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Thema: RISPERIDON, das "neue Ritalin"?


hallo,

ich beobachte eine zunahme der verschreibungen, auch die TK:

Eine Auswertung von Daten der Techniker Krankenkasse (TK) macht deutlich, dass innerhalb von vier Jahren die Abgabe von Pillen gegen ADHS an TK-versicherte Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 17 Jahren von 20.000 auf 29.000 gestiegen ist, ein Zuwachs um rund 30 Prozent. Alarmierend sei auch die Steigerung bei Risperidon. Dabei handelt es sich um einen Wirkstoff gegen Aggressionen, der bei Verhaltensstörungen eingesetzt wird


Quelle:
http://www.gesundheit-report.de/gesellschaft/artikel1634/kinder-mit-psychopharmaka-traktiert.html

was meint Ihr dazu??

danke u. gruss
bertram



PS:
einige infos dazu.

es handelt sich um ein NEUROLEPTIKUM!

Das Medikament ist vorläufig in erster Linie mit Haloperidol verglichen worden. In der Regel handelte es sich um Patienten, die an einer chronischen Schizophrenie gemäss dem «Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders» (DSM-III- R) litten. Als Untersuchungsinstrumente dienten etablierte Beurteilungsskalen (siehe Tabelle 1). Die meisten Studien dauerten acht Wochen.


http://www.infomed.ch/pk_template.php?pkid=410

auch interessant ---- bei senioren wird man vorsichtiger, bei kindern ist es offenbar umgekehrt:

So wurden ab 2004 Olanzapin und Risperidon deutlich weniger verschrieben, dafür mehr Haloperidol und Quetiapin. Das lag daran, dass im Jahr 2003 der Verdacht entstand, die beiden erstgenannten Wirkstoffe seien mit einem erhöhten Sterbe- und Schlaganfallrisiko behaftet. Die Mediziner wichen auf andere Medikamente aus. 2005 tauchten dann erste Hinweise auf, dass die gesamte Substanzklasse – und damit nicht nur Olanzapin und Risperidon – das Hirninfarkt-Risiko erhöht. Eine Studie im „British Medical Journal“ vom vergangenen Jahr bekräftigte den Verdacht: Alle Neuroleptika steigern bei Demenzpatienten das Schlaganfallrisiko.

Quelle:

http://www.welt.de/die-welt/wissen/article4484977/Pillen-statt-Pflege.html




PS:

Anwendungsgebiete
Risperidon ist indiziert
• zur Behandlung der Schizophrenie.
• zur Behandlung mäßiger bis schwerer
manischer Episoden assoziiert mit bipolaren
Störungen.
• zur Kurzzeitbehandlung (bis zu 6 Wochen)
von anhaltender Aggression bei
Patienten mit mäßiger bis schwerer Alzheimer-
Demenz, die auf nicht-pharmakologische
Methoden nicht ansprechen
und wenn ein Risiko für Eigen- und
Fremdgefährdung besteht.
• zur symptomatischen Kurzzeitbehandlung
(bis zu 6Wochen) von anhaltender
Aggression bei Verhaltensstörung bei
Kindern im Alter ab 5 Jahren und Jugendlichen mit
unterdurchschnittlicher intellektueller
Funktion oder mentaler Retardierung,
die gemäß der DSM IV Kriterien
diagnostiziert wurden, bei denen der
Schweregrad der aggressiven oder anderen
störenden Verhaltensweisen eine
pharmakologische Behandlung erfordert.
Die pharmakologische Behandlung sollte
ein integraler Bestandteil eines umfassenden
Behandlungsprogramms sein,
welches psychosoziale und erzieherische
Maßnahmen beinhaltet.


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