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Thema: Diagnostik bei anderen krankheiten |
Auf ads-kritik.de steht als jüngster Beitrag "ein Glück, dass Diagnostik bei anderen Krankheiten ganz anders abläuft"
Nun ja, ich weiß nicht, von welcher Diagnostik jener "Preiser" da spricht?? Die eines Lungenrundherdbefundes oder eines gebrochenen Beines??
Dass Diagnostik bei allen anderen Krankheiten so absolut sicher und richtig ist, bezweifle ich eher.
Oft wird beim ersten Besuch des Patienten einfach mal eine "erste mögliche Diagnose gestellt", worauf der Patient dann behandelt wird, wirkt das Medikament nicht, dann entscheidet der Arzt "Die Diagnose war wohl falsch" und ändert sie entsprechend um. Wirkt das andere Medikament wieder nicht, wird noch zusätzliches probiert.
Meiner Meinung nach ist die Diagnostik von ADS (wenn da alles inkludiert ist, was dazu gehört) in manchen Fällen viel genauer als die Diagnostik von anderen Beschwerden. (da meine ich nichtmal nur die Psychiatrie, das geht quer durch von Allgemeinmedizin bis zur Dermatologie)
Ein paar Beispiele aus der "tollen Diagnostik" anderer Erkrankungen:
- ein alter Mann sagt dem praktischen Arzt, er hätte dauernd Kopfschmerzen und leide unter Schwindelgefühlen. Arzt sagt "Sie sind alt, das ist normal, trinken sie mehr, essen sie mehr.. es ist ja klar ersichtlich, dass sie zuwenig essen!!" .. Keine weitere Untersuchung - Monate später: Krebs mit Metastasen im Gehirn.
- ein Patient hat Leukoplakien im Mund, bekommt vom Arzt "etwas zum Einpinseln" - es sind immerhin nur weiße Flecken, was solls. Diagnose also gestellt, weiteres vielleicht nicht bekannt??
Lange zeit später: Karzinom! (dieser Patient hat glaub ich jetzt nur noch das halbe Gesicht, der gesamte Unterkiefer wurde ihm entfernt - dabei hätten die Präkanzerosen - hätte man sie früher als das erkannt, das sie eben sind - ganz anders behandelt werden können.
Was ich damit sagen wollte:
Ich mag es nicht, wenn behauptet wird, alles andere in der Medizin sei so schön exakt und da wird überall tolle Diagnostik gemacht (die meiste Diagnostik wird schon alleine deshalb nicht gemacht, weil sie den Krankenkassen viel Geld kostet!!!) - ehrlich gesagt: Mit der Diagnostik von ADS ist es nicht anders, als mit andern Diagnosen!!! Manchmal ist sie gut, manchmal ist sie hervorragend, manchmal kann sie aber auch flüchtig gemacht sein, wie alles andere in der übrigen Medizin.
Wer behauptet, es sei anders, der kennt die Medizin wohl nicht so gut und hat noch nie erfahren, was dort alles passiert.
Da gibts soviel, das einfach schlampig gemacht wird, dass mans oft kaum glauben kann. (weiß nicht, ob es gut oder schlecht ist, wenn die meisten Patienten davon nie was erfahren??)
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Guten Morgen! Der Beitrag, auf den Sie sich beziehen, wird derzeit nochmal ein wenig überarbeitet. Es ging um dieses posting: http://forum.myphorum.de/read.php?f=2566&i=12359&t=12356.
Sie haben sicher Recht mit Ihrer Vermutung, dass es bei ADHS oft nicht viel anders abläuft als bei anderen Diagnosen auch. Aber es gibt einen Unterschied: Er liegt in der Behauptung, ADHS sei eine biologische bzw. medizinische bzw. körperlich begründbare Störung. Und wenn das so ist, muss sich die ADHS-Diagnostik vergleichen lassen mit derjenigen anderer solchermaßen verstandener bzw. begründeter Störungen (wie Lungenkrebs oder Beinbruch). Während nun aber bei letzteren Störungen eine zuverlässige und objektivierbare Diagnose möglich ist (diagnostische Sorgfalt vorausgesetzt), ist dies bei ADHS eben nicht der Fall. Da kein körperliches Substrat zu finden ist, ist die Diagnose in diesem Sinne nicht zuverlässig oder objektivierbar. Sie kennen vielleicht die bekannte Studie von Angold u.a. aus USA, die ADHS-Diagnosen überprüften und fanden, dass sie überwiegend "falsch" in dem Sinne waren, dass sie nicht streng nach den offiziellen Diagnoserichtlinien zustande gekommen waren. Niemand hat allerdings bisher den Beweis erbracht, dass nur solche nach den Diagnoserichtlinien gefundenen ADHS-Diagnosen "richtig" in dem Sinne sind, dass nur diese Menschen ADHS hätten und die anderen, nach "Gutsherrenart" diagnostizierten, nicht.
