DISKUSSION OHNE ZENSUR
Freies Forum Werra Meissner

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Thema: Rechtsterroristen: Kontakte bis in den WMK ??


Letzte Meldung vom 20. April 2013:
Heise-Bänder vor dem Untersuchngsausschuss

Zwischenbericht des Untersuchungsausschusses 5/1 des Thüringer Landtags
Das Sondervotum der Abgeordneten König und Renner von der "DIE.LINKE" finden Sie ab Seite 546 des Zwischenberichts


Heiße Spur vom NSU Mord-Trio zu Thorsten Heise bzw. ins ehemalige Pflegeheim Fretterode

(Eschweger Altenheimbetreiber verkauft Pflegeheim Fretterode an Neonazi Thorsten Heise und mietet das Pflegeheim fast 3 Jahre zurück. Exakt in dieser Zeit war der verhaftete Hochzeitsgast von Neonaziführer Thorsten Heise "Holger Gerlach" als "Quartiermeister" für die drei Rechtsterroristen Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe unterwegs.)
So lässt sich zum Beispiel in einem Papier des Verfassungsschutzes nachlesen, wie sich auch die mutmaßlichen Unterstützer des Terrortrios "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) immer wieder hilfesuchend an Heise wandten: Mal sollte er angeblich gefragt werden, ob sein Anwesen den Untergetauchten als Versteck dienen könnte, dann wieder, ob seine Kontakte ins Ausland vielleicht nützlich wären.

Dass die Eschweger Polizei dann gegen mich ermittelte, weil ich den Verkauf und die Zurückmietung des Pflegeheims an den Neonazi bei uns im Forum öffentlich gemacht habe, passt natürlich genau ins Bild.
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Wusste die Neonazi-Szene schon 2002 von den NSU-Morden?
Wer wußte von dem abgetauchten Trio?
Fakten zu den Kontakten der Zwickauer Rechtsterroristen bis in unsere Region
Aus der 58. nichtöffentliche Sitzung des Innenausschuss am 21.11.2011:
Darin ist zu lesen:
Diese Sichtung erbrachte für den Zeitraum von 1999 bis 2004 in chronologischer Reihenfolge die folgenden Erkenntnisse,
über die zum Teil ja auch schon in den Medien berichtet wurde:
Erstens. Gerlach war am 12. Juni 1999 gemeinsam mit seinem Bruder Dirk Gast auf der Hochzeitsfeier von Thorsten Heise in Northeim.Thorsten Heise, der ehemalige niedersächsische Landesvorsitzende der 1995 verbotenen Freiheitlichen Deutschen Arbeiterpartei, FAP, war früher der Führer der ehemaligen „Kameradschaft Northeim“, der zum damaligen Zeitpunkt mitgliederstärksten neonazistischen Kameradschaft in Niedersachsen. In späteren Jahren ist Heise dann nach Thüringen verzogen. An der Feier nahmen etwa 250 Personen teil. Aus der Sachakte ist erkennbar, dass aufgrund dieses Berichts die Erstspeicherung von Holger Gerlach in der Amtsdatei der niedersächsischen Verfassungsschutzbehörde erfolgte.
Weiter unten:
Als ich dann diesen Bericht gesehen habe, wusste ich, dass wir vorher die Person des Gerlach - wenn ich „wir“ sage, meine ich das Landesamt für Verfassungsschutz Niedersachsen 1999 -, dass seinerzeit die Person des Holger Gerlach wohl offensichtlich nicht zutreffend eingeschätzt wurde; denn nach unserem Observationsbericht aus dem August 1999 war das Ziel der Observation, festzustellen, ob Holger Gerlach oder ein aus Jena zugereister Rechtsextremist, der also extra deswegen nach Hannover kommen sollte, Kontakt zu einem dritten Rechtsextremisten aufnehmen und die Suche nach einem Quartier, wie es in unserem Observationsbericht von 1999 heißt: die Suche nach einem Quartier für die drei gesuchten Rechtsterroristen Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe mit organisieren - -

