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Thema: Magnesium half bei 80,2% der "ADHS'ler&qu


Hallo mamamia,
deinem Posting entnehme ich, dass du deinem Kind statt Obst und Gemüse lieber teure Nahrungsergänzungsmittel verabreichst.

Bitte denke dran: Wenn dein Kind dem Kindergarten entwachsen ist und lesen gelernt hat, wird es vielleicht einmal lesen, dass landauf landab der Verzehr von Obst und Gemüse möglichst mehrmals täglich sehr empfohlen wird, um gesund zu bleiben.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt zum Beispiel, täglich etwa 5 mal eine Portion Obst oder Gemüse zu sich zu nehmen, um sich unter anderem vor Krebs zu schützen.

Dein Kind wird dich vielleicht einmal fragen, weshalb du es nicht richtig ernährt hast.

Viele Grüße
Kassandra



Hallo Bertram,

einen Link kann ich Dir leider nicht schicken.
Mir liegt ein Auszug davon in Kopie vor, in dem ein Vergleich des Gehalts an Mineralien und Vitamine zwischen 1985 und 1996 von 5 Gemüsesorten und 3 Obstsorten dokumentiert ist.
Darunter steht:
Vergleich zwischen einer 1998 erstellten Studie der Universität Heidelberg und den ermittelten Werten in Obst und Gemüse. Quelle: Welt am Sonntag 24.8.97
Vielleicht hilft Dir das weiter.
In einem Fachvortrag der Ernährungsmedizinerin wurde dazu gesagt, dass diese Studie von der WHO in Auftrag gegeben worden ist.
Wie auch immer, von wem ist m.E. zweitrangig. Sie ist seriös und bestätigt den massiven Vitalstoffverlust bei Obst und Gemüse. Beispiel Banane: 1985 1996
mg pro 100 g: Folsäure 23 3 -84%
Vitamin B6 330 22 -92%

Apfel : Vitamin C 5 1 -80%

@ Kassandra

Meine Kinder sind fast volljährig.
Ich hab mich lediglich in den Gedanken versetzt, wenn ich noch Mutter eines KG-Kindes wäre.

Meine Kinder haben mich bisher nicht gefragt, warum ich sie nicht richtig mit Obst und Gemüse ernährt habe.
Eine Schüssel Obst stand immer in der Küche. Gemüse täglich zum Mittagessen. Auch im Garten gibt es im Sommer frisches Obst. Es wurde von den Jungs kaumgegessen.
Ich habe damit Nahrungsergänzung vor 3 Jahren begonnen, da war mein "ADS"-Sohn 14 und kam nach hause, wann er wollte. Und aß, was er wollte. Der hat sich nicht mehr viel sagen lassen. Er rauchte bereits seit einigen Jahren und war ein hochproblematischer Junge.
Der andere, nicht leiblicher Sohn, hat wohl bevor er zu uns kam schlechte Erfahrung mit Essen gemacht. Anfangs aß er grundsätzlich nur Verpacktes. Alles andere hat er mit Schreien und Ausspucken damals massiv verweigert.
Heute isst er weit aus mehr, aber sogut wie kein Obst und definitiv keine Form von Rohkost. Ist nichts zu machen.
Da bin ich schon froh, dass ist auf solche Produkte zurückgreifen kann um Defizite auszugleichen.

Zum Preis: ich finde es sehr relativ, denn z.Z. kostet z.B. Paprika im Aldi das Pfund=3Stück fast 2€. Kein Bio, sondern behandeltet eingeflogene Ware. Auch anderes ist nicht gerade billig. Bioprodukte kosten fast das doppelte.
Die Kosten für ein hochwertiges Obst und Gemüsekonzentrat liegen pro Tag bei ca. 1,30€.

Im Übrigen liegt die Empfehlung wegen der massiven Vitalstoffverluste bereits bei 9 Portionen um den täglich Bedarf zu decken.
Aber wer tut das tatsächlich? Ich kenne keinen, der das schafft.

Es ist leider so, dass unsere Nahrung heute im Schnitt nicht mehr die Qualität wie noch vor 10 Jahren hat.

