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Thema: Unterschied altklassische und englische Reitweise |
sabmue:
Ansonsten kommen von einigen nur Sprüche in die Luft resp. "OelInsFeuer", die ich eher unnötig finde. Aber ich lass natürlich jedem die Redefreiheit.
Du bist neu hier, eindeutig.
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"Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab."
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Was auch nichts mit dem Thema zu tun hat ???
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sabmue: Was auch nichts mit dem Thema zu tun hat ???
Sag ichs doch - neu hier...
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"Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab."
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Ich denke, auch wenn ich neu bin, darf ich mich erkundigen. Zudem hatte ich dich konkret gefragt und eine Antwort habe ich bis jetzt keine erhalten darauf:
sabmue: Susanne_GR: Also, die altklassische Reitweise wuerde bei den heutigen Dressurturnieren wohl auch s...auschlecht bewertet, wuerd ich jetzt mal so "voraussehen". Das ist nicht das, was die heutigen Dressurrichter sehen wollen.
Was würde denn von den Dressurrichtern nicht gesehen werden wollen? Ich hab den Unterschied noch immer nicht verstanden.
Was ist es denn deiner Meinung nach?
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Ja klar darfst du, nur ist die diskussionsform im hüebli öfers so ganz unabhängig wie lange man hier ist. villeicht etwas gewöhnungsbedürftig
Nun ja, wenn man hald aus Begriffen eigene Definitionen macht und die korrekte verschreit kommt man nie auf einen Punkt.
Und das die FN Reiterei immer schlecht ist hat auch niemand gesagt. Es ist wie überall, es gibt nur gute und schlechte Reiter!
Ja einige Reitstile sind von aussen her ziemlich ähnlich so dass man auf die Idee kommen könnte, man nenne einfach alles englisch was mit dressur und springen zu tun hat.
aber auch auf diesem gebiet gibts unterschiedliche hilfengebungen und sonstige differenzen, die villeicht nicht grad weltbewegend sind, aber so unterschiedlich ist ja das western zb doch auch nicht was die hilfengebung anbelangt.
ich wüsste nicht was dagege spricht dies konkreter zu definieren und angegriffen muss man sich deswegen auch nicht fühlen.
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Nur Naturtalenten ist es gegönnt die Praxis in die Theorie umsetzen zu können. Alle anderen müssen sich wohl oder übel zuerst mit der Theorie auseinandersetzen.
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Susanne_GR: sabmue: Was auch nichts mit dem Thema zu tun hat ???
Sag ichs doch - neu hier...
Und dann gibt es noch "Alte" die NIE schlauer werden...
*kopfschüttel*
(Ich weiss, genau das selbe gerade auch mache... Mir ist langweilig, mir fällt die Decke auf den Kopf.)
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http://www.rossforum.ch
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sabmue:Ich denke, auch wenn ich neu bin, darf ich mich erkundigen. Zudem hatte ich dich konkret gefragt und eine Antwort habe ich bis jetzt keine erhalten darauf:
sabmue: Susanne_GR: Also, die altklassische Reitweise wuerde bei den heutigen Dressurturnieren wohl auch s...auschlecht bewertet, wuerd ich jetzt mal so "voraussehen". Das ist nicht das, was die heutigen Dressurrichter sehen wollen.
Was würde denn von den Dressurrichtern nicht gesehen werden wollen? Ich hab den Unterschied noch immer nicht verstanden.
Was ist es denn deiner Meinung nach?
Ich bin der Meinung, dass das, was meiner Ueberzeugung nach gesunderhaltendes und korrektes Reiten ist, nicht mehr dem entspricht, was heute Dressurrichter auf dem Viereck sehen wollen, so in Kurzform gesagt. Mir gefallen z.B. die älteren Dressurfotos meist tausendmal besser als das, was man heute Weltspitze nennt.
Naja, das ist halt meine eigene persönliche Meinung zum Thema Dressurreiten an der Weltspitze.
