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Thema: Gehörschädigende Stoffe in Haarpflegeprodukten?


Je länger ich darüber nachdenke, desto überzeugter bin ich davon, dass bei mir das Brummen im Ohr durch irgendwelche Substanzen in Haargel bzw. neuen Textilien verursacht wurde.

Im Abstand mehrerer Wochen hatte ich nacheinander drei Mal auf der linken Seite ein Brummen/Vibrieren im Ohr, das zwischen einer und drei Wochen anhielt.

Bei mir war es so, dass im Ohr permanent irgendwas zu vibrieren schien, angeregt durch eigentlich nicht besonders auffällige, mit dem gesunden Ohr kaum wahrnehmbare bzw. nicht wirklich störende brummende Geräusche oder Rauschen aus der Umgebung (hier das Dauerrauschen einer in Sichtweite gelegenen viel befahrenen Autobahn). Nur solange ich den Gehörgang mit einem Finger möglichst dicht verschloss, war das Brummen/Vibrieren weg – ein Wattepfropf bzw. Ohrstöpsel reichte dazu nicht aus. Sobald das Ohr wieder frei war, war auch das Brummen wieder da.

Zwei Mal brachte ich das Brummen mit der Anwendung eines neuen Haargels und das dritte Mal mit dem mehrmaligen Anlegen einer neuen ungewaschenen Küchenschürze in Verbindung.

Beim ersten Mal verwendete ich ein neues Haargel über einen Zeitraum von ca. 10 Tagen in ungewohnt großer Menge und Häufigkeit. Es brummte in dem einen Ohr zeitweise so stark, dass vom Gefühl der ganze Kopf vibrierte. Dann erst kam der Verdacht auf, dass ein Zusammenhang zwischen der Anwendung des Haargels und dem Ohrbrummen bestehen könnte. Nach einer Haarwäsche und weglassen des Haargels wurde das Brummen kontinuierlich schwächer und verschwand nach ca. 2 Wochen vollständig.

Beim zweiten Mal probierte ich ein Haargel einer anderen Marke aus, das ich nur einmal anwendete. Diesmal war das Brummen nicht so intensiv und verschwand nach knapp einer Woche wieder.

Vorher benutzte ich selten bis nie Haargel (und wenn, dann nur in Minimengen); neue Kleidungsstücke wasche ich normalerweise vor dem ersten Tragen. Deswegen grenzte ich meinen Verdacht auch mehr oder weniger schnell auf diese beiden Sachen ein.
Jedes Mal hat das Brummen nach einigen Tagen stetig nachgelassen und schließlich wieder komplett aufgehört, nachdem ich das in Verdacht geratene Produkt weggelassen habe.

Das Ganze kann doch kein zufälliges Zusammentreffen mit anderen Faktoren mehr gewesen sein?
Seit ich kein gekauftes Haargel mehr verwende, hat es im Ohr auch nicht wieder zu Brummen angefangen.

Es klingt für mich auch logisch: Wenn im Haargel oder im Nackenriemen einer Küchenschürze irgendwelche gehörschädigenden Substanzen enthalten waren, dann könnten sie auch über die Haut aufgenommen worden sein, und durch die enge räumliche Nähe zu den empfindlichen Hörorganen, dort auch direkt ihre schädigende Wirkung entfaltet haben. Dass in neuer Kleidung jede Menge nicht gerade gesundheitsfördernde Stoffe enthalten sein können ist ja bekannt, von Haargel hätte ich das allerdings nicht erwartet.

Was meiner Meinung nach auch für die Schadstofftheorie spricht, ist, dass Haarpflegeprodukte üblicherweise lange genug auf dem Kopf bleiben, so dass eine Aufnahme von evtl. darin enthaltenen Schadstoffen über die Kopfhaut prinzipiell möglich wäre.
In meinem Fall passt auch alles zusammen: Das Auftreten, die Dauer und die Intensität meiner Beschwerden stand direkt mit der Menge bzw. Anwendungshäufigkeit/-dauer des Haargels in Verbindung.
Auch der kontinuierliche Heilungsverlauf spricht dafür: Wenn Teile des Innenohrs durch irgendwelche über die Kopfhaut aufgenommenen Substanzen beeinträchtigt wurden, sind 1-2 Wochen ein plausibler Zeitraum für den Abbau von Schadstoffen im Körper und die Regeneration des Gehörs.