Gruss mamamia




Beim Textspeichern ist sind die Zeilen versetzt worden.
Noch mal klar:

Banane: Folsäure: 1985: 23mg pro 100g, 1996: 3mg pro 100g. Macht ein Minus von 84%.

Vitamin B6: 1985: 330mg, 1996: 22mg. Minus 92%.

Apfel: Vitamin C: 1985: 5mg, 1996: 1mg, Minus 80%.



Hi mamamia!

zu dem Thema eine andere Untersuchung:

grüsse
globulus

http://www.beeren.ch/beeren%20und%20gemuese%20Pluss.htm


Gemüse und Früchte sind so gesund wie früher! (21.01.2004)
Autor: Koch Walter, Strickhof Fachstelle Gemüse
Der Mineralstoff- und Vitamingehalt von Früchten und Gemüse hat in den letzten fünfzig Jahren in den meisten Fällen nicht abgenommen.


Entgegen vielzitierter Auffassungen ist Obst und Gemüse also nicht weniger gesund als früher. Dies zeigt eine Studie von Agroscope FAW Wädenswil, der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung und der Fachstelle Gemüse des Strickhofs.

Der Natriumanteil in Stangenbohnen sei auf nahezu Null gesunken, und Karotten würden 75 Prozent weniger Magnesium enthalten als in den 40er Jahren, behauptete die «Welt am Sonntag» am 28. 03. 01. Das «Hörzu-Special» (Nr. 1/97) berichtete, Äpfel enthielten 80 Prozent weniger Vitamin C. Solche und ähnliche Meldungen haben in letzter Zeit Furore gemacht. Die angeblichen Gehaltsabnahmen wurden mit der Intensivierung der Landwirtschaft und ausgelaugten Böden in Verbindung gebracht.

Die Diskussion ausgelöst hatte eine wissenschaftliche Publikation, die 1997 im British Food Journal erschienen ist. Die Autorin Anne-Marie Mayer verglich Gehalte von acht Mineralstoffen in 20 Früchte- und 20 Gemüsearten. Abgesehen von Phosphor stellte sie bei allen anderen Mineralstoffen eine Verminderung fest. Mayer folgerte, dass eine mangelnde Versorgung des Menschen zu befürchten sei.

Fachleute entwarnen
Ob sich ein solcher Rückgang tatsächlich nachweisen lässt, haben nun Fachleute der Eidg. Forschungsanstalt Agroscope FAW Wädenswil, der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung und der Fachstelle Gemüse des Strickhofs überprüft. Denn die Produkte der Landwirtschaft spielen eine wichtige Rolle bei der Versorgung mit lebensnotwendigen Nährstoffen. Wäre die These bestätigt worden, hätte sich das auch auf die Kampagne «5 am Tag» ausgewirkt, die den Gemüse- und Früchtekonsum steigern soll.

Die Forscher wählten die sieben wichtigsten Frischgemüse und die fünf wichtigsten Obstarten aus, basierend auf dem jährlichen Pro Kopf-Verbrauch in der Schweiz sowie dem Anteil an der Inlandproduktion. Bei Tomaten, Karotten, Zwiebeln, Kopfsalat, Gurken, Eisbergsalat, Äpfel, Birnen, Erdbeeren, Zwetschgen und Kirschen verglichen sie den Gehalt von 9 Mineralstoffen, 11 Vitaminen und der Trockensubstanz. Dazu analysierten sie ältere und aktuelle Ausgaben von drei Datenbanken (McCance and Widdowson’s 1960 und 2002; Souci, Fachmann, Kraut 1979 und 2000; Geigy 1953 und 1981).

Bei 16 der 20 untersuchten Nährstoffe stellten die Forscher keine signifikante Veränderung fest. Das sind vier Fünftel aller analysierten Mineralstoffe und Vitamine. Die Datenbankrecherche zeigte einzig, dass heutiges Gemüse 22 Prozent weniger Vitamin C, 30 Prozent weniger Vitamin B2, 28 Prozent weniger Magnesium und 57 Prozent weniger Kupfer enthält. Beim Obst wiesen die Forscher 3 Prozent weniger Magnesium nach, hingegen 168 Prozent mehr Folsäure und 19 Prozent mehr Vitamin C.

