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Thema: Wie helfe ich meinem Kind?


Hallo,
mich interessiert, ob/wer von Ihnen Erfahrungen gemacht hat, ADHS-Symptome mittels auf den persönlichen Bedarf abgestimmter Nahrungsergänzungen zu verringern.
Stichworte: Mikronährstofftherapie, Kryptopyrrolurie, Mitochondropathie.
Man findet im Netz jede Menge Berichte, die Hoffnung machen, genauso viele Stimmen, die behaupten, das könne gar nicht stimmen, aber ERFAHRUNGSBERICHTE gibt es kaum.
Vielen Dank im voraus.
Maria



Wir haben bei unserem Sohn mit einer Mikronährstofftherapie hervoragende Verbesserungen im Lern-/Leistungs- und Konzentrationsvermögen erzielen können. Ritalin wurde dadurch überflüssig.

Positive Erfahrungsberichte wirst Du kaum finden. Sie werden gerne von Gegnern torpediert. Teilweise wird man sogar sehr aggressiv angegangen, wenn man von seinen positiven Erfahrungen damit berichtet.
Ging bei mir mal bis zur Bedrohung in einem sehr pro Medikation orientiertem ADS-Forum.
Steh ich mittlerweile total drüber, denn der Erfolg gibt uns recht. Und *freu :-))))))* : nicht nur uns.

Gruß mamamia




hallo maria,
die ergebnisse sind sehr gut, mehr findest Du in unserem thread "magnesium half bei..."

spezialfragen:
einfach stellen.

gruss
bertram
heilpraktiker




PS: (zu maria)

das sind (im gegensatz zu mikronährstofftherapie):
Kryptopyrrolurie, Mitochondropathie

schwierige themen. Kryptopyrrolurie kann kaum ein labor diagnostizieren. Mitochondropathie ebenso. das muß man primär aus den symptomen ableiten.

hier findest Du gute threads zu diesen fragen:
http://www.symptome.ch/vbboard/

gruss
bertram



Hallo,

ich bin ja einer der wenigen, wenn nicht die Einzige hier, die nicht unbedingt die Existenz von ADS abstreitet.

Aber man muss vorsichtig sein. Ein Kind kann die entsprechenden Symptome zeigen, aber das heißt nicht, dass ADS vorliegt.

Deshalb gehört ja eine sorgfältige Untersuchung dazu, um z.B. auch Allergien, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, auch Kryptopyrrolurie u.a. auszuschließen.

Es gibt nun mal Kinder, die reagieren extrem auf Zucker, Zusatzstoffe u.ä., da hilft es dann diese Stoffe zu meiden (sehr schwer, da überall drin) und man kann dem Kind helfen. Es gibt aber auch Kombinationen und auch da kann man helfen, in dem man z.B. die verdächtigen Stoffe meidet.

Es gibt Kinder, die reagieren auf Phosphat, dann muss man das weglassen. Es heißt dann aber nicht, dass alle Kinder mit ADS-Symptomen so therapiert werden können.

Deshalb muss man auch sein Kind genau beobachten, wann welche Vorfälle auftreten.

So hat mir z.B. die Freundin meiner Tochter erzählt, dass ihr kleiner ADS-Bruder nach dem Genuss von Süssigkeiten zwei Stunden später nicht mehr kontrollierbar ist. Die Eltern meiden die Süssigkeiten - aber er bekommt das Zeug bei Freunden.

Ich kenne einen Fall, da hat man einfach nur den Fleischer gewechselt, vom normalen zum Bio. Da waren weniger "Fremdstoffe" in allen Würsten ect... und die Symptome des Kindes besserten sich.

Wir z.B. versuchen auch sehr viel selbst zu machen, meiden Süsses und Lebensmittel mit zu vielen Zusatzstoffen. Zum Einen hat mein Mann Probleme damit, zum Anderen tut es meiner Tochter gut.

M.E. ist vieles möglich, ich kenne Fälle, da halfen die Alternativen und man konnte die Medikamente verringern oder sogar weglassen.

Nur weil bei vielen Kindern mit den entsprechenden Symptomen das nicht wirkte, heißt das nicht, dass es nicht hilft bei Einzelfällen.

Doris



doris,
kompliment, Du hast das gut dargestellt. that's it!
gruss
bertram



Hallo Maria,
bei sogenanntem ADHS kann vieles helfen - manche Behandlungen können jedoch die Lage des Kindes auch verschlechtern. Also Vorsicht!

Wichtig ist, dass du zu allererst einmal umfangreiche Untersuchungen durchführen lässt, um herauszufinden, was dem Kind wirklich fehlt - worauf die Verhaltensbesonderheiten des Kindes zurückzuführen sind.

Das schließt ein: eine ausführliche medizinische Untersuchung, eine psychiatrische Untersuchung, eine neurophysiologische Untersuchung, möglichst auch mit Gehirnscans sowie eine Analyse der familiären Situation, z.B. bei einer Familienberatungsstelle.