Was gegen eine Schadstofftheorie spricht, ist die Tatsache, dass Probleme mit dem Gehör viel häufiger und bei einem größeren Personenkreis auftreten müssten. Ein Zusammenhang wäre doch sicher schon mal jemandem aufgefallen? Bestandteile von Körperpflegeprodukte müssen doch auch dermatologisch getestet und zugelassen sein, oder? Welcher Bestandteil von Haarpflegeprodukten sollte denn auch diese schädigende Wirkung haben? Und könnte dieser denn überhaupt über die Haut aufgenommen werden und eine derartige Beeinträchtigung des Gehörs bewirken?
Okay, möglich wäre natürlich, dass nicht jeder gleichermaßen darauf reagiert. Außerdem gibt es ja zig verschiedene Typen/Marken mit unterschiedlicher Zusammensetzung, es muss ja nicht jedes diese Wirkung haben.
Vielleicht besteht auch ein Zusammenhang mit dem verwendeten Shampoo mit dem ich meine Haare wasche, da bestimmte Tenside die Haut durchlässiger für Schadstoffe machen können? Mit dem Shampoo alleine hatte ich allerdings noch nie Probleme, das benutze ich schon seit Jahren und verwende es auch weiterhin

Um sicherzugehen, dass tatsächlich das Haargel die Ursache war, müsste ich es einfach noch mal auftragen. Das traue ich mich im Moment ehrlich gesagt nicht, denn das Brummen im Ohr war schrecklich, und das möchte ich nicht nochmal haben.

Vielleicht hat hier ja irgendjemand eine Idee dazu, ob an meiner Schadstofftheorie was dran sein könnte?



Hallo Batian,

ich finde deine Vermutung hier etwas "weit hergeholt" und glaube daher weniger an diese Theorie!!!
Ich weiss allerdings ja nicht WAS für Haarwax und Textilien (wie Waschpulver) Du hier benutzt, bzw. was für chemische Substanzen oder Zusätze dann dort drinn setzt (oder Du hier ggfs. dort zufügst ;-)! Evtl. hast Du hier dort dann ja ggfs. "psychoaktive Substanzen" Dir in die Haare geschmiert :-)
Die wirken dann nämlich u. U. ggfs. schon so ..., wie Du es hier beschreibst. Falls Du dieses jedoch ausschliessen kannst..., ist deine Vermutung dazu sehr schnell vom Tisch
und eher schon lachhaft, als ernst zu nehmen.

Beste Grüße - umweltmessung -



@ umweltmessung

In welcher Art und Weise bist du vom Brummton betroffen?
Wie äußert bzw. äußerte sich bei dir der Brummton?



Hallo Batian,

ich habe fast täglich (beruflich) mit Brummton-Betroffenen zu tun und forsche in diesem Bereich zudem seit nun fast 20 Jahren (im internationalen Verbund und Ebene)!

Ich selbst bin jedoch KEIN Brummton-Betroffener.

Mein derzeitiges Hauptgebiet liegt bei gutachterlichen MESSUNGEN in dem Bereich und da sind wir (meine Firma) zudem "recht erfolgreich".

BG - umweltmessung -



Ich bin nicht vom Fach, aber aufgrund meiner eigenen Beobachtungen und Rückschlüsse bin ich darauf gekommen, mal einen schnellen Blick auf den Bereich der Ototoxizität zu werfen. Das scheint ein weites Feld zu sein, wo noch viele Mechanismen nicht ansatzweise geklärt sind.

Je tiefer ich mich in diese Thematik einarbeite, desto weniger abwegig finde ich meine Schadstoffhypothese.

Es gibt eine Menge bereits bekannter gehörschädigender Substanzen (Ototoxine), wobei es hier vor allem um irreversible Gehörschädigungen wie Schwerhörigkeit, Taubheit und Gleichgewichtsstörungen geht. Darunter sind auch einige Medikamente (z. B. Antibiotika, Schmerzmittel), bei denen dann auch die Ototoxizität als Nebenwirkung ausgewiesen sein muss.

Allein die Tatsache, dass ganz allgemein Nebenwirkungen bei Medikamenten von sehr häufig bis sehr selten auftreten können, zeigt doch schon, dass erwiesener Maßen ein und dieselbe Substanz auf jeden Mensch anders, unter Umständen eben auch unerwünscht schädigend wirken kann.