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"Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab."
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shadowfax:
@jen: wie würdest du den reitstil nennen, wie ihn hier viel betreiben?
Schlicht: Dressur und/oder Springen und/oder Military und/oder Freizeitreiten und/oder ...xy-Disziplin. Das ist auch das, was ich sage, wenn ich nach meiner Reitweise gefragt werde: Freizeit mit Schwerpunkt Dressur. Und je nachdem, wie es jemanden interessiert dann noch genauere Diskussion. Den Ausdruck "englisch reiten" hat in meinem - eher sportlich geprägten - Umfeld früher niemand gebraucht. *studier* Das kam eigentlich erst mit dem internet und den Foren auf. Meiner Meinung nach ist er aber wirklich falsch, weil ich damit die englische Reitweise verbinde und wer jemals in England geritten ist (zb. auch nur in den Ferien), glaube der weiss was ich meine. England hat eine ganz eigene Reittradition, die sich von der unseren schon unterscheidet. Auch die Ausrüstung von Pferd und v.a. Reiter hat ihren eigenen typischen Stil, der nicht so einfach mit unserem vergleichbar ist.
LG
Jenny
***
Das Maul des Pferdes ist kein Bremspedal! Martin Plewa
Reiten ist so lange ganz einfach, wie man nichts davon versteht. Udo Bürger
Reitkunst kann nicht ohne geistiges Gerüst existieren. Fritz Stahlecker
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Jen: shadowfax:
@jen: wie würdest du den reitstil nennen, wie ihn hier viel betreiben?
Schlicht: Dressur und/oder Springen und/oder Military und/oder Freizeitreiten und/oder ...xy-Disziplin. Das ist auch das, was ich sage, wenn ich nach meiner Reitweise gefragt werde: Freizeit mit Schwerpunkt Dressur. Und je nachdem, wie es jemanden interessiert dann noch genauere Diskussion. Den Ausdruck "englisch reiten" hat in meinem - eher sportlich geprägten - Umfeld früher niemand gebraucht. *studier* Das kam eigentlich erst mit dem internet und den Foren auf. Meiner Meinung nach ist er aber wirklich falsch, weil ich damit die englische Reitweise verbinde und wer jemals in England geritten ist (zb. auch nur in den Ferien), glaube der weiss was ich meine. England hat eine ganz eigene Reittradition, die sich von der unseren schon unterscheidet. Auch die Ausrüstung von Pferd und v.a. Reiter hat ihren eigenen typischen Stil, der nicht so einfach mit unserem vergleichbar ist.
Danke!
Auch wenn Engländer auf dem Pferd vielleicht änlich aussehen, sobald man sich dort in einen Sattel setzt wird man merken das nur das Pferd das selbe ist. Und keiner der in meinem Umfeld behaubtet er reite englisch reiter annähernd so :@)
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Susanne_GR:
Ich bin der Meinung, dass das, was meiner Ueberzeugung nach gesunderhaltendes und korrektes Reiten ist, nicht mehr dem entspricht, was heute Dressurrichter auf dem Viereck sehen wollen, so in Kurzform gesagt. Mir gefallen z.B. die älteren Dressurfotos meist tausendmal besser als das, was man heute Weltspitze nennt.
Naja, das ist halt meine eigene persönliche Meinung zum Thema Dressurreiten an der Weltspitze.
An der Weltspitze mitreiten und gesunderhaltendes Reiten ist für mich sowieso nicht vereinbar. Egal ob Dressur, Springen, Military, Western etc. in keiner Reitweise. Ich habe mich kürzlich mit einer Dressurrichterin unterhalten und sie gefragt, was für sie die wichtigsten Punkte seien beim richten. Sie nannte eigentlich alle, die ich im ersten Posting erwähnt habe. Das wollen sie sehen und das finde ich nicht verkehrt. Aber eben, ich spreche hier ganz klar von Freizeitreiter-Dressur und nicht von Profis und Weltspitze. Dort ist alles wieder etwas anders.
gl0dy:
Nun ja, wenn man hald aus Begriffen eigene Definitionen macht und die korrekte verschreit kommt man nie auf einen Punkt.
