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Thema: schwerer schlag für ritalin - warnhinweis!!!


hallo,
wir waren wieder mal schneller, siehe den thread, wo ich über die herzattacke des kindes berichtet habe.
jetzt kommt die FDA auch langsam dahinter:

http://boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_147092

10.02.2006 09:24
Gefahr für Ritalin?
Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hat einen Rückschlag in den USA erlitten. Der Konzern muss möglicherweise einen Warnhinweis an sein Medikament Ritalin anbringen.


das sollte auf die website, herr schmidt! (achso, manche meinen ja, ich sei herr schmidt :-)

gruss
bertram





PS:
aus sicht einer börsianer-zeitung:

Mit Verlusten notierten ebenfalls Novartis (-0,6% auf 70,40 CHF). Das Expertenkomitee der US-Gesundheitsbehörde FDA hat einen Warnhinweis für ADHS-Medikamente empfohlen, wovon unter anderem das Medikament Ritalin von Novartis betroffen ist. Der Streit um die Nebenwirkungen daure bereits zwei Jahre an, hiess es am Markt. Zudem sei Ritalin ein älteres Medikament von Novartis, das nicht mehr zu dessen 20 umsatzstärksten Medikamenten gehöre.


http://www.nzz.ch/2006/02/10/bm/tic/nzzam-bm-AWP_24625066.html

tja, ritalin ist "kalter kaffee" von vorgestern...

meint
bertram



Die Ritalin-Fangemeinde befindet sich bekanntlich in dem schweren Irrtum, daß Methylphenidat harmlos ist.

Ritalin: Der Wirkstoff Methylphenidat soll Todesfälle ausgelöst haben

Eine US-Expertenkommission möchte, dass Medikamente wie Ritalin, die den Wirkstoff Methylphenidat enthalten, mit einem klaren Warnhinweis versehen werden.
Hintergrund sind 25 Todesfälle, insbesondere von Kindern, die Medikamente mit dem Wirkstoff Methylphenidat einnahmen.
Ein Sprecher des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte erklärte, dass man sich über die Gefahren solcher Medikamente schon vor diesen Todesfällen bewusst war und die Beipackzettel mit entsprechenden Hinweisen versehen seien.


http://shortnews.stern.de/shownews.cfm?id=609540&u_id=346962




wie dieses?!?!?:

Ein Sprecher des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte erklärte, dass man sich über die Gefahren solcher Medikamente schon vor diesen Todesfällen bewusst war und die Beipackzettel mit entsprechenden Hinweisen versehen seien.



Hallo Bertram

Wenn bereits im Vorfeld bekannt war, das Methylphenidat zu Todesfällen führen kann, warum erhielt es dann überhaupt eine Zulassung?
Andere Medikamente werden wegen sowas gravierendes entweder nicht zugelassen oder werden vom Markt genommen, bzw. der Handel wird verboten.

Es wird also auf Kosten der Gesundheit und auf dem Rücken von Kindern Millionen von Umsätze und Gewinne gemacht.

Ich war stets gegen den Einsatz vom Ritalin. Und heute noch mehr als früher. Für mich ist erwiesen das eine medikamentöse Behandlung durch den gepriesenen "sicheren" Wirkstoff Methylphenidat verboten werden muß! Zum Schutz unserer Kinder!

Es muss andere Wege geben um mit schwierigen Kindern umzugehen, als sie mittels gefährlichen Drogen ruhig zu stellen.

Kim-Julian



hallo kim-julian,
meine frage war, inwiefern die das gewußt haben!!!
von todesfällen steht ausserdem meines wissens nichts im beipackzettel.

bertram



hallo Kim-Julian

es ist nichts ungewöhnliches, dass solche Erkenntnisse bewußt zurückgehalten werden, um den Absatz eines Medikamentes nicht zu gefährden.

Es gab vor ein paar Jahren den Skandal um ein Rheumamittel.
Es verursachte u.a. als Nebenwirkung Schlaganfälle und Herzinfarkte.
Die Schätzungen liegen weltweit bei ca. 24 000 Todesfällen in Folge der langjährigen Einnahme des Mittels.

Eine Pressemeldung, einige Wochen nachdem das Medikament hier vom Markt genommen werden mußte, beinhaltete, dass das Beraterunternehmen des Herstellers ausdrücklich empfohlen hatte, die Erkenntnisse um diese Nebenwirkungen nicht zu veröffentlichen,
um den wirtschaftlichen Erfolg damit nicht zu gefährden.
Dieser Empfehlung ist man gefolgt und hat mit dem Zeug dann satte Gewinne eingefahren.
Das Risiko von Todesopfern bewußt einkakuliert.
Den Preis zahlte der Verbraucher, nicht nur Cash, sondern zum Teil auch mit dem Leben.

