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Thema: Vererbbarkeit von ADS ? |
Hallo Annika,
Bei uns in der Familie läßt sich ADS 3 Generationen zurückverfolgen
Bescheidene Frage: Wie soll man das können? Sie finden bei früheren Generationen vielleicht bestimmte Verhaltensweisen. Aber ob es sich dabei um ADHS handelt, ist damit nicht zu beweisen. Es kann vielerlei und nichts sein.
Ansonsten unterliegen Sie dem üblichen Zirkelschluss-Fehler, der alle möglichen psychischen und körperlichen Malaisen als Folgen von (unbehandeltem) ADHS betrachtet. Wie wollen Sie diese Ursache-Folge-Kiste belegen? Doch wohl nicht mit der Methylphenidat-Wirkung, denn auch die beweist nicht ADHS.
Ich sehe es unkomplizierter: In Ihrer weiteren Familie gab es Alkoholiker und Depressive usw. Ihr Sohn hat Teilleistungsschwächen und wurde nicht so erfolgreich behandelt, wie Sie es gewünscht hätten. Dann bekam er Psychopharmaka, die "halfen" (so wie sie meistens "helfen", ob mit oder ohne ADHS).
Mit "ADHS" muss das alles gar nichts zu tun haben. Man kann es viel einfacher ohne die erfundene Krankheit "ADHS" verstehen.
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Hallo Annika,
wenn Bertram schreibt, dass er Fälle kennt, in welchen die Behandlung mit Methylphenidat zu Depressionen beim Kind führte, so kann ich auch eine Beobachtung beisteuern.
Ich kenne ein Mädchen, das seit ihrem Eintritt in das Gymnasium als 10-Jährige nunmehr 7 Jahre lang mit Methylphenidat behandelt wurde. Die Diagnose lautete ADS.
Im Alter von 17 Jahren wandelte sie sich plötzlich von einer hyperaktiven, frechen Schülerin zu einer überaus ruhigen, depressiv erscheinenden. Ihr Verhalten wirkt nun starr, manche bezeichnen sie als "zombiehaft". Sie kann seitdem auf Außenreize kaum mehr reagieren, ihre frühere Spontaneität, Reizoffenheit und Kreativität ist nicht mehr vorhanden. Sie erfüllt jetzt zwar "roboterhaft" ihre Aufgaben, jedoch ohne eigene innere Anteilnahme und ohne einen eigenen "Seelenfunken".
So ist sie nur noch ein Schatten ihrer selbst. Ein bedauernswertes Mädchen.
Kassandra
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Hallo Kassandra,
könnte sein, dass sich mit 16/17 Jahre hormonell etc. etwas umgestellt hat....dazu MPH? Hmmm......, ist aber doch eher früher, die Pubertät.
Wieso kam es zur "Wende"? Ich weiß zu wenig über den Fall. So klingt es, als wenn die langjährige MPH-Einnahme dies bewirkt hätte. Aber könnte auch sein, dass ihr mit 17 etwas Einschneidendes passiert ist, und das MPH hier unschuldig ist....who knows? Ohne Anamnese/Biografie kann man dazu wenig sagen.
Happy weekend
BERTRAM
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PS: Liebe Kassandra, was/wo arbeitest Du? (Jetzt werde ich neugierig)
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