Im Plenarprotokoll 3/80 des Thür.Landtags vom 6. März 2002 Seite 7014 ist zu lesen:
"Das in Rede stehende Anwesen in Fretterode wurde von Herrn Heise im Dez.1999 erworben."
In der Drucksache 3/2721 vom 20.09.2002 des Thüringer Landtags ist zu lesen:
"Das Senioren- und Pflegeheim "Am Hanstein" befindet sich in privater Trägerschaft. Zwischen dem Träger und dem Eigentümer der Immobilie besteht eine vertragliche Vereinbarung, welche die Nutzung der Immobilie als Pflegeheim bis zur Fertigstellung eines neuen Pflegezentrums in Wahlhausen gestattet."
Der Betrieb des Alten- und Pflegeheimes wird offiziell Anfang Oktober 2002 in Wahlhausen wieder aufgenommen, aus Fretterode ausgezogen sind Angestellte und HeimbewohnerInnen schon Ende August."
Quelle
Kleine Anfrage im Thüringer Landtag zum Kauf der Immobilie "Pflegeheim Fretterode" durch Neonazi Thorsten Heise.
Quelle.
Fazit:
Thorsten Heise hat die Immobilie im Dez. 1999 von dem Eschweger Altenheimbetreiber gekauft. Der Eschweger Altenheimbetreiber hat somit sein Pflegeheim fast 3 Jahre (32 Monate) in der Immobilie des Neonazis Thorsten Heise betrieben.
Exakt in dieser Zeit war der jetzt verhaftet Hochzeitsgast von Neonaziführer Thorsten Heise "Holger Gerlach" als "Quartiermeister" für die drei Rechtsterroristen Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe unterwegs.
Vor dem Hintergrund, dass ein Eschweger FDP-Mitglied mit 88 (= Heil Hitler) im KFZ-Kennzeichen durch die Gegend fuhr, drängt sich die Frage auf, wer hatte die Kontakte zu dem Neonaziführer Thorsten Heise? Fallen solche Kontakte vom Himmel? Wer hat den Deal eingefädelt?
Aus der kleinen Anfrage:
Zwischen dem Träger und dem Eigentümer der Immobilie besteht eine vertragliche Vereinbarung, welche die Nutzung der Immobilie als Pflegeheim bis zur Fertigstellung eines neuen Pflegezentrums in Wahlhausen gestattet.

Da stellt sich natürlich die Frage, wurde die Immobilie nicht von Beiden gleichzeitig über die 32 Monaten genutzt?
Die obige Formulierung schließt das nicht aus.

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Die Leichen im Kreistagskeller

Bodensee-Werratalsee

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Zuletzt bearbeitet: 23.04.13 23:02 von Horst_Speck


Zur Erinnerung:

Wen es interessiert, auch in Eschwege waren am letzten Mittwoch (28. April 2010) ca. 17-17:30 Uhr "Sieg Heil" Rufe und die 1. Strophe des Deutschlandliedes zu hören. Wo, im Park vor dem Stadtgraben. Ich wundere mich nicht, wenn weder die Polizei, noch der Willi-Busch-Report reagierte.
Reagieren tut die Polizei, wenn jemand wie ich, im Forum zur Sprache bringt, wenn ein Eschweger FDP-Mitglied das Pflegeheim Fretterode an den dem Neonazi Thorsten Heise verkauft und anschließend zurückmietet. (Lt. meines Nachbarn (überspitzt formuliert), ein Polizeiaufgebot in der Straße, wie in einem schlechten Krimi mit Geiselnahme. Leider war ich nicht zu Hause und habe das Schauspiel nicht miterlebt. Man wollte mir eine Vorladung überbringen, was dann auch telefonisch möglich war, weil man sich nicht noch einmal lächerlich machen wollte.)

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Die Zweifel nehmen zu, ob die Sicherheitsbehörden Tötungsverbrechen von Neonazis
immer als solche wahrgenommen haben.


Gab es nicht auch einen erstochenen Rumänen in Mühlhausen, im Januar 2001 eine Brandstiftung mit einem toten Asylbewerber in Eltmannshausen, und im Januar 2003 einen Brandanschlag auf die Ausländerbehörde in Eschwege?

