Kassandra: Ich kenne einen Abteilungsleiter bei Philip Morris persönlich sehr gut, der aus vielen guten Gründen nicht zur Marlboro greift.
Daß dieser Mitarbeiter nicht die Hausmarke raucht, ist ohne Belang. Im übrigen gibt es keine nicht rauchenden Abteilungsleiter bei Philip Morris. Nichtrauchen ist dort ein Kündigungsgrund, ebenso wie ein katholischer Orden keine zum Islam übergetretenen Muslime mehr beschäftigen muß.
Und ich kenne auch einen wissenschaftlichen Mitarbeiter von Novartis, der mir persönlich gesagt hat, dass er Psychostimulantien weder selber einnehmen noch an seine eigenen Kinder verabreichen würde.
Ohne eine fachärztliche Diagnose dürfen keine Medikamente "einfach so" verabreicht werden, und schon gar nicht an Kinder. Bloß weil der Mitarbeiter mit dem Vertrieb von Medikamenten beschäftigt ist, rechtfertigt dies noch lange nicht seine Gedankenspiele, seine Produkte auch innerhalb seiner eigenen Familie zu "verkonsumieren".
So gehen berufliche Tätigkeit und persönliche Überzeugung manchmal auseinander. Es kommt dann zu einer "kognitiven Dissonanz", die leider nicht immer aufgelöst wird.
K.
Sie verdrehen hier die Tatsachen. Im vorliegenden Fall wollte der Arzt seiner Familie, einschließlich sich selbst, entgegen jeder ärztlichen Vorgehensweise im Eigenversuch irgendwelche Medikamente verabreichen. Medikamentenmißbrauch ist erst recht nicht bei Kindern zu dulden.
Bernhard W. Dossner
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