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Thema: adhs ist keine erfindung,aber..


PS:
Du schreibst:
Ja und extreme Stimmungsschwankungen

nunja, das ist auch nach schulmedizinischer lesart KEIN symptom von ADHS. das verweist für mich auf eine depressive komponente (natürlich KEINE klinisch manifeste depression), denn die stimmung - da schwankend - geht ja wohl auch nach unten. also: der königsweg wäre hier zu schauen, was Dich in Deinem leben runterzieht. Deine biografie kenne ich nicht, jedoch könnte man hier mit an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit fündig werden...
schwieriger wirds, wenn der auslöser verdrängt wurde. kommt ja auch mitunter vor.

gruss
bertram



Nein ein Gentest haben sie nicht gemacht, meine Mutter hat weder in der Schwangerschaft geraucht noch getrunken und auch keine Drogen genommen. Ich hatte einen normale Geburt ohne Komplikationen und ich war noch nie im Leben krank oder im Krankenhaus außer bei meinen beiden Geburten.
Wie gesagt ich wurde ausführlich Durchleuchtet. Ach so ich habe auch kein KID.
Ich war schon immer so, selbst als Baby. Es ist nicht irgendwann aufgetaucht, sondern schon immer in mir.

Aber warum habt ihr so ein Denken? Warum gibt es bei euch so vieles, nur das nicht, weil man es nicht sehen kann? Nicht riechen?
Es ist doch keine Krankheit, nur eine andere Art Mensch zu sein und wieso wird es nicht Akzeptiert.



hi hust,

"keine krankheit"?!?!? WIR HIER sagen doch, dass die krankheit - wie beschrieben - nicht als solche existiert. dann sind wir uns ja einig, und Du kannst auf die psychiater bzw. auf die schulmediziner schimpfen, die DAS SEHR WOHL ALS KRANKHEIT DEFINIEREN (siehe manuale der psychiatrischen erkrankungen, DSMIV und ICD10)!!

das mit dem gentest - war übrigens ein gag von mir. es gibt nämlich KEINEN einzigen beweisenden test. und schon gar keinen gentest.

gruss
bertram



Hmm meine Therapeutin, hat zu mir gesagt, dass es keine Krankheit ist, sondern eine andere Art Mensch zu sein. Wir müssen halt lernen, mit der normalen Welt klar zu kommen. Vor 100 Jahren war es eben einfacher für uns und deswegen sind wir nicht so aufgefallen bzw. aus dem Rahmen gefallen.



Vor 100 Jahren war es eben einfacher für uns und deswegen sind wir nicht so aufgefallen bzw. aus dem Rahmen gefallen.

Dass du und deine Therapeutin schon so alt seid, ist interessant. Ich werde eine weitere Studie anregen: "ADHS - Das Jupi-Heesters-Syndrom?"



Das uns, war auf adsler bezogen und nicht nur auf mich und meiner Therapeutin. Ich selbe habe noch gute 70 Jahre Zeit um die 100 voll zu bekomme. Aber dann kann ich mich gerne noch mal melden.



Das uns, war auf adsler bezogen und nicht nur auf mich und meiner Therapeutin. Ich selbe habe noch gute 70 Jahre Zeit um die 100 voll zu bekomme. Aber dann kann ich mich gerne noch mal melden.

Okay, aber bitte nicht vorher!



hi hust,
wenn dem so wäre...:

Wir müssen halt lernen, mit der normalen Welt klar zu kommen.

...dann wäre das eine art verhaltens- oder lerntherapie. mit ritalin u. ähnlichen drogen haben LERNPROZESSE nix zu tun. oder?

ausserdem würde sich die interessante frage stellen: WER IST KRANK - DIE NORMALE WELT ODER DIE ADHS-DIAGNOSTIZIERTEN?

liebe grüsse
bertram



Erstmal, ich finde es hier total verwirrend, immer wenn ich Antworten will, lande ich wieder in der Übersicht. Bin es gewohnt, dass unten immer die Funktion zum Antworten ist.

Zu deiner Frage, ja wir müssen mit der Normalen Welt klar kommen, der ADSler kann mit vielen Reizen, die es heute gibt, nicht umgehen, er neigt dazu, alles was passiert im Kopf zu speichern und hat Probleme das Wichtige von den Unwichtigen zu unterscheiden. Ritalin und Co, hilft genau bei dieser Sache, statt 1000 Sachen die im Kopf Rumschwirren die für uns alle gleich wichtig sind. Hilft es uns zu entscheiden, was wichtig ist, Ideen die man hat, gehen im Chaos nicht verloren. Man ist Konzentrierter, aufmerksamer und lässt sich von den Reizen, die es ja Unmengen gibt, nicht ablenken.
Dazu gehört, Straßenlärm, Radio, Fernseher, Musik im Einkaufscenter, wechselndes Licht und vieles mehr. Normale nehmen so was kaum wahr, wir dagegen speichern alles auf und können uns deswegen auch schlecht auf Wichtige Dinge konzentrieren.

