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Thema: Adieu evidenzbasierte Medizin? |
http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,673060,00.html
Hallo,
was da hinsichtlich einer wirklich unabhängigen, evidenzbasierten Medizin gerade politisch läuft, ist hochinteressant und sollte niemanden von uns unberührt lassen. Es geht darum, endlich die Spreu vom Weizen zu trennen, was wirklich wirksame versus unwirksame Medikamente anbelangt. Die Pharma im Einvernehmen mit der FDP und ihrem neuen Gesundheitsminister Rösler wollen, dass wir wieder jeden Dreck schlucken sollen, der der Industrie Gewinn verschafft, aber ansonsten nichts nützt, sondern sogar noch schadet. Bestes Beispiel war kürzlich das Antidepressivum Edronax, bei dem Sawicki gezeigt hat, dass die Pharma nur erwünschte Forschungsstudien veröffentlicht hatte, negative aber zurückhielt und somit die Öffentlichkeit betrogen hat. Wenn Sawicki jetzt abgesägt werden sollte, weiß ich, welche Partei ich nie mehr wählen werde.
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Wie gesagt, ich weiß, welche Parteien ich nicht mehr wählen werde.
Bei "Hart aber Fair" wurde es ganz deutlich. Vor allem die pharmafreundliche FDP mit ihrem neuen Gesundheitsminister haben Sawicki abgesägt, weil er die Geschäfte der Pharma störte. Gesundheitsmafia in Deutschland, pfui Spinne!
http://www.med-kolleg.de/news/n2751551077.html
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Gute Nachricht? Hoffentlich!
IQWiG
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Der neue Mann gehört zur Skeptiker-Bewegung. Da wird sich Esoquatsch aber freuen, obwohl er der Pharma genauso kritisch entgegentreten wird wie sein Vorgänger. Das wird Esoquatsch wiederum weniger freuen... Wünsche ihm aber auf jeden Fall viel Erfolg.
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Adieu schöne evidenzbasierte Medizin:
Pharmalobby
Und was sagt jetzt der neue IQWiG-Leiter DAZU? Wahrscheinlich beißt er zu Hause ins Sofakissen und hält den Mund...
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Nächste (lobenswerte) Runde:
Sawicki
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hallo,
vonwegen evidenzbasierung...:
Interessenkonflikte medizinischer Journals Kopenhagen – Nicht nur die Autoren klinischer Studien haben Interessenkonflikte, auch die sechs führenden Journals profitieren vom Abdruck der Studien, wie eine Untersuchung in PLoS Medicine (2010; 7, e1000354) zeigt: Ihr Impact-Factor steigt und die Honorare für Sonderdrucke können einen signifikanten Anteil der Einnahmen ausmachen.
mehr dazu hier:
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/43273/Interessenkonflikte_medizinischer_Journals.htm
gruss
bertram
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hallo liebe lesergemeinde!
zum vieldiskutierten thema EVIDENZBASIERUNG, WISSENSCHAFTLICHE STUDIEN ETC.
das ist schockierend und sollte von jedem "wissenschafts-fan" gelesen werden:
http://www.zentrum-der-gesundheit.de/medizinische-forschung-ia.html?et_cid=47&et_lid=1788218&et_sub=medizinische-forschung-ia
ein kleiner auszug daraus:
Dr. Ioannidis aber spricht davon,
dass in der heutigen Forschung falsche Untersuchungsergebnisse DIE MEHRHEIT der Veröffentlichungen ausmachen.
Er bewies, dass die meisten behaupteten Forschungsergebnisse nicht der Wahrheit entsprechen und nennt nachfolgend die Schlüsselfaktoren, die zu unwahren Studienergebnissen führen können:
etc
gruss
bertram
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In meinem Buch gibt es ein Kapitel "Die schwache ADHS-Forschung", in dem ich nur einige der gröbsten Fehler anführe, die die ADHS-Forschung "auszeichnen". Wenn man es so vertiefen würde, wie es Ioannidis vormacht, dann würde von ADHS aus wissenschaftlicher Sicht nur ein Kopfschütteln übrigbleiben.
Die gesamte Forschung hierzu ist methodisch dermaßen schwach, interessengeleitet und blindfleckig, dass man sich nur immer wieder wundern kann, wie selbst Fachleute, die es besser wissen müssten, den ganzen Nonsense immer wieder gedankenlos nachbeten. So lässt z.B. Döpfner aus Köln in einem Beitrag im Kölner Stadtanzeiger dieser Tage unbeirrt verkünden, Kinder mit der Diagnose ADHS hätten eine Hirnfunktionsstörung.
Plädoyer für das Abschaffen von ADHS
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Diese tendenziöse und wahrscheinlich auch pharmagesponserte Umschreiberei in Wikipedia kennen wir ja auch sehr gut beim Artikel zu ADHS. Da läuft das genauso.
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