Aus wissenschaftlicher Sicht wäre es also möglich dass auch nur einer von 1 Millionen Menschen z. B. nach dem Genuss der fiktiven Substanz Batiantin ein Brummen im Ohr verspürt. Sofern das dann auch wieder schnell vergeht, und wahrscheinlich die meisten von Batiantin noch nicht mal was gehört haben, wäre es natürlich irgendwie lächerlich vor dem Verzehr von Batiantin zu warnen. Wenn jetzt aber Batiantin ein zunehmend Verwendung findender Zusatz in verschiedenen Produkten wäre und mehr als einer von 10.000 Menschen diese Symptome nach dem Genuss von Batiantin hätte und das nicht mehr weggehen würde, dann würde es doch durchaus Sinn machen, dem mal näher nachzugehen und vor dem Genuss von Batiantin zu warnen?

Als ich von dem Brummen im Ohr betroffen war, traf ich auf eine allgemeine Rat- und Hilflosigkeit. Nur durch eine vage Vermutung bin ich auf etwas gestoßen, was die Ursache sein könnte und habe so das lästige Ohrgeräusch bei mir nach kurzer Zeit zum Verstummen gebracht.


Offensichtlich werden gerne auch zwei verschiedene Brummton-Phänomene miteinander vermischt: Ein rein externes Brummen und ein Brummen bzw. Vibrieren im Innenohr:

1. Ein rein externes Brummen lässt sich am einfachsten daran erkennen, dass es sich orten lässt. Wenn es sich um Geräusche nahe an der Hörschwelle handelt, ist das ohne technisches Gerät sicher nicht einfach, aber prinzipiell möglich. Ein Kennzeichen für rein externes Brummen ist auch, dass man es ortsabhängig unterschiedlich stark wahrnimmt oder bei Drehung des Kopfes mal auf dem einen, dann wieder dem anderen Ohr deutlicher wahrnehmen kann.
Aber eines ist sicher: Wenn man es selber hören kann, dann sind dazu mindestens noch ein paar andere Menschen in der Lage.
Zudem haben hörbare Geräusche bei jedem Menschen einen anderen Störfaktor: Den einen treibt es fast in den Wahnsinn, den anderen stört es überhaupt nicht. Das macht das Auffinden der Quelle nicht einfacher.

2. Eine Hörstörung, die als Brummen oder Vibrieren im Ohr wahrgenommen wird, erkennt man daran, dass - außer ebenfalls Betroffene - niemand sonst etwas Vergleichbares hört. Diese Störung scheint oft auch nur einseitig aufzutreten und beruht möglicherweise auf einer ototoxischen Reaktion. Zumindest im Anfangsstadium ist diese Schädigung noch reversibel.
Dabei haben externe gleichmäßige Dauergeräusche (u. U. an oder unter der Hörschwelle) den Effekt, dass sie erst im betroffenen Ohr zu einem deutlich wahrnehmbaren Brummen/Vibrieren führen. Da sich Umgebungsgeräusche mit der Zeit oder einem Ortswechsel ändern können, kann eine orts- oder zeitabhängige Zustandsänderung der Beschwerden eintreten.
Durch dichtes Verschließen des Gehörganges mit einem Finger, kann das Brummen/Vibrieren soweit gemindert werden, dass es nicht mehr wahrgenommen wird.
Die Hörstörung kann so massiv sein, dass sie sich selbst von lauteren Geräuschen kaum mehr überdecken lässt und nahezu überall präsent ist. Sie kann aber auch so schwach ausgeprägt sein, dass sie nur in einer relativ stillen Umgebung spürbar wird.


Ich gehöre vielleicht zu einer Gruppe Menschen, die sensibel auf eine Substanz reagiert, die bei einer bestimmten Personengruppe eine gehörschädigende Wirkung in Form eines Ohrbrummens hat. Dass diese Schädigung nur an einem Ohr auftrat und im Anfangsstadium glücklicherweise reversibel war, muss nicht bedeuten, dass nicht bei längerer Anwendung dauerhaft beidseitige Schäden entstanden wären.
Welche Substanz das genau ist und wo sie noch überall enthalten ist, weiß ich leider nicht. Zumindest muss sie in zwei Haargelsorten enthalten sein.

Wer also unter einem ständigen Brummen/Vibrieren im Ohr leidet, und dem bisher niemand einen nützlichen Tipp geben konnte, wie er sein Leiden los wird, dem kann ich nur empfehlen einfach mal 14 Tage lang darauf zu verzichten, sich irgendwas in die Haare zu schmieren oder anderswo großflächigen Kontakt zur Haut zu verschaffen. Das kostet nichts – im Gegenteil, das spart sogar Geld und verschafft einem einen neuen Look. Wenn sich dadurch nichts ändert, kann man immer noch so weitermachen wie bisher.
Ich bin jedenfalls so meinen Brummton nach kurzer Zeit losgeworden.



