DISKUSSION OHNE ZENSUR
Freies Forum Werra Meissner

Zurück zur Übersicht
Autor
Thema: Umsetzung d. EG-Wasserrahmenrichtlinie im Werratal


Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie im Maßnahmeraum Werratal

Durch die Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL) soll europaweit die Qualität des Grundwassers und der Oberflächengewässer deutlich verbessert werden. Grundkonzept ist eine kooperative Projektstruktur, die vor allem die Landwirte und die Wasserversorgung zusammenbringt und versuchen soll, den Interessenskonflikt zwischen Land- und Wasserwirtschaft zu entschärfen. Dabei sollen auch alle übrigen regionalen Akteure (Wasserbehörde, Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen, Fachdienst Landwirtschaft des Kreises, Bauernverband) mit eingebunden werden.

Verantwortliche:
Maßnahmenträger für den vom Regierungspräsidium Kassel festgelegten Maßnahmenraum „Werratal“ sind die Stadtwerke Bad-Sooden-Allendorf in Projektpartnerschaft mit den Stadtwerken Eschwege, mit der Stadt Wanfried sowie den Gemeinden Meinhard und Berkatal.
Eindeutig zuständig sind hier die Landwirtschaft und die Betreiber der Wasserversorgung.

Wenn bei uns durch Überdüngung der Äcker und Eintrag über das Grundwasser, der Werratalsee mit Nährstoffen überfrachtet wird und dann ein Gewässerexperte vorgeschoben wird, der die Landwirtschaft "frei spricht": "Im Ergebnis beider Untersuchungen können Einträge durch die Landwirtschaft ganz klar ausgeschlossen werden.!",, sind das ganz üble Machenschaften der verantwortlichen Bgm Heppe und Giller sowie des Bauernverbandes.

Dabei geht es um Beratung, Beratung, Beratung beim Düngemitteleinsatz der Landwirte, für das Fachleute und auch finanzielle Mittel vom Land Hessen vorgehalten werden.
Aus Sicht der gewässerschonenden Zusatzberatung ist eine bedarfsgerechte Nährstoffversorgung der im Maßnahmenraum vorherrschenden Kulturen von besonderer Bedeutung. Auf Basis der im Maßnahmenraum ermittelten Nmin-Ergebnisse wird eine Düngeempfehlung ausgesprochen. Darüber hinaus werden die Betriebe mit begleitenden Vegetationsuntersuchungen (Nitrachek, Hydro-N-Tester) während der Düngeperiode unterstützt. Neben der Düngemenge kommt der optimalen Düngerverteilung eine zentrale Bedeutung zu. Hier kann mithilfe des Düngestreuercheks der einzelne Betrieb seine Querverteilung verbessern.
Die Düngeberatung wird mit der Wirtschaftsdüngerberatung abgerundet.

Bezeichnend ist, dass ausgerechnet Wanfried, wo der langjährige "Bauerführer Roth" und die "Bioenergie Wanfried" zu Hause sind, ein relativ großes Beratungs-Defizit in der Düngeberatung aufweist und deshalb sogar Anspruch auf eine Zusatzberatung hat. Ob das mit der Produktion von Gärresten in der Biogasanlage und dem Ausbringen dieser Gärreste zu tun hat?

Wer die Wasserrahmenrichtlinie der EU und das umfassende Beratungsangebot zum Düngereinsatz an die Landwirte auf der einen Seite, mit dem Palaver am 4. März im Schwebdaer Bürgerhaus zum Gewässerschutz auf der anderen Seite, vergleicht, glaubt wirklich, er ist im falschen Film. Ich gehe davon aus, dass 100% aller Kommunalpolitiker, noch nie etwas von den Beratungsmöglichkeiten der Landwirte zum Düngereinsatz und den Verantwortlichkeiten ihrer Kommune für ihre Wasserquellen gehört haben.

Ob Landwirte, die als Gemeindevertreter mit Vorschlägen, wie der "Absenkung des Wasserspiegels der Werra" kommen, oder Jahrzehnte zurückliegende Abraum- und Auffüllungen mit Mutterboden, als mögl. Grund für die Blaualgenplage heute ins Feld führen, überhaupt mit den Vorgaben der Berater etwas anfangen können?

