Seiten: 1 2 3 4 5 ... Ende Zurück zur Übersicht
Autor
Thema: Magnesium half bei 80,2% der "ADHS'ler&qu


Hallo Sanny,

du schreibst "es stöhrt euch nur der Begriff ADS,ADHS".

Dem ist nicht so. Mit dem Begriff hat (nach meinen Erfahrungen) niemand ein Problem. Es ist von Vorteil, wenn man ein Wort für etwas hat, damit klar(er) ist, ob man über das gleiche Phänomen spricht oder eben nicht.

Die strittige Frage ist, wie man mit dem umgeht, was gemeinhin "AD(H)S" genannt wird. Und da gibt es nunmal verschiedene Meinungen und Erfahrungen.



Hallo zusammen,
auf der Suche nach Zusammenhängen möchte ich auf die Anfangsdiskussion zu den Nahrungsergänzungsmitteln zurückkommen.
Durch Erfahrungen im Freundeskreis, allerdings auf etwas anderem Gebiet, - ein Fall von Chronischer Erschöpfung, übrigens ziemlich verbreitet, - sehe ich eine Verbindung zu „ADHS“. Ist allerdings nur eine Vermutung.
Es geht um einen Bekannten, 30 Jahre alt, seit frühester Jugend sehr aktiv und kreativ. Später jahrelange Selbstüberforderung: Studium, jobben, eigene band, Tourneen, CDs produzieren, Bücher schreiben, Lesereisen, workshops veranstalten, Leistungssport, immer alles gleichzeitig, - alles zwar „Eustress“, aber er merkte nie, wann es zu viel wurde. Irgendwann wurde mal Pfeiffer’sches Drüsenfieber nicht richtig auskuriert. Dann, schleichend, monatelang extrem müde, Fieberschübe nach jeder Anstrengung, mit größter Mühe das Nötigste geschafft. Untersuchung auf HIV, Hepatitis usw., alles zum Glück negativ. Die Erschöpfung bestand über zwei Jahre.
Schließlich Heilung durch Maßnahmenmix: Psychotherapie, Lebensstil ändern, endlich fester Job, aber auch Gabe von Vitaminen und Mineralstoffen, da sich der Mineralstoffhaushalt an der unteren Grenze bewegte.
Meine Vermutung: Da „ADHS“ durch frühkindlichen Daueralarm entsteht, der dann übergeht in Dauerstress, könnten auch hier die Vorräte an Spurenelementen usw. erschöpft werden, was dann zu den bekannten Auswirkungen beiträgt. Der Mangel wäre dann eine Folge vom Stress, und deshalb Mineralstoffergänzung sinnvoll…
…grübelt
Clara R.




Meine Alternativtheorie: Charakteristischer Fall von depressiver Reaktion: zunächst frühkindliche Deprivation, später agitierte, danach blande Depression (burn-out).



Hallo Clara,
ja, wenn es so einfach wäre, mit Nahrungsergänzungsmitteln das verfehlte Leben von Menschen wieder in Ordnung zu bringen...

Sieh dir doch mal die überagitierten Kinder der Berliner Rütli-Schule an:

Glaubst du denn, denen könne man mit Nahrungsergänzungsmitteln helfen?

Oder mit Ritalin, damit ihre Synapsen im richtigen Takt feuern?

Hier sieht doch wohl ein jeder, wo es fehlt: Am überforderten und oftmals auch gleichgültigen Elternhaus, das es nicht schafft, die Kinder für unsere Gesellschaft richtig zu erziehen, zudem an den oftmals hilflosen Lehrern, die "nett sein" bereits für das Non plus Ultra an Pädagogik halten, anstatt die Kinder frühzeitig streng mit den Gebräuchen und Anforderungen in unserem Land bekannt zu machen und von ihnen permanent auch die entsprechenden Verhaltensweisen einzufordern.

Auch der bei Neurobiologen neuerdings so beliebte Rekurs auf eine angeblich "angeborene Gehirnstörung" wird hier nicht recht weiterhelfen.

