DISKUSSION OHNE ZENSUR
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Thema: Tannbach und Wanfried,zwei Orte im Zonenrandgebiet


Am 05.01.2018 zeigte das ZDF die ersten Teile des Films

TANNBACH - Schicksal eines Dorfes

Die Fortsetzung des historischen Mehrteilers, der am 08.01.2018 ausgestrahlt wird, erzählt vom Dorf Tannbach, das seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Ost und West geteilt ist. Im Winter 1960 zieht sich die Grenze mitten durchs Dorf und trennt die Familien. So nimmt „Tannbach“ die Erzählbögen der ersten Staffel, die am 05.01.2018 ausgestrahlt wurde, wieder auf und spannt sie vor dem Hintergrund des Kalten Kriegs neu auf.

Ähnlichkeiten zu den Verhältnissen in Wanfried, die die Verstrickungen der Menschen in das NS-Regime und deren Folgen für die unterschiedlichen Menschen in Tannbach, die Ideologen, die Intriganten, die Geschäftemacher, die Junker, die Idealisten aufzeigen, wären rein zufällig, andererseits aber auch typisch.

Es lohnt sich, die Doppel-CD käuflich zu erwerben und sich die gesamte Reihe, die die Nachkriegsentwicklung im ehemaligen Zonenrandgebiet Deutschlands darstellt, noch einmal in Ruhe anzusehen.




Zuletzt bearbeitet: 07.01.18 19:47 von Michael_Kraemer


Die Älteren unter uns, die das Kriegsende (Fliegeralarm, ein Blindgänger traf unsere Scheune, hinter der dicken Linde an der Dorfschmiede lagen Hitlerjungen und schossen mit einer Panzerfaust auf einen offenen LKW mit deutschen verwundeten Kriegsgefangenen - 8 Tote - ) und die Nachkriegszeit noch mitbekommen haben, kommt da so manche Erinnerung hoch. Heute sieht man es mit anderen Augen, wenn wir Jungen damals im Wald zwischen Kella und Schwebda viel Zeit verbrachten und mitbekamen wie Landwirt Fiedler aus Kella mit einem Fuhrwerk in den Wald fuhr und zufällig im Wald den Schwebdaer Sägewerksbesitzer Fritz Hansmann mit seinem Fuhwerk traf. Wir wunderten uns, dass beide im Wald dann die Pferde umspannten und Fritz Hansmann mit dem Wagen von Fiedler nach Schwebda zurück fuhr. Dass dieser Pendelverkehr dazu diente, Fiedlers Ernte und Hausrat von Kella nach Schwebda zu schaffen, erfuhren wir erst, als sich Familie Fiedler in Grebendorf niederliess. Auch wunderten wir uns, dass die Kellaer jungen Männer, die bei den Schwebdaer Handwerkern eine Lehre absolvierten, am Wochenende ihr Lehrgeld - 7 DM für eine Woche - im Fahrrad-Sattelrohr versteckten, da es ihnen sonst bei der Heimfahrt an der Grenze von den Russen abgenommen wurde. Bei diesem Film, geht manchen ein Licht auf und Erinnerungen bekommen plötzlich Sinn. Dass unser Gutsbesitzer auch nach dem Krieg nur alte Nazis - vom Rechnungsführer bis zum Stellmacher - beschäftigte, bekam ich auch erst ganz spät mit, als ich mich mit Politik beschäftigte. Als 1952 meine Schulkameraden aus Weißenborn plötzlich über Eschwege und nicht mehr über Großburschla nach Wanfried fuhren, habe ich eigentlich erst realisiert, dass bei uns an der Grenze sich zwei Weltmächte gegenüberstanden. Als in Ostdeutschland die Bauern enteignet wurden und sie ihren Besitz in Kolchosen oder LPG´s einbringen mussßten, kam eigentlich der Hass auf das DDR-Regime in Ost und West richtig auf. Um sonderbarer mutet an, dass es auch heute noch kommunistisch gesteuerte Kolchosen oder Kommunen gibt, und die Mitglieder zufrieden mit dieser Wirtschaftsform sind.

Bei uns hätte es ohne weiteres noch Stoff für eine weitere Folge gegeben. Als das Grenzmuseum Schifflersgrund, von Wolfgang Ruske bzw. der CDU noch für den Wahlkampf gegen Bodo Ramelow missbraucht wurde oder bereits 1989, als die Schüsse auf Wahlhausen von Wolfgang Ruske als "Werk der Stasi" propagiert wurde, als schon fest stand, dass das Ganze eine Adelsposse derer "von Hanstein" war.

Das Grenzmuseum und die Wahrheit

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Die Angst der Machteliten vor dem Volk

Gülle und Grundwasser

Bodensee-Werratalsee

Zusammenfassung Werratalsee

Agitation und Propaganda


Zuletzt bearbeitet: 13.01.18 06:16 von Horst_Speck


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