Auch auf der Webseite unseres KBV geht es hauptsächlich nur ums Geld. Außer einer Erinnerung an statistische Erhebungen, von Düngeberatung und Wasserrahmenrichtlinie kein Sterbenswort.

Fazit:
In Zukunft muss innerhalb der Kommunen ein fähiges Mitglied der Verwaltung dazu geschult, beauftragt und "vergattert" werden, die Landwirtschaft im Umkreis unserer Trinkwasserquellen, fliesenden Gewässer und Seen zu überwachen, ob Düngeberatung und verantwortungsvolles Düngen von den Landwirten auch angenommen wird. Dazu müssen die Kommunen Bodenproben und -Analysen anordnen können, damit drastische Bußgelder gegen Landwirte verhängt werden, denen eine Überdüngung ihrer Flächen durch Bodenanalysen nachgewiesen wird. So wie bisher, dass ein Bauernverband die vom Land bereitgestellten Gelder für die Düngeberatung der Landwirte abgreift, aber selbst "die dümmsten Bauern" Narrenfreiheit bzgl. dem "Vergiften" der Umwelt haben, kann es jedenfalls nicht weitergehen.


------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Gülle und Grundwasser

Die Leichen im Kreistagskeller

Bodensee-Werratalsee

Zusammenfassung Werratalsee

Agitation und Propaganda



Zuletzt bearbeitet: 10.06.14 10:24 von Horst_Speck


Überdüngung mit Gärresten.
Der Beginn eines interessanten Beitrags - aus dem Schweinezüchtermagazin SUS - der aber die Hintergründe
und den neuesten Stand der Novellierung der Düngeverordnung, die 2014 noch auf den Weg gebracht werden soll, in etwa aufzeigt.
Das wichtigste aus diesem Beitrag vorab, auch das Düngen mit Gärresten aus Biogasanlagen soll - wie Gülle - auf 170 kg N/ha pro Jahr beschränkt werden.
Andere Beiträge sprechen allerdings von einer Hintertür in der Novellierung, die bis 250 kg N/ha zulassen soll.


Als Link

So müssten auf Grund der Neuregelung allein im Weser-Ems-Gebiet zusätzlich 200.000 ha zur Ausbringung von Wirtschaftsdünger bereitgestellt werder! Da diese Fläche nicht verfügbar ist, müsste der Gülle- bzw. Phosphor-Transport in Regionen mit geringer Viehdichte stark ausgedehnt werden. Rechnerisch wären etwa 14 Mio. kg Phosphat zusätzlich abzufahren.
Dazu hat der Wissenschftler Professor Friedhelm Taube für Schleswig-Holstein errechnet, dass nach einem gesetzlichen Verbot eine Million Tonnen Gülle und Gärreste pro Jahr aus den Problemregionen in Schleswig-Holstein transportiert werden müssten.

Doch wohin? Da sind wir im Werratal (mitten in Deutschland) sicher "Erste Adresse".
Da wird wohl jedes Stück Brachland, Wiese und Weide zu Ackerland umgebrochen, um jedes Jahr Gärreste und Gülle unterzubringen.


Wobei es nach wie vor bei Gärresten Bestrebungen gibt, eine Ausbringung - für Biogasbetriebe (durch ein Hintertürchen) - von 250 kg N je ha zu genehmigen.

Die Novellierung der Düngeverordnung – was fordert die Kommission von Deutschland

Da SPD und CDU die Novellierung beschließen müssen, sehe ich allerdings wirklich die Gefahr der "Verwässerung durch Hintertürchen"
und ein neues Spielfeld für Winkeladvokaten.