Hallo Batian,

ich halte das leider immer noch für etwas weit hergeholt, denn
anonsten hätte ja so gut wie jeder, der dein Haargeel oder Waschpulver kauft "und benutzt", ähnlich Auswirkungen ... wenn deine Vermutung stimmen würde! Ich halte es also eher für einen Zufall, dass mit dem Absetzen der Produkte dein Brummton dann weg war!

Auch Deine Erklärung von externem und internen Brummen (wie hier von Dir beschrieben) kann ich leider so fachlich nicht teilen und muss dieses so sogar als falsch bezeichnen!
Das Ganze ist und verhält sich dort viel komplexer, als Du es beschreibst und vermutest. Ellenlange fachliche Erklärungen an dieser Stelle dazu möchte und werde ich mir hier jedoch ersparen, denn dafür fehlt mir die notwendige Zeit und anderer Stelle in diesem Forum habe ich da sicher auch schon genug dazu (erklärend) bisher gepostet.

Ich möchte aber Niemanden in dem Forum ahbalten, nun versuchsweise mal sein Haargeel und/oder Waschmittel zu wechseln :-) . Die Inhaltsstoffe von Kaufprodukten, sollte man sich jedoch (als Konsument) "immer" vor den Kauf GENAU anschauen und DANN erst zuschlagen, ... als kleiner Rat nebenbei an Dich.

Du kannst dein Haargeel/Schampoo und Waschmittel (das Du hier in Verdacht hast) ja mal spasseshalber in ein geeignetes Labor zur Untersuchung und Analyse geben! Die werden Dir mir Sicherheit dann bestätigen, dass hier nichs drinnen ist ...
was sich (als Substanz) hörbeeinträchtigend auswirken kann.

VG - umweltmessung -



Zitat "Umweltmessung"
ich halte das leider immer noch für etwas weit hergeholt, denn
anonsten hätte ja so gut wie jeder, der dein Haargeel oder Waschpulver kauft "und benutzt", ähnlich Auswirkungen ... wenn deine Vermutung stimmen würde! Ich halte es also eher für einen Zufall, dass mit dem Absetzen der Produkte dein Brummton dann weg war!
Zitat Ende

Das war ja zunächst auch mein stärkstes Gegenargument, dass es viel mehr Leute geben müsste, die in ähnlicher Weise darauf reagieren müssten. Andererseits besteht eben auch die Möglichkeit, dass es sich nur um eine "Verunreinigung" des Haargels mit einer gehörschädigenden Substanz handeln könnte, und nicht um einen wesentlichen Bestandteil. Im übrigen sind auch nicht alle Bestandteile einzeln auf der Verpackung aufgelistet, etwa wenn es um Duftstoffe geht.

Außerdem können Menschen unterschiedlich auf ein und dieselbe Substanz reagieren.

Von Waschpulver war nie die Rede, es ging um "ungewaschene neue Textilien" und die können alles Mögliche enthalten.

Bei der Beschreibung des internen Brummens war hier vor allem mein Brummen gemeint und das hatte offensichtlich keine äußere Ursache. Das habe ich so beschrieben wie ich es wahrgenommen habe. Dass das nicht pauschal für alle Brummton-Geplagten gelten kann, sollte schon alleine aus dem Zusammenhang meines Anliegens hervorgehen. Schließlich habe ich mich mit der Frage, ob mein Brummton durch gehörschädigende Substanzen verursacht worden sein könnte, an das Forum gewandt. Dass ich ein absoluter Laie auf dem Gebiet bin, habe ich bereits angemerkt.

Leider sind deine Antworten zu diesem Thema auch nur sehr vage und wenig hilfreich. Trotzdem schön, dass sich überhaupt jemand gemeldet hat.



Hallo Batian!
Herzlich willkommen im Club!
(Ich habe mit dem Gruß gezögert, weil mir nicht ganz klar war, wie ernst du deine Shampoo- und Neu-Textilien-Sache meinst.)
Und danke für den Begriff „Ototoxizität“! Der ist hier neu …

Ototoxizität bei wikipedia …
https://de.wikipedia.org/wiki/Ototoxizit%C3%A4t
Und in „Pharmazeutische Zeitung“, Fachbeitrag, erschienen in Ausgabe 22/2016
http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=63559

Zitat: „Unter dem Begriff Ototoxizität versteht man die Störung der Funktion des Innenohrs durch Einwirkung von chemischen, biologischen oder physikalischen Noxen. Diese Störung kann reversibel oder irreversibel sein und sowohl das Hörorgan (Cochleotoxizität) als auch das Gleichgewichtsorgan (Vestibulotoxizität) betreffen. Klinische Folgen sind Hörstörungen, Tinnitus und Schwindel.“ Ende Zitat.