Diagnostische Schlamperei unter Zeit- und Kostendruck gibt es sicher überall. Aber auch diagnostische Sorgfalt löst bei ADHS das Rätsel nicht, was denn da eigentlich genau gemessen wird.
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Herr Schmidt
"Da kein körperliches Substrat zu finden ist, ist die Diagnose in diesem Sinne nicht zuverlässig oder objektivierbar."
Gilt Ihre Logik demnach auch für alle anderen z.B. psychiatrischen Leiden ohne körperliches Substrat " wie Depression, Schizophrenie etc.
Gilt diese strenge Logik auch für Diagnostische Beschreibungen wie Bindungsstörungen, frühkindliche Traumatisierung etc.?
Oder stellen Sie für ADHS Sonderkonditionen auf?
Wenn ja, warum?
Dass im Diagnostik- und Medizinbetrieb bei weitem nicht alles gut läuft, ja vieles sogar ausserordentlich schlecht zu Lasten der Patienten und zum Frommen von Kritikern, liegt weniger an der Diagnose ADHS als an Geld/Zeit/Kompetenzmangel sowie einer allgegenwärtigen Heuchelei.
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Hallo,
meine "Logik" gilt, wie erwähnt, nur für Krankheiten, die als ausschließlich körperlich begründet gelten, eben wie ADHS. Von Schizophrenie oder Depression etc. behauptet ja niemand mehr ernsthaft, dass sie ausschließlich körperlich begründet seien. Trotz vieler Jahrzehnte Forschung ist man da nicht klar fündig geworden. Wenn deshalb eingesehen würde, dass ADHS bestenfalls eine Verhaltensstörung ist, wären die Probleme schon etwas geringer. Denn stellen Sie sich mal ernsthaft vor, dass man eine angeblich körperlich begründete Krankheit vorwiegend mit Gesprächen diagnostiziert (so nachzulesen im Link meines vorigen postings, auf den sich die Diskussion hier bezieht)! Aber auch wenn man es als Verhaltensstörung ohne klare körperliche Ursache verstehen würde, stünde für mich immer noch der Nachweis aus, dass es diese Verhaltensstörung als klar abgrenzbar von anderen gibt.
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Danke Herr Schmidt
Ich habe Ihre Logik verstanden. Sie ist und bleibt, wie bekannt, digital. Scharz/weiß. Biologisch/psychisch.
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Ich befürchte, Sie haben meine Logik (bzw. die Unlogik der ADHS-Diagnostik) doch nicht recht verstanden. Oder finden Sie es überzeugend, dass man eine "biologische" (also körperlich begründbare) Störung mit subjektiven Fragebögen (von denen man dann selbst nicht allzuviel hält) und mit "Gesprächen" diagnostiziert, und dass letzten Endes der Patient sowieso die Diagnose selber stellt?
Was soll daran "digital" sein? Es ist stattdessen einfach hirnrissig!
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“für Krankheiten, die als ausschließlich körperlich begründet gelten, eben wie ADHS“
Man kennt Ihre Tricks ja langsam. Das Wörtchen ausschließlich haben Sie dazugetrickst. Das meine ich mit digitaler Logik und mit Schwarzweiß-Malerei.
Internationaler Konsens besteht darin, dass eine Disposition zu ADHS in hohem Maße genetisch verankert ist. Das Wörtchen körperlich lenkt die Assoziationen ebenfalls weg von stoffwechselbiologischen Vorgängen. Man denkt da eher an einen Klumpfuß. Aber darüber müssen wir jetzt nicht diskutieren.
Mit ausschließlich körperlich unterstellen Sie 100% körperlich/genetisch und 0% psychosozial. Niemand außer Ihnen vertritt diese Sicht ernsthaft. Am wenigsten die Fachleute bei ADHS.
