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Thema: Brummton, die physikalische Ursache


die Klarstellung "Worum es in dem Forum geht" von -det- beschreibt bis ins kleinste, wahrscheinlich unbewusst, die FERNWIRKUNG von technischem Infraschall. Sogar die Auslöser sind mehr oder weniger benannt.

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Der Brummton ist von Betroffenen zu Betroffenen unterschiedlichster empfundener Tiefton-Frequenz, nicht als Luftschall (wohl aber im Infraschallbereich) nachweisbar und im jeweiligem dafür geeignetem (geschädigtem) Ohr wird die persönlich hörbare, sich im Ohr befindliche "Stimmgabel" von der schnellen Luftdruckänderung, durch den speziell dafür geeigneten technischem Infraschall in der Periodendauer von ca. 0,1 bis 10 Sekunden angeschlagen.
Durch die eintretende Sensibilisierung schafft es die "Stimmgabel" auch zeitweise dann mit dem Puls und hörbaren natürlichen Tönen zu korrelieren und auch mit zeitweise unterschiedlichen Frequenzen vom rechten zum linken Ohr zu reagieren.
!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

genau die Erklärung wird für den Großteil der Brummtonhörenden hier zutreffen.
Auszuschließen sind nur die, wo mehrere Nachbarn "es" auch hören. (dann befinden wir uns in der Nahwirkung von technischem Infraschall mit allen, wie von umweltmessung beschriebenen unterschiedlichen Schallarten.
Und zuletzt das billigste, nur hörbarer Brumm-Luftschall den außer Tiefton-Schwerhörigen alle hören. Aber danach suchen wir ja nicht.
Ausschließen möchte ich weiterhin bei meiner Behauptung den kleinen Teil die wirklich einen Tiefton Tinnitus ohne äußere Einwirkung, aus welchem Grund auch immer, besitzen.

Her mit den Gegenargumenten!! ;-)

Umweltmessung versucht geduldig und gebetsmühlenartig den Weg dafür zu bereiten.
Ich versuche als Techniker UND Brummtonhörender das zusätzlich für den technischen Laien mit noch einfacheren Worten zu übersetzen.
Außerdem kann ich nachvollziehen wie schwierig es für jemandem, der in der Materie vollkommen unbewandert ist, etwas unhörbares, was sich ohne Probleme über zig Kilometer ausbreitet als Ursache zu akzeptieren. Das war im Mittelalter bei Galileo auch nicht viel anders ;-)

Seid gewiss, die unhörbaren Druckwellen von außen sind das ursächliche Problem. Natürlich nicht nur von WEA`s ausgelöst.
Alles andere ist sekundär und sind nur Verstärker.

Sekundär sind zum Beispiel für mich meine persönlichen 2 "Stimmgabeln" wozu ich liebend gern mehr wissen möchte.


Gruß entchen

@Brumm_baer: die von mir fehlgeleitete Antwort in "Klarstellung" kann gelöscht werden. Danke


Zuletzt bearbeitet: 31.01.17 13:32 von entchen


Hallo Entchen,

Chapeau!

Treffende Worte, denen ich mich nur (fachlich) anschliessen kann ...

Entchen hat mit "seinen Worten" hier so ziemlich genau den Nagel auf den Kopf getroffen und beschreibt damit auch meine Meinung in der Sache ... da ich mich selber hier evtl. manchmal zu komplex ausdrücke für den Laien (... aber eben Betroffenen).
Entchens Wortwahl ist hier evtl. klarer und die Bessere!

Gruß - umweltmessung -



Hallo Entchen, liebe Mitleser!
Unsere „Klarstellung beschreibt laut entchen „bis ins kleinste, wahrscheinlich unbewusst, die FERNWIRKUNG von technischem Infraschall. Sogar die Auslöser sind mehr oder weniger benannt.“
Wirklich?
Deine Erklärung (FERNWIRKUNG von technischem Infraschall) wird von unserer Klarstellung abgedeckt. Mehr aber auch nicht und schon gar nicht „bis ins kleinste“. Und genauso wenig unbewusst ;-).
Unsere „Klarstellung“ ist aber offen für unzählige andere Erklärungen, z.B. aus dem chemischen oder biologischen Bereich (es kann, muss aber nicht gerade Haargel sein ;-)). Vielleicht reicht einfach ein gewisses Lebensalter … ).