Erst wenn genau festgestellt wurde, um welche Art von "ADHS" es sich handelt und welche Ursachen zugrunde liegen, kann an eine Therapie gedacht werden.

Generell gesagt, hilft eine gesunde Ernährung (mehr eiweißhaltige Nahrung, z.B. Fisch, mageres Fleisch...) und weniger Kohlehydrate (vor allem Süßigkeiten meiden, Nährmittel wie Brot, Kuchen, Nudeln... sparsam anbieten) sowie regelmäßige Bewegung (Schwimmen, Wassergymnastik, Wandern in der Natur) meist recht gut.

Wenn du dein Kind gut ernährst, dann brauchst du keine Nahrungsergänzungsmittel zu geben. Nachdem jedoch die Fast-Food-Unkultur immer mehr um sich greift, werden Vitamin- und Mineralstoffpillen oder Mikronährstoffpräparate erforderlich.

Auch Hippotherapie oder Delphintherapie kann hilfreich sein.

Was meist vergessen wird, ist der schädliche Einfluss der Massenmedien, der Unterhaltungselektronik einerseits und ein Defizit an Beschäftigung mit wirklich wertvoller Kultur andererseits (klassische Musik, Lektüre guter Literatur, Religion, Kunst, Philosophie ...).

Und nicht zuletzt: Schicke dein Kind auf die richtige Schule, die seiner Begabung und seinen Interessen entspricht. Überfordere dein Kind nicht, sonst machst du es unglücklich.

Ich könnte noch viel mehr schreiben, aber ich belasse es vorerst damit.

Ich wünsche dir und deinem Kind alles Gute.

Kassandra





Hallo Kassandra,

womit wir bei der Gretchenfrage wären: Welches ist die richtige Schule?

Klar, man sollte nicht so unklug sein, sein Kind zu überfordern. Da gibt es genug Fälle, wo es unbedingt das Gym sein muss und das Kind scheitert, sich Jahre quält und leidet.

Aber was ist, wenn es nicht die Schulform ist, sondern die Gesamtumstände. Dem wird nämlich nicht Rechnung getragen. Die Klassen sind zu groß und damit wird jeder unterschiedlich fertig. Das schlägt sich auch auf die Leistung.

Wo ist die Schule, die nicht so große Klassen hat? Ich weiß, was für mein Kind gut wäre, aber die gibt es leider nicht. DAs wäre eine Schule auf dem Niveau Realschule mit Tendenz Gym und einer Klassengröße von höchstens 20 Schülern. Selbst ihre Lehrer sind der Ansicht, dass meine Tochter noch mehr leisten könnte (und die Noten waren in letzter Zeit prima), sie aber trotz aller enormen Fortschritte eine Umgebung wie sie nun mal gegeben ist, nur sehr schwer verdaut. Sie kann nun mal schwer in großen Gruppen und Alternativen sind Fehlanzeige. Aber für jedes Kind ist eine Klassengröße von 30 Schülern viel zu groß, vor allem, da der Schulsaal nur für ca. 22 geeignet ist. Wie laut es da werden kann, kann man sich vorstellen und vor allem wie unruhig.

Vieles ist leider nicht zu ändern, bzw. wird auch in der Schule solchen Kindern keine Unterstützung gegeben.

Deshalb würde mich brennend interessieren, wie es Herr Schmidt schafft, dass mit ihm Schulen kooperieren, um Kindern zu helfen. Wieso wehren sich hier leider viele Lehrer und vor allem Direktoren, wenn das Wort Sozialarbeiter, Schulsozialarbeiter, Mitarbeit/Zusammenarbeit EZB/KSB fällt?

Dabei wäre das ja auch Hilfe für die Lehrer, die zu so etwas nicht ausgebildet sind.

Die heutige Schulsituation ist für viele Beteiligten eine große Belastung.

Doris



hallo,
versuch einer antwort dazu:

Wieso wehren sich hier leider viele Lehrer und vor allem Direktoren, wenn das Wort Sozialarbeiter, Schulsozialarbeiter, Mitarbeit/Zusammenarbeit EZB/KSB fällt?


weil man sich nicht in die schul-pädagogik hineinreden lassen will. könnte ja auch mal kritik kommen...
und ein schuldirektor kommt nun mal immer noch gleich nach dem herrn doktor :-)

hier vor ort haben wir 3 schulsozialarbeiter in div. hauptschulen, mit denen klappt das ganz gut.

gruss
bertram



Hallo,

bei uns muss nur die HS mit der Schulsozialarbeiterin zusammenarbeiten.

Aber durch diese Weigerung vieler Schulen, gerade in unserer Region, wurde bei uns viel verzögert.

Da wünsche ich mir exakte Vorgaben, dass jede Schule bei Bedarf, egal von Eltern gefordert oder nicht, mit diesen Fachleuten arbeiten muss.

Doris

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