Solange wirtschaftliche Interessen der Pharmariesen einen höheren Stellenwert haben als das Leben eines Menschen, wird sich wohl nichts ändern.
Ob die es vorher gewußt haben oder nicht. Und gleichgülig, um welches Mittel es geht.
Es muß immer erst genug Tote geben, bevor dann etwas unternommen wird.




Hallo,
alleine die Tatsache das Sie in verbindung mit Ritalin von "Ruhigstellen" sprechen disqualifiziert Sie als Kritiker ohne Hintergrundwissen.

Mfg
einer der 4400



Wieso? Das Mittel stellt doch eindeutig ruhig. Oder verstärkt es etwa die Zappeligkeit?




bleibt ruhig und haltet Eure novartis-aktien!:

http://www.aktiencheck.de/artikel/analysen-Ausland-1203569.html

empfiehlt aktienanalyst bertram o'share



noch ein gedanke: ist schon seltsam, dass warnungen (siehe strattera als beispiel, vioxx etc.) immer aus usa bzw. kanada kommen. pennen die europäischen/deutschen behörden??

bertram



Nicht nur die deutschen Behörden schlafen. Die ganze Öffentlichkeit. Man liest fast nichts in der Presse oder in anderen Foren.
Totale Verleugnung wieder mal.



ja, claudia, und es geht noch weiter. offenbar werden zu wenig nebenwirkungen erfaßt, wie folgendes zeigt:

NETDOKTOR » Mittwoch, 8. Februar 2006

Angabe von Nebenwirkungen: Studie zeigt erhebliche Mängel

Marburg (ddp). Einer Studie der Philipps-Universität Marburg zufolge werden bei Medikamenten zu wenig Nebenwirkungen ausgewiesen. Selbst in aufwändigen Studien seien die Nebenwirkungen nur unzulänglich erfasst, sagt der klinische Psychologe und Psychotherapeut Winfried Rief. Er fordert die Einhaltung gleicher Qualitätsstandards von Mess- und Erfassungsinstrumenten sowohl in Bezug auf die Haupt- als auch auf die Nebenwirkungen eines Medikaments. Zudem müssten auch Abbrecher von Studien bei der Auswertung berücksichtigt werden. Ausgangspunkt seines Forschungsvorhabens sei die Tatsache gewesen, dass bei 20 bis 25 Prozent aller Medikamente noch nach der Zulassung das Wirkprofil verändert werden müsse, weil plötzlich bislang unbekannte Nebenwirkungen aufträten, während alle klinischen Studien bereits abgeschlossen seien, erläuterte Rief. Die Arbeitsgruppe um den Marburger Mediziner analysierte daraufhin mehr als 40 klinische Studien zu Cholesterinsenkern weltweit. Dabei zeigte sich, dass die Anzahl der registrierten Nebenwirkungen in unterschiedlichen Studien zum Teil stark variierte. Rief hält diese Differenzen «wissenschaftlich betrachtet für völlig unverständlich». Die Gründe für solche «verwirrenden Befunde» seien vielfältig. So seien viele Studien primär darauf ausgelegt, die Hauptwirkungen eines Präparates zu erfassen. Die Nebenwirkungen hingegen würden nur unzulänglich nachgewiesen. Um diese sicher zu erfassen, müssten zum Teil erheblich mehr Studienteilnehmer erfasst werden.


http://www2.netdoktor.de/nachrichten/index.asp?y=2006&m=2&d=8&id=121828



hallo,
das "psychische erkrankungen" schlicht folgen einer organischen erkrankungen sein können, zeigt folgende broschüre. es ist darin auch etwas von amphetamininduzierten psychosen etc die rede:

http://h11.protectedsite.net/uploads/de/GER%20-%20elderly.pdf

wie man sieht, ist unser thema "ADHS" nicht allein. ähnliches läuft wohl im bereich psychosen etc. ab. das genauere hinschauen ist offenbar wichtig!

gruss
bertram



Du bist auch Herr Schmidt, das sieht man daran, daß Du Dich immer noch an diese Episode erinnerst und mit diesem Gedankengut öffentlich hausierst. Du bist die anstiftende, "verbotene" Seite des Herrn Schmidt, die ein bißchen Zündstoff ins Forum einbringt, was dem Herrn Schmidt aufgrund seiner Funktion als Therapeut so nicht "erlaubt" ist.

Denn der Herr Schmidt ist ja ein Psychotherapeut, und der darf sowas nur unter Psydonym machen. Deswegen ist "bertram" ja auch okay so. ;-)

Gerd

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Café Holunder: ADHS-KRITIK