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Thema: ADHS-und Ritalin


Hallo,
ich bin durch Suchen auf dieses Forum gestoßen und möchte mal das Problem eines vaters schildern.
Mein sohn hatte schon im Kindergarten leichte Probleme, und von da an ist er mehr oder weniger in Ergo und Logo, und von da an stand für meine Frau auch fest das er irgendwann in der Schulzeit auch Ritalin bekommen muss. Nach dem ersten Test in der Kinderklinik meinte ide Psychologin das mein sohn schon hier und da seine deffezite hätte, aber ADHS wurde nicht diagnostiziert. Nun ist er in der 4 klasse mag die Schule nu überhaupt nicht, und hat auch da hier und da seine Probleme, meines Erachtens jedoch nicht so extrem das man auf Ritalin zurückgreifen müsste. Mit der Einschätzung bin ich dummerweise
so ziemlich alleine. Und nun soll Ritalin ran, meine Einwände werden von der im Moment behandelnen Ärtzin sowie meiner Frau komplett ignoriert. Man will das jetzt mal ein paar Monate ausprobieren, dann wüsste man auch wenns hilft, das mein Sohn ADHS hat??? So eine Vergehensweise ist mir nach einigen Recherchen nicht bekannt, und ich möchte das auch nicht. Nun meine Frage, was habe ich für Rechte als Vater, wo kann man eine vernünftige Meinung einholen. Ich komme aus dem Köln-Bonner Raum. Wer kennt den Dr. Lehmkuhl von der Uni-Köln, und was ist dazu zu sagen. Das Internet bietet einem da recht wenig, die einen sind total dafür, die anderen total dagegen, ich suche das vernünftige Mittelmass. Ich danke im voraus für die die bereit sind mir zu helfen, und bitte die extremen in beiden Richtungen sich zurück zu halten

Lg
bela



hi bela,
nun, auf die ferne kann man ein fallgeschehen natürlich nicht fundiert einschätzen bzw. diagnostizieren.

was klar ist:
Man will das jetzt mal ein paar Monate ausprobieren, dann wüsste man auch wenns hilft, das mein Sohn ADHS hat???

das nennt sich ex juvantibus u. mitunter üblich in der medizin. aber natürlich nicht bei "ADHS-VERDACHT", da das präparat für ALLE die es bekommen (wenn es überhaupt wirkt) eine gewisse konzentrationsverbesserung mit sich bringen dürfte. daraus dann zu schließen, dass ein adhs vorliegt ist unfug. von daher würde ich diese behandlerin meiden.

geh auf jeden fall auch in eine psychologische beratungsstelle u. kläre das ganze dort ab.

gruss
bertram



Hi Bertram,
danke für die Antwort. Das Problem ist das ist eine psychologische Beratungsstelle. Meinsohn ist da schon seit geraumer Zeit. Da meine Frau und ich eine komplett unterschiedliche Auffassung der ganzen Sache haben, hab ich Sie mal machen lassen, wobei der Informationsfluss von Ihrer Seite schon dürftig wahr. Um das ganze nicht noch mehr eskalieren zu lassen und das fam. Umfeld halbwegs stabil zu halten habe ich zuerst mal die Sache auf sich beruhen gelassen. Zuerst hiess es kein ADHS, dann hiess es lese und Schreibschwäche, dann jo vielleicht doch ADHS, und so bewegen wir uns hin und her. Jetzt sind wir an dem Punikt wo siche die Fronten verhärten weil ich mich weigere einer Ritalintherapie zuzustimmen. Die Psychologin hat bei Dr.Lemkuhl gearbeitet und trifft sich mit ihm wohl auch 2 mal die Woche. Von daher erstaunt mich Ihre Aussage schon ein wenig, weil selbst Dr.Lemkuhl warnt ja mittlerweile vor vorschneller Ritalin therapie. Also was tun ? Was habe ich für Rechte, braucht man meine schiftliche Bestätigung für die Therapie?