Dispositionen zu ADHS sind nach Studienlage in höherem Maße genetisch fixiert als z.B. zu Schizophrenie. Es käme aber niemand mehr auf die Idee, eine genetische Komponente auszuschließen. Für z.B. die Schizophrenie könnte Ihr obiger Hinweis dafür sprechen, dass selbst Sie eine genetische Disposition nicht abstreiten, also keine reine Theorie der schizophrenogenen Mütter und Verhältnisse mehr vertreten.
Dispositionen UND psychosoziale Einflüsse prägen zusammen mit weiteren Faktoren kindliches Verhalten.
Nun werden Sie jubilieren: Also ist ADHS doch psychisch bedingt!
Ja, psychosoziale Faktoren spielen selbstverständlich eine Rolle. Das streitet niemand ab. Und dies findet doch auch seinen Niederschlag im multimodalen Therapiekonzept und im Eckpunktepapier, das Sie so begeifert haben.
Diesem wiederum unterstellen Sie, dass es nur ein Deckmäntelchen ist, um zielstrebig zur Medikation zu gelangen. Wieder einer Ihrer zahlreichen Tricks, um die Diskussion in Ihrem Sinne zu manipulieren.
"Trotz vieler Jahrzehnte Forschung ist man da nicht klar fündig geworden." Nein bis in den molekularen und submolekularen Bereich nicht. Das schließt aber doch nicht aus, dass es starke Hinweise gibt, wo man suchen kann und fündig werden könnte.
"Wenn deshalb eingesehen würde, dass ADHS bestenfalls eine Verhaltensstörung ist, wären die Probleme schon etwas geringer." Na, Herr Schmidt, das nenne ich eine echt digitale Logik. Aus dem "nicht klar fündig werden" leiten Sie harte Fakten ab, weil es Ihnen gerade so passt.
"mit subjektiven Fragebögen (von denen man dann selbst nicht allzu viel hält)" Dito, Herr Schmidt. Unter anderem werden solche Fragebögen benützt. Weil sich aber kein Fachmann allein darauf verlassen kann, werden weitere Kriterien einbezogen. Sie wissen das auch. Jeder kann in den diagnostischen Richtlinien nachlesen: http://www.uni-duesseldorf.de/WWW/AWMF/ll/kjpp-019.htm
"und dass letzten Endes der Patient sowieso die Diagnose selber stellt?" Dito, Herr Schmidt, Sie behaupten, sie malen an die Wand.
Und so weiter und so fort.
Also, ich kann nicht umhin, Ihnen weiter eine digitale Logik zu attestieren. Zumindest im Internet lieben Sie es, sich mit Tricks wie oben beschrieben zunächst eine komfortable Ausgangslage zu schaffen, um dann die von Ihnen unterstellten dichotomen Positionen bravourös zu zerfleddern.
Oft haben Sie damit Erfolg.
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Lieber JimKnopf,
das Wörtchen "ausschließlich" habe ich keineswegs dazugetrickst. Bitte nennen Sie doch mal eine offizielle ADS-Darstellung, in der NICHT behauptet wird, dass ADS KAUSAL ausschließlich körperlich begründet und erziehungsunabhängig sei (ich bitte das KAUSAL zu beachten). Ich wäre Ihnen sehr verbunden, wenn Sie solch eine Quelle finden würden (wobei man mit mit dem Oberbegriff "körperlich" natürlich auch stoffwechselbiologische Vorgänge meint). Umwelteinflüssen wird ja offiziell lediglich eine modulierende, keineswegs kausale Rolle zugestanden. Und darin liegt aus meiner Sicht eben der kleine feine Unterschied in unseren Auffassungen, verstehen Sie?
