DISKUSSION OHNE ZENSUR
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Thema: Jederzeitige Verfügbarkeit der Arbeitnehmer...


...das erfordere das neue digitale Zeitalter und die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen in dieser Zeit.

Der Rat der Wirtschaftsweisen fordert eine Aufgabe des Acht-Stunden-Tages und die Koalitionäre der Jamaika-Koalition denken darüber nach.

Arbeitnehmerrechte und deren Bedürfnisse nach geregelten planbaren Arbeitszeiten und einer vernünftigen Balance zwischen
Arbeitszeit und Freizeit sind im digitalen Zeitalter passee.

Die Folgen dieser Entwicklungen einer permanenten Verfügbarkeit von Arbeitnehmern für den Arbeitgeber und des Nicht-Mehr-Ausspannen-Könnens, beginnen sich schon jetzt durch die Zunahme psychischer Erkankungen abzuzeichnen.

Den zukünftigen Regierungsparteien CDU/CSU, F.D.P. und GRÜNEN scheint das egal zu sein.

Die Mehrheit der gewöhnlichen Bevölkerung versteht nicht was wirklich geschieht. Und sie versteht noch nicht einmal, daß sie es nicht versteht.
Noam Chomsky

Der Rat der Wirtschaftsweisen will die Arbeitszeiten in Deutschland reformieren und fordert die Politik zu einer Lockerung des Arbeitszeitgesetzes auf.

Dabei soll die Ruhezeit zwischen zwei Arbeitstagen verkürzt werden und der Acht-Stunden-Arbeitstag der Vergangenheit angehören.

"Flexiblere Arbeitszeiten sind wichtig für die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen", sagte der Vorsitzende des Beratergremiums der Bundesregierung, Christoph Schmidt, der "Welt am Sonntag".

Firmen, die in der neuen digitalisierten Welt bestehen wollten, müssten agil sein und schnell ihre Teams zusammenrufen können: "Die Vorstellung, dass man morgens im Büro den Arbeitstag beginnt und mit dem Verlassen der Firma beendet, ist veraltet."
Arbeitnehmerschutz für die digitalisierte Welt ungeeignet
Der Arbeitnehmerschutz in Deutschland habe sich zwar bewährt, er sei aber in Teilen nicht mehr für die digitalisierte Welt geeignet, sagte Schmidt. "So brauchen Unternehmen beispielsweise Sicherheit, dass sie nicht gesetzwidrig handeln, wenn ein Angestellter abends noch an einer Telefonkonferenz teilnimmt und dann morgens beim Frühstück seine Mails liest."
Dies würde nicht nur den Firmen helfen, sondern auch den Mitarbeitern, die mit der digitalen Technik flexibler arbeiten könnten. Eine Flexibilisierung dürfe aber nicht eine heimliche Ausweitung der Arbeitszeiten bedeuten.

Arbeitszeiten-Reform auch Thema bei Jamaika

Eine Reform des Arbeitszeitgesetzes ist eines der Themen bei den Sondierungsgesprächen über eine Jamaika-Koalition aus Union, FDP und Grünen in Berlin. Die Arbeitgeber fordern seit längerem, die tägliche Arbeitszeit nicht länger auf acht Stunden zu begrenzen, sondern stattdessen nur noch die bestehende maximale Wochenarbeitszeit von 48 Stunden gelten zu lassen.
Auch die Ruhezeit zwischen zwei Arbeitstagen solle von elf auf neun Stunden verkürzt werden. Die Gewerkschaften wehren sich gegen diese Pläne. Sie fürchten eine verdeckte Ausweitung der Arbeitszeiten.



Zuletzt bearbeitet: 12.11.17 16:04 von Michael_Kraemer


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