Gruß
Bela



Du kannst dem verschreibenden Arzt schriftlich verbieten, das Medikament gegen Deine Einwilligung zu verordnen. Wenn der Arzt sich darüber hinwegsetzt, kannst du ihn verklagen. Aber dann hängt alles davon ab, ob man einen guten Anwalt und eine gute "ritalinfreie" Therapiealternative hat. Sonst endet es wie hier:
Ritalin

Siehe auch hier:
Vater dagegen



Hi,
ich kenne einen Vater, der die Pillen mehrmals zuhause einfach weggeschmissen hat. der Arzt hat sie dann nicht mehr verschrieben. Ehekrach war natürlich heftig. Der Sohn hat auch voll mitgekriegt, dass die Eltern über die Tabletten stritten. Er hat sie dann selber auch nicht mehr nehmen wollen.



Hi,
danke für die Antworten, ich weiss im Moment noch nicht wo der Weg hingeht. Ich möchte gerne eine zweite Meinung einholen, von Dr.Lemkuhl. Da sind die Wartezeiten nur 2 Jahre, was meiner Frau und der Psychologin zu lange ist. sie meinte ich solls mal bei ihm versuchen und man fängt trotzdem mit der Ritalin therapie an, was für eine Logik, dann brauch ich da nicht mehr hingehn. Ich habe heute mit meinem Sohn gesprochen, ein Freund von ihm nimmt Ritalin, und man höre und staune. Er fühlt sich zurückgesetzt, schlecht weil er der einizge in der Klasse ist der Tabletten nehmen muss. Dies ist denn mal eine andere Sicht. Daraufhin habe ich ihn gefragt ob er denn Tabletten nehmen möchte, wegen seinen Konzentrationsproblemen. Die Antwort brauch ich nun wirklich nicht zu schreiben, es ist auch nicht so wie oft geschrieben, das es sich schlecht fühlt oder kein Selbstvertrauen hat, was ja von der Psychologin immer gerne angeführt wird. Er sagt mein Freund in der Schule ist in Deutsch besser, ich in Mathe, eine vernünftige Einstellung, wie ich meine. Auch wenn ich nun in unserem Fall gegen Ritalin bin, heisst es nicht das es nicht Grenzfälle gibt. In meinem Bekanntenkreis nimmt ein Junge Ritalin und ich muss sagen, in dem Fall, wüsste ich auch nicht wie man das händelt. Wenn man 100% vergeben kann, steht der Junge bei 90%, meiner ungefähr bei 60%.

Gruß

Bela



hi,
nochmal zur aktuellen entwicklung ein beitrag:

Risiken durch Medikamente: Ritalin und Co. verringern
test 02/2011

Der Einsatz psychostimulierender Medikamente wie Methylphenidat (Ritalin) wird in Deutschland eingeschränkt. Kinder und Jugendliche mit „Zappelphilipp-Syndrom“ sollen sie nur nach umfassender Diagnose und dem Versagen anderer Maßnahmen bekommen. Die Therapie ist mindestens einmal im Jahr zu unterbrechen, um den Erfolg zu prüfen. Der Beschluss trat Ende 2010 in Kraft. Er folgt einer Bewertung der europäischen Arzneimittelbehörde. Sie warnte unter anderem vor Herz-Kreislauf-Risiken durch Methylphenidat.

http://www.test.de/themen/gesundheit-kosmetik/meldung/Risiken-durch-Medikamente-Ritalin-und-Co-verringern-4196472-4196476/

gruss
bertram



hallo,

nichts total neues, aber wer weiß das schon?:

In der Mehrzahl der Studien nivelliert sich der Leistungsschub nach drei Jahren. "Es gibt keine Belege dafür, dass man als Erwachsener besser dasteht, wenn man als Kind ADHS-Medikamente bekommen hat", sagt die kanadische Psychiaterin Margaret Weiss von Universität von British Columbia.

In der weltweit bekanntesten Studie, der sogenannten MTA-Studie, waren die Medikamente auch in Kombination mit einer Psychotherapie nicht langfristig wirksam. Zwei Gruppen waren untersucht worden: Kinder, die medikamentös behandelt wurden, und Kinder, die nur dachten, ein ADHS-Mittel zu erhalten, aber in Wirklichkeit ein Scheinmedikament einnahmen. Acht Jahre später unterschieden sich die Kinder weder in den Schulnoten noch in der Zahl der Inhaftierungen oder der Einweisungen in eine psychiatrische Klinik.

quelle:
http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.ritalin-in-der-adhs-therapie-sie-zappeln-weniger-aber-das-genuegt-nicht.884015fa-8513-48a0-a52c-d6cebeb8f23a.html

gruss
bertram



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