Viele Grüße
Kassandra



hi kassandra,
natürlich wäre das EIN WEG (nahrungsergänzungsmittel), denn die rütli-schüler sind sicher weniger kriminell wie bereits eingesperrte kriminelle:

http://www.rp-online.de/news/wissenschaft/allgemein/2002-0714/knast_vitamine.html

wie man sieht, wirkt das durchaus. natürlich ist's nicht ausreichend u. wohl auch nicht durchführbar, allein schon deshalb, weil's kaum einer weiß/glaubt.

bezüglich dieser gewalt an schulen hilft nur ein bündel an maßnahmen, die aufzuzählen hier wohl zu weit gehen dürfte. das beginnt bei siedlungspolitik u. hört bei tutorensystemen im schulbereich (schüler als "schlichter") u. schulsozialpädagogik noch nicht auf.

bertram



Hallo Herr Schmidt,
Ihre Alternativtheorie könnte zutreffen, wenn Deprivation in der Kindheit auch Überforderung sein kann. Nämlich die Überforderung, sich für die Ehe der Eltern verantwortlich zu fühlen und sie zusammenhalten zu müssen. Eine Depression kam in diesem Fall nie wirklich zutage, aber anscheinend kann man die "agitieren" und damit überspielen?
Hallo Kassandra,
habe ich mich da missverständlich ausgedrückt??? Klar kann man das Leben nicht mit NEM wieder in Ordnung bringen,- darüber brauchen wir hier wirklich nicht zu diskutieren!
In meinem Beispiel brachte auf der Ursachenebene an erster Stelle eine gute Psychotherapie die Heilung. Mit den NEM wurde zusätzlich dem durch die Überforderung geschädigten Körper wieder auf die Sprünge geholfen. Sozusagen als flankierende Maßnahme. Jahrelanger Stress hinterlässt auch körperliche Spuren. Und da „ADHS“ so eine Art Dauerstress ist, könnten sich vielleicht auch körperliche Mangelerscheinungen einschleichen. Die wären aber, das dürfte doch wohl klar sein, nicht Grund des Übels, sondern nur Begleiterscheinung.
Natürlich bin ich auch nicht der Meinung, dass „ADHS“ eine angeborene Hirnanomalie ist! Für mich sind da die neurobiologischen Erkenntnisse von Prof. Hüther richtungweisend.
Viele Grüße
Clara




MAGNESIUM???? das ist doch hoffentlich nicht ERNST gemeint????



hallo grünpflanze,
natürlich ein totaler scherz, absolut megawitzig. iss weiter amphetamine...

bertram



ich nehme keine amphetamine (der amphetaminsaft schmeckt wirklich nicht ungeheuerlich...) ich nehme concerta...

aber na gut vielleicht sollte ich doch ma eben zu aldi rennen un mir ne stange magnesiumpillekes kaufen... passen ja zu meinen "2300mal-die-vom-rda-empfohlene-tagesdosis"-vitamin-c-und-d-pillen...ein bissl dr.bullrichs hinterher, kann ja nich schaden...warn da nich nochn paar blättchen afa-algen im kühlschrank??? ach stimmt...da war die geschichte mit den toxinen...aach egal...trink ich eben ein bisschen mehr...schwämmt sich ja alles aus....

was muss man sich eigentlich noch alles anhören???



das ist doch nur gebrabbel, grünpflanze.

es zwingt dich keine(r) das hier zu lesen, du kannst dir dein "was muss ich mir alles......"-Selbstmitleid sparen

es gibt auch kein
-die-vom-rda-empfohlene-tagesdosis
, die RDA ist die empfohlene Tagesdosis

gebrabbel oder logorrhöe, aber als selbsternannter ADHSler darf man das ja, oder?




wenn grünpflanze lesen WOLLTE (können tut er ja), dann würde er bermerken, dass die magnesiumwirkungen in einigen studien belegt wurde. auch deshalb ist sie interessant. übrigens: es ist nicht nur real, was in studien steht....es gibt auch anwender-erfahrungen, übrigens manchmal 1000e von jahren vor einer studie (siehe akupunktur). in diesem sinne: tip: erst thread lesen, dann meckern.

bertram



PS: wie potent so ein mineralstoff sein kann, zeigt u.a. folgendes (offenbar kann er - RICHTIG DOSIERT - noch etwas mehr als ritalin & co):

Mineralstoff nicht unterschätzen!
Depressiv eventuell durch Magnesium-Mangel?
Bei Beschwerden wie Wadenkrämpfen oder Muskelverspannungen denkt man an Magnesiummangel. Nicht so bei depressiver Verstimmung. Doch auch diese kann durch einen Magnesiummangel bedingt sein.
24.08.05 - Sorgen und Probleme können einen Magnesiummangel erzeugen. Wieso? Psychischer Stress führt zu einem Magnesiumverlust, weil Magnesium vermehrt über den Urin ausgeschieden wird.