Dass Dispositionen UND psychosoziale Einflüsse zusammen kindliches Verhalten formen, ist doch selbstverständlich. Der Streitpunkt liegt nur darin, auf welchen dieser beiden Faktoren man den Schwerpunkt legt. Und auch hierin unterscheiden wir uns, denn ich (und die neuere Hirnforschung) lege den Schwerpunkt auf die psychosozialen Einflüsse. Dispositionen bzw. genetische Grundlagen liefern gerade auch bei ADHS nur eine außerordentlich breitgefächerte und ganz und gar unspezifische Matrix für alle möglichen und unmöglichen (die Gene "wissen" ja nicht, was in der Umwelt auf sie wartet, sind aber sozusagen auf alles vorbereitet) Nutzungsbedingungen der psychosozialen Umwelt. Und aus dieser Sicht der Dinge stellt sich die ernsthafte Frage nach den psychosozialen Umweltbedingungen, unter denen Kinder eben mehr oder weniger (meinetwegen je nach Disposition, es gab schon immer sensible und weniger sensible Kinder) gestört werden. Diese Frage muss in den Vordergrund, nicht die Frage, welche Dispositionen Kinder haben, die unter ungünstigen Umweltbedingungen erkranken oder nicht. Letztere Frage ist wissenschaftlich zwar durchaus wichtig, aber sie darf die Einstellung gegenüber unseren aktuell auffälligen Kindern nicht dominieren, weil wir sonst die Kinder als körperlich krank erklären und an den Umweltverhältnissen nichts verbessern, anstatt umgekehrt die psychosozialen Verhältnisse besser an die Kinder anzupassen, damit sie nicht allzu sehr gestört werden.
Im Übrigen wissen Sie wohl nicht, dass sich in der Alltags-Kinderarztpraxis meist gar nicht an die diagnostischen Richtlinien gehalten wird (s. Angold). In meiner Erziehungsberatungsstelle kann ich das immer wieder feststellen. Wieviele ADHS-diagnostizierte Kinder lernen Sie denn so kennen? Ich finde es einen großen Unterschied, ob jemand nur von seinem eigenen privaten Fall ausgehend diskutiert, oder ob er ein breites Spektrum an auffälligen Kindern jahrzehntelang kennenlernt, so wie ich.
Die internationale gegenwärtige ADHS-Szenerie krankt daran, die Kinder für krank und (medikamentös) behandlungsbedürftig zu erklären, anstatt ihre psychosozial verstörende (familiäre) Umwelt zu verbessern. Sie sehen das daran, dass es über 6000 Studien zu ADHS gibt, die sich mit körperlich-genetisch-medikamentösen Zusammenhängen beschäftigen, aber ganz wenige, die sich mit psychosozialen Einflüssen auseinandersetzen. Macht Sie das nicht auch stutzig?
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Herr Schmidt
Ich verstehe Sie aber ich verstehe nicht so ganz Ihre Aufgeregtheit.
Es gibt doch gute Gründe, d.h. stützende Studien und reichlich Empirie dafür, dass ADHS, dessen Existenz Sie mit Besessenheit bestreiten, erziehungsunabhängig auftritt und in hohem Maße von den leiblichen Eltern weitergegeben wird. Um diese Belege zu entkräften, zweifeln Sie Geschwister-, Zwillings- und Adoptionsstudien an.
Sie verbeißen sich an der Frage der Modulation oder Kausalität von Umwelteinflüssen. Ihnen genügt es nicht, dass erzieherische Kompetenz außerordentlich wichtig ist und Kompetenzstärkung der Erziehenden sehr sehr hilfreich – auch prophylaktisch.
So weit so gut. Immerhin gestehen Sie zu, dass es eine Frage der Schwerpunktsetzung ist. Ich sähe darin einen wichtigen Schritt weg von der digitalen Logik, wenn Sie eine andere Schwerpunktsetzung, sofern begründbar, gelten lassen oder als diskutabel erachten könnten.
Die weitere Forschung wird mehr Licht in diese strittige Debatte bringen. Ich bin jedenfalls gespannt, wie es weitergeht. Schon der Gedanke daran, dass niemand die Wahrheit allein gepachtet hat und dass Wissen immer vorläufig ist, öffnet den Blick.
Sie stimmen mit mir vielleicht darin überein, dass es darum gehen sollte, den Betroffenen zu helfen, weniger darum, Recht zu behalten.
Dazu was den Familien hilft haben Sie andere Erfahrung als viele Betroffene selbst. Auch hier gilt für JEDEN, sich vor Wunschdenken und selektiver Wahrnehmung zu hüten.
Ein Plädoyer für eine kindgerechtere Welt, Familie, Gesellschaft klingt wirklich sympathisch. Wer würde dem nicht zustimmen, hat man doch damit die Moral auf seiner Seite?
Allerdings bleibt die Frage, ob die Umsetzung dieses Wunschtraumes auch die diskutierten Probleme sicher lösen kann, ja evtl. erst gar nicht entstehen lassen würde.
Adoptionsstudien stützen die These der Kausalität der Umwelt eher nicht.
