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Thema: haarsträubende Entdeckung


Hallo zusammen,
klicke mich nun seit einiger Zeit durchs Web auf der Suche nach echten Informationen über ADS, vornehmlich kritischen, die trotzdem noch in irgendeiner Weise wissenschaftlich relevant sind. Da bin ich auf das Eigen-Sinn-Forum unter www.eigen-sinn.bei.t-online.de gestoßen und muss sagen, ich hab erst mal die Luft angehalten. Also wenn das nicht von einem Pharmakonzern gesponsert wird, dann weiß ich auch nicht. So eine Ritalin-Gläubigkeit? Habe auch versucht zu diskutieren, aber das war unter den Voraussetzungen gar nicht möglich! Kennt jemand die Seite und weiß was dazu zu sagen?
Und kann mir jemand bei der Suche nach brauchbaren (ìn dem Sinne: kritischen und wissenschaftlichen) Informationen weiterhelfen? Also Zahlen, Fakten, wie oft Falschdiagnosen gestellt werden, was es noch so an Krankheiten etc. mit ADS-Symtomatik gibt (wo also kein wirkliches ADS vorliegt)und wie und mit welchen Kriterien welche Ärzte Diagnosen stellen (die vielleicht gar nicht dazu befähigt sind)...
Man hört ja immer viel davon, aber die Quellen werden einem dann doch verschwiegen.

Vielen Dank und lieben Gruß,
Kassandra



Hallo,
möglicherweise kennen Sie Café Holunder noch nicht, zu dem dieses Forum hier gehört?
http://www.ads-kritik.de

Das von Ihnen benannte Forum gehört zu denjenigen, die nichtmedikamentöse Therapien, vor allem psychotherapeutische, geringschätzen und tabuisieren und somit leider ganz einseitig indoktrinieren. Wenn man dort etwas Kritisches zum Thema schreibt, wird man sofort gelöscht. Neue Leser, die das nicht wissen, gewinnen dadurch ein völlig einseitiges Bild von ADS.




Ich kannte die zugehörige Seite vom Reinschauen, habe sie jetzt mal genauer unter die Lupe genommen und finde, sie ist eine wahre Fundgrube! Vielen Dank!!!



Ich kenn überhaupt sonst keine seite wo einem nicht dauernd psychopharmaka aufgedrängt werden sollen. Ätzend. und die kinder können einem wirklich leid tun. Es gibt sicher einige kinder die das als medikament wirklich kurze zeit oder länger auch brauchen. aber die masse derzeit das sind nur verhaltensstörungen die werden übertüncht und mit dem mittel verdrängt.



Guten Abend! Ich kenne die Szene seit langere Zeit und möchte nun endlich mal HRS herausheben. Seine website hebt sich heraus aus allen den anderen die sich mit ADS beschäftigen. Hier sieht man alle Seiten unserer Kinder. Wünsche alles Gute und schaue immer wieder herein.



Ich kenne Eigen-Sinn schon lange. Es ist eine der wenigen Seiten, auf der mir und meinem Kind kompetenter Rat gegeben wird. Ich habe mich dort noch nie indoktriniert gefühlt.
Einem aufmerksamen Leser, einer aufmerksamen Leserin kann eigentlich nicht entgehen, dass im Zusammenhang mit der Medikamentation von ADHS immer und ausdrücklich darauf verwiesen wird, dass nur eine sogenannte multimodale Therapie erfolgversprechend ist.
Dies dürfte auch Kassandra nicht entgangen sein, lesen kann sie ja!!!!



auch ich kenne die eigen-sinn-seiten.
dort ist mir besonders in der anfangsphase der diagnostik sehr geholfen worden. dazu gehörte selbstverständlich auch der hinweis auf die notwendige MULITMODALE therapie die bei ads unbedingt notwendig ist. der rat, den ich dort freundlich und offen bekommen habe hat mir sehr geholfen und mich und mein kind bei der suche und wahl der notwendigen therapiemittel unterstützt. UND: Ich habe mich dort auch noch nie indoktriniert gefühlt!



