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Thema: Bauernverband verarscht Kommunalpolitiker


Bei der Suche nach den Gründen für die Blaualgenplage im Werratalsee, müssen Sie schon selbst die Aussage des Gewässerexperten Schuller:
"Im Ergebnis beider Untersuchungen können Einträge durch die Landwirtschaft ganz klar ausgeschlossen werden.!" bewerten.

Die Aussage von Michael Krämer, dass die Bauernlobby in unserer Region sehr einflussreich ist, kommt nicht von ungefähr,
denn wer die nachfolgenden Zeilen liest, dem drängt sich auch auf, dass der Bauernverband evtl. den Gewässerexperten für den Werratalsee ausgesucht hat.


Am Wanfrieder Bebauungsplan für den Standort der Biogasanlage, wird dies deutlich. Rechtlich gesehen muss das erstellende Planungsbüro,
den Bebauungsplan der Stadt und nur der Stadt, aushändigen, denn es handelt im Auftrag - und nach den Vorgaben der Stadt.

In unserem verfilzten Landkreis ist das aber anders. Da gibt der Bauernverband vor, auf wessen Grundstück die Biogasanlage zu bauen ist,
ein SPD-Bürgermeister spielt das Spiel mit und unsere Kommunalpolitiker nicken die Wünsche des Bauernverbandes ab.


Da gibt das Planungsbüro den Bebauengsplan zuerst an das Wanfrieder E-Werk v. Scharfenberg, welches die Biogasanlage bauen will.



Das E-Werk leitet den Bebauungsplan an den Bauernverband weiter, der Bauernverband an die Wanfrieder FDP und als alle zufrieden waren,
bekamen ihn die "Hanseln" im Wanfrieder Rathaus, der Magistrat und die Stadtverordneten zum "Abnicken" auf den Tisch.




Und das alles in der Zeit, in der noch der Standortwettbewerb des Werra-Meissner-Kreises für die erste Biogasanlage lief.
Da bekommen die Kommunen vom 1. Kreisbeigeordneten und vom Bauernverband Sand in die Augen gestreut,
in Wirklichkeit steht aber schon vorher fest, dass Wanfried den Wettbewerb gewinnt
und die Biogasanlage auf dem Grundstück des E-Werk Besitzers v. Scharfenberg zu bauen ist.


Am 24. April 06 teilt 1. Kreisbeigeordneter Henry Thiele (FDP) der Stadt Wanfried mit, dass Wanfried mit Eschwege, Sontra, Witzenhausen in die engere Wahl beim Standortwettbewerb für die Biogasanlage kommt.

Am 20.6.06 werden die Eschweger Stadtverordneten noch auf einer Veranstaltung in Niederhone vom Bauernverband verarscht,
wo das Konzept der Stadt Eschwege, bzw. den Stadtverordneten für den Standort Klärwerk Niederhone vorgestellt wurde,




denn schon am 27. Jan. 06 - ein halbes Jahr vorher - leiert das Ing. Büro Henke beim RP die Änderung des Flächennutzungsplanes und den Bebauungsplan für den Bau der Biogasanlage mit 500 KW Leistung auf dem Grundstück v. Scharfenberg in Wanfried an.



Daran können Sie erkennen, wie im WMK die Kommunalpolitiker vom Bauernverband und dem Wanfrieder Bürgermeister Otto Frank (SPD) für blöd verkauft wurden.

Nach Kenntnis dieser Machenschaften, drängt sich doch auf, dass der Bauernverband auch bei der Wahl des Gewässerexperten für den Werratalsee,
seine Finger im Spiel hatte.


Keinesfalls sollten Sie sich deshalb der Hoffnung hingeben, dass ein Meinharder - oder Eschweger Kommunalpolitiker
etwas unternimmt, damit die Überdüngung der Energiemaisfelder nördlich des Werratalsees eingestellt wird.