Bedarf des Menschen gedeckt
«Unsere Früchte und Gemüse sind heute genauso wertvoll, wie sie es früher waren», sagt Esther Infanger von der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung zu diesen Ergebnissen. Denn Gemüse und Obst müssen in einer vielseitigen Ernährung nur einen Teil des gesamten Vitamin- und Mineralstoffbedarfs abdecken. Gemüse sind wichtig für die Mineralstoffe Kalium, Eisen, Kupfer, Mangan und die Vitamine A, K, B6, Folsäure, Biotin, Niacin und C. Früchte benötigen wir vor allem für die Zufuhr von Kalium, Kupfer, Vitamin K und Vitamin C.

Gemüse sind also wichtige Kupfer- und Vitamin C-Lieferanten. Dennoch beunruhigen die nachgewiesenen Rückgänge Infanger nicht: «Wenn wir uns gesund ernähren, also im Sinn der Lebensmittelpyramide ausgewogen essen, nehmen wir ohnehin mehr Kupfer und Vitamin C auf, als wir benötigen», erklärt sie. «Sollten Gemüse tatsächlich weniger dieser Stoffe enthalten, sind die Auswirkungen auf die Gesundheit vernachlässigbar.» Dass man sich ausgewogen und abwechslungsreich ernährt, ist viel entscheidender, als der exakte Gehalt an Nährstoffen in einzelnen Nahrungsmitteln.

Fortschritte in der Analytik
Ernst Höhn von Agroscope FAW Wädenswil bezweifelt zudem den starken Rückgang beim Kupfer: «Weil Kupfer im Gemüse nur in sehr geringen Mengen vorhanden ist und damit im Bereich der Nachweisgrenze liegt, können die Angaben in den Datenbanken fehlerhaft sein.» In den letzten fünfzig Jahren hat sich die Analytik enorm weiterentwickelt. Dies betrifft insbesondere Magnesium und Folsäure. Der Vergleich zu früheren Jahrzehnten wird dadurch schwierig und schränkt die Aussagekraft ein.

Unverändert problematisch ist es, eine repräsentative Stichprobe für solche Vergleiche zu entnehmen. Denn Obst und Gemüse sind lebende Pflanzengewebe, die Reife- und Alterungsvorgängen unterworfen sind, welche den Vitamingehalt, speziell jenen von Vitamin C, beeinflussen. Weil es schwierig ist, Reife und Alter genau zu bestimmen, sind Gehaltsangaben oft Momentaufnahmen. Untersuchungen der FAW zeigen zudem, dass etwa Mineralstoff- und Carotingehalte bei Karotten stark sortenabhängig sind. Darum erstaunt es nicht, dass die Datenbanken zum Teil markante Unterschiede bei den Gehaltsangaben einzelner Gemüse- und Obstarten aufweisen.

Veränderungen in der Produktion
In den letzten fünfzig Jahren hat sich die Gemüse- und Obstproduktion in der Schweiz grundlegend gewandelt. Im Gemüsebau stiegen die Erträge um 69 Prozent an, im Obstbau um 33 Prozent. Gleichzeitig verwenden die Landwirte deutlich weniger Dünger pro kg produziertes Gemüse und Obst, um das Grundwasser zu entlasten. «Die Schweiz hatte lange Zeit eher mit überdüngten als mit ausgelaugten Böden zu kämpfen», erklärt Ernst Höhn.

Im Obstbau setzten sich seit den 50er Jahren Niederstammanlagen durch, in denen die Früchte besser besonnt werden und dadurch mehr Mineralstoffe und Vitamin C enthalten. Auch in der Lagerung wirkten sich die Entwicklungen positiv auf die Vitamingehalte aus. Äpfel, die in einem CA-Lager in kontrollierter Atmosphäre gelagert werden, enthalten noch nach fünf Monaten praktisch gleichviel Vitamin C wie bei der Ernte; im Kühllager hingegen nur noch 30 Prozent. Seit 1995 werden in der Schweiz über 95 Prozent der Äpfel und Birnen auf diese vitaminschonende Art gelagert.