Und bei „Tinnitus“ hat es bei mir geklingelt, denn das ist eben mehr als nur das bekannte Pfeifen „im Ohr“.
Das mit den „Physikalischen Noxen“ ist das Thema von unserem Mitglied umweltmessung, Sven Johanssen.
Die Wikipedia und die Pharmazeutische Zeitung beziehen sich nur auf chemische Noxen (Schädiger). Für uns Brummton-Hörer wird das interessant, wenn bestimmte Medikamente konsumiert werden. Wer also dauerhaft bestimmte Pillen schluckt, sollte sich die beiden links mal ansehen und den Beipackzettel seiner Pillenschachtel wieder mal lesen. Möglicherweise gehen hier dem einen oder der anderen die Augen auf!
Was mich schon lange beschäftigt: Die Suche nach dem von außen kommenden lästigen Ton war noch nie erfolgreich. Weder ließ er sich wirklich messen noch aufzeichnen. (Und Erklärungsversuche mit Funk, Mobilfunk und weltweiter Tiefton-Ausbreitung sehe ich heute im Bereich der Esoterik.)
Mit den Beiträgen von Batian (chemische Noxen) und umweltmessung (physikalische Noxen) machen wir hier eine neue Schiene auf.

Meine kurze Zusammenfassung aus den Beiträgen von umweltmessung und aus unserer Korrespondenz.
Der Hör- und Gleichgewichts-Apparat kann geschädigt werden durch diese Noxen („Schädiger“). Umweltmessung liefert als Möglichkeit unbewusst ausgehaltene Infraschallbelastungen (z.B. durch Windmühlen, sein Fachbereich). Die Pharmazeutische Zeitung liefert bestimmte Medikamente mit dieser Wirkung. Wenn die Schädigung eher kurz einwirkt, ist der Schaden (am Gehör) reversibel, bildet sich also von alleine zurück. Bei längerer Einwirkung der Schädigung ist der Schaden irreversibel, also dauerhaft. Folgen sind dann Hörstörungen, Tinnitus und Schwindel.
Zu Tinnitus gehört auch der Tiefton-Tinnitus …
Hallo Sven Johannsen! Du bist in dem Thema viel tiefer drin. Bitte korrigieren oder ergänzen, wenn ich hier total falsch liege oder allzu sehr vereinfacht habe.
Nette Grüße
vom Brummbär



Hallo Brumm_Baer, Hallo Batian,

@Brumm-Baer
Du hast es mit deinen Worten hier recht gut "und auch teffend" umschrieben.
Wie ich Batian dazu jedoch schon schrieb, wären bei seiner Vermutung und bei einer Ototoxizität - auf Grund/Ursache der ggfs. chemischen Relevanz der von Ihm verwendeten Produkte -, es hier ein Problem, das so einige der Nutzer dieser Produkte dann ebenso auch haben müssten! Dieses würde so dann jedoch relativ schnell publik werden und davon habe ich bisher eben noch nie etwas gehört. Das es Substanzen durchaus gibt, die eine Ototoxizität hervorrufen können, ist unumstritten und Fakt. Ich hatte hier (scherzhafter Weise, Batian möge mir das nachsehen) ja schon auf entsprechende Drogen bzw. Substanzen in meiner ersten Antwort an Batian verwiesen...
Um hier eine Aufklärung in dem Bereich letztendlich zu gelangen, bleiben jedoch nur LABORUNTERSUCHUNGEN - und dortige Anlaysen - übrig! Solche Laboruntersuchungen der von Bation benutzen Produkte sind zudem auch nicht teuer und sollte Er daher unbedingt mal in Erwägung ziehen, denn "nur so" wird Er (und das Forum hier) dann nahezu 100% die Vermutung dann als Fakt belegen können!
Bevor ich (im vibra-/akustischen Immissionsbereich) z.B. eine Vermutung oder Verdacht öffentlich äussere, haben wir i.d.R. dann schon durch mindestens "dutzende" Betroffenenmessungen (mit dann immer ähnlichen Ergebnissen) eindeutige Erkenntnisse
auf Daten- und Faktenbasis, VORHER dazu ermittelt ...
Im Fall von Batian und seiner Vermutung, würde dieses sich eben sehr schnell und einfach durch einen Laboruntersuchungsauftrag bestätigen oder auch negieren lassen.
Ich habe mich (am Rande unserer eigenen Forschungen) stückweise auch schon mit dem Thema der Ototoxizität beschäftigt, da ich duchaus selber auch einige wenige Fälle (aus unserem Kunden-/Betroffenen-Kreis) kenne, bei denen duch eine entsprechend eingestellte Medikation (als quaos Nebenwirkung) akustische Einflüsse und Empfindlichkeiten dafür,
verstärkt wurden. Das waren hier jedoch sehr seltene Ausnahmefälle. Aus diesem Grund kann ich eben nicht so recht an diese Theorie hier (in Bezug auf die von Batian dazu erwähnten und evtl. auslösenden Produkte) glauben ;-)!