Unsere Klarstellung wendet sich gegen Wünschelrutengänger, Esoteriker, Spinner, Scharlatane und fasst den aktuellen und halbwegs gesicherten Kenntnisstand vorsichtig zusammen.
Und sie ist im Gegensatz zu deiner Interpretation offen für 1.001 andere Wirkungsketten, an deren Ende der Brummton steht.
Du beziehst dich auf genau einen einzigen kompetenten Schreiber, klammerst aber die komplette Sachkenntnis der nicht-kommerziellen Fachleute des Landesamtes für Umweltschutz Baden-Württemberg aus:
https://www.lubw.baden-wuerttemberg.de/erneuerbare-energien/faq-fragen-und-antworten
Diese Fachleute haben auch noch Anspruchsvolleres (PDF, über 100 Seiten):
http://www4.lubw.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/257896/tieffrequente_geraeusche_inkl_infraschall.pdf?command=downloadContent&filename=tieffrequente_geraeusche_inkl_infraschall.pdf

Und die Grund-Info von der Wikipedia sollte man vielleicht auch berücksichtigen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Infraschall

Deine Vorgehensweise sehe ich immer noch ein wenig kritisch: Du hattest von Anfang an deine benachbarten Windkraftanlagen im Verdacht. Und konstruierst dir einen Weg von den WEA zum Brummton.
Sachlich-fachlich wäre die umgekehrte Reihenfolge geeigneter: Den Wirkzusammenhang vom Innenohr rückwärts zu verfolgen. Und dann wäre gleich klar, dass die „FERNWIRKUNG von technischem Infraschall“ eben eine Möglichkeit (von wie vielen?) darstellt.

Konsens zwischen den Schreibern der letzten Wochen ist doch etwa dieses:
Den realen tiefen Ton, mess- und aufzeichenbar, gibt es nicht. Der Brummton ist ein Phantomton, entstanden im eigenen Innenohr.
Ursache ist ein durch irgendwelche ototoxischen „Schädiger“ (Beispiele: Bestimmte Medikamente, technischer oder natürlicher(!) Infraschall, Verkehrslärm, Haargel (?) und jede Menge andere noch zu klärende mögliche physikalische, chemische und biologische „Schädiger“) dauerhaft geschädigtes Innenohr. Ototoxisch bedeutet "das Gehör schädigend".

Damit das geschädigte Innenohr solche Phantomtöne produziert, muss ein Auslöser / Trigger dazu kommen. Das können alle möglichen Geräusche sein (Waschmaschine, Wind, Verkehr, Blutdruckänderungen, Geräusch des Kühlschranks, Sven Johannssen nannte mir in einer PM auch die „Klospülung“ als möglichen Auslöser), durch die der Brummton gewissermaßen gestartet wird. Ein sehr weites Feld …

Das ist jetzt ein Modell, kein abgesichertes Wissen. Und wie es zu einem guten Modell gehört, entstehen jede Menge neuer Fragen. Z.B.: Wäre technischer Infraschall weit unterhalb aller zulässigen Werte zu einer solchen Schädigung überhaupt in der Lage? Wie lange müsste die Einwirkung dauern, bis der Schaden dauerhaft ist?
Und: Warum hört der Brummton bei manchen Leuten zeitweise oder dauerhaft wieder auf?
Und: Warum sollte das mich betreffen? BW ist das wind- und WEA-ärmste aller Bundesländer. Ich muss meilenweit fahren, um überhaupt ein Windrad zu sehen. Und das sind dann geradezu historische Kleinanlagen mit einer oder zwei Windmühlen, die fast immer stillstehen.

