Seiten: 1 2 3 ... Ende Zurück zur Übersicht
Autor
Thema: Magnesium half bei 80,2% der "ADHS'ler&qu


hallo,
so, nochmal der versuch, Euch die "magnesium-erkenntnisse" zu posten. über die studie u. die damit zusammenhängende theorie (magnesium hilft bei adhs) kann man dann ja diskutieren:

Verspätete Diagnose

Die Magnesiummangeltetanie des Erwachsenen ist keine späte, sondern nur eine spät erkannte Form angeborener Magnesiumverlusterkrankungen. Wenn im Kindesalter bei Symptomen wie unklare Oberbauchbeschwerden, Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche, Unruhe bis hin zu einer ADHS-Symptomatik auch die Magnesiummangeltetanie differentialdiagnostisch abgeklärt würde, wären die Chancen einer frühzeitigen Erkennung dieser Erkrankung größer. Wird heute eine Diagnose im Erwachsenenalter gestellt, liegen die ersten Beschwerden oft bis zu 20 Jahre zurück. Es geht hier also um späte Erkennung, nicht um eine späte Form.


aus: http://www.magnesiumhilfe.de/poster200409.php?q_lang=de&q_type=print

und hier die studie:

PHARMAZIE .
Bei ADHS erst Magnesium, dann Methylphenidat

PZ Hyperaktive Kinder werden häufig mit Psychopharmaka wie Methylphenidat behandelt. Die neurovegetativen, funktionellen Beschwerden haben jedoch nicht immer eine „psychosomatische“ Ursache.
Laut des schweizerischen Pädiaters Professor Dr. Kurt Baerlocher könnte sich dahinter auch ein Magnesiummangel verbergen, an den viel zu selten gedacht werde. Seiner Meinung nach sollte deshalb zunächst eine Therapie mit Magnesium versucht werden. Dabei berief sich der Chefarzt des Schweizer Kinderspitals in St. Gallen auf eine randomisierte Doppelblindstudie mit 230 hyperaktiven Kindern, in der mit täglich 10 mmol Magnesiumaspartat eine signifikante Besserung erreicht werden konnte.

In der Studie wurden Kinder im Alter zwischen vier und zwölf Jahren untersucht, die wegen wiederholter Klagen über Konzentrationsschwäche, schnelle Ermüdung, Bauchschmerzen, Schlafstörungen oder Kopfweh beim Kinderarzt vorstellig geworden waren. Alle Kinder hatten zu Beginn der Untersuchung einen Magnesiumspiegel unter 0,76 mmol Mg/L. 112 dieser Kinder erhielten drei Wochen lang zweimal täglich 5 mmol Magnesium-L-Aspartat (Magnesiocard®). Als Referenz erhielten 118 Kinder zweimal täglich 5 mmol des analogen Calciumsalzes. Beide Medikationen wurden gut vertragen, nur ein Kind der Magnesiumgruppe und sechs Kinder der Calciumgruppe klagten über unerwünschte Ereignisse leichterer Natur.

Laut Urteil der Patienten/Eltern sowie der Pädiater war die Magnesiumverbindung dem Calciumsalz signifikant überlegen. Bei 80,2 Prozent der Kinder zeigte die Behandlung mit Magnesiumaspartat „sehr gute“ bis „gute“ Effekte, mit Calciumaspartat dagegen nur bei 65,5 Prozent. Dabei sei für eine signifikante Wirksamkeit die eingesetzte Dosis von täglich 10 mmol Magnesiumaspartat als Mindestdosis zu betrachten, so die Autoren der Studie.

Quelle: Internationales Symposium: "Differentielle Pharmakotherapie bei neurovegetativer Dysbalance, Impulsität und ADHS – was sind Alternativen?" am 24.11.2004 in Berlin
Schimatschek, H. F.; Classen, H.-G., Baerlocher, K., Thöni, H.; der kinderarzt 2 (1997) 196-203

quelle: http://www.pharmazeutische-zeitung.de/fileadmin/pza/2005-07/pharm4.htm





Hallo,
ist die zitierte Magnesiumstudie ist methodisch wirklich überzeugend? Es fehlt ja eine Placebo-Untergruppe. Ich kenne die Studie nicht im Original. Es ist aber zu fragen, ob der Unterschied zwischen den beiden Gruppen wirklich signifikant ist, immerhin macht er nur 13 Kinder aus, die in der Magnesiumgruppe besser als in der anderen Gruppe abschnitten. Und wer hat die Beurteilungen ausgewertet? Die Studienleiter? Oder war alles wirklich doppelblind?



hallo preiser,
ich weiß leider nicht mehr als das, was ich im netz gefunden habe (das habe ich ins forum gepostet). vielleicht kommt jemand an die orig.-arbeit....??