Netten Wochenendgruss an dieser Stelle, - umweltmessung -



Um mal bei meiner Brummton-Wahrnehmung zu bleiben: Irgendeine Ursache muss sie ja gehabt haben. Eine Äußere schließe ich definitiv aus. Und Medikamente nehme ich sowieso keine dauerhaft. Im relevanten Zeitraum habe ich - außer beim kurzzeitigen Therapieversuch nach dem ersten Auftreten des Ohrgeräusches – auch keine genommen. Außer dem Haargel und der neuen Küchenschürze gab es sonst keine Abweichungen von meinen normalen Lebensrhythmus, die auch noch mit dem Auftreten der Symptome zusammentreffen.
Da keine weiteren Auslöser zur Debatte stehen, könnte man der Meinung von Umweltmessung entnehmen, ich müsse mir mein Ohrgeräusch also nur eingebildet haben. Hmm.

Der Vorschlag von Umweltmessung, mein benutztes Haargel analysieren zu lassen, ist zum Einen eine mehr oder weniger kostspielige Angelegenheit, weil gar nicht klar ist, nach WAS in welcher Konzentration gesucht werden soll, zum Anderen würde mir die Liste mit den analysierten Inhaltsstoffen auch überhaupt nichts bringen, weil ich dann immer noch nicht wüsste auf welchen davon ich mit dem Ohrbrummen reagiert habe (es sei denn darunter würde sich ein bekanntes Ototoxid befinden).

Bei dem von Brummbär angeführten Link wird vor allem die bei einigen Medikamenten auftretende Ototoxiziät als gut dokumentiert dargestellt. Hierbei gewinnt man den Eindruck, eine ototoxe Wirkung könne nur bei Medikamenten auftreten. Man sollte sich aber mal vor Augen halten warum das so ist: Um eine Substanz auf ihre für den Menschen möglicherweise schädigende Wirkung hin klinisch untersuchen zu lassen, braucht es vor allem eines: Geld. Und das steht in ausreichender Menge nur zur Verfügung, wenn ein großes wirtschaftliches Interesse dahinter steht, wie eben bei Medikamenten oder anderen Industrieprodukten, bei denen gesetzliche Auflagen zum Schutz der Gesundheit erfüllt werden müssen. Bei Medikamenten wird auch nicht gezielt nach einer möglichen gehörschädigenden Wirkung gesucht, sondern man stellt diese mehr oder weniger zufällig im Laufe der gesamten klinischen Untersuchung fest.
Wie viele ototoxisch wirkende Substanzen es tatsächlich gibt, darüber gibt es keine Klarheit. Vor allem, wenn deren gehörbeeinträchtigende Wirkung nur sporadisch in Erscheinung tritt und diese ggf. auch noch reversibel ist.

Zurück zu meiner Vermutung, im Haargel könne sich eine (ggf. noch nicht als solche bekannte) ototoxische Substanz befinden:
Die Tatsache, dass dies noch kein großes Thema ist, liegt doch wohl daran, weil für den Normalbürger eine Hörstörung nur schwer mit dem Gebrauch eines Haargels in Zusammenhang gebracht werden kann (siehe die ersten Reaktionen auf meinen Beitrag im Forum). Das bedeutet aber nicht, dass es nicht doch so sein könnte. Man denke dabei mal an die großen Fälle in der Vergangenheit, wo bestimmte Medikamente, Baustoffe oder Pflanzenschutzmittel lange Jahre als das Nonplusultra galten, bis man ihre gefährliche Wirkung feststellte. Aktuell beginnen die in vielen Produkten des täglichen Lebens enthaltenen Konservierungsstoffe der Parabengruppe als gesundheitsschädlich in Verruf zu geraten. Bei all diesen Produkten wurde und wird nicht jeder krank der damit in Kontakt kam. Soviel zum Thema, dass das Problem schon publik geworden wäre.