Stimme ich absolut zu.
gl0dy:
Ja einige Reitstile sind von aussen her ziemlich ähnlich so dass man auf die Idee kommen könnte, man nenne einfach alles englisch was mit dressur und springen zu tun hat.
aber auch auf diesem gebiet gibts unterschiedliche hilfengebungen und sonstige differenzen, die villeicht nicht grad weltbewegend sind, aber so unterschiedlich ist ja das western zb doch auch nicht was die hilfengebung anbelangt.
Das stimmt. Dachte, wenn ich einfach mal die Ziele meines Reitens hinschreibe, sollte das klar sein. Doch unterdessen habe auch ich gemerkt, dass die Ziele sich sehr ähnlich sind. Einzig der Weg dort hin unterscheidet sich. Auch das, wie ich bis jetzt gelesen habe, nur in Feinheiten.
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sabmue: Einzig der Weg dort hin unterscheidet sich. Auch das, wie ich bis jetzt gelesen habe, nur in Feinheiten.
nun ja, das ist halt immer subjektiv, wie gross die Unterschiede sind. Für einen Pferdelaien sind Pferde auch einfach Pferde, die manchmal unterschiedliche Farben haben. Stimmt ja auch, jedes Pferd hat einen Kopf, Hals, Rumpf, vier Beine, einen schweif etc. Aber sie könnten nicht einen Friesen von einem Spanier unterscheiden, einen Tinker von einem Paint und einen Warmblüter von einem Araber. Für uns sind die Unterschiede aber frappant und klar ersichtlich, uns käme es nicht in den Sinn sowas zu verwechseln. Genauso verhält es sich mit den versch. Reitweisen. Für jemand, der keine Ahnung hat reitet man einfach Pferde. Je mehr man sich aber damit beschäftigt und versucht die Unterschiede zu ergründen, desto mehr erfährt man die Unterschiede und desto mehr findet man, dass gewisse Dinge ähnlich oder kompatibel sind, aber auch andere, die unvereinbar sind. Es gibt verschiedene Schichten. Das ist irgendwie so, wie wenn man zb. einen Schmetterling vom blossen Auge anschaut, oder man schaut ihn mit der Lupe an oder man schaut ihn mit dem mikroskop an oder man schaut ihn mit dem elektronenmikroskop an etc. Jedes Mal wenn man eine Schicht tiefer geht, entdeckt man nicht nur die Oberfläche sondern neue STrukturen, feine Häärchen, Hautzellen etc. So verhält es sich doch auch mit dem Reiten. Entweder man begnügt sich mit der schönen Oberfläche. Aber manche möchten auch mit der Lupe hinsehen, andere nehmen das Mikroskop hervor und möchten noch tiefer eindringen...
LG
Jenny
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Reiten ist so lange ganz einfach, wie man nichts davon versteht. Udo Bürger
Reitkunst kann nicht ohne geistiges Gerüst existieren. Fritz Stahlecker
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Ich möchte mich auch gerne etwas tiefer damit beschäftigen. Hier hole ich mir nun die ersten Informationen. Leute, die den Reitstil gewechselt haben, konnten mir die Unterschiede in Worten nicht erklären (und empfahlen mir, dies in diesem Forum zu erfragen). Das ist für mich dann der Grund, das Ganze zu hinterfragen, aber offen dafür zu sein. Was ich nun lese und erfahre hilft mir zwar, kratzt aber, denke ich, immer noch an der Oberfläche. Um die Unterschiede wirklich zu erkennen, muss ich es wohl einfach selbst ausprobieren.