gruss
bertram



PS: könnte übrigens auch so interpretiert werden, dass calcium ebenfalls einiges bewirkt...
deshalb der nicht so grosse unterschied zwischen den beiden gruppen.
calcium ist bei der reizweiterleitung/zellkommunikation ein wichtiger stoff, von daher...?

testung gegen placebo wäre natürlich auch interessant gewesen.

fakt ist, dass magnesium beruhigt, entstresst u. entspannt. dieser effekt ist bei "ADHS'lern" durchaus wünschenswert. in der praxis habe ich mit einer kombination von mineralstoffen durchaus gute effekte feststellen können.

und nicht zu vergessen:
Im August 2003 wurde in der Fachzeitung „Alternative Medicine Review“ eine Studie des Mc Lean Hospital in Belmont/ Massachusetts veröffentlicht. In einer Vergleichsuntersuchung erhielten 10 ADHS-Kinder Methylphenidat, weitere 10 Kinder erhielten ein Nahrungsergänzungsmittel, das aus Vitaminen, Mineralstoffen, Aminosäuren, essentellen Fettsäuren, Phospholipiden und Probiotika bestand. Nach Auswertung der neurophysiologischen und psychologischen Tests erwies sich das Nahrungsergänzungsmittel als genauso effektiv in der Behandlung der ADHS-Symptome wie Methylphenidat.

Harding KL et al: Outcome-based comparison of Ritalin versus food-supplement treated children with AD/HD; Altern Med Rev. 2003 Aug; 8(3): 319 – 30


und:
Eine polnische Arbeitsgruppe konnte bei 116 ADHS-Kindern in 59 % der Fälle verminderte Magnesiumkonzentrationen in den roten Blutkörperchen nachweisen, in 33,6 % der Fälle waren die Serum-Magnesium-Spiegel vermindert. In der Guppe der Kinder, die 6 Monate lang Magnesium-Supplemente erhielten, kam es zu einer deutlichen Verminderung der Hyperaktivität.

Starobrat-Hermelin B, Kozielec T: The effects of magnesium physiological supplementation on hyperactivity in children with attention deficit hyperactivity disorder (ADHD). Positive response to magnesium oral loading test; Magnes Res. 1997 Jun; 10(2): 149 – 56

Kozielec T, Starobrat-Hermelin B: Assessment of magnesium levels in children with attention deficit hyperactivity disorder (ADHD); Magnes Res. 1997 Jun; 10(2): 143 – 8

quelle: http://www.diagnostisches-centrum.de/Publikationen/DCMS_Publikationen.htm?/Publikationen/Fachartikel/Fachartikel_bis_2004/2004_Akzente.htm

merry x-mas
bertram



Hallo alle miteinander!

so gut uns das ins konzept passt:
die wegen wiederholter Klagen über Konzentrationsschwäche, schnelle Ermüdung, Bauchschmerzen, Schlafstörungen oder Kopfweh beim Kinderarzt vorstellig geworden waren.

erscheint mir doch eine dermassen schwammige Auswahl, dass das schon deswegen keine anständige Studie sein kann. auch die Besserung von 60% auch mit Calcium lässt doch nachdenklich werden.
Folgerung: man muss Kindern nur irgendein 2-wertiges Ion geben, dann gehts 2/3 besser.

hmmmmmmm.

wäre schön.

globulus



HALLO GLOBULUS,
da wir die orig.-arbeit nicht kenne, wissen wir nicht, wie genau die diagnostik war. sie könnte aber auch genauer gewesen sein...?
und mal ganz pragmatisch gedacht: bevor diese kinder in die MPH-mühle kommen, ist's mir lieber sie kriegen ein 2-wertiges ion etc. und sind "glücklich" damit.
und...wenn die diagnostik ungenau gewesen wäre, ist's doppelt gut, dass sie kein MPH kriegen, sondern etwas anderes, was nichts schadet.

pragmatix



PS:
schauen wir uns nochmal die symptome eines magnesiummangels an:

Symptome von Magnesium-Mangel
Die Symptome eines Magnesium-Mangels sind wegen der Schlüsselfunktion, die Magnesium im Organismus einnimmt, vielfältig. Sie können so gravierend sein, daß eine ärztliche Behandlung notwendig wird.
Psyche und Nervensystem:

Erhöhte neuromuskuläre Erregbarkeit (Muskelkrämpfe, Verspannungen).

Taubheitsgefühle in Händen und Füßen.

Psychische Veränderungen (Konzentrationsstörungen, depressive Verstimmungen, Erschöpfungszustände, Schwindel, Kopfdruck).


quelle: [URL]http://www.gesundheit.com/gc_detail_7_vitumin39_7.html[/URL]

mehr über diese studie fand ich hier:

Aus diesem Grund ist die Suche nach Alternativen wichtig. Die mögliche Ursache Magnesiummangel kann durch eine Medikament schnell und nebenwirkungsarm behoben werden. Eine Studie mit 2929 Kindern zeigte, dass 14,9 % der teilnehmenden Sprösslinge zu wenig Magnesium im Blut hatten.

