DISKUSSION OHNE ZENSUR
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Thema: Diesen Mann ...


... will die AfD am 02.12.2017 in Hannover auf ihrem Parteitag in ihren Vorstand wählen:

https://www.youtube.com/watch?v=H5cyHxfzKDM

Auszüge aus Höckes Rede im Januar diesen Jahres in Dresden:

18. Januar 2017

Die Höcke-Rede von Dresden in Wortlaut-Auszügen
Direkt aus dem dpa-Newskanal

Dresden (dpa) - Mit seiner Rede zur deutschen Vergangenheitsbewältigung in Dresden hat der Thüringer AfD-Politiker Björn Höcke parteiübergreifend für Empörung gesorgt. Die Deutsche Presse-Agentur dokumentiert Passagen daraus im Wortlaut:

"Wir Deutschen, also unser Volk, sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat."

"Und bis heute sind wir nicht in der Lage, unsere eigenen Opfer zu betrauern."

"Anstatt die nachwachsende Generation mit den großen Wohltätern, den bekannten, weltbewegenden Philosophen, den Musikern, den genialen Entdeckern und Erfindern in Berührung zu bringen, von denen wir ja so viele haben,...vielleicht mehr als jedes andere Volk auf dieser Welt..., und anstatt unsere Schüler in den Schulen mit dieser Geschichte in Berührung zu bringen, wird die Geschichte, die deutsche Geschichte, mies und lächerlich gemacht."

"Und diese dämliche Bewältigungspolitik, die lähmt uns heute noch viel mehr als zu Franz Josef Strauß' Zeiten. Wir brauchen nichts anderes als eine erinnerungspolitische Wende um 180 Grad."

"So kann es, so darf es und so wird es nicht weitergehen. Es gibt keine moralische Pflicht zur Selbstauflösung."

"Wir brauchen eine Erinnerungskultur, die uns vor allen Dingen und zu allererst mit den großartigen Leistungen der Altvorderen in Berührung bringt."

"Unser liebes Volk ist im Inneren tief gepalten und durch den Geburtenrückgang sowie die Masseneinwanderung erstmals in seiner Existenz tatsächlich elementar bedroht."

An anderer Stelle sagt Höcke dann Sätze wie diese:

„Liebe Erfurter! Liebe Thüringer! Liebe Deutsche! Wir stehen für Ordnung und Sauberkeit. Wir leben nicht auf Kosten der Gemeinschaft, sondern wir leben für die Gemeinschaft.“

Oder er ruft den Demonstranten zu:

„Thüringer! Deutsche! 3000 Jahre Europa! 1000 Jahre Deutschland! Ich gebe euch nicht her! Und ich weiß: Ihr gebt sie auch nicht her!“

Oder er sagt: „Erfurt, liebe Freunde, ist schön! Erfurt ist … schön … deutsch! Und schön deutsch soll Erfurt bleiben!“

Auch bei Günther Jauch sprach Höcke von „3.000 Jahre Europa, 1.000 Jahre Deutschland“, die es zu schützen gilt und von blonden Frauen, die sich vor sexuellen Übergriffen fürchten – „die Angsträume für blonde Frauen werden größer“.




Zuletzt bearbeitet: 30.11.17 07:31 von Michael_Kraemer


Wer heute Demokratie leben will, darf die Vergangenheit nie vergessen:

Die Zeit des Nationalsozialismus war eine Zeit mit unglaublichen und ungeheuerlichen Auswirkungen auf die gesellschaftlichen Verhältnisse, die weltweite Wirkungen nicht nur in unserem Land gezeigt haben.

Der Massenmord an den Juden, die Morde an Kommunisten, Sozialdemokraten, Sinti und Roma, Homosexuellen, Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern, aber auch überzeugten Christinnen und Christen, die Verkennung der sozialen Frage, die Abschaffung der Demokratie und des Rechtsstaates,
die Zuwendung zu einer menschenverachtenden antisemitischen Ideologie, der Vernichtungsfeldzug der Wehrmacht im Osten, all diese Dinge waren möglich, weil in Deutschland maßgebliche gesellschaftliche Schichten aus dem Bürgertum, die Kirchen, die politischen Parteien, die Medien, die Schulen und Universitäten und andere gesellschaftliche Gruppen in eklatanter Art und Weise versagt haben. Sechs Millionen ermordete Juden und über 55 Millionen Tote im Zweiten Weltkrieg sind Mahnung und Verpflichtung für alle Generationen in Deutschland, dass sich so etwas nie wiederholen darf.

Ein über Jahrhunderte propagierter christlicher Antijudaismus -gerade auch Martin Luthers- , der in der Nazizeit und kurz davor in einen rassisch begründeten Antisemitismus umschlug, war ein Grundübel im sogenannten christlich geprägten deutschen Abendland, das die Machtergreifung durch eine verbrecherische politische Kaste erst möglich gemacht hat und in breiten Bevölkerungskreisen Akzeptanz verschaffen konnte.

Das aufzuarbeiten und nie zu vergessen, liegt in unserer Verantwortung, in der Verantwortung der Enkelinnen und Enkel, der Urenkelinnen und Urenkel, der Tätergeneration, damit derartige Fehlentwicklungen in Deutschland nie wieder eine Chance haben.

Dass derartige Gefährdungen und Fehlentwicklungen auch heute wieder denkbar sind, zeigen die aktuellen politischen Entwicklungen im Zusammenhang mit der Flüchtlingsproblematik, dem erstarken rechter Gruppierungen in Deutschland, wie z.B. „Pegida“ , „Der Dritten Weg", der „Identitären Bewegung“, der „Alternative für Deutschland“ aber auch den Rechtstendenzen insgesamt in Europa, in Polen, in Frankreich, in Ungarn, in den Niederlanden und eben auch wieder in Deutschland, in unserer Stadt, in unserem Dorf, in unserem Kreis, in unserer Nachbarschaft.

Deshalb ist die Beschäftigung mit der NS-Zeit so wichtig, weil die Erkenntnisse, die aus der Befassung mit der damaligen Zeit erwachsen können und erwachsen müssen, Schlüsse für ein richtiges Handeln für die Zukunft ermöglichen.

Selbstverständlich sind historische Ereignisse in ihrem jeweiligen historischen Kontext zu betrachten. Dennoch können und müssen wir sie auch aus unserer heutigen Sicht werten und würdigen, sonst gäbe es keine Entwicklung zum Besseren.

Alternative für Deutschland, Identitäre Bewegung, Antiislamismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Rassismus, all diese Begriffe und die ihnen innewohnenden rechtsradikalen Ideen sind wieder ganz aktuell.

Deshalb bedeutet „Demokratie leben“, damals wie heute, zivilgesellschaftlichen Widerstand zu leisten gegen alle Gruppierungen, die faschistisches, rassistisches, rechtsradikales und völkisches Gedankengut verbreiten, es wieder gesellschaftfähig und wieder mehrheitsfähig machen wollen.




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