Je länger nun der psychische Stress anhält, umso wahrscheinlicher ist dann die Entstehung eines deutlichen Magnesiummangels, der sich fatalerweise zu all dem Stress auch noch als Depression äußern kann. Jedoch gerade wenn kein Grund für die Depression erkennbar ist, wenn die depressive Stimmung, oft begleitet mit Angstattacken, „aus heiterem Himmel kommt“, sollte auch an einen Magnesiummangel gedacht werden. Wer bringt schon Krankheiten wie zum Beispiel den Diabetes mellitus, entzündliche Darmerkrankungen oder die Einnahme von Entwässerungsmitteln zur Blutdrucksenkung ursächlich mit einer Depression in Verbindung?

Dieser Zusammenhang wird aber klar, wenn man weiß, dass sowohl eine Diabetes-Erkrankung, entzündlichen Darmerkrankungen als auch Entwässerungsmittel zu einer verstärkten Ausscheidung von Magnesium und damit zu einem Magnesiummangel führen können.


quelle: http://www.aerztlichepraxis.de/artikel?number=1124892782

und:

Schützt Magnesium vor dem Herzinfarkt?

Magnesium ist ein bewährtes Mittel in der Behandlung von Herzrhythmusstörungen. Offenbar kann es aber auch die Behandlung von Herzinfarkten unterstützen. Von 100.000 Einwohnern versterben etwa 100 jedes Jahr am Herzinfarkt. Nur bei jedem fünften tritt die Katastrophe aus heiterem Himmel auf. Meistens gibt es schon vorher heftige Brustschmerzen, Übelkeit und Schweißausbrüche. Bei frischen Herzinfarkten wird oftmals eine verringerte Magnesiumkonzentration im Blut gemessen. Bereits in den neunziger Jahren versuchten Forscher abzuklären, ob sofortige Magnesium-Gaben einen positiven Einfluss auf die Schwere des Herzinfarktes haben. Tatsächlich konnten Sie zeigen, dass die Sterblichkeit unter Magnesium-Therapie in vielen Fällen zurückgeht. Auch bei der „Engbrüstigkeit“ (Angina pectoris) sind Magnesiumgaben offenbar von Vorteil. Neben einer Schmerzverringerung senken sie auch hier die Sterblichkeit.


aus: http://www.medizin-aspekte.de/0303/patient/eisenmangel/index.htm



ja, globus, du bist der schlauheste! ich gebs zu!

bertram: ist ja schön und gut, aber die symptome eines magnesiummangels sind nicht das, was man als "ad(h)s" bezeichnet.

außerdem wird man (normalerweise) auf mineralstoff- und vitaminmangel hin untersucht. wenn da dann rauskommt, dass man einen magnesium(usw.)mangel hat, ist es natürlich vollkommen patte, stimulanzien zu geben.
im normalfall hat man diese möglichkeit jedoch schon ausgeschlossen, wenn man auf ""ad(h)s"" getestet wird.



grünpflanze:

bertram: ist ja schön und gut, aber die symptome eines magnesiummangels sind nicht das, was man als "ad(h)s" bezeichnet.


Ich kenne zufällig die Symptome des Magnesiummangels, die sind mit ADHS eher nicht wirklich zu vergleichen:
Muskelkrämpfe, steife Bewegungen bis hin zu "fast Lähmungen", Müdigkeit und Abgeschlagenheit, Zittern, Gefühlsstörungen usw.usw.





das magnesium bei "ADHS" hilft, muß doch nicht heißen, dass der mangel an diesem mineral "ADHS" bedeutet!
alkohol hilft auch mitunter bei nervosität u. stress, ohne dass alkoholmangel zu nervosität u. stress führt. grunz...

bertram

Seiten: 1 2 3 4 5 ... Ende Zurück zur Übersicht


Café Holunder: ADHS-KRITIK