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Thema: 13000 Ritalin-Tabl. für 1 Patienten....


Hallo,

das sollten wir mal verfolgen...:

Bald muss er sich in Bremgarten wegen über 13'000 Ritalin-Tabletten verantworten, die er einem Patienten abgegeben hat. Arzt Ingo Malm meint, er habe in diesem Fall nichts Falsches gemacht. Auch hat er keine Angst, seine Praxis zu verlieren.


http://www.aargauerzeitung.ch/aargau/freiamt/angeschossener-ritalin-arzt-spricht-von-schmutzkampagne-115082662

Gruss
Bertram



Ich finde nicht, dass dieser Arscht was falsch gemacht hat. Er hat doch nur seinem Patienten Ritalin für die nächsten 24 Jahre gegeben (bei 2 Pillen täglich). Schließlich ist ADHS ja lebenslänglich...



Man muss lesen, was dieser Arzt dazu auf seiner website mitteilt. Offenbar handelte es sich bei dem Patienten um einen ritalinsüchtigen Mann, der das Rezept gefälscht hatte:

Behandlung suchterkrankter Personen

Richtig ist, dass ich 2006 und 2007 eine Person und 2006 bis 2008 eine weitere Person, die an einer Ritalinsucht erkrankt waren, behandelt habe.
Richtig ist, dass ich hierzu auf Grund meiner Ausbildung und meiner Erfahrung berechtigt und befähigt war. Dies hat das Departement Gesundheit und Soziales ausdrücklich bestätigt.
Richtig ist auch, dass zur Vermeidung von leicht durchführbaren Rezeptfälschungen in diesen Patientenkreisen, das Medikament dem Patienten direkt in der Praxis ausgehändigt wurde (tatsächlich kam es bei der zweiten Person nach Wechsel auf Rezeptabgabe bereits nach 2 Wochen zu einer Fälschung, die sofort auffiel).
Richtig ist aber auch, dass ich hier in Unkenntnis nicht ganz korrekt gehandelt habe. Zwar ist die entsprechende Medikamentenabgabe in der Praxis möglich, dieses hätte jedoch einer besonderen Bewilligung gebraucht, die Personen- und nicht Praxisbezogen ist. Der Praxisvorgänger hatte eine solche Bewilligung in seinen Unterlagen eingetragen und ich bin fälschlicherweise davon ausgegangen, dass diese auf mich übergeht. Dieses muss ich mir zu rechnen lassen.

Ritalinsucht ist ein recht neues Erscheinungsbild, für den ambulanten Bereich gibt es bis heute keine anerkannten Behandlungsverfahren, alles ist experimentell. Ob das von mir durchgeführte, den Behandlungen anderer Suchterkrankungen entlehnte Verfahren, den Patienten zuerst von einer Vielfach-Sucht mit mehreren Substanzen in eine Mono-Sucht mit nur einer Substanz zu überführen und dann diese insbesondere unter Stabilisierung der psychosozialen Situation langsam zu reduzieren (der Patient konnte wieder Vollzeit arbeiten !!), den Umständen angemessen war, muss und wird ein Gutachten zeigen.

Das Wesen einer Sucht ist die unkontrollierte und teilweise exorbitant hohe Einnahme. Manch einer wird nach einem Glas Bier müde, ein anderer fährt mit 4 Promille noch Auto und fällt nur zufällig auf.
Der Patient kommt mit einer sehr hohen Dosis, diese muss reduziert werden, dies ist richtig.
Völlig unsinnig sind aber die im Vorfeld kursierenden Zahlen, sie entbehren jeder Grundlage.

http://www.medbelvedere.ch/
Dieser Arzt mit seiner großen Praxis scheint sich heftig wehren zu müssen gegen (neidische?) KollegInnen. Möglich, dass alles nur das Ziel verfolgt, ihn kaputt zu machen?

Viele Grüße,
Dörte


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