Der schweizer Kinderarzt Prof. Kurt Baerlocher untersuchte in einer Studie die Wirkung von Magnesium-aspartat-hydrochlorid auf die ADHS-Symptome der Kinder. 230 kleine Patienten nahmen danach an einer so genannten Doppelblindstudie teil. Weder Arzt noch Patienten wussten, ob Magnesium-aspartat-hydrochlorid (Magnesiocard 5 mmol, Trinkgranulat) oder ein Scheinmedikament verabreicht wurden. Nach drei Wochen zeigte sich, dass 80,2 Prozent der Kinder eine deutliche Verbesserung ihrer Symptome unter Magnesiocard® 5 mmol verspürten. Dies beurteilten sowohl die kleinen Patienten selbst als auch ihre Eltern und Ärzte.

Aus diesem Grund empfiehlt Prof. Baerlocher, vor der Behandlung mit Psychopharmaka einen Magnesiummangel als Ursache der „Zappelphilipp-Symptome“ auszuschließen und einen Behandlungsversuch mit Magnesiocard 5 mmol zu unternehmen.
Magnesiocard® enthält dabei als einziges Magnesium-Präparat den wertvollen Wirkstoff Magnesium-aspartat-hydrochlorid, der vom Körper besonders gut aufgenommen wird.


quelle: http://www.g-netz.de/Gesundheit_A-Z/Index_A-D/adhs/adhs-medikament.shtml

sie war also immerhin doppelt verblindet. ist ja schonmal was für die kritischen geister...
was natürlich wieder nervt ist die aussage "oder ein scheinmedikament". calcium ist nun wirklich kein placebo im eigentlichen sinne.

gruss
bertram pragmatix

ausserdem gehe ich davon aus, dass so manche orthomolekulare mediakation auch dann hilft, wenn kein mangel vorliegt. z.B. hochdosis vitamin B bei nervenschäden (diabetesfolge).




Hallo an alle,
nun habe ich schon soviel gelesen, bei all der Information schwirrt einem ja der Kopf. Nachdem die Psychologin unserem Sohn nun die "ADHS" schwarz auf weiß attestiert hat und tatsächlich zur Medikamenteneinnahme geraten hat bin ich ganz intensiv auf der Suche nach Alternativen... Ergotherapie war nicht sonderlich hilfreich, vor zwei Wochen haben wir mit einer Lerntheapie angefangen, seit mehreren Monaten bekommt er TUIM- Kapseln (Omega-3-Fettsäuren) und Cellagon vitale Saft... das alles scheint nicht ausreichend zu sein, sein Frustrationsgrad im Hinblick auf Schule steigt permanent (4.Klasse) nun habe ich schon einiges über Nahrungsergänzung gelesen, was mich auf eine Alternative hoffen läßt! Kann mir irgendjemand seriöse Anbieter nennen oder welche Wirkstoffkombinationen hifreich sind oder wo ich konkrete nähere Hinweise dafür finde... Wir möchten eigentlich auf keinen Fall Ritalin o.ä. verabreichen, aber irgendetwas muß einfach passieren... Danke für alle Hinweise!
Gruß Angela



Hallo Angela,

Du bist hier in dem richtigen Forum gelandet.

Denn hier werden Alternativen bei ADHS (soweit es dieses Krankheitsbild tatsächlich gibt, was ich als Mutter eines sogenannten "betroffenen" Sohnes langsam bezweifel) befürwortet.

Das ist in vielen anderen Foren nicht der Fall.

Wir haben ganz hervoragende Ergebnisse mit Alternativen erzielt. Dabei spielt Nahrungsergänzung eine wichtige Rolle. Aber nicht nur allein.

Wenn es Dich interessiert, kann ich Dir dazu mal eine Mail schicken.

mamamia



hallo angela,

selbsttherapie ist auch bei nahrungserg.-mitteln plus mineralien/vitaminen nicht angezeigt. man muß in den hochdosis-bereich hinein. da nützt das mix aus dem supermarkt nichts.

wichtig sind:
1. homöopathie durch einen fachmann/heilpraktiker
2. vitamine (vor allem b-vit.-gruppe)
3. mineralien vor allem magn., zink, calcium
4. nahrungsergänzungsmittel: omega-3-fettsäuren (tuim ist prima!)
5. erziehungsumstände anschauen
6. anamnese (gab es verletzungen, intixikationen, traumata)?
7. etc.

gruss
bertram

Seiten: 1 2 3 ... Ende Zurück zur Übersicht

WebMart Homepage Tools: Eigenes Forum kostenlos starten

Webdesign - Shop-System - Newsletter-System - Homepage-Verzeichnis