Allerdings lassen solcherlei hehre Forderungen wie die Änderung der Gesellschaft, der Menschen, der Eltern, der Schule, der Welt immer auch komfortable Schlupflöcher für praktische Erklärung von „Therapieversagen“ zu. Irgendwer hat eben immer noch nicht alles richtig gemacht. Irgendwas läuft immer noch falsch. Und Irgendwer findet sich immer, dem dies unterstellt werden kann.
Insofern findet sich eine Hypothese, man brauche einfach nur alles richtig oder besser zu machen, jeden Tag von neuem bestätigt. Sie ist schlicht nicht widerlegbar.
Therapieerfolg ebenso wie Therapieversagen stützen diese Weltsicht und deren Vertreter können guten Gewissens bei Ihrer Schwerpunktsetzung bleiben.
Ich wünschte mir an dem Punkt bei den einschlägigen Fachleuten mehr Skepsis und weniger Selbstsicherheit.
Aber wie gesagt, unser aller Gehirne neigen dazu, kognitive Dissonanzen aus der eigenen Welt zu schaffen – zugunsten einer subjektiv akzeptablen Stimmigkeit.
Da müssen wir alle, Betroffene, Eltern, Therapeuten, Mediziner, Pädagogen, Wissenschaftler gut aufpassen - und dies wäre jetzt denn auch mein Schlussplädoyer.
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Hätte ich gewusst, dass Sie gerade diese Antwort auf meinen obigen Beitrag schreiben, hätte ich wohl davon abgelassen, mir überhaupt die Mühe zu machen etwas zu schreiben.
Ich bezog mich in meinem Beitrag auf den Beitrag von Preiser (aktuelle ads-kritik Nr.), in dem berichtet wird, dass die Diagnostik bei ADS wohl sehr oberflächlich gemacht würde, in anderen Bereichen der Medizin aber ganz anders.
Ich möchte hiermit folgendes klarstellen:
In meinem Beitrag geht es nicht um "Ist ADS eine Krankheit - was ist eine Krankheit", sondern um "Ist die Diagnostik gut oder nicht - im Vergleich zu andern Bereichen in der Medizin" (!!!) (In diesem Thema ist als gegeben nicht "Diskutieren wir, ob es ADS als Krankheit gibt", sondern als gegeben "So also läuft die Diagnostik ab, ..ist das nicht...")
Es ging also gar nicht um "Ist ADS eine Krankheit", sondern um "Wie gut läuft die Diagnostik ab" (in einer Diagnostik könnte ja genausogut eine andere Störung als Diagnose rauskommen, ...was auch immer, auch eine rein psychologische??)
Anscheinend scheinen Sie wohl keinerlei Themen zu ende diskutieren können (mit Argumenten etc.)??
So wie´s aussieht wird jedes Thema (egal wie auch immer das Anfangsthema ist!!) in "Ist ADS eine körperliche Krankheit" umgewandelt.
Kommt Ihnen das nicht sonderbar vor??
Seltsamerweise erinnert mich das immer an Diskussionen von so manchen Politikern, ..sehe ich mir im TV eine Diskussionsrunde (oder ein Parlamentsdebatte) an, dann gibts immer wieder manche Politiker, die nie auf die eigentliche Grundfrage antworten oder drauf eingehen, sondern immer nur mit ihren standardisierten Antworten drauf reagieren. (Bsp.: Einer wird gefragt, wie er denn die aktuelle Lage bei ... sieht. Er geht dann aber nicht auf diese Frage ein, sondern antwortet mit "Die Schwarz-Rote Regierung vor uns hat jahrelang Schulden gemacht, die müssen wir nun abbauen." - egal, was auch immer an Fragen oder Argumenten (egal welche Themen!) kommt, immer kommen vorgefertigte Antworten.
So kommen mir auch ihre Antworten vor. (Mein Eindruck, der eben so entsteht, wenn man Diskussionen mitverfolgt)
Irgendwie wird - egal welches Thema auch immer - hingebogen zu "Ist ADS eine körperliche Krankheit"
Wie wäre es, mal genauer auf etwas einzugehen??
Oder können Sie ihre Methoden zur Behandlung der Störung namens ADS (die ja laut ihrer Meinung eine rein psychische Störung sein kann) nicht ausführlich erklären oder begründen. Sie erzählen nie was von Erfolgen in ihrer Praxis (oder Beratungsstelle)??
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Was ist an der Diagnostik in Form von Gesprächen oder Fragebögen schlimmes dran?
wird das nicht in mindestens 50% der Diagnosen in der ganzen Medizin so gemacht??
