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Thema: Epigenetik: Erfahrungen verändern Gene |
Die Studie zeigt nach Einschätzung von John Krystal vom Connecticut Mental Health Center, dem Chefredakteur von Biological Psychiatry, dass langfristige Umwelteinflüsse bis tief in die Gene einwirken können. Dass diese Erkenntnis dereinst neue therapeutische Konsequenzen haben könnte, dürfte derzeit jedoch noch die ferne Wunschvorstellung eines Grundlagenforschers sein. © rme/aerzteblatt.de
Warum in die Ferne schweifen, denn das Gute liegt so nah: da lobe ich mir inzwischen ganz einfach eine gute Psychotherapie! Auch bei ADHS!
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hallo,
übrigens, im heft PSYCHOLOGIE HEUTE sept.08 ist ein sehr guter artikel zum thema AD(H)S zu finden. durchaus pharmakritisch, mit hinweisen auf neuere (be)funde (epigentik) und fundiert.
fazit: die psychologische fraktion geht in die gegenoffensive! zeit wirds...
have a look
gruss
bertram
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Im Juli erscheint ein Sachbuch, das sich mit der Epigenetik beschäftigt:
Peter Spork: "Der zweite Code. Epigenetik - oder wie wir unsere Gene steuern können." Auf einen Zeitungsartikel des Autors wurde oben bereits hingewiesen.
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Da sieht man mal wieder, wie wichtig ein Überblick über viele, möglichst alle Studien zu einer These sind (Metaanalyse). Einzelne Studien werden ja gewöhnlich zu gern verbreitet, wenn sie sensationell sind oder sonstwie im Mainstream liegen. Alle anderen, die etwas Anderes belegen, werden fleißig ignoriert oder gar nicht erst publiziert.
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Also ich finde das beachtlich, dass jetzt echt nachgewiesen ist, dass man bei einer Lebenskrise depressiv werden kann. Die Lebenskrisen erhöhten das Risiko eine Depression um 41 Prozent (95-Prozent-Konfidenzintervall 1,25-1,57).
boah, das hätt ich nicht gedacht und jetzt ist das echt wissenschftlich bewiesen, selbst mit nem Konfidenzintervall. Super, Wissenschaft ist doch toll!!!
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Oder gibt es einen zweiten Informationscode, mit dem Zellen ihre Reaktion auf Umweltreize festhalten? Epigenetiker sagen "ja". Sie vertreten einen neuen Forschungszweig, die "Über-" oder "Nebengenetik".
Warum eigentlich schon wieder ein "Informationscode" irgendwo - womöglich in einem "submolekularen Medium" oder sowas? Warum immer diese technoiden Analogien? Warum ist es so schwer, einfach zu verstehen, dass Menschen ganzheitliche, sinnstiftende Wesen sind, die sich aus dem Feld, in dem sie aufwachsen, das aneignen, was für sie eine Bedeutung hat? Warum will man wieder offensichtliche Phänomene reduktionistisch auf "Biologie" zurückführen? Für jeden Familiensystemiker oder Familiensteller ist z.B. die phänomenologische Präsenz längst Verstorbener und damit deren Wirkung auf das Leben der Nachfahren eine ganz einfache und erfahrbare Tatsache.
Ich kann nur wieder den Kopf schütteln über die unbelehrbare Engführung solchen Denkens. Auch "Epigentik" ist im gleichen Käfig gefangen wie "Genetik", wenngleich sie hochspannende Erweiterungen bringt. Es ist so ähnlich wie die modernen Ableger der "Evolutionstheorie" - sie lassen das Grundmuster "Überleben" und "Kampf" einfach nicht los (Luhmann würde sagen: ihre "Leitdifferenz").
Optimistische Grüße
Matthias
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Hallo,
ob es Zufall war oder etwas anderes, weiß man da ja gar nicht. Denn möglicherweise gab es unbekannte Variable entweder im Genom und/oder der Umwelt. Und wenn es doch Zufall war, dann war es Zufall!
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