Nette Grüße vom immer skeptischen
Brummbär
P.S.: Die Flasche Sekt für die abschließende Erklärung der Sache bleibt wiedermal in meinem Keller stehen …



@Brumm_Baer

Nett formuliert! Wobei ich natürlich für Haargel als Hauptursache plädiere ;-)



Hallo Batian!
Besten Dank für die Blümchen.
Und auch danke, dass du meine Spitzen zum Haargel mit Humor weg steckst. Meine eigene Haarpracht lässt die Verwendung nämlich leider nicht mehr zu ;-).
Nette Grüße vom Brummbär



hallo brumm_baer
<<<<<< Du beziehst dich auf genau einen einzigen kompetenten Schreiber
das stimmt nicht, er hat mir nur sehr geholfen schneller an das schlüssige Ziel zu gelangen

<<<<<< klammerst aber die komplette Sachkenntnis der nicht-kommerziellen Fachleute des Landesamtes für Umweltschutz Baden-Württemberg aus
hier kann ich mir ein gewisses schmunzeln nicht verkneifen..... Fachmänner im Amt.... noch dazu in sich schnell verändernder Technik. Ein echter Schenkelklopfer in meinen Augen! Noch dazu stehen sie zwischen Bürger und den Interessen der Wirtschaft.
Aber langsam kommt etwas Bewegung in die Sache, ewig werden sich die Menschen im Nahfeld nicht für dumm via z.B. LUBW verkaufen lassen. Und nur auf die kann ich im Fernfeld hoffen.
Selbst der von mir beruflich sehr geschätzte VDI kommt endlich der Wahrheit etwas näher:
http://www.vdi-nachrichten.com/Technik-Wirtschaft/Schallprognosen-greifen-zu-kurz

bin mir nicht sicher ob ihr Zugriff darauf habt, eine Uni hat das auch als pdf:
www.physi.uni-heidelberg.de/~pelte/energie/energie3/data/info/Schallprognosen.pdf

<<<<<< Deine Vorgehensweise sehe ich immer noch ein wenig kritisch..Sachlich-fachlich wäre die umgekehrte Reihenfolge geeigneter
ja hätte ich auch machen können, aber da wäre ich in mmm, warte...15 Jahren? voraussichtlich noch nicht am Ziel!

<<<<<< Und dann wäre gleich klar, dass die „FERNWIRKUNG von technischem Infraschall“ eben eine Möglichkeit darstellt.
brummbaer du bist doch lernfähig, und ich bin ganz stolz drauf ;-) seit... Moment.... genau 23.10.16 19:34 eine winzige, fast übersehbare Verbesserung. Zitat damals von dir:
<<<<<<<findet man in 1km Entfernung noch ein Hundertstel und in 10km Entfernung noch ein Zehntausendstel. Also eigentlich: Nichts!

<<<<<<< Und: Warum sollte das mich betreffen? BW ist das wind- und WEA-ärmste aller Bundesländer
ich habe nie behauptet das du WEA geschädigt bist. Flughafen? Gasleitung? Pumpstation? Lies bitte wiederholt die Beiträge von Umweltmessung.


Ich hatte halt auch eine Portion Glück. z.B. wurde die Inbetriebnahme veröffentlicht, Stromausfall in größerer Umgebung, äußerst ruhiger Wohnort ohne Industrie und zusätzlich bin ich beruflich vorbelastet, technisch sehr neugierig und auch lernfähig und hatte halt glücklicherweise eine kompetente Person in dem Forum zusätzlich noch zur Seite.

Der eindeutige Fingerpint wie z.B unter http://infraschallglobal.ch/ steht noch aus, aber ich arbeite dran.


Nun gut, meine Aufgabe ist nicht den Moderator hier von irgend etwas was er eh nicht hören will zu überzeugen, sondern für Brummton-Hilfesuchende einen eventuellen Weg aufzuzeigen, ohne das selbige auf Haarstyling verzichten, oder in die Psycho Ecke aus Unkenntnis sich selbst schieben oder geschoben werden.

recht hast du hier (bezogen auf Infraschall-Fernfeld):
<<<<< Der Brummton ist ein Phantomton, entstanden im eigenen Innenohr.

Was dazu beiträgt und warum es nur bei einzelnen Personen auslöst das ist ein Feld von 1001 Möglichkeiten, aber es ist halt größtenteils nur SEKUNDÄR.