Bsp.: Diagnose durch Gespräch
Patient beim Arzt
Arzt: "Haben Sie Allergien?" "Heuschnupfen??" "Gibt es in ihrer Familie noch andere, die sowas haben?" "Hatten sie schon immer sehr trocken Haut?" (Ende des Gesprächs!)
Diagnose "atopische Dermatitis" (die Diagnose kann sogar in fünf bis zehn Minuten gestellt sein!! Ist schon irre, oder??)
Ob der Patient nun tatsächlich Atopiker ist, ist hier nicht wirklich ganz sicher (es kommt doch gelegentlich mal vor, dass da nachträglich was umgeändert wird)
In eben jenem Fall könnte es zudem auch vorkommen, dass die Beschwerden des Patienten auf rein psychischer Ebene verursacht wurden.
Oder könnte es möglicherweise sein, dass sich mehrere Dinge (psychische Einflüsse, Atopie "von Geburt an" - also eine gewisse Neigung zu gewissen Dingen) untereinander beeinflussen, sie sogar manchmal getriggert werden??
Phuu! Ist schon arg, wenn dann rauskommt, der Patient leidet aus rein psychischen Ursachen immer wieder mal extrem an seiner atopischen Dermatitis. Ich glaube, ihrer Meinung nach mußte der sofort jegliche Behandlung einstellen (die ja sogar wirkt, auch wenn manchmal die Psyche was verursacht bzw. verstärkt!) und eine Psychotherapie machen.
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>Was ist an der Diagnostik in Form von Gesprächen oder Fragebögen schlimmes dran? wird das nicht in mindestens 50% der Diagnosen in der ganzen Medizin so gemacht??<
Wie schon gesagt, die Diagnostik von angeblich körperlichen Krankheiten wie ADHS allein mithilfe von Gespräch und unzuverlässigem Fragebogen ist leichtfertig, fehlerhaft und verantwortungslos. Natürlich muss der Arzt in Ihrem Allergiebeispiel die Diagnose nicht nur erfragen, sondern mithilfe eines Allergietests objektivieren. Und wenn er das unterlässt oder wenn dies gar nicht geht (wie bei ADHS), dann ist es eine miserable Diagnostik. Punkt. Mein Ausweg aus diesem Dilemma: Verzicht auf die Behauptung einer körperlichen Krankheit bei ADHS.
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Herr Schmidt
"dann ist es eine miserable Diagnostik. Punkt. Mein Ausweg aus diesem Dilemma: Verzicht auf die Behauptung einer körperlichen Krankheit bei ADHS."
Sie bezeichnen psychometrische Verfahren zur Diagnose von "ADHS allein mithilfe von Gespräch und unzuverlässigem Fragebogen ist leichtfertig, fehlerhaft und verantwortungslos."
Wenn ich Sie recht verstehe, sind diese Verfahren bei nach Ihrer eigenen Privatmeinung nach rein psychischen Erkrankungen nicht leichtfertig, fehlerhaft und verantwortungslos.
Immerhin bieten Sie unter "psychometrix" gegen (geringe?) Gebühr entsprechende Dienstleistungen an.
Welches Problem würde für ADHS-Betroffene durch den von Ihnen als Abhilfe vorgeschlagenen "Verzicht auf die Behauptung einer körperlichen Krankheit bei ADHS" verbessert oder gar gelöst?
Außer dem Problem, das in Ihrem Kopf sein Wesen treibt.
Sie bleiben konsequent bei Ihrer digitalen Logik.
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Lieber JimKnopf,
Herr Schmidt diagnostiziert keine Erkrankungen über Psychometrix. Schauen Sie sich die entsprechende Website doch einmal an.
Herrn Schmidts "Privatmeinung" wird von der schweigenden Mehrheit geteilt. In ein paar Jahren wird man sich über das, was so mancher "ADS-Experte" vom Stapel lässt, vor Lachen den Bauch halten.
Gast-2
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Hallo JimKnopf,
HRS schrieb:
>die Diagnostik von angeblich körperlichen Krankheiten wie ADHS allein mithilfe von Gespräch und unzuverlässigem Fragebogen ist leichtfertig, fehlerhaft und verantwortungslos.
Wir wissen doch wohl aus ganz vielen Publikationen, wie man mit Weglassungen Texte verfälschen kann. Sie gehören nun auch dazu...
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