Zum Thema Ritalin und CO.
Es wirkt bei uns ganz andersder als jetzt bei Normalen. Ich selber, bin gelassener, meine Impulsivität lässt nach, ich kann Konzentrierter Arbeiten und Lernen. Ich bin gelassener und kann meine Gefühle besser Kontrollieren und vorallem auch richtig zu ordnen. Ich selber nehme es nicht Täglich sondern nach bedarf.



Hi Hust,
für diese Aussage wirst du hier sicher Prügel beziehen.

Denn natürlich wirken die Amphetaminabkömmlinge bei allen gleich, nämlich fucussierend, konzentrationsfördernd und Ausdauer steigernd, genau deswegen konnten Kampfpiloten das Zeug nehmen oder Studenten mal eine Nacht durchlernen.

Hier im Forum reagieren einige empfindlich auf die Überhöhung des Anderssein der "ADHS-ler". Ich sehe das eher als Ausgleich zu den Schwierigkeiten die viele hatten.

Gruss vom
globulus





hi hust,

es ist NICHT richtig, dass ritalin & co. bei nicht-diagnostizierten und bei denen mit diagnose unterschiedlich wirkt. es wirkt immer konzentrationssteigernd u. focussierend (bei denen mit mehr problemen wirkt es einfach deutlicher, da sich konzentration nicht unendlich nach oben steigern läßt). nicht umsonst spricht man von "kinderdoping". hierzu folgende studie:
Selbstoptimierung mit Pillen und Pulvern
In der Titelgeschichte des neuen stern 33/2006 auf S. 87 wird H.-R. Schmidt zitiert:

Belege gibt es dafür allerdings nur in den USA: Die Duke University in Durham fand heraus, dass drei von vier ADS-Kindern falsch diagnostiziert wurden. Doch weil das Medikament auch bei gesunden Kindern "wirkt", sie beispielsweise konzentrierter werden, gibt es immer einen positiven Nebeneffekt. Schmidt behandelte einen 14-Jährigen, der jahrelang Ritalin genommen hatte. Als der Arzt es eines Tages absetzen wollte, weil es nicht mehr nötig war, wollte es der Junge weiternehmen. Er sagte, er sei damit besser in der Schule."


gruss
bertram





PS:
auch das ist eine legende/märchen:

Dazu gehört, Straßenlärm, Radio, Fernseher, Musik im Einkaufscenter, wechselndes Licht und vieles mehr.


wir haben auch viele diagnostizierte kinder+jugendliche auf dem land bzw. bei "landkinder", die nicht durch großstadtreize überfordert werden. in einem kleinen ort in der nähe nehmen 3/4 der schüler in einer hauptschulklasse das medikament! (laut auskunft der mir bekannten lehrerin)

und vergiss nicht: 3/4 der diagnosen sind schlicht falsch (überdiagnostiziert), wie US-studien zeigen. wenn man mal davon ausgeht, dass es eine richtige diagnose überhaupt gibt...

gruss
bertram



PS:

DAS ist die realität:

http://www.nzz.ch/nachrichten/panorama/ritalin_ist_grosses_kino_1.8562597.html

«Meine Lieblingspille ist Ritalin. Wow, da hat sich die Pharmaindustrie wirklich selbst übertroffen. Ritalin ist grosses Kino, wie Ferrari fahren, wenn man einen popligen VW-Käfer gewohnt ist. Das nehme ich, wenn ich morgens nicht aus dem Bett komme oder abends Party machen will, ohne am nächsten Tag einen hämmernden Alkohol-Schädel zu haben oder eine verstopfte Nase vom Kokain. Letzteres ist ja sowieso suboptimal für Körper und Seele. Ritalin aber wirkt ähnlich und wird einem erst noch bezahlt, darum nenne ich es Krankenkassen-Koks.





Noch mal ein erfrischender Beitrag zum Thema:
http://www.sueddeutsche.de/leben/geldmacherei-mit-patienten-die-krankheitserfinder-1.1120684

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Café Holunder: ADHS-KRITIK