Ich sehe "den" Brummton (im Fernfeld von Infraschall) zur Zeit als ein Warnsignal vom Körper, welches durch Ärzte abzuklären gilt.
Aber dont Panik! brummbär lebt ja schon lange damit, also habe ich Hoffnung das ich auch noch ein paar Jährchen zusammenbringe bis auch ich, wie sagte es schweizerbrumm so schön: in meinem Erdloch schlummere.
Und da werde ich dann weiter durchvibriert und durchgeschüttelt – aber dann kann es mich mal (hoffe ich).

Gruß entchen

brumm_baer hol den Sekt aus dem Keller, ich stoß mit dir wenigstens auf die 1001 Möglichkeiten der Wirkmechanismen im Körper an, welche in den nächsten 15 Jahren anstehen auszudiskutiert zu werden :-).


Zuletzt bearbeitet: 31.01.17 23:47 von entchen


Völlig außer Acht gelassen wird hier auch, dass Infraschall (ungeachtet all seiner physikalischen Eigenschaften bei der Ausbreitung) auch nur Schall ist und beim Auftreffen auf den Körper nicht anders als „hörbarer Schall“ verarbeitet wird. In Extremfällen richtet Infraschall am Hörorgan auch „nur“ die gleichen Schäden an wie hörbarer Schall.

Wenn man sich mal das Faszinosum „wie eigentlich das Gehör funktioniert“ ansieht, stellt man fest, dass man gar nicht mit den Ohren, sondern mit dem Gehirn „hört“ (das kann jemand, der schon mal „Opfer“ einer harmlosen hypnagogen/hypnopompen akustischen Halluzination geworden ist sicher bestätigen).

Ich versuche hier mal den Hörvorgang vereinfacht darzustellen (ob meiner laienhaften Ausfertigung werden sich jetzt Fachleuten sicher wieder die Zehennägel kräuseln - das könnte man dann als pseudoototoxischen Nebeneffekt bezeichnen und vielleicht mit Haargel behandeln? ;-) ):

Hörbarer Luftschall -> Trommelfell -> Gehörknöchelchen -> Hörschnecke -> hier wird Schall in Nervenimpulse umgewandelt und dann vom Gehirn als „hörbares“ Geräusch gewertet. Als was letztlich eine Geräuschkulisse interpretiert wird hängt von vielen anderen Faktoren ab und wird erst im Gehirn entschieden (bei bestimmten Erkrankungen z. B. Schizophrenie kann das von der Realität stark abweichen).

Genauso wie Luftschall werden auch Knochenschall/Vibrationen unter Umgehung des Mittelohrs vom Gehörorgan/Gleichgewichtsorgan in Nervenimpulse umgesetzt.

Auch Infraschall durchläuft diesen Hörprozess, die entstandenen Nervenimpulse werden jedoch vom Gehirn evolutionstechnisch bedingt als nicht hörbar interpretiert. Dennoch haben diese Nervenimpulse eine Wirkung, können z. B. ein Unruhegefühl auslösen.

Diese ganzen Nervenimpulse landen im Gehirn zur weiteren Verarbeitung. Das Gehirn sendet daraufhin selbst Nervensignale aus, die eine Reaktionskette in Gang setzen. Nur über diesen Weg kann Schall körperliche Reaktionen hervorrufen, z. B. Gänsehaut beim Hören bestimmter Geräusche, das Gefühl des eiskalten Schauers über den Rücken oder auch direkten Einfluss auf die am Hörprozess beteiligten Muskeln nehmen.

Und nachdem hier so viele Nerven am Hören beteiligt sind, wären für die Brummtonursache Neurotoxine noch geeignetere Kandidaten.