Gibt es hier vielleicht jemanden, der sein Ohrgeräusch ebenso mit einem Haarpflegeprodukt in Verbindung bringen könnte?

Vielleicht meldet sich hier ja auch mal jemand zu Wort, der von der Materie mehr Ahnung hat und einige Details mit einer fundierten Meinung stützen oder vom Tisch fegen könnte.


Zuletzt bearbeitet: 22.01.17 16:17 von Batian


Bis vor fünf Tagen habe ich den Begriff „Ototoxizität“ auch noch nicht gekannt. Nach allem was ich seitdem in der kurzen Zeit darüber erfahren habe, frage ich mich wieso man davon noch nie etwas gehört hat. Ich finde meine bisherige Darstellung trotz der von Umweltmessung angeführten eher vagen Gegenargumente sehr schlüssig.

Mir kommt gerade ein weiterer Gedanke, der auch die Brücke zu der vermeintlich fehlenden Häufigkeit des Auftretens der von mir beschriebenen Brummton-Wahrnehmung schlägt: Ototoxische Substanzen können ja noch andere Hörstörungen wie (Hochton-)Tinnitus, Hörsturz, Schwerhörigkeit, Gleichgewichtsstörungen verursachen oder wie bei mir eben vielleicht eine Brummton-Wahrnehmung.

Wer kann denn sicher ausschließen, dass die vielen plötzlich davon betroffenen Menschen nicht genau an der Folge einer Überdosis der von mir vermuteten Substanz leiden? Das Auftreten von Hörsturz und Tinnitus wird gerne als unerklärlich spontan auftretend ohne genaue Ursache beschrieben.

Wenn diese Substanz in Haargel und neuen Textilien enthalten ist, dann sicher noch in vielen anderen Produkten. Wenn jetzt z. B. jemand ein Haargel benutzt, sich dann noch großflächig mit einer Körperlotion eincremt und vielleicht noch ein neues, vorher nicht gewaschenes Kleidungsstück anzieht, die ganzen Vorgänge vielleicht auch noch mehrere Tage nacheinander so macht, und überall eine bisher nicht als ototoxisch bekannte Substanz enthalten ist, dann wäre es doch nur logisch, wenn eine dafür sensible Person eine plötzlich auftretende Hörstörung erleidet. Wie sollte hier irgendjemand darauf kommen was die Ursache dafür ist? Es wurden nur ganz normale alltägliche Dinge gemacht. Wenn derjenige sich nur eingecremt und das Kleidungsstück vorher gewaschen hätte, hätte die Konzentration des Ototoxids vielleicht gar nicht ausgereicht, um etwas zu bewirken.

Meine Hypothese würde auch das manchmal vermeintlich spontane Abklingen der Symptome erklären, was schlicht auf einen Abbau der Schadstoffe im Körper zurückzuführen wäre.


Zuletzt bearbeitet: 22.01.17 19:24 von Batian


Ich habe mich in den letzten Tagen nochmal mit dem Thema beschäftigt.
Um überhaupt mal im Detail zu verstehen wie das Gehör funktioniert, fand ich folgende Seiten sehr eingehend und informativ:
http://www.netaudio.de/psychoakustik/Daten/physiologie/inhalt.htm
http://www.netaudio.de/psychoakustik/Daten/frequenzanalyse/inhalt.htm

Beim Durchklicken durch einzelne ältere Beiträge hier im Forum ist mir aufgefallen, dass es schon öfter die Vermutung gab, dass irgendwelche „Brummton auslösenden Stoffe“ existieren müssen. Unter anderem ist mir das „Ergo-Modell“ eines Betroffenen ins Auge gestochen:
Gleich am Beginn war die Rede von einem Desinfektionsmittel, mit dem der Brummton bei ihm ausgelöst werden konnte. Zitat Wikipedia: „Die potentielle Ototoxizität der Hautdesinfektionsmittel, auch des Chlorhexidins, ist bereits seit 1971 bekannt“. Chlorhexidin ist in vielen Mundspülungen und Hautdesinfektionsmitteln enthalten…

Die Erklärung mit dem vibrierenden Muskel fand ich einleuchtend, so habe ich das auch empfunden, dass etwas spürbar im Ohr vibriert, das dieses Brummgeräusch erzeugt.
Es werden noch sehr viele andere Dinge kritisch unter die Lupe genommen. Jedoch mit bestimmten Lebensmitteln oder Glutamat, was hier auch als Auslöser Erwähnung fand, kann ich mein Brummen nicht in Verbindung bringen.