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WEnn du dich einfach theoretisch weiterbilden möchtest, dann wäre zb. ein buch über die Geschichte der Reitkunst empfehlenswert. Sylvia Loch hat ein gutes geschrieben, das zwar vergriffen ist, aber in Antiquariaten noch erhältlich ist oder Charles Chevenix Trench hat auch ein gutes geschrieben. Wenn du dich praktisch weiterbilden möchtest, dann geh doch einfach mal bei Reitkursen zuschauen, wo bekannte Ausbilder lehren. Jeder Ausbilder hat so ein bisschen seinen eigenen Stil, da musst du ein paar Mal bei verschiedenen zuschauen oder vielleicht auch mal mitmachen, um zu entdecken/spüren, was denn genau anders gemacht wird.
LG
Jenny
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Das Maul des Pferdes ist kein Bremspedal! Martin Plewa
Reiten ist so lange ganz einfach, wie man nichts davon versteht. Udo Bürger
Reitkunst kann nicht ohne geistiges Gerüst existieren. Fritz Stahlecker
Zuletzt bearbeitet: 30.01.08 08:58 von Jen
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Hierzu muss ich mich doch auch noch kurz äussern :-)
Ich denke es gibt durchaus Unterschiede zwischen den genannten Reitweisen und wie bereits erwähnt ist auch der Aufbau um ans Ziel zu kommen doch stark unterschiedlich. Ich lernte ursprünglich in einer völlig normalen Reitschule und ritt auch jahrelang so. Danach rutschte ich in die "barocke Reiterei", zuerst war ich durchaus fasziniert von den piaffierenden Pferden. Nach einigen Jahren jedoch und vermehrtem Wissen musste ich feststellen dass dort der Weg zur Versammlung auch nicht unbedingt der richtige war. Somit nahm ich bei x-unterschiedlichen Reitlehrern und Ausbildnern Unterricht um mal einen Vergleich zu erhalten.
Bei vielen Reitlehrern welche klassisch ausbilden vermisste ich den sauberen Aufbau, es wurden Lektionen viel zu früh abgefragt in meinen Augen obwohl die Pferde noch nicht so weit waren....... andere hingegen konnten Dir den genauen anatomischen Aufbau erklären und die Zielsetzung und Gymnastizierung war hervorragend. Wie dem auch sei, mein Fazit, die ursprünglichen Ausbildungsweisen und Wege sind sehr unterschiedlich. Nun kommt es auf den jeweiligen Ausbildner an wie er sie interpretiert und umsetzt, jeder Mensch gibt beim unterrichten etwas von sich dazu und nimmt gewisse Dinge anders wahr. Somit wird die Reitkunst zum Teil auch sehr unterschiedlich weitergegen........
Ab 2010 freier Platz für Ferien-Rekonvaleszenz oder Therapiepferd
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@sabmue: ich geb dir mal ein ganz konkretes beispiel, weil du danach gefragt hast, welches für mich aber immer wieder bezeichnend ist als spitze des eisbergs von vielen vielen feinen unterschieden.
disclaimer
ich möchte damit weder jemanden angreifen noch etwas schlecht machen, und doch habe ich von einer auf die andere reitweise gewechselt, schon lange her (von landesgängiger concours-reiterei wie man sie heute auf den 4ecken sieht zur "klassischen" reitweise. habe im NPZ bern die lizenz gemacht und hatte schon während der vorbereitung das gefühl, dass da mehr "fleisch am knochen sein muss". manche sind glücklich damit, andere nicht. manche finden klassisch oberdoof und langweilig, stupid und ohne hand und fuss, weil nicht so der bär los ist. jedem das seine.).
ich nehme deinen postings zufolge an, dass du eher concours-orientierte reiterei betreibst.
unterschied klassisch - modern anhand des beispiels einer trabverstärkung (eigentlich wird für junge pferde nur tritte verlängern gefordert, wird aber bei noch so korrekter ausführung von den richtern weniger belohnt, als ein blöffer mit sieg-heil-trab)
du wirst in der klassischen reiterei KEINEN ausbilder oder klassisch denkenden menschen dabei "erwischen", wie er ein junges pferd (welches eben in der modernen dressur die ersten, untersten GA-prüfungen geht) auf TEUFELKOMMRAUS über die diagonale drückt/hetzt/kickt.
