Triumph Herald & Vitesse Forum
Seiten: 1 2 Zurück zur Übersicht
Autor
Thema: Ventilführungen Verschleiss


Ich hab da mal ne Frage...
Nachdem Herald mich bisher treu begleitet hat wurde es irgendwie Zeit sich mal um den Zylinderkopf zu kümmern. Nun hab ich das Teil auf der Werkbank begutachtet und es stellt sich (massive Ölkohlebildung) die Frage wieviel Spiel in den Ventilführungen ist noch tolerabel... bzw. wie messt Ihr das überhaupt?

LG Volker



Ich habe zurzeit "nachdieseln". Wohl wegen den Ablagerungen.

Ich versuche jetzt eine Kerze einzubauen die etwas heißer verbrennt (Hat meine Oldiwerkstatt gesagt).
Vielleicht bekomme ich dass dann weg.
(Ist vorher ein paar 1000km viel zu fett gelaufen)

Hilft dir wohl aber nicht weiter

Ich baue da nix aus und messe auch nicht, was läuft das läuft

-------------------
Der Saarländer mit einem weißem Herald Convertible (1500 Spiti Motor)



Zuletzt bearbeitet: 07.09.17 12:09 von Thomas_D


Ich habe bis jetzt immer geglaubt, dass Nachdiesel ein Symtom für zu heiße Verbrennung wäre und meistens auf zu frühe Zündungseinstellung oder zu magere Vergasereinstellung zurückzuführen ist.

Carl
Herald 1200 Coupé
1200 Convertible
1200 Estate
Vitesse 1600 Saloon
Triumph Italia 2000GT
Swallow Doretti
Triumph Gloria 6 Southern Cross


... die Theorie sagt (glaube ich) das nachdieseln wohl auch durch Glühzündungen passieren kann. Also Ölkohle glüht dann so wie ein Stückchen Holzkohle auf dem Grill vor sich hin und entzündet den Sprit so ganz ohne Funken ;-) ...
--- Also mein Autochen litt schon unter beginnender "3-zylindrigkeit". Beim Kauf hatte Zylinder 2 zwei bar weniger Kompression als die anderen, jetzt ist die Differenz schon eher drei bar. Ausserdem gabs hinten an der Kopfdichtung recht viel Ölverlust sowie irgendwo da hinten auch(kann auch Froststopfen sein) viel Wasserverlust...
Beim Zylinder zwei hat das Auslassventil den Dichtigkeitstest nicht mehr bestanden: Ich habe den Kopf umgedreht auf die Werkbank gelegt und Brennspiritus in die Brennräume gegossen. Nur bei dem zweiten Zylinder läuft der Spiritus dann aus dem Auspuffkanal raus.
Nach ausbauen der Ventile konnte man dann sehen, dass die Ölkohle da harte Ablagerungen formt die auch an einer Stelle im Bereich des Ventilssitzes stecken...
Daher nun eben die Frage wieviel Ölkohle ist eigentlich normal... und eben wie stark dürfen die Ventile wackeln wenn man sie ohne Federn in der Führung prüft?

LG Volker





Eigentlich haben die Ventile nur wenige Hundertstel Spiel in der Führung.
Aber gerade die Auslaßseite wird bei den höheren Temperaturen höher belastet und verschleißt schneller.

Gucke morgen, Samstag, mal ins Werkstattbuch. Ist für die Vitesse, aber wird wohl reichen.

Carsten





Hallo Volker
Das Ventilspiel in den Führungen sollte nahezu "nicht spürbar" sein.
Ob es wirklich nur wenige 1/100tel mm sind glaube ich nicht, etwas mehr darf nun auch sein.
Hab das WHB gerade leider nicht rumliegen, um die offiziellen Werte nachzulesen.

Aber ich habe ne kleine Anmerkung:
Sofern das Spiel nicht gerade 1 mm beträgt kann man das Ganze mit Ventilschaftdichtungen ganz gut dicht bekommen. So kann man die Komplettüberholung des ZK viele Km rauszögern.
Die Ventile selbst kann man ja ganz gut selber nachschleifen mit einer "Ventileinschleifpaste".
Bei Canley Classics gibt es dann Ventilschaftdichtungen, die einfach auf die originalen Ventilschäfte aufgedrückt werden.

Grüßlis,
Jürgen



Also, ich habe mal in mein Vitesse Werkstattbuch geschaut:

Ventilführung:
7,92
7,95

Ventilschaft
Einlaß:
7,89
7,9
Tol +0,012

Auslaß:
7,87
7,88
Tol +0,026

Warum da immer zwei Werte stehen, weiß ich nicht.
Aber man sieht schon das es eher um ein kleines Spiel geht.
Die Führung soll ja nicht nur führen, sondern dichtet ja auch und gibt Wärme ab.
An meinem Kopf waren nur die Auslaßführungen zu tauschen. Die sind wegen der Wärme mehr belastet.

So, und nun kommst du.
Musst jetzt selbst entscheiden, was noch geht, und was nicht mehr.
Immer sehr undankbar.

Bis denn,
Carsten.



Danke Leute!
mittlerweile weiss ich, dass ich den Ventilsitz am Auslass von Zylinder 2 neu fräsen muss. Liebevolles einschleifen hat leider nicht mehr geholfen, sieht so aus als wäre da an einer Stelle Metall geschmolzen ... Wenn das mit dem fräsen gut klappt kann ich mich ja auch gleich daran versuchen die Ventilführungen zu erneuern. Wird wohl so sein wie Carsten geschrieben hat. Nur das Spiel des Auslassventils erscheint verdächtig...
Herrmann hat mir ein Bild geschickt wie sein Kopf nach dem Ausbau ausgesehen hat.. vielleicht sind die Ablagerungen bei meinem doch nicht sooo besorgniserregend...

LG Volker
P.S.: Die Ventilschaftdichtungen sind bei Canleys als "Inlet only" angegeben!



Guten Morgen,

Ventilschaftdichtungen zum Nachrüsten sind mir nur für die Vitesse-Motoren bekannt. Bei Rimmer z.B. wird ein Set für Ein- und Auslass-Ventil angeboten, allerdings mit der Kommentierung "Refer to Rocker Feed Kit & Oil Consumption". Ich lese das so, dass bei Montage der Dichtungen die "Überkopfschmierung" installiert werden sollte. Da wäre ich also vorsichtig im Sinne der ausreichenden Schmierung der Ventilschäfte.

Für die Herald-Motoren habe ich noch keine Dichtungen gefunden, die mir Vertrauen einflössen... Aus eigener Erfahrung bei meinem 13/60er kann ich aber berichten, dass das Einpressen von Bronzeführungen mit anschliessendem passigen Ausreiben bis jetzt sehr gute Ergebnisse zeigt. Es qualmt beim Starten nix mehr hinten raus wg. durchgelaufenem Öl auf den Ventiltellern. Bin allerdings nach der Motorsanierung auch noch nicht wieder tausende Kilometer gefahren.

Viele Grüsse
Marcus



Herald 13/60 Convertible LHD - 1968
Vitesse 6 Convertible LHD - 1966


... Zwischenstand:
Den Auslasssitz vom 2. Zylinder konnte ich mit relativ viel fräsen tatsächlich wieder dicht bekommen. Habe jetzt die neuen Ventilführungen und Auslassventile von den "Ripperbrüdern" bekommen. Da spürt man quasi gar kein Spiel...

LG Volker


Zuletzt bearbeitet: 18.09.17 10:56 von Tuningopfer1250
Seiten: 1 2 Zurück zur Übersicht

WebMart Homepage Tools: Eigenes Forum kostenlos starten