DISKUSSION OHNE ZENSUR
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Thema: Die Ängste der FWG vor fremden Menschen?


https://www.werra-rundschau.de/eschwege/werra-meissner-kriminalitaet-steigt-nicht-durch-fluechtlinge-9354711.html

Werra-Meißner. Einen Anstieg der Kriminalität im Werra-Meißner-Kreis, der auf die Zuwanderung von Flüchtlingen seit 2015 zurückzuführen ist, verzeichnen Kreisverwaltung und Polizei nicht.
Das antwortete Landrat Stefan Reuß auf eine entsprechende Anfrage der FWG-Fraktion. Eine regionale Sicherheitskonferenz hält Reuß aktuell für nicht erforderlich.

Wie aus der Kriminalstatistik für den Kreis hervorgeht, ist die Zahl der Straftaten in den vergangenen zehn Jahren sogar zurückgegangen: Lag sie im Jahr 2007 noch bei 5411 Straftaten, waren es im Jahr 2016 nur noch 4568 Delikte. Die Aufklärungsquote stieg von 61,2 auf 63,1 Prozent.


Eigentlich müsste die FWG doch durch ihren "Petzerbutton" bestens über Probleme mit "den Flüchtlingen" informiert sein?

Oder war am Ende der "Petzerbutton", die "Kriminalitätsanfrage" und die alberne Forderung nach einer "regionalen Sicherheitskonferenz" nur purer Populismus? Einges spricht für diese Annahme!

der reichensachser


Nein Herr "Reichensächser". Wir haben keine Angst. Das Gegenteil ist der Fall. Aber uns erreichen nicht nur Telefonate, E Mails und andere Schriftstücke besorgter Bürger zu dem Thema , nein auch die Medien sind hier und da „sensationsgeil“ und publizieren Vermutungen als objektive Wahrnehmungen. Daher hatten wir uns als Freie Wähler, FWG Kreistagsfraktion darauf verständigt, endlich mal die zu Wort kommen zu lassen, die es wissen sollten, nein wissen müssen ob die Kriminalstatistik sich erhöht hat. Das Resultat war eindeutig und freut uns- und hoffentlich Sie auch.
Diejenigen, die ständig ein Anstieg der Kriminalität durch die Flüchtlinge und Asylbewerber proklamieren ist hoffentlich mit dem Ergebnis der Wind aus den Segeln genommen worden und halten die Klappe..
Ihren Vorwurf uns gegenüber sollten Sie noch einmal überdenken.




Zuletzt bearbeitet: 13.11.17 12:04 von AndreasHoelzel


Mich macht es neugierig. So eine Anfrage wird doch für gewöhnlich nicht mündlich vom Landrat beantwortet, oder? Es liest sich aber so aus dem Artikel, als wenn da ein Satz gereicht hätte.
Der Punkt für mich ist, dass ich noch den Heckmeck der CSU kurz vor der Bundestagswahl in Bayern im Hinterkopf habe, wo man meinte noch eine Statistik veröffentlichen zu müssen, aber etwas an der Zählung geändert worden ist bzw. irreführende Begrifflichkeiten verwendet wurden.

Insofern würden mich die Daten schon etwas genauer interessieren, gerade nach Schwerpunkten. So könnte es ja im Detail einen gewissen 'Einstieg' (- meinte Anstieg) geben. Auch Trends, wie z.B. Einbrechersaison.

Was die Zahl der Sexualdelikte verrät - und was nicht

Was nun? "Ich würde mir beide Statistiken erst einmal genau anschauen wollen", sagt Christian Walburg, Kriminologe an der Uni Münster, "auf den ersten Blick sieht man nicht, wer was weglässt oder mit einbezieht." Und auch nicht, fügt er hinzu, wie viel politische Motivation dahintersteht, wenn die bayrische Staatsregierung kurz vor der Bundestagswahl solche Zahlen veröffentlicht - oder [...]

Erstmal werden hier ja gar keine differenzierten Zahlen präsentiert, sondern nur allgemein. An Änderungen im Strafrecht, die zum Rückgang der Zahlen geführt haben, glaube ich jetzt eigentlich nicht. Die Aufklärungsquote erscheint mir hoch. Nur schalte ich schnell auf Skepsis, wenn die Formulierung nicht "bei den gesamten Straftaten im Kreis" enthält.
Wenn man vergangene Jahre zum Vergleich anführt, ist das immer suspekt. Wenn hier von seit 2015 die Rede ist, aber dann 2007 als Vergleichsjahr bei der Anzahl der Straftaten herangezogen wird, dann zieht sich bei mir eine Augenbraue hoch.
Ich habe jetzt mal einen Blick in die PKS (Polizeiliche kriminalstatistik) aus dem Jahr 2016 von Hessen geworfen.

Die Gesamtzahl der Straftaten stieg in Hessen im Jahr 2016 auf 65.791 Fälle (2015: 44.582) an. Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz, das Asylgesetz und das Freizügigkeitsgesetz der EU machten dabei mit 46.880 Fällen den überwiegenden Anteil aus.

Polizeiliche Kriminalstatistik 2016

Damit würde ich festhalten, dass die Sorgen wohl berechtigt sind und man gerne Aufschluss darüber in seiner näheren Umgebung wünscht. Aber die Auskünfte wie sie dort im Online-Artikel der WR zu finden sind, finde ich wenig aufschlußreich. Das reicht dem einen oder anderen zur Beruhigung, nur hätte ich wohl noch drei weitere Punkte, die mir nicht ausreichten, wenn ich ernsthafte Sorgen hätte.



Zuletzt bearbeitet: 14.11.17 10:21 von davux


Die FWG Kreistagsfraktion hatte eine offizielle Anfrage gestellt. Diese wurde in vergangener Kreistagsitzung schriftlich beantwortet, gleichzeitig mündlich vorgetragen. Eine Beantwortung der sich anschließenden Nachfrage konnte von der Verwaltungsspitze, mangels Information, nicht erfolgen. Hier die kpl. FWG Anfrage mit den Antworten der Kreisverwaltung :

http://www.fwg-wmk.de/1940/wie-sicher-leben-wir-im-werra-meissner-kreis/





Zuletzt bearbeitet: 14.11.17 13:40 von AndreasHoelzel
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