Es grüßt der zur Zeit haartechnisch ungestylte Batian



Alles bestens und einfach erklärt Bastian,
und genau hier liegt das Problem was z.B die Studien der sogenannten Ämter (meistens von der Industrie finanziert) dem technischem Fortschritt schuldend versuchen, durch Terz und Oktavanalysen wegmittelnd, statt mit hoher Auflösung messend, auszublenden:
<<<<Auch Infraschall durchläuft diesen Hörprozess, die entstandenen Nervenimpulse werden jedoch vom Gehirn evolutionstechnisch bedingt als nicht hörbar interpretiert.>>>>
die z.B. Flügelharmonischen einer WEA sind durch ihr technisches Infraschallmuster komplett anders als natürlicher Infraschall geartet, und somit nicht unbedingt evolutionstechnisch ausblendbar, und lösen damit ein Alarmsignal im menschl. Körper aus. Nach Sensibilisierung, oder sich verstärkender Erkrankung "scheppert" dann halt auch zeitweise u.a. die Klospülung in den Ohren.
Gruß entchen

Wer in Bezug auf Infraschall sich weiter vertiefen möchte empfehle ich:
http://umweltmessung.com/wp-content/uploads/2015/06/Kommentierung-Studien-Infraschall.pdf

..... und nein, ich bin in keiner Anti...BI und ich werde auch in keiner Form von umweltmessung finanziert, wo ich mir hier bei einem anderen, Richtung LUBW nicht mehr ganz so sicher bin ;-)


Zuletzt bearbeitet: 01.02.17 12:00 von entchen


Ich möchte mich hier den Ausführungen (und der Meinung) von "entchen" gerne anschliessen.

Dazufügen würde ich jedoch gerne (zu folgender Aussage von Batian): Völlig außer Acht gelassen wird hier auch, dass Infraschall (ungeachtet all seiner physikalischen Eigenschaften bei der Ausbreitung) auch nur Schall ist und beim Auftreffen auf den Körper nicht anders als „hörbarer Schall“ verarbeitet wird. In Extremfällen richtet Infraschall am Hörorgan auch „nur“ die gleichen Schäden an wie hörbarer Schall.

Hier irrt man (Batian) gewaltig, denn auf Grund seines i.d.R. sehr hohen Energiegehaltes (der weder im A-Pegel, noch im C-, oder G-Pegel so anliegend hier korrekt beurteilt werden kann) wird Infraschall in 1. Linie über das Gleichgewichtsorgan im Innenohr aufgenommen und verarbeitet. Es passieren hier im Körper eines Menschen zudem (je nach Pegelstärke, Frequenz und Frequenzmuster und vor allen der Expositionsdauer) GANZ ANDERE DINGE, als beim Hörschall!

Beispiel: 0 dB(A) auf unter 10 Hz anliegend, ist linear gemsesen u. U. 70 dB die dann real da sind, jedoch hier messtechnisch "konventionel" auf grund des A-Filters aber gar nicht auftauchen!

Nette Grüße - umweltmessung -



@umweltmessung

Hierbei geht es dann aber überwiegend um die erwähnten Vibrationen.

Wie üblich kommt hier von dir wieder nur eine allgemeine Aussage ohne mal konkret ein Beispiel zu nennen WAS denn so anderes dabei passiert…



@Umweltmessung
„Es passieren hier im Körper eines Menschen zudem (je nach Pegelstärke, Frequenz und Frequenzmuster und vor allen der Expositionsdauer) GANZ ANDERE DINGE, als beim Hörschall!“
1. Frage: Welche anderen Dinge? (Oder ist das von dir etwas überspitzt?)
2. Frage: Quellen?
3. Frage: „(je nach Pegelstärke, Frequenz und Frequenzmuster ..)“.
In unaufgeregter Sprache heißt das doch, dass schlimmstenfalls in Sonder- und Ausnahmefällen sich was abspielt, normalerweise also gar nix …


Zuletzt bearbeitet: 01.02.17 17:42 von Brumm_Baer


@ Batian
von Vibrationen hatte ich in meinem Post hier gar nichts geschrieben ...!? Hier war nur die Sprache (meinerseits) davon, das man Hörschall und dessen Auswirkungen NICHT mit denen von Infraschall gleichsetzen kann. Batian es tut mit leid, aber Du liest selten hier GENAU genug WAS ich so schreibe :-(

@ Brumm_Baer
ich empfehle Dir dazu ggfs. mal folgendes YouTube-Video
anzuschauen: https://www.youtube.com/watch?v=l5BV8QSR2Ic

Die Professorin (die u.A. auch sich mit uns austauscht und fachlich zusammenarbeitet) in dem Video-Fachvortrag forscht seit fast 30 Jahren "genau in diesem Bereich"!!!

