff auf über 900 internationale wissenschaftliche Studien, die Alle meine bisher so getroffenen Aussagen auch faktisch belegen können!
Ich hatte zudem mehrfach JEDERMANN in diesem Forum angeboten,
bei persönlichen Bedarf und auf direkte Nachfrage bei mir, die
passenden Studien(zu meinen entsprechenden Aussagen) JEDERZEIT dann auch per Email zu zumailen. Das ich sowas nicht pauschal (komplett) in einem Betroffenen-Forum hier einstelle und hnderte von Gigabyte irgenwo hochlade, möge man mir nachsehen, aber dafür fehlt mir in 1. Linie die Zeit und ich kann bisher hier auch nicht erkennen (leider), dass meine Beiträge "bisher" besonders ernst genommen werden. Auch sind viele dieser Studien und Veröffentlichungen für einen Laien zudem sicher nur schwer zu verstehen und nachzuvollziehen und für einige dieser Papiere haben soagr wir erst einmal richtig gut Geld bezahlen müssen, um da überhaupt ranzukommen ;-)
Das Brummbär direkt selber in und bei der Amerikanischen Akustischen Gesellschaft nicht fündig geworden ist, verwundert mich nicht, denn die Studien dort können (wie fast überall wo seriöse Studien veröffentlicht werden) nur Mitglieder dort über einen dann internen Zugange downloaden! Aus diesem Grund finder man sowas auch nicht mal so schnell und einfach über Google ;-). Ein kurzer Anruf bei mir, oder eine direkte Email an mich..., hätte hier schon ausgelangt und ich hätte Brummbär die Studie dann zugemailt. Ich hatte Brummbär hier vor ein paar Tagen (über das Forum) eine sehr lange private Nachricht geschickt und von der kam dann (lt. seiner Aussage) auch nur die Hälfte (oder noch weniger) bei Ihm an. Warum soll ich mir also die Arbeit (weiterhin) dann in diesem Forum machen und "viel meiner privat recht wenigen Zeit" investieren, wenn man noch nicht einmal längere private Nachrichten und Infos Jemanden zusenden kann. In dem Fall hatte ich dann über 3 Std. meiner Zeit so gut wie für Umsonst geopfert :-(
Auch kann ich mir leider nicht alle Links die andere Seiten und Organistionen auf wichtige Dinge mal gesetzt haben, merken bzw. habe diese (gerade wenn solche Veröffentlichungen wie im Fall meines Beitrags für Prof. Dr. Lüdecke von EIKE, der hier schon Monate zurück liegt) permanent merken! Aber Brummbär ist ja nun auch so fündig geworden :-)

Leider muss ich mich nun auf den Weg zum Airpark Baden machen, da ich ab Morgen dann für 14 Tage in Spanien verweilen werden ;-), sonst hätte ich hier "gerne" noch wesentlich mehr geschrieben.

Viele Grüße
Sven Johannsen
Alias: Umweltmessung



>>>...
Zu Schädigungen der OHC´s und auch IHC´s im Innenohr, kommt es nämlich auch schon bei sehr geringen Belastungen (im Bereich des technisch erzeugten Infraschalls, jedoch NICHT so beim natürliche vorkommenden Infraschall). Hier ist allein "die Dauer" der Einwirkung das entscheidende Kriterium für mögliche gsundheitliche Schädigungen, aber nicht die Stärke (in dB) der messbaren Frequenz! Das ist so ein unbestreitbarer Fakt, nur so manche bundesdeutschen Behörden (wie Umweltämtern) fehlt es anscheinend in dem Bereich an dem nötigen Fachwissen :-(
Diese Belastungen können soagr hier weit unter der humanbiologischen Warnehmungsschelle liegen und trotzdem gesundheitlich (ja hier sogar: irreversibel) den Menschen schädigen! Es gibt dort u. A. sehr interessante Versuche mit Mäusen, denen die OHC´s gentechnisch von Geburt an weggezuüchtet wurden und die dann "von Geburt" an einen Brummton (nachweislich) hören der so auch nicht mehr abschaltbar ist! Wir (also ich) vermuten nicht, sondern "wir Wissen..." und das ist schon ein gravierender Unterschied.
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So wie ich das sehe, hört nur ein wirklich kleiner Teil von uns den Brummton PERMANENT möglicherweise
verursacht durch geschädigte OHC oder IHC Härhärchen.
Diese Personen wären dann Anwärter auf BrummBärs "Phantomtöne".

Wie es aber zumeist so ist, hat eine Erscheinung / Phänomen häufig völlig unterschiedliche Ursachen und noch schlimmer, "multikausale" / Mehrfachursachen, welche sich auch noch gegenseitig fördern oder abschwächen können.
Ein einfaches Denken ist - trotz Ockams Messer - nicht immer angeraten.
So zum Beispiel:

Es gibt einige Brummtonhörer, welche mit einem sehr guten Sennheiser Anti-Noise-Control ihren Brummton stark reduzieren können oder sogar abschalten können. (Das geht aber wirklich nur mit den über 500€ teuren Geräten). Das ist dann aber keineswegs ein Phantomton, denn der ANC Algorithmus des Kopfhörers muss dann da etwas "gehört" haben.

Oder aber:
Bei sehr vielen Personen ist es jedoch so, dass Brummtöne nur zu bestimmten Zeiten allerdings nicht exakt reproduzierbar gehört werden.
Zumeist wird der Brummton in den späten Nacht- und den frühen Morgenstunden gehört. Das ist bei mir auch unabhängig davon ob ich mich im Bett befinde oder aber ob ich nacht arbeite (zeitweilige Schichten).
Oder aber wird der Brummton in den Sommermonaten (weniger Wind?) überhaupt nicht gehört.

Hier muss dies eine andere - externe - am Erscheinungsbild beteiligte Ursache haben. Ich sage bewußt BETEILIGTE Ursache, weil es garantiert nicht die einzige Teilursache ist. Dazu vermute auch ich eine dedizierte körperliche Eigenschaft, welche dazu führt. Möglicherweise führen diese geschädigten Härchen zu einem sensiblern Tieftonhören. Zum Beispiel ...

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Ins Gesicht gesagte Wahrheiten gelangen selten bis zu den Ohren.

Franz Christoph Schiermeyer (1952-)

Zuletzt bearbeitet: 25.10.16 11:37 von yewie56
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