Auch hat sich das Sortiment von Gemüse- und Obstarten verändert. Dies führte zu einem vielseitigeren Angebot und kam Konsumentenwünschen entgegen. Wie sich die einzelnen Produktionsschritte von der Saat bis auf den Teller auf Mineralstoff- und Vitamingehalte auswirken, wird A



hi globulus etc,
die studie die Du zitierst ist von einem beerenverkäufer. klar, dass der sich eine entwarnende studie rauspickt.

ich denke auch, dass die frage IST WENIGER DRIN ALS FRÜHER nicht abschließend geklärt ist.
hauptsache ist wohl, welche produkte ich esse/teste.

vitaminmangel an sich:





Vitaminmangel durch Fehlernährung

Vor allem ältere allein lebende Menschen mit geringem Einkommen oder auch Kinder und Jugendliche, die sich einseitig ernähren, können Vitaminmangelsymptome aufweisen. Strenge Diäten sind ebenfalls klassische Auslöser für eine Unterversorgung. Hier kann die kurzzeitige Einnahme von Vitamintabletten durchaus sinnvoll sein. Auch Schwangere oder Hochleistungssportler haben zusätzlichen Bedarf an bestimmten Nährstoffen, die manchmal schwer über die Nahrung zu beziehen sind.

Doch im Allgemeinen gilt: Wer eine abwechslungsreiche Kost mit viel frischem Obst und Gemüse, Getreide- und Milchprodukten zu sich nimmt, reduziert das Risiko, an Krebs, Allergien oder anderen chronischen Leiden zu erkranken und steigert zudem sein allgemeines Wohlbefinden.
(BSMO/ld)

Quelle: Nach Informationen der Deutschen Krebshilfe, Der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und dem Amerikanischen Ministerium für Landwirtschaft (USDA)


Ihre Vitamin-Versorgung : Die Deutschen essen zu wenig Vitamine

(Quelle: Lifeline)

Alle vier Jahre gibt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung eine Bestandsaufnahme der Ernährungssituation in Deutschland heraus. Dieser Ernährungsbericht zeigt auf, wie gut die Deutschen mit Vitaminen und Mineralstoffen versorgt sind. Der Ernährungsbericht Nummer neun aus dem Jahr 2000 ist keinesfalls dazu geeignet, das Thema Ernährung beruhigt ad acta zu legen.

Im Gegenteil: Die Daten zeigen, dass die Deutschen von einer ausgewogenen, gesunden Ernährung noch weit entfernt sind. So essen alle Altersstufen im Schnitt zu viel Fett und zu viel Eiweiß, dafür aber zu wenig Kohlenhydrate und Ballaststoffe. Alkohol erfreut sich allzu großer Beliebtheit und wird über das gesundheitlich verträgliche Maß hinaus getrunken.

Alle Altersgruppen nehmen zu wenig Kalzium auf. An Magnesium mangelt es vor allem Jugendlichen zwischen 15 und 19 Jahren. Die Versorgung mit Eisen ist besonders bei Mädchen zwischen 12 und 13 sowie bei Frauen unter 51 Jahren schlecht. Seinem Ruf als Jodmangelgebiet macht Deutschland auch im Ernährungsbericht 2000 alle Ehre: Männer wie Frauen nehmen zu wenig Jod zu sich.

Bei den Vitaminen hakt es bei den Vitaminen E, C, bei Betakarotin und Folsäure. Fazit: Die Unterversorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen betrifft in der Regel nicht nur eine einzelne Substanz, sondern mehrere. Wer einem Mangel vorbeugen oder einen vorhandenen Mangel beheben möchte, sollte daher auf eine vielseitige Ernährung achten. Wer sich zusätzlich mit Vitaminen und Mineralstoffen versorgen möchte, für den eignen sich Präparate mit einer ausgewogenen Mischung wichtiger Vitamine und Mineralstoffe.




so sucht sich halt jeder die Studien heraus, die ihm in den Kram passen.
Auf unser HP_Schule war ein Lehrer(Arzt!) der immer die Studien angeschleppt hat, die die Unschädlichkeit des Rauchens bewiesen.

