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Thema: Vibrationen von ionisierten Ladungträgern


Vorweg: Ich favorisiere persönlich als DEN mysteriösen Brummtonauslöser die tief-frequenten Luftdruckänderungen im Fernbereich des Infraschalls, wo Hörschall des Emittenten schon durch die Entfernung unhörbar wegreduziert ist. Genau wie in -Thema: Brummton, die physikalische Ursache- beschrieben.

Die ganze Geschichte hier fällt mehr in die Schublade hörbarer Brumm-Luftschall. Es müssten also wesentlich mehr Nachbarn betroffen sein:

380kV Hochspannungsleitung in bis zu 5km Entfernung und bei hoher Luftfeuchtigkeit Brummton stärker?


nichts mit schwingenden Leitungen, hochinteressant für Lernwillige:

http://brummstoerung.blogspot.de/2016/



Gruß entchen



Hallo entchen!
Danke für deine Mühen!
Du meinst, man kann durch deinen Link was lernen ;-)?
Der anonyme Blogger hat eine beachtliche Fleiß-Leistung hingelegt. Eine kritische Bewertung seiner Quellen hat er eher nicht geleistet.

Nur zwei Beispiele:
Die „Initiative Brummfreies München“, später „Brummen München“ und sogar „Brummen Europa“ war eine gut gemeinte one-man-show, die seit Jahren verschwunden ist. Der Initiator war meiner bescheidenen Meinung und Erinnerung nach laienhafter Mobilfunkgegner.
Die 2% Brummton-Hörer, die seit Taos rumgeistern und gerne bis auf 10% aufgerundet werden, sind eine von Lokal-Journalisten abenteuerlich hoch gerechnete Zahl, in keiner Weise belastbar und nie von Wissenschaftlern bestätigt …

Nee, ich zweifle absolut nicht daran, dass es fast allüberall Hochspannungsleitungen gibt ;-). So wie Mobilfunk-Masten … Und Windmühlen (WEAs) ;-) … Und Infraschall natürlich auch.

Der ganze Blog kommt mir irgendwie zusammen geklaubt vor. Ich finde da viele Einzel-Themen und noch mehr Links, aber keinen roten Faden.

Und abschließend: Der hoch-präzise „elektrische“ 50Hz-Ton (und seine 100HZ-Oberwelle) in Europa, Afrika, Asien und Australien (im amerikanischen Rest der Welt meist 60Hz) ergibt einen flächendeckend überall gleichen und locker-leicht messbaren Ton (wobei die 100Hz gut hörbar, aber kein tiefer „Brumm“-Ton sind). Wer seinen persönlichen Brummton mal mit einem Musikinstrument oder einem Frequenzgenerator abgeglichen hat, findet irgendwas so zwischen 30Hz und 80Hz (oder auch 120Hz). Aber eben keine einheitlichen 50Hz. Was wir schon sehr lange wissen.

Kurzform: Könnte es sein, dass da jemand viel Zeit und wenig naturwissenschaftliche Grundkenntnisse hat?
Freundlich wie immer grüßt der Brummbär



Der klassische Hörschall ist natürlich nicht der hier in diesem Forum gesuchte Brummton.
Ich denke aber das nicht wenige Ursachensuchende mit genau diesem Schall hier landen.
Zu den im Link konstanten 50 / 100Hz und höher, können Mischprodukte mit anderen tiefstfrequenten Quellen entstehen. Da reicht zusätzlich schon der IF ohne Hörschall der Wärmepumpe des Nachbarn oder ein im Keller durch die Decke unterhalb der Hörschwelle bummender, also in dem Moment nicht hörbarer Tiefkühler und es ist durch Modulation ein pulsierendes Brummerlebnis generiert, aber halt wie schon festgestellt, frequenzmäßig genauso nachweisbar/ messbar.
Der anonyme Blogger, so wie er sich mit der Materie auseinandersetzt hat in seiner Ausbildung die Mechanismen des Energietransportes gelernt und arbeitet in der Branche. Und ich unterstelle, dass er als Brummton Betroffener, seinen daraus resultierenden Recherchen und seinem Technikerwissen mehr naturwissenschaftliche Grundkenntnisse besitzt und an den Tag legt als so manch ein hochbezahlter Beamter von z.B. LUBW.
Lernen kann man immer, sogar aus den Hochglanzpublikationen der Ämter. Aber vielleicht sollten auch die, wie sagt Brummbär so schön, "einer kritischen Bewertung der Quellen" immer von unabhängigen, qualifizierten (und nicht wie zur Zeit üblich von Interessenverbänden geschmierten) Sachverständigen unterzogen werden.

Ich empfehle weiterhin den Link, man wird als technisch Interessierter nicht dümmer.
Die darin befindlichen Analysen sind nicht in einer Minute hingekritzelt worden.
Zum Beispiel zu Steinhöring: denken wir da mal weiter, Schall-Mischprodukte aus Hochspannung/ Tanklager, wirklich so abwegig?
Aber gut damit für mich, habe selbst genug mit der Aufarbeitung meines eigenen Brummtones zu tun. Nach 7 Monaten immer noch mit der Quellenbestätigung beschäftigt. Alles nicht so einfach es beweissicher hinzubekommen, ich werde bei Erfolg berichten.


Gruß entchen


Zuletzt bearbeitet: 01.05.17 14:20 von entchen