Seit Wochen brummt bei mir nix mehr, aber falls der Brummton wieder auftreten sollte, sehe ich für mich die Lösung darin, nach auslösenden Substanzen Ausschau zu halten, sprich nach Produkten, die man - in einer plausiblen Zeitspanne vorher - ungewohnterweise mit seinem Körper in Kontakt gebracht hat. Vielleicht gelingt es einem ja so, mal einzelne Stoffe als Auslöser zu identifizieren.



Hallo Batian,

das finde ich sehr vernünftig und gefällt mir!

Vermutungen sind immer eine Sache, mit FAKTEN das dann auch belegen zu können ... jedoch eindeutig dann die BESSERE ;-)
und efektivere Methode.

Sei froh dass dein Brumm nun weg ist und (auch ich) hoffe das es so dann bleibt...

Nette Grüße - umweltmessung -



Hallo Batian!
Zunächst mal danke für deine Ausdauer. Freut mich, wenn du auch in ältere Foren-Beiträge rein geschaut hast. Der Ansatz von ERGO war damals auch sehr ungewöhnlich, denn das Forum suchte noch den physikalischen Brummton aus irgendwelchen geheimnisvollen Quellen. Oder wurde mit Mobilfunk-Furcht (und später Chemtrails) geradezu vollgemüllt. Die Einsicht, dass der Ton im Ohr entsteht und ein Auslöser dafür zu suchen war, hat sich nur gaaanz langsam eingestellt (und bei manchen immer noch nicht).
Ich war bei deinem ersten Beitrag ziemlich skeptisch, Haargel klang irgendwie grenzwertig für mich ;-). Aber dann bin ich auf den Oberbegriff mit der Ototoxizität gestoßen und die Puzzle-Teile passten gleich zusammen.
Deine Beiträge „schmecken“ mir jetzt, obwohl ich noch nie Haargel verwendet habe.
Richtig: Irgendwie erforscht scheinen nur bestimmte Medikamente zu sein. Also noch ein weites Feld für andere Auslöser.
Und es gibt eben nicht nur die chemischen Auslöser, die „Verwirrung im Ohr“ auslösen.
Sven Johannsen (umweltmessung) ist auf die physikalische Auslösung eingestellt (kein Wunder, ist sein Arbeitsbereich). Ich halte seine Beiträge für kompetent und schlüssig, für mich selbst trifft seine Erklärung ziemlich sicher nicht zu. In meinem Bundesland BW „infra-donnern“ keine WEAs in nennenswertem Umfang und in meiner Nähe schon gar nicht.
Dein Haargel oder neue, noch nicht gewaschene Klamotten auf eigene Kosten analysieren zu lassen, das scheint mir völlig aussichtslos. Da müsste man schon einen bestimmten Stoff im Visier haben, der nicht nur gefühlt verdächtig ist.
Deine Schlussfolgerung, die Sache im Auge zu behalten, dürfte gut, richtig und momentan die einzige Möglichkeit sein. Viel Erfolg und lass bitte von dir lesen!
Nette Grüße vom Brummbär



>>>
In meinem Bundesland BW „infra-donnern“ keine WEAs in nennenswertem Umfang und in meiner Nähe schon gar nicht.
<<<

Dieses Statement von Dir, lieber BrummBaer, trifft leider nicht so ganz zu!
In 10-15 Kilometer Luftlinie von Dir befinden sich folgende Anlagen:

WKA Emmingen
http://www.proplanta.de/Maps/Windkraftanlagen+Emmingen_poi1406022883.html

WKA Weitingen
http://www.proplanta.de/Maps/Windkraftanlage+Weitingen_poi1406112611.html

Wer lieber mal GENAUER nachschauen will,
wo sich seine nächsten WKAs befinden, bitte hier:

http://www.proplanta.de/Agrar-Nachrichten/Unternehmen/Standorte-von-Windraedern-Windparks-und-Windkraftanlagen-in-Deutschland_article1411855492.html

Da tuen sich ganz neue Erkenntnisse auf, oder?

Rznde Grüße.

_________________
Ins Gesicht gesagte Wahrheiten gelangen selten bis zu den Ohren.

Franz Christoph Schiermeyer (1952-)

Zuletzt bearbeitet: 27.01.17 20:52 von yewie56
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