Da müsste schon der FDP-Kreisvorsitzender Erhard Nicklass seinen Parteigängern auf die Füsse treten.
Hier handelt es sich um einen Berufstand der meint, er müsse dafür bezahlt werden, wenn er die Umwelt nicht vergiftet.
Auch am Dümmer dreht sich alles um Geld für die Landwirte
Exakt ist das auch die Linie unserer Landwirte. Erst durch Überdüngung mit Gärresten die Blaualgenvermehrung im Werratalsee forcieren und dann
gegen ein regelmäßiges, jährliches Abgreifen von öffentlichen Mitteln, die Überdüngung zurücknehmen.
Mit der Novellierung der Düngemittel-Verordnung noch 2014, wird aber auch die Überdüngung mit Gärresten auf 170 kg N pro ha und Jahr eingeschränkt.
D.h., bundesweit können Gärreste nicht mehr unbeschränkt ausgetragen werden, sonder unterliegen wie Gülle der Einschränkung von max. 170 kg N / ha und Jahr.


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Zuletzt bearbeitet: 08.06.14 12:00 von Horst_Speck


Wenn jemand glaubt, politische Korruption gäbe es nur in süd- und osteuropäischen Ländern, ist das naiv.

Die Art und Weise, wie die Raumplanung zum Bebauungsplan "Sondergebiet Biogasanlage" in Wanfried gelaufen ist, beweist das Gegenteil.

Skandalös ist es aber auch, wenn sowohl die politische Opposition wie die lokale Presse derartige Machenschaften totschweigen, und sie somit nicht zu einer öffentlichen Debatte über derartige massive Fehlentwicklungen beitragen.

Eine öffentliche Debatte über derartige Machenschaften ist aber dringend geboten, wenn wir weiterhin demokratische und nicht oligarchische Verhältnisse wollen.

Mehr über die historische und aktuelle Rolle des Bauernverbandes und seiner Mitglieder im Werra-Meißner-Kreis erfahren Sie hier:

https://www.google.de/#q=Michael+Kr%C3%A4mer+bauernverband+Werra+Mei%C3%9Fner





Zuletzt bearbeitet: 29.05.14 09:55 von Michael_Kraemer


Wer kommt eigentlich für den Einnahme-Ausfall auf, wenn die Wakeboard-Anlage wegen Blaualgen im See nicht betrieben werden darf?
Ich hoffe die Stadt ist da "außen vor" und hat sich nicht "irgendwelche Schweinereien" in den Vertrag schreiben lassen.

Wasserskianlage im Sauerland
"Geplant ist, dass wir spätestens Ende Juni fertig sind. Wir investieren hier rund eine halbe Million Euro“, sagt Mariann Senge. Auch Wolfgang Senge wird froh sein, dass es endlich losgeht, denn eigentlich war die Eröffnung schon im vergangenen Jahr geplant, die Blaualgen-Plage damals ließ den Wassersport-Betrieb aber nicht zu."


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Eine Maßnahme bzgl. Blaualgen vom Eschweger Bürgemeister Heppe hat aber schon gegriffen. Ich musste die kleinen Schilder, die an den Radwegen auf das Problem aufmerksam machten, wieder entfernen. Viele private Grundstücksbesitzer zeigen aber Interesse an einer Aufklärung und stehen der Aktion wohlwollend gegenüber.

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Zuletzt bearbeitet: 28.05.14 08:03 von Horst_Speck


Blaualgenwetter und Hintergründe für die neue massive Düngung der Energiemaisfelder.
Am 10. u. 11. April, die Felder nördlich des Werratalsees üppig mit Gärresten gedüngt oder überdüngt, haben jetzt durch die Trockenheit die Mais- und Rübenpflänzchen gerade "Fuß gefasst". D.h. sie haben kaum nennenswerte Wurzeln um Nährstoffe aufzunehmen. Jetzt mehrere Tage intensiver Regen, d.h. große Anteile der ausgebrachten Nährstoffe versickern in den Kiesuntergrund und sind für die Maiswurzeln später nicht mehr zu erreichen. Weiterer Regen wird dafür sorgen, dass das nahrungsreiche Sickerwasser über das Grundwasser in den nahen Werratalsee drückt. Ideale Bedingungen für die Blaualgenblüte in diesem Sommer.
Mein ursprünglicher Schluß, dass dem Landwirt ein "Licht aufgegangen ist" und er daraufhin mit dem Ausbringen von Gärresten zurückhaltender agierte, was den steilen Rückgang der Phosphorkonzentration erklärt, muß ich nicht zurücknehmen.