Dass man indoktriniert wird, merkt man ja leider meist nicht oder erst, wenn`s zu spät ist. Ich selber habe ein einziges Mal im besagten Forum gepostet und wurde sofort gelöscht. Warum wohl? Weil ich eine andere Fachmeinung von der sog. multimodalen Therapie bei "ADHS" habe. Aus meiner Sicht darf nicht ein Psychopharmakum das Mittel der ersten Wahl sein und psychoedukative-psychosoziale-psychotherapeutische Mittel kommen erst unter "Ferner liefen", sozusagen nur ergänzend, wenn überhaupt. Die meisten Ritalinkinder kriegen ja gar keine sinnvolle zusätzliche Behandlung. Ich drehe diese Reihenfolge um: Psychopharmaka sind immer das letzte Mittel, psychoedukative-psychosoziale-psychotherapeutische Mittel haben absoluten Vorrang. Und dass man solch eine Fachmeinung (die ich aus meiner jahrelangen klinischen Praxis begründen kann) in einem Forum nicht äußern darf, das ist Indoktrination der Leser.



Ich lese bisher immer nur passiv hier mit, muß mich jetzt aber doch mal einschalten: Bei Eigen-Sinn ist mir vor längerer Zeit sehr weitergeholfen worden mit Tipps für eine nichtmedikamentöse Behandlung. Zu keinem Zeitpunkt hat jemand dort versucht, mir eine Medikamentenbehandlung einzureden. Mir scheinen dort vorwiegend Eltern von Kindern zu posten, die schon alles Mögliche durchprobiert haben, bevor sie in ihrer Verzweiflung Medikamente als letzte Möglichkeit akzeptierten.



Hallo,

mit Erstaunen habe ich die Aussagen von Herrn Schmidt gelesen.
Zufällig habe ich in den letzten Tagen im Gästebuch von "Eigen-Sinn" gelesen und dort, als Eintrag Nr. 47, einen kritischen Beitrag von H.-R. Schmidt gefunden.
Dabei dachte ich mir, dass dieses Forum auch kritische Texte zulässt, was mir sehr gefallen hat!
Wie passt das zu der Aussage, dass dort jedwede Kritik gelöscht würde?

Und von einer "Geringschätzung" nichtmedikamentöser Therapien kann nun wirklich keine Rede sein!
Allein beim Querlesen der Beiträge stößt man oft auf den Hinweis, dass es auf die Ausprägung der Symptomatik ankommt - und es wird niemals gleich zu Medikamenten geraten.

Ich finde die Kommentare bzgl. "Indoktrination" vor diesem Hintergrund ein wenig daneben!

Gruß
Susanne Gelhard



Dass man indoktriniert wird, merkt man ja leider meist nicht oder erst, wenn`s zu spät ist. (...) Ich drehe diese Reihenfolge um: Psychopharmaka sind immer das letzte Mittel, psychoedukative-psychosoziale-psychotherapeutische Mittel haben absoluten Vorrang. Und dass man solch eine Fachmeinung (die ich aus meiner jahrelangen klinischen Praxis begründen kann) in einem Forum nicht äußern darf, das ist Indoktrination der Leser.


Hallo Herr Schmidt !

Wie sieht es denn bei Ihnen und auf Ihrer Seite aus ?!
Wird hier nicht indokirtriniert ? Wo z.B. ist mein Beitrag den ich Ihnen im letzten Jahr zugesendet habe ? Ist er Ihnen etwa zu kritisch ? Wo bitteschön ist denn Ihre offene und freie Meinungsäußerung zum Thema ADS ? Sie bestreiten die Existenz dieser Krankheit, verteufeln die Medikamente, dogmatieseren und stigmatisieren alle und jeden, die es wagen eine andere Meinung zu haben. Für sie zählen offenbar nur die Stimmen, die Ihnen und anderen "Jüngern" von Hüther, Bonney und Co. recht geben.
Sie machen sich über ADS-Patienten und ihre Therapeuten lustig, verunglimpfen anerkannte Fachleute und so weiter und so weiter.

So und nun wollen wir mal sehen ob dieser Beitrag hier lange im Forum stehen wird...

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Thomas Dereser



Liebe Frau Gelhard und die anderen Eigensinn-Verteidiger,
Sie haben natürlich Recht. Mir ist da leider ein Fehler unterlaufen, denn ich habe in der Eile "Eigensinn" mit ADS-Infopool verwechselt. Wahrscheinlich brauche ich endlich mal Urlaub...