Ich möchte und kann (selber) an dieser Stelle leider keine Laien (Betroffene) zu FACH-Medizinern ausbilden, dafür habe ich einfach nicht genug freie Zeit ;-)
und daher möchte ich dieses zumindest "ansatzweise" dem YouTube-Video hier überlassen. Dieser ist zwar in englischer Sprache (und am Anfang ein paar wenige Sätze Dänisch, hier daher dort nicht abschalten ...) und sollte aber auch mittleren Schulenglischkenntnissen gut verständlich sein :-)

Nach dem Anschauen (und wenn bei mir genug freie Zeit und Motivation dann dazu da ist) können wir ja gerne weiter disskutieren... , denn es gibt noch viel mehr (bekannte) Auswirkungen und Varationen, als im Video dort beschrieben:
Die Auswirkungen dort sind jedoch mit die Gravierensten und zeigen gut was Langzeit-Expositionen solcher Immissionen anrichten.

Nette Grüße - umweltmessung -



das Video ist ebenfalls sehr aufschlussreich und es sollte sich jeder anschauen der im speziellem Fall eines Windparks im Nahbereich ( bis zu 2km?) seinen Wohnsitz hat, oder so ein Teil demnächst vor die Nase gesetzt wird.
In dem Bereich wird der Maschinenhaus/ Biegespannungs-Brummton ja auch durch den Körperschall direkt oder indirekt (auch als messbarer Luftschall) wie von umweltmessung schon des öfteren erläutert, zusätzlich hörbar an die Ohren gebracht. Da ist natürlich auch das drin wonach wir suchen, wird aber durch die anderen Einwirkungen komplett "übertönt". (also die Phantomtöne treten hier in den Hintergrund)

Ich sehe den weitaus größeren Bereich um einer WEA/ Windpark von 2km bis ca. 30km als genau den Bereich an wo "DER" Brummton in Erscheinung tritt. Wie auch brumm_baer in dem Tread - Standorte von Windkraftanlagen- visuell und ohne große Berechnung auf der Bayernkarte feststellen musste...... halt fast flächendeckend über Deutschland. ( nur dazu sollte dieser x1 Zoom gut sein! ;-)
Ich denke auch nicht das in diesem entfernterem Bereich dort unbedingt der Infraschall der Auslöser einer Erkrankung z.B. des Innenohres ist.
Wir Brummtonhörer haben, aus Gründen die noch festzustellen wären, andere Ohren als der Großteil der Menscheit.
Also Erkrankung/ Erschöpfung des Körpers (oder vielleicht auch wirklich nur spezielle Ohren?) -> Infraschall -> Brummton (ausgelöst durch Einwirkung von Infraschall) -> weitere Erkrankungen folgen z.B. durch Schlaflosigkeit u.s.w.

ich kann hier wieder nur meine Gedanken und Erfahrungen in Bezug auf die Windräder (in 15-28km Entfernung) abgeben. Den Nah/ Fernbereich des Infraschalls (mit anderen Abständen) gibt es natürlich bei massenhaft anderen Industrieanlagen ebenfalls, die dann in dem Moment noch zusätzlich mit auf das Ohr einwirken und eine noch abwechlungsreichere Modulation des Brumms (nicht unbedingt höhere Lautstärke!) auslösen können.


Gruß entchen

schweizerbrumm möge mir die Ausführung verzeihen, aber zur Zeit ist das was ich geschrieben habe das schlüssigste was in meiner Gedankenwelt dazu für den Großteil der Brummer kreist. Dein Herz/Kreislaufsystem ist wirklich ok, und fährt nicht irgendwie am Limit seit langer Zeit?


Zuletzt bearbeitet: 02.02.17 12:38 von entchen


@ entchen
Das Youtube-Video von Prof. Mariana Alvares Perez sollte nur aufzeigen, dass "im Nahfeld" (und hier bis zu 2000 m von der Quelle entfernt)von technischen Infraschallquellen es i.d.R. immer bei Anrainern früher oder später (nach Langzeit-Exposition der Immission) zu gesundheitlichen Belastungen kommt und diese dann mit dem humanen Hörvermögen NICHTS zu tun haben, sonderen die gesundheitlichen Auswirkungen durch VAD dort noch wesentlich komplexer sind!