Aber dein Zitat ist ja höchst daneben: zuwenig Kohlehydrate! bei 100g Zucker pro Tag im Schnitt!
eher zuviel falsche KH.
und hattest du nicht selber was gepostet, dass Deutschland kein Jodmangelgebiet mehr ist?

Ich bleibe dabei:
Gesunde Ernährung ist ohne Nahrungsergänzung möglich.
Die Vitaminversorgung ist eher dramatisch besser als vor 200 J. was meint ihr was unsere Vorfahren im Februar an Vitaminen bekamen?

Bei best. Krankheiten, Rekonvaleszenz ist kurzfristig Ergänzung sinnvoll, vielleicht auch beim Fasten.

gruss
globulus



hi globulus,
richtig, germanien SCHEINT kein jodmangelgebiet mehr zu sein; aber darüber könnte man offenbar wieder 20 studien pro u. 20 studien contra posten. ich gehe davon aus, dass eine jodergänzung oder gar eine medi-einnahme von jod unnötig sein dürfte (auch aufgrund der ubiquitären salz-jodierung). die von Dir kritisierte quelle habe ich auch nur gepostet um zu zeigen, wie die meinungen verlaufen; wenn ich etwas poste muß ich nicht 100%ig hinter jedem satz stehen.

dass die falschen (isolierten) kohlehydrate gegessen werden, darüber brauchen wir hier wohl nicht zu diskutieren, da haben wir keinen dissens; es kann gut sein, dass IM VERGLEICH ZU FETTEN UND EIWEISS die kohlehydrat-zufuhr bei erwachsenen zu niedrig ist.
bei kindern sehe ich das anders, mit ihrer vorliebe für pizza u. nudeln (aber auch hier wieder: die falschen kohlehydrate). auf jeden fall wird zu wenig gemüse u. obst gegessen.

ich will darauf hinaus, dass die normale ernähung im durchschnitt/normalerweise nicht optimal ist u. das ist ja wohl unstrittig, was man an der zunahme der dicken kinder u. der dicken erwachsenen unschwer ersehen kann. ich gehe auch davon aus, dass bei den dicken oft die vitalstoffzufuhr (selen, vitamine, mineralien) ungenügend ist, da zu viel falsche fette u. falsche kohlyehydrate u. zu viel fleisch/wurst/milch gegessen wird. irgendwas muß ja wohl nicht passen, sonst wären alle schlank u. rank.
ich habe nirgendwo propagiert, man müsse immer wieder oder gar durchgängig nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen!
ich gehe auch davon aus, dass bestimmte spurenelemente/vitalstoffe offenbar durch die industrialisierte nahrungsmittelzubereitung verloren gehen. zudem ist die art u. weise der messung eines "minus" nicht ok (warum, das würde hier zu weit führen, einiges dazu unten im zitierten wiki-artikel) u. die notwendigen mengen zu gering angesetzt, wird auch laufend erhöht von der DGE (beispiel vit.c).
nur mal was zum magn.-mangel (wikipedia):

Magnesiummangel entsteht durch zu geringe Aufnahme mit der Nahrung, durch verminderte Absorption im Darm oder durch zu intensive Ausscheidung über Nieren und Haut.

Viele Wissenschaftler weisen seit langem daraufhin, dass die Böden immer mehr auslaugen und deshalb die Pflanzen vergleichsweise immer weniger Magnesium enthalten. In der Folge ernähren sich die Tiere magnesiumärmer - und damit auch der Mensch. Die letzte große Ernährungsstudie in Deutschland (VERA-Studie) zeigte, dass über 40 % der Bevölkerung durchschnittlich nicht die Empfehlungswerte der DGE in der Ernährung erreichen. Die mangelhafte Ernährung (häufig auch nur bedingt durch mangelnde Aufklärung und unzureichendes Wissen) ist eine mögliche Ursache des Magensiummangels.