Guten Tag Herr Schmidt,

ich empfinde es etwas befremdlich, wenn jemand wie Sie, der die ADS-Szene im I-Net seit langem sehr gut kennt, die einschlägigen Foren zum Thema verwechselt. Hand aufs Herz -letztlich geben Ihnen die einzelnen Foren doch immer wieder Munition, die dortigen Teilnehmer zu verunglimpfen und werden schon auf Grund dessen von Ihnen regelmäßig frequentiert. Ihr "Kampf" gegen die Szene der Betroffenen ist ja auch letztlich die Motivation zur Führung Ihres Cafè's. Monitäre Interessen mögen sicherlich auch eine Rolle spielen.

Abgesehen davon kann der ADS-Infopool in gleicher Weise gegen Ihre Anwürfe verteidigt werden, wie auch das Eigensinn-Forum. Mir ist im übrigen kein einziges seriöses Forum bekannt, in welchem nicht eine multimodale Therapie favorisiert wird. Ritalinjünger sind mir in der von Ihnen unterstellten Form noch nicht begegnet. Diese mag es sicherlich geben, in den Foren allerdings trifft man sie so gut wie nicht an.

Ihre Löschung ist vermutlich damit zu erklären, dass man im Infopool den Problemkomplex, welchen das ADS mit sich bringt, in erster Linie mit Betroffenen diskutieren möchte die für die vielfältigen spezifischen Symptome die Überschrift ADS akzeptiert haben.
In jedem Fall ist es für Betroffene nicht einzusehen, dass jemand im Forum die Existenz des Diskussionsgegenstandes kategorisch leugnet, oder sich penetrant über eine Überschrift ereifert. Im Übrigen ist Ihre Meinung doch allen Forenbetreibern bekannt. Weshalb sollten diese Ihren kostbaren Webspace für "Allgemeinplätze" opfern.

Mit freundlichen Grüßen

Ted



Hallo,

natürlich muss es die Behandlung außerhalb der Medikamente geben, wenn einem rechtzeitig zugehört wird und man nicht mitleidig belächelt wird, weil man sein eigenes Kind bzw. das Verhalten für auffällig hält, könnte dies manches Mal schon sehr früh geschehen.

Außerdem muss es eine Hilfe in akzeptabler Nähe geben.

Natürlich sollten Eltern auch für die Arbeit an sich selbst offen sein.

Ich jedenfalls habe auch in den letzten Jahren viel an mir gearbeitet und mein Mann an sich und damit haben wir dem Kind auch geholfen.

Aber alles sind nur Mosaiksteine zum einem Gesamtergebnis.

Wenn aber ein Kind sich trotz optimalen Therapie nicht selbst steuern kann, nicht konzentrieren kann, kann ich es doch wirklich nicht ohne Hilfe lassen.

Doris



Wie wäre es, wenn sich jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin einmal bemüht, heiß (und doch wohl negativ) besetzte Begriffe zu meiden bzw. zumindest einzugrenzen oder vielleicht auch in die eigene Sprache zu übersetzen. „Indoktrination“ z. B. Im Fremdwörterbuch heißt es hier „[ideologische] Durchdringung, Beeinflussung“.

Wenn ich jemand mit meiner Meinung durchdringen will, bedarf es dafür eines gewaltigen Anlaufs und viel Krafteinsatz. Beliebt sind dabei auch Wiederholungen von Begriffen unter Vernachlässigung einer weiträumigen Differenzierung. Es fehlt dabei häufig an Ausgeglichenheit.

Die erwähnten Foren kenne ich nicht, aber allein in den Beiträgen hier zeigen sich doch sehr deutliche Unterschiede hinsichtlich der Art und Weise zu kommentieren und argumentieren.

Dann frage ich mich: Was steckt dahinter? Meine Antwort heißt ganz banal: Angst.

Was ich damit sagen will: Es ist vollkommen verständlich, wenn ein Mensch zu Medikamenten greift, da er zur Zeit keinen anderen Weg sieht und einfach Angst hat, nicht mehr zurecht zu kommen in seinem Umfeld. Ich denke, dieses Verständnis würde auch Herr Schmidt aufbringen (so er denn gelassen wird).