Die neue massive Ausbringung von Gärresten auf den besagten Feldern (nach der gemeinsamen Veranstaltung am 4. März im Schwebdaer Bürgerhaus mit dem "Gewässerexperten").
am 10. -, in der Nacht zwischen 10. u. 11.- und am 11. April hat sicher den Grund,
dass nach einer freiwilligen Reduzierung der Maisdüngung, es schwer wird, an Geld für die Bauern zu kommen.
Erst wenn massive Probleme am Werratalsee auftreten, wird es möglich sein, Geld für die Bauern herauszuschinden. Und genau deshalb wurden auf den Flächen nördlich des Werratalsees im April noch einmal massiv Gärreste ausgebracht.


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Zuletzt bearbeitet: 30.05.14 06:20 von Horst_Speck


Nun auch Energierüben im Werratal.


Verschwiegen wird auf der Werbefläche im Rübenfeld bei Heldra,
dass bei einem Ertrag von 100 t/Hektar, nach der Vergärung auch ca. 80 Tonnen Gärreste/Hektar anfallen, die auf die Felder ausgetragen werden müssen und
die nicht unwesentlich durch Versickern ins Grundwasser, zur Vergiftung unserer Teiche, Seen, Flüsse und Meere beitragen.

Große Blaualgenteppiche schwimmen schon jetzt in der Ostsee
Für einige Strandabschnitte in Lübeck-Travemünde war wegen Blaualgen bereits am Donnerstag (29. Mai 2014) eine begrenzte Badewarnung verhängt worden.

Energierüben

Interessant ist, dass die Energierübe "Enermax" damit beworben wird, besonders für Flächen geeignet zu sein, die mit Gärresten gedüngt wurden.
Daran lässt sich erkennen, wo die Reise hingehen soll.

Eine Überdüngung muss gesetzlich verboten werden, fordert Professor Friedhelm Taube. Er berät als Sachverständiger die Bundesregierung und leitet das Versuchsgut Lindhof in Schleswig-Holstein. In einer Studie hat er ausgerechnet, wie viel Kuhmist den Gärresten in einer Biogasanlage entspricht. Bei einer 500 Kilowatt-Anlage entsprechen die Gärreste dem Mist von 200 Kühen. Für Schleswig-Holstein heißt das: Die Reste aus den 630 Biogasanlagen entsprechen dem Mist von zusätzlich 150.000 Kühen – ein Viertel des gesamten Gülle-Aufkommens in Deutschland. Taube hat errechnet, dass nach einem gesetzlichen Verbot eine Million Tonnen Gülle und Gärreste pro Jahr aus den Problemregionen in Schleswig-Holstein transportiert werden müssten.


Wenn KWS ehemals 700.000 ha Zuckerrüben nachtrauert (durch die Zuckermarktreform jetzt nur noch 370.000 ha) und wieder über die Energierübe sich zu alter Größe aufschwingen möchte, könnten damit 1650 (500 kw bzw. 200 ha) Biogasanlagen äquivalent (200 x 1650) dem Mist von 330.000 Kühen, betrieben werden. Mit 80 t Gärresten pro ha x 330.000 ha macht das 26.4 Mio. Tonnen Gärreste die auf unseren Äckern entsorgt werden müssten. Natürlich fehlen die Anbauflächen und auch Maisflächen würden reduziert, mit Sicherheit werden aber andere Feldfrüchte (Weizen, Gerste, Roggen, Hafer, Dinkel, Raps, Kartoffeln usw.) und Weideland gnadenlos zurückgedrängt, wenn nicht mehr der Mensch, die Kreatur und die Umwelt -, sondern der Profit das Maß aller Dinge ist und unsere Politiker weiter schlafen.

Auch wenn die Zahl von zusätzlich 330.000 ha Fläche für den Energierübenanbau unrealistisch ist, aber bei einem Anteil von etwa 15 bis 25 Prozent Rübensubstrat im Fermenter rechnet das Unternehmen daher perspektivisch mit einer potentiellen Rübenanbaufläche von mehreren zehntausend Hektar.
Was aber auch nur über das gnadenlose Zurückdrängen der anderen Feldfrüchte zu erreichen wäre.
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Zuletzt bearbeitet: 02.06.14 07:12 von Horst_Speck


SPD will keine Klientelpolitik für Landwirte

Eine Aussage, die aber auch von allen Medien unterschlagen wurde.
Wahrscheinlich glaubt die SPD selbst nicht daran, was hier in Sonntagsreden zum Besten gegeben wurde.
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Zuletzt bearbeitet: 02.06.14 00:57 von Horst_Speck
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