Wie seinerzeit, als man die 17. BImSchV. angeblich verbesserte, allerdings so, das Restmüll zwar noch nach der 17. BImSchV.
verbrannt werden musste, allerdings die privaten Müllverbrenner (durch Herabsetzen der Grenzwerte) sich eine teure nasse Rauschgaswäsche
- die die Müllverbrennungsanlagen der Kommunen alle bauen mussten - sparen konnten.
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Gülle und Grundwasser

Die Leichen im Kreistagskeller

Bodensee-Werratalsee

Zusammenfassung Werratalsee

Agitation und Propaganda



Zuletzt bearbeitet: 11.06.14 06:55 von Horst_Speck


Wer sich einmal über die Kalkulation von Pachtpreisen informiert, und feststellt, dass da 100 €/ha als Güllewert und 100 €/ha als Flächennachweis
für Mäster in den Pachtpreis einkalkuliert und gezahlt werden, kann auch abschätzen wie sehr man unter Druck steht, um Gülle und Gärreste loszuwerden.
Dass da gnadenlos - zumindest mit Gärresten - überdüngt wurde und solange es geht auch weiterhin getan wird, liegt doch auf der Hand.


Da werden sich die Kirchenvostände sicher die Augen reiben, wenn sie vergleichen,
für welchen Pachtpreis sie unser Kirchenland an Adel und Großbauern verpachtet haben.


----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Gülle und Grundwasser

Die Leichen im Kreistagskeller

Bodensee-Werratalsee

Zusammenfassung Werratalsee

Agitation und Propaganda



Zuletzt bearbeitet: 10.06.14 10:21 von Horst_Speck


Was passiert eigentlich im Werratal bzgl. Düngemittelberatung durch das Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz?
Müssten die Grünen nicht einmal ihrer Ministerin bzgl. Düngeberatung auf den Energiemaisfeldern im Werratal und Ausbringung von Gärresten, einmal kräftig auf die Füße treten?
Oder bläst der 1. Kreisbeigeordnete Dr. Wallmann von den Grünen mit der FDP und dem Bauernverband ins gleiche Horn?

Fulda. Die Landwirte im Bereich Ebersburg-Eichenzell-Gersfeld-Poppenhausen werden seit zweieinhalb Jahren im Zuge der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie beraten. Ziel ist, den Zustand des Grund- und Oberflächenwassers zu verbessern bzw. einen bereits bestehenden guten Zustand zu erhalten. Zu der Beratung zählen neben Informationen rund um Landwirtschaft sowie Grundwasser- und Erosionsschutz auch Düngerempfehlungen, Bodenanalysen, Feldbegehungen und Sprechtage.

In diesem Frühjahr wuchs das Getreide auf Grund der Witterung durchschnittlich zwei Wochen schneller heran als in den Vorjahren. Für den Landwirt bedeutet dies, sich ebenso schnell und flexibel auf die sich veränderten Wachstumsbedingungen einzustellen. Damit die Pflanzen optimal versorgt werden können, führt er eine Düngung durch, die nach dem Bedarf der Pflanzen ausgerichtet sein soll. Um diesen Bedarf zu errechnen, benötigt der Landwirt genaue Angaben zum Versorgungszustand. Hierzu werden Chlorophyll-Messungen durch-geführt, die den momentanen Stickstoffbedarf ermitteln.

Dafür werden die Blätter mit einem kleinen Handgerät photometrisch auf ihre Stickstoffversorgung analysiert. Der Landwirt bekommt sofort das Ergebnis und damit die noch notwendige Düngergabe mitgeteilt. Zeitnah kann er pflanzengerecht düngen und einen optimalen Ertrag erzielen. Zu viel und zu hohe Düngergaben werden vermieden und ein Eintrag des ansonsten zu viel gegebenen Düngers in den Boden oder das Gewässer vermieden. Da-durch ist es möglich, dass der Stickstoff optimal von der Pflanze aufgenommen wird, nicht ungebunden im Boden liegt und als Nitrat ins Grundwasser gelangt. Im Ergebnis kann mit Hilfe dieser Untersuchungen die Belastung des Grundwassers durch Stickstoff erheblich reduziert werden.