Verständlich ist eigentlich alles, wenn ich mir die Zeit nehmen kann, aber diese Zeit kann sich in der Realität selten jemand nehmen, so sehr der Wunsch auch besteht, es gäbe so einen Supergott und Superhelfer, der einen Hilfesuchenden vollkommen versteht und keinen Funken des Verletzungsgefühls aufkommen lässt. Mir ist das noch nicht gelungen, so sehr ich mich auch bemühe. Es gibt zudem Menschen, die wurden bereits in ihrer Kindheit dermaßen stigmatisiert (!) in ihrer Seele mit Hilfe von demütigenden Begriffen und Sprüchen, dass es unmöglich ist, diese nicht anzutasten und zu wecken, wenn es darum geht, ihrer Angst und dem daraus resultierenden Verhalten zu begegnen.

Menschen, die einerseits Hilfe und Nähe suchen, andererseits aber totale Angst vor jeder Berührung haben: wie soll dem begegnet werden? Das ist ein langer, langer Prozess mit vielen kleinen Schritten, und der Frieden ist dabei noch lange nicht hergestellt.

Wenn ich dann sehe, dass Menschen, die so stigmatisiert sind durch ihre Kindheit, sich in öffentlichen Foren herumtreiben, dort schreiben und sich schriftliche Hilfe wünschen, kann ich immer wieder nur sagen: Das klappt nicht! Hier entsteht eine Schein-Nähe, die zur neuen Fluchtstätte wird, und zwar zu jener, die sich in fantastischen Gebäuden per verbaler Sprache einen Raum zu erobern sucht, welcher die mangelnden Freundschaften und Kontakte vor Ort ersetzen sollen.

Ich kann demnach gar nicht oft und deutlich genug davor warnen, sich im Internet zu verirren auf der Suche nach endlichen Lösungen! Die gibt es hier nicht. Es gibt Möglichkeiten, einzelne Kontakte zu schließen und diese als Anlass zu nehmen, die eigene Realität zu verbessern, d. h. im Klartext: Vermittlung von Beratungs-Stellen, Informationen, Buch-Tipps usw.
Natürlich besteht auch die Möglichkeit, eigene festgefahrene Gedanken zu lockern durch das Lesen anderer Meinungen. Aber wer von den „Stigmatisierten“ ist dazu in ausgeglichener Gefühlslage überhaupt fähig? Es sind doch immer die selben Menschen, die aneinander geraten bzw. sich laut beschweren, wenn ihre eigene Gedankenwelt in Frage gestellt wird, da sie diese verteidigen wie ihr eigenes Leben.

Das Internet bietet viele schöne Möglichkeiten, aber noch mehr schlimme Gefahren für Menschen, die aus ihrer Realität zu fliehen suchen, weil sie Angst haben.

Diese Angst müssen sie an erster Stelle aber selbst in den Griff bekommen. Und das geht am besten durch stete Selbstbeschränkung im Surf-Verhalten.

Aus dieser Perspektive ist es auch verständlich, wenn in Foren Beiträge gelöscht werden, die der eigenen Gedankenwelt widersprechen und damit feindlich wirken (für den Moment zumindest). Ob sich diese Foren aber eignen, um Hilfesuchende in ihrer enormen Angst aufzufangen und ihnen ausgeglichen zu begegnen, bezweifle ich zutiefst.

Und es ist unabhängig von der Thematik, die Welt steckt voller Menschen, die mit ihrer Vergangenheit und Realität nicht zurechtkommen.

Wer sie aber in ihrem Suchtverhalten (in diesem Falle via Internet) bestärkt, statt sie darauf hinzuweisen, macht sich zum Handlanger ihrer Angst und den damit verbundenen Missbrauchsfolgen von ungeeigneten bzw. vermeintlichen Hilfsmaßnahmen.

Auch Ignoranz und Schweigen ist nicht immer das Mittel der Wahl (das tut ja ohnehin schon die Mehrheit, weil es bequem ist.)

Unter den Teppich gekehrt wurden bereits Unmengen! Dementsprechend darf nicht für den gesamten Müll verantwortlich gemacht werden, der es wagt, ihn anzuheben und darauf zu zeigen. Das ist kein Stigmatisieren, sondern ein Benennen von Realität.

Fortsg. folgt

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