veranlagung vorneweggenommen
es gibt sehr wohl in allen rassen für diese lektion hoch begabte pferde, welche die tritte sehr schwungvoll und scheinbar mühelos verlängern. lassen wir die aber mal aussenvor. denn, was anhand obgenannten beispiels passiert auf den 4ecken ist folgendes:
grosser faktor: die richter schüren den ehrgeiz der reiter mit jungen pferden, schneller voranzkommen
obwohl die richter sich immer wieder auf fn, auf steinbrecht und was weiss ich was altes berufen, BELOHNEN SIE DIESE RENNEREI mit hohen noten.
entschuldige, rennerei ist sicher sehr oberflächlich und pauschal ausgedrückt.
erfahrungen
aber seien wir ehrlich, wir kennen alle die reiter mit concoursambitionen, die ihre (notabene noch nichtmal im gleichgewicht geradeausgehenden) pferde um jeden preis über diese diagonale fliegen lassen wollen.
notfalls hockt dann vielleicht der trainer drauf, der kann das pferd mit seiner reiterlichen körperkraft mehr "spannen" (ich nenns schrauben), damits die füsse schmeisst und hinten ordentlich nachtritt. einfach um jeden preis.
so, jetzt hab ich massig leute beleidigt und pauschalurteile gefällt, so mags aussehen. aber ich möchte dir ein einigermassen überschaubares beispiel bieten.
in tat und wahrheit basierts einfach auf meinen eigenen erfahrungen und beobachtungen.
der andere weg
in der reitweise, die wir hier wohl als klassisch bezeichnen, findest du folgenden unterschied bzgl. starker trab oder tritte verlängern:
die pferde werden mit viel mehr verschiedenen gymnastizierenden lektionen und seitengängen während LANGER zeit (ich rede von jahren) und mit ruhe auf hankenbeugung und kraft in der nachhand trainiert. in jedem so gearteten kurs wird dir beim zuschauen auffallen, dass die arbeit um vieles ruhiger abläuft und dass das ziel die vollkommene entspannung (aus welcher einzig und alleine schwung entstehen kann) ist. diese wirst du selten gleich massig antreffen, aber begreifen und sehen, dass der weg dahin ein ruhiger, schöner und sehr sehr schwerer ist.
diesen grundsätzen zufolge kommt eine trabverstärkung oder gar ein starker trab meiner meinung nach erst viel später in der ausbildung zum ausdruck - wenn die nachhand so viel kraft hat, dass sie aus der wirklichen und echten versammlung abdrücken kann.
(jaja ich weiss, an der weltspitze siehts dann auch so aus. aber die möcht ich aussenvor lassen).
was nicht heissen soll, dass der weg eines concours-orientierten reiters einfach oder einer mit weniger wert ist. er ist einfach anders. andere prioritäten.
es gibt noch vieeeeeeeeeeelvielvielmehr aspekte als nur diesen, aber das würde den rahmen hier sprengen. und: wirklich erkennen und begreifen tut man das, wenn man es A) gesehen und B)pferde aus beiden reitweisen geritten hat.
alles liebe und viel spass beim suchen, finden und erörtern.
dani
pauschal(ver)urteil par excellence (aber es verkörpert die denkweise, den unterschied, die haltung gegenüber dem pferd und der kunst):
modern:
- druf und hü
- im GA 3 nächsts weekend muesser zuelegge über d diagonale, hopp!
klassisch: druf und rueh
- er cha denn zuelegge weners CHA. unter umständ nöchstjohr. vorhär schaffe mer a angerem, wo dört derzue füehrt.
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Stop chasing shadows, just enjoy the ride.
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Zuletzt bearbeitet: 30.01.08 21:05 von Herkules
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