Seiten: 1 2 3 Zurück zur Übersicht
Autor
Thema: Antidepressiva und Selbstmordrisiko bei Kindern


Sehr geehrter Herr Schmidt,

es war ein ungewolltes Versehen, Ihren Namen derart zu verunstalten. Leider bietet das Forum keine Editiermöglichkeit, so daß ich Sie ggf. um händische Korrektur des betreffenden Beitrages ersuche. Es war nicht meine Absicht, ausgerechnet in Ihrem Namen einen Fehler zu erzeugen. Da hat wohl der Fehlerteufel zugeschlagen!

Bernhard W. Dossner



Hallo Herr Schmidt,

um die Mängel der EBM dürften Sie zuallererst informiert sein. Von einem Erfahrungsmangel hinsichtlich der Langzeitfolgen einer Methylphenidat-Medikation zu sprechen, ist nicht gerechtfertigt. Die ersten "Ritalinempfänger" aus den 50er Jahren sind heute rüstige Rentner, um es mal salopp zu formulieren.

Auch wenn sich bisher niemand die (unnötige) Arbeit gemacht hat, diese glücklichen Rentner in einer wissenschaftlichen Studie zu "sortieren", steht die relative Harmlosigkeit gerade von Ritalin offen da.

Bernhard W. Dossner



Dieses Forum bietet eine Vorschau, in der man seinen Beitrag beliebig oft nachlesen und korrigieren kann, bevor man ihn auf die Menscheit loslässt. Ich glaube eher an eine Freudsche Fehlleistung bei Ihnen.

Auch sonst machen Sie es sich ziemlich leicht. Ihre sogenannten glücklichen Rentner in Ehren, aber wer hat die und diejenigen, die bereits verstorben waren oder krank wurden jemals wissenschaftlich untersucht und nachgeguckt, wieviele von ihnen irgendwelche Schäden oder Veränderungen durch jahrelangen Methylphenidatkonsum haben? Niemand. Dass solche Schäden und Veränderungen erst kürzlich erneut im Tierversuch nachgewiesen wurden, lassen Sie einfach unter den Tisch fallen. Ich finde das verantwortungslos gegenüber unseren Kindern. Oder sind Sie ein Pharmavertreter?



Ich kenne einen Abteilungsleiter bei Philip Morris persönlich sehr gut, der aus vielen guten Gründen nicht zur Marlboro greift.
Und ich kenne auch einen wissenschaftlichen Mitarbeiter von Novartis, der mir persönlich gesagt hat, dass er Psychostimulantien weder selber einnehmen noch an seine eigenen Kinder verabreichen würde.
So gehen berufliche Tätigkeit und persönliche Überzeugung manchmal auseinander. Es kommt dann zu einer "kognitiven Dissonanz", die leider nicht immer aufgelöst wird.
K.



Kassandra:
Ich kenne einen Abteilungsleiter bei Philip Morris persönlich sehr gut, der aus vielen guten Gründen nicht zur Marlboro greift.


Daß dieser Mitarbeiter nicht die Hausmarke raucht, ist ohne Belang. Im übrigen gibt es keine nicht rauchenden Abteilungsleiter bei Philip Morris. Nichtrauchen ist dort ein Kündigungsgrund, ebenso wie ein katholischer Orden keine zum Islam übergetretenen Muslime mehr beschäftigen muß.

Und ich kenne auch einen wissenschaftlichen Mitarbeiter von Novartis, der mir persönlich gesagt hat, dass er Psychostimulantien weder selber einnehmen noch an seine eigenen Kinder verabreichen würde.


Ohne eine fachärztliche Diagnose dürfen keine Medikamente "einfach so" verabreicht werden, und schon gar nicht an Kinder. Bloß weil der Mitarbeiter mit dem Vertrieb von Medikamenten beschäftigt ist, rechtfertigt dies noch lange nicht seine Gedankenspiele, seine Produkte auch innerhalb seiner eigenen Familie zu "verkonsumieren".


So gehen berufliche Tätigkeit und persönliche Überzeugung manchmal auseinander. Es kommt dann zu einer "kognitiven Dissonanz", die leider nicht immer aufgelöst wird.
K.

Sie verdrehen hier die Tatsachen. Im vorliegenden Fall wollte der Arzt seiner Familie, einschließlich sich selbst, entgegen jeder ärztlichen Vorgehensweise im Eigenversuch irgendwelche Medikamente verabreichen. Medikamentenmißbrauch ist erst recht nicht bei Kindern zu dulden.

Bernhard W. Dossner

Seiten: 1 2 3 Zurück zur Übersicht


Zum Café Holunder: