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Thema: URSACHEN VON "ADH(H)S" - gute Übersicht


hallo,

wie man sieht, gibt es nicht nur eine, nicht zwei oder drei, sondern x ursachen für hibbeliges und aufmerksamkeitsgestörtes verhalten.
gute übersicht:

http://www.gesundheitlicheaufklaerung.de/fakten-uber-adhs

auszug:

Am 27. Juni 2005 gab der Präsident der APA (Amerikanische Psychiatrische Vereinigung), Steven Sharfstein, in einem Fernsehinterview zu, dass es keine gültigen Tests gibt, die ein chemisches Ungleichgewicht im Gehirn nachweisen können. Auch im PEOPLE Magazin erklärte Steven Sharfstein am11. Juli 2005 “Wir haben keinen gültigen Test, um ein chemisches Ungleichgewicht im Gehirn nachzuweisen.” Wenn man bedenkt, dass die Psychiatrie weltweit seit vielen Jahren über dieses chemische Ungleichgewicht spricht und erklärt, dass dies die Ursachen von ADHS und anderen “Geisteskrankheiten” sei, so werden durch diese Aussagen ihr pseudowissenschaftliches Image und die betrügerischen Behauptungen nur bestätigt.


gruss
bertram



Jetzt kommt der Grund meiner Verwirrung, nämlich diese Seite sagt etwas anderes:

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/38028/ADHS_Dopaminstoerung_im_Belohnungssystem.html



Hallo Harald,
Deine angebliche Verwirrung ist leicht zu beheben: Dein zitierter Artikel ist eine Forschungsstudie, wie es tausende gibt. Für die klinische Diagnosepraxis als Test im Alltag taugt sie nicht.
Ausserdem muss man bei solchen Studien immer scharf aufpassen, dass die Kausalität der Befunde nicht einseitig ausgelegt wird. Denn auch diese Studie kann nicht belegen, dass die Hirnveränderungen bei "ADHS" die Ursache der Störung sind. Das konnte noch keine einzige der vielen tausenden ADHS-Studien belegen.
Auffälligkeiten im "Belohnungssystem" können ja ganz einfach auch als erziehungsbedingte Lernprozesse, die sich in der Hirnentwicklung niedergeschlagen haben, verstanden werden. Ein Kind, dass z.B. psychosozial frustriert und demotiviert aufwächst (es wird selten belohnt, hat überwiegend Misserfolge), zeigt mit großer Wahrscheinlichkeit solche Auffälligkeiten im "Belohnungssystem". Soche Kinder und Erwachsene müssen dann vermehrt nach Ersatzbefriedigungen suchen, was aber sehr anstrengend und störend ist und doch nie das frühkindliche Defizit ausgleichen kann. Genau betrachtet zeigt Deine Studie wieder mal bestenfalls nichts anderes, als dass sich Lebenserfahrungen in der Hirnentwicklung niederschlagen.
Was ich hier umschreibe ist nichts anderes als das klassische tiefenpsychologische Neurosekonzept. ADHS ist ja in Wahrheit eine Neurose. Dieser heute zu Unrecht etwas aus der Mode gekommene Terminus taugt nach wie vor viel besser als "ADHS", weil er die Psychotherapie ermöglicht, und nicht seelenlose Psychopharmaka.




hi harald,

wie Du im posting von mir lesen kannst (seite: "gesundheitliche aufklärung"), gibt es über 40 ursachen für "AD(H)S"-verhalten! klick mal auf den link u. lies Dir das durch (nicht nur mein einkopiertes zitat).

wenn es nur an den genen liegen würde, warum dann die häufung der diagnose in den letzten jahren? seit wann verhundertfachen sich "genetisch" bedingt krankheiten?? echt genetische erkrankungen wie mongoloismus/trisomie 21 häufen sich ja auch nicht gravierend.
wenn etwas so deutlich ansteigt, dann ist das - medizinisch gesehen - i.d.r. eine SEUCHE. oder - es gibt eine neue (mode-)diagnose :-).

beste grüße
bertram



hallo,
auch weichmacher können "adhs-symptome" auslösen:

http://www.vnr.de/b2c/familie/kinder/weichmacher-koennen-adhs-foerdern.html

Koreanische Forscher stellten unlängst einen möglichen Zusammenhang zwischen Weichmachern und dem Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS) fest. Dazu untersuchten sie den Urin von 261 Schulkindern zwischen acht und elf Jahren auf die Phthalat-Konzentration. Die Schüler wurden auf ADHS-Symptome (Aufmerksamkeitsstörungen, erhöhte Impulsivität) getestet. Die Ergebnisse zeigten, dass die Symptome umso ausgeprägter waren, je mehr Weichmacher sich im Urin befand.


gruss
bertram



hallo,

und es kommen immer mehr "ursachen" dazu. wobei das ganze rätsel aufgibt. neurodermitis = immunsystem-fehlsteuerung/allergie/atopie. der bogen zum "aufgekratzten verhalten"...hmmm...:


WELT ONLINE

Neurodermitis erhöht ADHS-Risiko

Jedes fünfte Kind unter drei Jahren ist von Neurodermitis betroffen. Hautärzte haben nun herausgefunden, dass die Krankheit eine direkte Voraussetzung für das Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom (ADHS) sein kann. Mehr noch: Die Neurodermitis erhöht die Wahrscheinlichkeit drastisch, an ADHS zu erkranken.


QUELLE:
http://www.welt.de/gesundheit/article3228374/Neurodermitis-erhoeht-ADHS-Risiko.html

ok, mir fällt noch etwas ein. bei neurodermititis spielt sehr oft eine aluminium-intoxikation eine rolle. damit sind wir wieder bei (schwer)metallbelastungen...

GRUSS
BERTRAM



...und weiter gehts:

Pestizide verursachen ADHS
01. Juni 2010, 09:59
Global 2000 warnt vor Pestizidrückständen in Lebensmitteln - Verbot gefordert

Wien - Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 warnt vor den Gesundheitsrisiken durch Pestizidrückstände in Lebensmitteln. "Pestizide können die Ursache für Verhaltensstörungen bei Jugendlichen sein, dafür gibt es nun neue wissenschaftliche Erkenntnisse", so Daniela Hoffmann, Pestizidexpertin von GLOBAL 2000. Den Zusammenhang zwischen Pestiziden, so genannten Organophosphaten, und dem vermehrten Auftreten von Aufmerksamkeitsdefizit- /Hyperaktivitätssyndrom (ADHS) dokumentiert eine breit angelegte Studie, die in der Amerikanischen Fachzeitschrift Pediatrics vergangene Woche veröffentlicht wurde.


quelle:
http://derstandard.at/1271377913350/Warnung-Pestizide-verursachen-ADHS

ok, was klar wird (auch wenn das hier sicher nicht gerne gelesen wird) ist, dass es eben nicht nur immer psychosoziale ursachen hat (und genetische schon gleich gar nicht)...

gruss
bertram



hallo,

da stellt sich die frage nach den ursachen...:

http://www.welt.de/gesundheit/psychologie/article12999029/Immer-mehr-Kindergartenkinder-verhaltensauffaellig.html

Kinderärzte warnen vor einer enormen Zunahme von Entwicklungsstörungen: Einer Studie zufolge ist jedes fünfte Kind in bayerischen Kindergärten sozial auffällig.


ein methylphenidat-mangel im hirn wirds wohl kaum sein.

gruss
bertram

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