Aktuell wurde jetzt der Düngebedarf des Wintergetreides ermittelt. In den nächsten Wochen stehen die Untersuchungen für den Mais an, der auf Grund der Witterung jetzt in seine Hauptwachstumsphase kommt. Finanziert wird das Projekt vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Maßnahmenträger ist der Landkreis Fulda. Mit der Abwicklung wurde das Ingenieurbüro Schnittstelle Boden aus Ober-Mörlen beauftragt. +++ fuldainfo


Düngeempfehlungen für Landwirte

Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie in Hessen

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Gülle und Grundwasser

Die Leichen im Kreistagskeller

Bodensee-Werratalsee

Zusammenfassung Werratalsee

Agitation und Propaganda



Zuletzt bearbeitet: 03.07.14 18:41 von Horst_Speck


Nur gut, dass Gewässerexperte Schuller für den Werratalsee bescheinigt:
"Im Ergebnis beider Untersuchungen können Einträge durch die Landwirtschaft ganz klar ausgeschlossen werden.!",
was dann bei uns von Bgm.Heppe und dem Bauernverband nachgeplappert wird.


Grundwasserqualität bereitet Sorge

Das kann laut Hormann an der Landwirtschaft liegen, aber auch am Zustand des Bodens. In Sandboden werden die Düngestoffe beispielsweise direkt ausgewaschen und gehen ins Grundwasser.

Und im Kies?
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Gülle und Grundwasser

Die Leichen im Kreistagskeller

Bodensee-Werratalsee

Zusammenfassung Werratalsee

Agitation und Propaganda



Zuletzt bearbeitet: 04.07.14 07:55 von Horst_Speck


Das Gesundheitsamt der Region Hannover hat vor dem Baden im Steinhuder Meer gewarnt.

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Was dem schon so oft ausgebrochenen Streit um zu viel Dünger auf den Feldern als Ursache des Nitrateintrags neue Nahrung gab.

Die Bauern wollen nicht die Bösen sein. Schon zu Beginn der Veranstaltung hatte Heiko Lukas vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Würzburg (AELF) die Bodenverhältnisse in der Region und die „unvermeidbare Nitratauswaschung“ ins Feld geführt. „Keiner macht was falsch und trotzdem haben wir ein Problem“, sagte Lukas.

Sebastian Schönauer schüttelt bei solchen Sätzen den Kopf. Er fordert eine bedarfsgerechte und vor allem bodengerechte Düngung. Die Düngemittelverordnung müsse geändert werden und die Politik müsse den Bauern verbindliche Vorgaben machen. Sonst müsse deren Entgegenkommen in Sachen Ökologie wie so oft schon mit immer neuen Subventionen und Ausgleichszahlungen erkauft werden. „Wir haben nicht nur andere Böden in Unterfranken, wir brauchen auch eine andere Landwirtschaft“, sagte Schönauer.

Landwirte gegen Bevormundung
Damit erntete der Mann aus Rothenbuch im Hafenlohrtal (Lkr. Aschaffenburg) wütenden Protest der Vertreter des Bayerischen Bauernverbands (BBV). „Der Naturschutz hat der Landwirtschaft nicht zu sagen, was sie zu machen hat“, wetterte BBV-Sprecher Stefan Köhler und fügte hinzu. „Wir düngen doch nicht mehr, als die Pflanze braucht.“

Programme zur Umsetzung der EU-Richtlinie gibt es wohl, doch Erfolge bleiben rar

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Die Nitratauswaschung ins Grundwasser steigt an, je größer die Menge an Gülle aus der Tierhaltung, der Gärreste aus den Biogasanlagen oder auch aus dem zugekauften mineralischen Düngemittel sind, die auf den Feldern ausgebracht werden.

„VSR-Gewässerschutz“ nimmt 23 Proben – Grenzwerte in mehr als der Hälfte überschritten

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Zum Trost für die Agrarbranche sprach sich Landwirtschaftsminister Schmidt auf dem Bauerntag vor mehreren Hundert Delegierten gegen starre und pauschale Obergrenzen in der Düngeverordnung aus, die auf Druck der EU überarbeitet werden muss.

EEG-Novelle bringt Neurungen für Biogasanlagen-Betreiber

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Gülle und Grundwasser

Die Leichen im Kreistagskeller

Bodensee-Werratalsee

Zusammenfassung Werratalsee

Agitation und Propaganda



Zuletzt bearbeitet: 08.07.14 17:00 von Horst_Speck
Zurück zur Übersicht


Willkommen im Freien Forum Werra Meissner
Homepage des Freien Forums Werra Meißner: http://www.fwg-wmk.de
Die Meldeseite für Bürger: http://petzerbutton.de