DISKUSSION OHNE ZENSUR
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Thema: Melkkuh Autofahrer


An einer Tankstelle habe ich neulich einen schönen Spruch gelesen:
"Früher haben wir Benzin verkauft, heute treiben wir Steuern ein".

Heute flattert mir ein Knöllchen ins Haus:
Sie überschritten die zulässige Höchstgeschwindigkeit innerhalb geschlossener Ortschaften um 6 km/h --- macht 15,00 EURO.

Ja träum ich oder was? Wo sind wir denn hier? Wegen 6 km/h zu viel wird man zur Kasse gebeten!?! Also ich finde das geht zu weit!



Das ist genau der Punkt, wo jeder meint, er wäre nicht richtig behandelt worden!

Aber wenn innerhalb von Ortschaften 50 kmh gilt, dann ist das eben so!

Zum anderen wurde ja auch noch eine Toleranz abgezogen.

Nur, als politischer Mandatsträger sollte man Vorbildfunktion ausüben! Sonst nützen alle von diesen Politikern erlassenen Gesetze nichts und sind nur Makulatur!!!




Zuletzt bearbeitet: 29.07.04 13:59 von Watzmann


Ich habe nicht geschrieben, das ich der Meinung bin ich sei ungerecht behandelt worden. Ich gehe davon aus, dass überall so Verfahren wird. In dem Fall der Geschwindigkeitsübertretung ist schwarz/weiss Denken und Handeln möglich, aber aus meiner Sicht nicht richtig.

Ich finde und dabei bleibe ich, dass man zu weit geht, wenn man für eine Geschwindigkeitsübertretung von 6 km/h mit 15,00 EURO zur Kasse gebeten wird. Was hat das noch mit Verhältnismäßigkeit zu tun? Das ist eiskaltes Abkassieren um die leeren Kassen zu füllen.

Hand aufs Herz. Wer kann mit 100%tiger Sicherheit sagen, dass er die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit nie überschreitet. Ich bin sogar der Meinung, dass es gar nicht möglich ist den Tacho ständig im Blick zu haben und dass es auch nicht der Verkehrssicherheit dient, wenn man mit einem Auge immer den Tacho im Blick hat. Zwangsläufig bedeutet dass doch, dass man um die vorgeschriebene Geschwindigkeit immer einhalten zu können deutlich langsamer fahren muss als erlaubt.

Daher sollte der Gesetzgeber mehr Vertrauen in die Autofahrer haben und ihnen einen größeren Toleranzraum als 6 km/h einräumen, bevor kassiert wird.

Zum Schluss noch ein Erlebnis aus meinem Autofahrerleben:
Auf der Autobahn durchfahre ich eine lange Baustelle, Höchstgeschwindigkeit 60 km/h. Ich habe den Tempomat auf etwa 63 km/h eingestellt und werde ständig mit deutlich höherer Geschwindigkeit (schätze 80-90 km/h), auch von Lkws obwohl Überholverbot für Lkw besteht, überholt. Unter den Fahrzeugen die mich überholt haben war auch ein Polizeifahrzeug.



Dem kann ich nicht zustimmen!

Es ist möglich 50 zu fahren! Viel Sinnvoller auf den Hinblick von Kindern wäre aber deutlich darunter mit der Geschwindigkeit zu bleiben, insbesonders in geschlossenen Ortschaften!

Wenn ich durch Baustellen fahre, oder z.B. nach Kassel, so werde ich von allen anderen Überholt. Aber ich denke mir schadet es nicht! Denn man kann Geschwindigkeitsbeschränkungen und Überholverbote durchaus einhalten, ohne dass man sich einen Zacken aus der Krone bricht!

Auch die Fahrer mit dem Stern und insbesonders die rüpelhaften Taxifahrer wären gut beraten nicht laufend die Straßenverkehrsordnung zu übertreten!!!

Alle die sich nicht an die Vorschriften halten, halte ich für sehr beschränkt in ihrem Denken, um nicht schlimmeres zu schreiben, was auch stimmen würde!

Wenn jeder sich an die Vorschriften und die Physik des Fahrzeugs halten würde, gäbe es weit weniger Unfälle!

Auch 6 kmh mehr können schon für ein Kind oder älteren Menschen tödlich sein!
Da der Bremsweg natürlich dadurch auch länger wird!

Was soll ich von solch einem Politiker halten, der hier solche Ansichten vertritt?

Er ist einfach nicht wählbar!

PS

Für 6 kmh mehr würde ich mindestens 500 € ansetzen!