Zu den möglichen Ursachen eines Magnesiummangels gehören auch

* einseitige Kostformen (Diäten),
* zu geringe Nahrungszufuhr (insbesondere im Alter) oder
* erhöhter Bedarf infolge von Belastungen, Stress, Sport und Schwangerschaft.

Zu den möglichen Ursachen eines Magnesiummangels gehören aber auch genetische Ursachen, die den Aufnahmemechanismus (Magnesiumabsorption) im Darm oder die Magnesium-Wiederaufnahme (Rückresorption) in der Niere beeinträchtigen.

Zu den sekundären Ursachen gehören verschiedene Erkrankungen, die zu einer Verschlechterung der Magnesiumbilanz im Körper beitragen:

* Alkoholismus,
* chronische Darmerkrankungen (z. B. Zöliakie, Kurzdarmsyndrom, Malabsorptionssyndrom) und
* chronische Nierenerkrankungen, die zu erhöhten Magnesiumverlusten beitragen, und
* Diabetes.

Auch verschiedene Medikamente beeinträchtigen die Magnesiumbilanz (z. B. wassertreibende Mittel (Diuretika), Antibiotika, Chemotherapeutika).

Magnesium ist zu 99% intrazellulär lokalisiert. Dies bedeutet, dass der gemessene Blutspiegel den Magnesium-Pool des Körpers nur unzureichend widerspiegelt und erklärt, warum eine isolierte Blutspiegel-Messung einen Magnesiummangel oft weder beweisen noch widerlegen kann (es sei denn, es liegt ein klinisch sofort behandlungsbedürftiger Fall vor, typischerweise bei langdauernder krasser Fehlernährung bei Alkoholismus, bei dem die Körperspeicher wirklich "leergefeuert" sind)


nur - wer sich mies ernährt u. wer das nicht ändern kann(will?), der möge wenigstens ab u. zu etwas "supplementieren". ist immer noch besser als nur träumen u. zu sagen: "der soll sich halt gscheit ernähren".

ich merke in der praxis immer wieder, dass selbst normal-ernährer von z.B. neukönigsförder mineraltabletten u. ähnlichem profitieren, die haut u. die haare besser werden u. die leute sich fitter fühlen. also nicht nur bei "AD(H)S'lern".
fazit: entweder sind zu wenig vitalstoffe (hier mineralien) im essen drin oder ETWAS MEHR DAVON IST EINFACH BESSER.

bertram




PS:
zu globulus "entwarnungsstudie":

so entwarnend finde ich es nicht, wenn dort geschrieben steht:

Die Datenbankrecherche zeigte einzig, dass heutiges Gemüse 22 Prozent weniger Vitamin C, 30 Prozent weniger Vitamin B2, 28 Prozent weniger Magnesium und 57 Prozent weniger Kupfer enthält.





nur - wer sich mies ernährt u. wer das nicht ändern kann(will?), der möge wenigstens ab u. zu etwas "supplementieren". ist immer noch besser als nur träumen u. zu sagen: "der soll sich halt gscheit ernähren".


wieso denn träumen?

Ist das nicht gerade die Aufgabe unseres Berufs, auf ungesunde/krankmachende Lebensweise hinzuweisen?

oder sagst du auch : mei, der kann halt nicht anders als saufen und verordnest täglich Vitamine?

Aber wir kommen von dem Ausgangspunkt weg und der war ja die Behauptung: natürliche Nahrung ist heute schon so ungesund, dass man Nahrungsergänzung braucht.

Das es kranke Menschen gibt, die von NE profitieren bestreite ich natürlich nicht, ist ja oft Teil meiner Therapie.

gruss
globulus



hi,
im prinzip ja dazu:

oder sagst du auch : mei, der kann halt nicht anders als saufen und verordnest täglich Vitamine?


ist schließlich immer noch besser als saufen u. keine vitamine täglich oder die leber absterben lassen.
anders herum gefragt: wenn sich das verhalten des klienten/patienten nicht ändert, dann keine therapie mehr?

dass man es erst mit dem versuch, dass verhalten des patienten zu beeinflussen versucht, ist eh klar.

bertram

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