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Thema: Nonsense im Ärzteblatt


Hallo allerseits!
Im Ärzteblatt wird wieder mal Tolles über ADHS behauptet! Ich frage mich, wann das nun endlich aufhört, solche albernen Aussagen über die Genetik von ADHS abzuliefern. Erst kürzlich hatte man ja noch getönt, genetische Besonderheiten, die bei 16% der ADHSler gefunden wurden, seien der Beweis für die genetische Ursache. Hä??? 84% der ADHSler hatten keinerlei solche Dinge, und dann soll ADHS genetisch bedingt sein? Was sind das für bekloppte Forscher, die uns für so doof halten, dies zu glauben? Das wäre ja ungefähr so, wie wenn man sagen würde, 16% der Schwarzen hätten das Gen für eine weiße Haut, womit bewiesen sei, dass Schwarze in Wahrheit Weiße sind.
Und nun das Ärzteblatt, gottseidank mit einem klaren Kommentar von Hans Reinhard Schmidt
Ärzteblatt



Ähnliche Aussagen kann man hier lesen:
http://www.onmeda.de/krankheiten/adhs.html
Es ist traurig, dass derlei immer wieder ungeprüft der informationssuchenden Öffentlichkeit vorgesetzt wird.
Der Betreiber der Webseite hat mir übrigens einen Linktausch angeboten, den ich mit Verweis auf die wissenschaftlich nicht haltbaren Aussagen zu "ADHS" zunächst abgelehnt habe. Ich habe ihm jedoch empfohlen, links zu Café Holunder, ADHS-Schweiz und zur ADHS-Konferenz zu setzen und einige meiner Artikel zur Verfügung gestellt. Man antwortete mir immerhin, dass man hofft, die Redaktion werde einige der Informationen ergänzen.
Ich erinnere bei dieser Gelegenheit auch an die chronischen Schwierigkeiten, die Position der Konferenz AHDS bei "wikipedia" unterzubringen. Nach etlichen Versuchen und genau so vielen Löschungen kann man nur sagen: bei "wikipedia" bestimmen die Löschaktivsten die Inhalte und nicht die Fachleute. Übrigens findet man dort im "ADHS"-Artikel seit vielen Jahren eine Gehirn-Abbildung einer Untersuchung, die schon 1993 vom Autor Zametkin selbst widerrufen wurde, also keinerlei "Evidenz" bringt, im Gegenteil (vgl. Roggensack 2006, 180).
Leider ist "wikipedia" für viele informationssuchende Menschen die erste und oft auch die einzige Informationsquelle - vor allem die, die das Portal für eine "freie" Enzyklopädie halten. In wissenschaftlichen Arbeiten sollte so etwas als Quelle nicht zugelassen werden.




Zuletzt bearbeitet: 14.12.10 11:29 von Matthias


Hallo,
Wikipedia wurde ja kürzlich 10 Jahre alt (übrigens: Café Holunder auch!) und entsprechend gelobt (Café Holunder weniger). Ich finde, dies spricht nicht gegen Café Holunder!

Denn Wikipedia ist stets mit Vorsicht zu genießen (Café Holunder kaum). Ein gutes Beispiel ist und bleibt leider der Eintrag dort zu ADHS. Er ist ziemlich einseitig schulmedizinisch und teils unwissenschaftlich und falsch. Aber versuche mal einer, das zu beeinflussen! Seine Einträge werden regelmäßig zensiert und gelöscht.

Der Wikipedia-Eintrag zu ADHS ist eigentlich ein Beispiel für sowas wie Internet-Meinungsdiktatur. Wer hätte die Lust, Zeit und Kompetenz, einen neuen Wiki-Beitrag zum Thema "ADHS-Kritik" zu lancieren?



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