Alles was mit Überholverbot und Geschwindigkeitsübertretungen im Moment an Euro verlangt wird, ist für diese I..... viel zu wenig! Weniger I.... auf den Straßen, = weniger Unfälle!


Zuletzt bearbeitet: 29.07.04 23:55 von Watzmann


Noch mal.
Es geht mir eigentlich nicht um die 6 km/h.
Es geht mir um die Verhältnismäßigkeit.

Grundsätzlich dazu:
Menschen sind keine Maschinen, die man auf einen Wert einstellen kann.
Überschreitungen (ohne Absicht) unserer (viel zu zahlreichen) Gebote, Vorschriften und Gesetze gibt es am laufenden Band.
Kein Staat kann gegen alle Überschreitungen/Verstöße vorgehen.

Das bedeutet:
Bestrafungen für Bagetellverstöße sind Zufallstreffer.
Alle Verstöße die keine Bestrafung erfahren müssen hingenommen werden.

Es ist erwiesen:
Strafen verhindern nicht eine erneute (ungewollte/unbemerkte) Überschreitung.

Fazit:
Mit Strafen (für Bagatellvergehen die unbeabsichtigt passieren können) nach dem Zufallsprinzip zeigt der, der die Strafe ausspricht, dass er selber nicht besser, in der Regel sogar sicher schlechter ist als der den er bestraft. Die Verhältnismäßigkeit fehlt.
Ich habe geschrieben, dass man mehr Vertrauen in den Einzelnen haben sollte. Ebenso denke ich, sollte man dem Einzelnen mehr Selbstverantwortung überlassen.

Abgesehen davon, was bleibt nach Abzug aller Unkosten von den 15,00 EURO übrig?



Ohne weiteren Kommentar:

http://www.swr.de/ratgeber-auto/archiv/2004/07/31/index4.html




Heute ist es so weit:
Dieselkraftoff hat die 1,00 EURO-Grenze erreicht.

Nähern wir uns dem Ende der uneingeschränkten individuellen Mobilität?



Herr Austen,

heute fuhr ich über die Autobahn in Richtung Weimar. Zwei Fahrzeuge wurden laufend übeholt! Die Schilder 60 oder 80 in Baustellen wurden in keinster Weise von den anderen beachtet, obwohl dort "MENSCHEN" an nicht ungefährlichen Stellen arbeiten mussten!

Solches wollen Sie gutheißen? Dann vielleicht, wenn vielleicht geblizt wurde das zu erhebende Busgeld als Abzocke bezeichnen?



Hallo Watzmann,
was soll ich denn noch schreiben, damit Sie erkennen, dass ich nicht der Raser bin für den Sie mich wohl halten.
Was Sie heute erlebt haben, habe ich heute auch erlebt, da ich die Autobahn von Frankfurt her befahren habe:
Lange Baustelle, Lkw-Überholverbot, vorgeschriebene Geschwindigkeit 60 km/h.
Ein Lkw wagte es nicht mich zu überholen, dafür nötigte er mich durch dichtes Auffahren (Abstand weniger als einen Meter). Andere Pkw und Lkw zischten vorbei.
Da bin ich genauso wie Sie der Meinung, dass das Geschwindigkeitsgebot einzuhalten ist und der der sich nicht dran hält eigentlich zu bestrafen ist.
Sie kennen doch sicher die Autobahn Erfurt-Frankfurt. Von Hersfeld kommend kann man in Richtung Kassel oder Frankfurt fahren. Links gehts nach Frankfurt, rechts nach Kassel. Dort ist die Geschwindigkeit auf 80 km/h begrenzt und die Straße ist sehr abschüssig. Da ist mir folgendes passiert:
Von Hersfeld kommend habe ich den Wagen auf unter 80 km/h abgebremst. Es herrschte starker Verkehr der meine Aufmerksamkeit nötig machte. Im fünften Gang ließ ich den Wagen im Schubbetrieb Richtung Frankfurt rollen. Kurz nach der Gabelung Kassel/Frankfurt stand eine Radarfalle. Mein Wagen hatte wegen der stark abschüssigen Fahrbahn bereits eine Geschwindigkeit über 90 km/h erreicht. Das Knöllchen kam postwendend.
Eine Radarfalle an diesewr Stelle ist für mich einwandfrei Abzocke. Da werden auch die zur Kasse gebeten, die sich sonst an die Geschwindigkeitsgebote halten. Und das finde ich, ist nicht in Ordnung!

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