Es gibt jedoch in der Bevölkerung auch eine relativ große Gruppe von sensitiven Personen (ca. 20%), welche hier dann "sofort" meist auf solche Infraschallquellen gesundheitlich reagieren und hier spielt dann der Hörsinn und das Gleichgewichtsorgan (im Innenohr) eine massgebliche Rolle und diese sensitiven Personen sind dann auch die, welche Infraschall in großen Weiten (hier weit über 2000 m von der Quelle entfernt) noch warnehmen können. In der Ausbreiung der
Druckwellen spielt dort dann auch die Meteorologie eine große Rolle... Hier kann es z.B. bei Inversionswetterlagen
(siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Inversionswetterlage)
durch umgekehrte atmosphärische Temperaturgradienten in den Luftschichtungen (siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Atmosph%C3%A4rischer_Temperaturgradient) zu sehr weiten Immissionsübetragungsbereichen dann speziell im Tieffrequenzbereich des Infraschall kommen. Hier wurden schon relevante Größen von Infraschall in noch über 125 km Enfernung von der Quelle messtechnisch nachgewiesen (bei einer Messung eines Kollegen und Freundes von mir in 2013, in Kanada! Brumm_Baer hat die entsprechende Veröffentlichung dazu von mir hier schon einmal zugeschickt bekommen.... falls das mal wieder einer nicht glauben mag). In Deutschland haben wir dieses selber schon bei Betroffenen in ca. 30 km Entfernung zur Quelle (hier in BW im Hochschwarzwald) ebenso nachweisen können.
Sicher kann man dort dann sagen, dieses sind alles immer nur ausgelöste Immissionen durch WEA und das ist in den vorgenannten Fällen richtig, jedoch gibt es auch genügend weitere Quellen (Luftverkehr gehört hier z.B. auch dazu).
Bei WEA-Immissionen gibt es hier eben nur weltweit die meisten Untersuchungen/Veröffentlichungen und daher die bessere Faktenlage.

entchen hat hier aber absolut recht, dass Infraschall auch viel weiter als 2000 m von einer Quelle entfernt, noch Probleme machen kann, dieses dann aber eben meist nur "bei der sensitiven Gruppe". Was hier genauer passier,t haben wir ebebso mal versucht (mit kanadischen Kollegen zusammen) in einem Video
erklärend darzustellen. Dieses Video ist dann auch in englischer Sprache, wurde jedoch von uns dort mit deutschen Untertiteln versehen, die man dann "bei Bedarf" zuschalten kann. Dieses Video findet man auf unserer Firmen-Internet-Seite unter: http://umweltmessung.com/infraschall-wirkung/

Wer sich dann auch dieses Video noch einmal anschaut, versteht dann ggfs. schon eher, warum auch nicht JEDER einen Brummton hört bzw. hören kann, genauso wie eben auch nicht jeder seekrank wird, oder es einem als Beifahrer beim Autofahren und gleichzeitigem lesen auch nicht immer schlecht werden muss...
Jedoch sieht man hier dann gut, WARUM (bei den Leuten mit Problemem, die dann auch relativ schnell meist auftauchen) dieses so ist.
Hat man dort dann auch noch ggfs. Ototoxität die dort (bei wenigen) eine Rolle spielt, ist dieses sensitive Gruppe prozentual noch einmal erhöht. Ototoxiät begünstigt also die Empfindlichkeit für solche Phänomene, löst dieses aber i.d.R. nicht selbst aus! Auch dieses kann man gut wissenschaflich erklären, würde hier aber sicher nur ein "interessierter" HNO-Arzt oder ggfs. noch Arbeitsmediziner verstehen und nachvollziehen können. Aus diesem Grund möchte und werde ich daher darauf auch nicht weiter an dieser Stelle eingegen...
Batian wird damit leben müssen ;-)

Nette Grüße - umweltmessung -



man kann nur hoffen das es "interessierte" HNO-Ärzte auch wirklich gibt


Zuletzt bearbeitet: 02.02.17 15:44 von entchen
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