12. Januar 01
Eschwege in Hessen - Ortsteil Eltmannshausen. Im Erdgeschoß des Flüchtlingsheimes wird um drei Uhr morgens eine
brennbare Flüssigkeit auf dem Flur ausgegossen und angezündet. Ein 63-jähriger libanesischer Asylbewerber, dessen
Zimmer direkt daneben liegt, erleidet lebensgefährliche Verbrennungen. Ein 19-Jähriger kann ihn aus den Flammen
retten, verletzt sich dabei aber am Glas, das er zerschlagen muß. Die restlichen 15 BewohnerInnen kommen körperlich
unversehrt davon.
Am 2. März erliegt der bei dem Brand verletzte Mann seinen schweren Verletzungen in einer Spezialklinik. Auch
nach Abschluß der Ermittlungen kann das hessische Landeskriminalamt einen politischen oder fremdenfeindlichen
Hintergrund für den Brandanschlag nicht erkennen.
FR 13.1.01; Jungle World 24.1.01; FR 3.3.01


28. Juni 93
Mühlhausen in Thüringen. In einer Parkanlage sticht ein Deutscher zweimal auf einen 26 Jahre alten rumänischen
Flüchtling ein und verletzt ihn so schwer, daß der Rumäne am nächsten Tag in der Universitätsklinik Jena seinen
Verletzungen erliegt.
taz 30.6.93; Nazi-Morde 1989-1999


Tödliche Folgen bundesdeutscher Flüchtlingspolitik



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Zuletzt bearbeitet: 14.12.11 23:02 von Horst_Speck


Eine ganz neue Qualität bekommen jetzt die Kontakte, die dazu führten, dass der Neonaziführer Thorsten Heise das Pflegeheim Fretterode von dem Eschweger Altenheimbetreiber kaufte, der das verkaufte Altenheim dann zurückmietete. Damals war das erste angekündigte NPD-Verbot in der Diskussion und die NPD war dabei ihr Vermögen vor dem Zugriff des Staates in Sicherheit zu bringen. Die Tatsache, dass der jetzt als Helfer des Zwickauer-Trios verhaftete Neonazi Gerlach auch Gast bei der Hochzeitsfeier von Neonazi Torsten Heise war, läßt hier Einiges in einem anderen Licht erscheinen.

Protokoll der nicht öffentlichen Sitzung des Innenausschusses des Dt. Bundestages



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Zuletzt bearbeitet: 12.12.11 23:14 von Horst_Speck


Die V-Mann-Problematik hat es damals schon gegeben

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Zur V-Mann-Problematik mal auch ein Blick zurück in die jüngere Geschichte:

Vom V-Mann zum Massenmörder

Die Idee der Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe, heute verwirklicht und bekannt unter dem Namen "Hartz IV", stammt von einem gewissen Gustav Hartz, "zufällig" ebenfalls aus jener Zeit.

Heute werden Arbeitsuchende im Leistungsbezug öffentlich als Schmarotzer und potentielle Betrüger diffamiert, werden systematisch, öffentlich und per Gesetz stigmatisiert, z. B. als "Arbeitsscheue" und "Faulenzer" (G. Schröder: "Es gibt kein Recht auf Faulheit!") die kein Recht auf Existenz haben (Müntefering: "Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen!"), werden als Eltern, die in aller Regel das Geld für Ihre Kinder mißbrauchen, mit ihren Familien diffamiert und Schritt um Schritt ausgegrenzt und entrechtet.
Wer nicht wegschaut, kann es Tag für Tag sehen.

Die Rechten sind ja nicht alle Terroristen und Gewalttäter. Auch diesbezüglich reicht ein Blick zurück.




Zuletzt bearbeitet: 06.12.11 20:26 von Braun_Roland


Auch der Geschäftspartner von Eschweger FDP-Größen - Thorsten Heise - der das Pflegeheim Fretterode von dem Eschweger Altenheimbetreiber gekauft hat und zurück vermietete, soll im Kontakt zu dem Zwickauer Trio gestanden haben.

Da ist Thorsten Heise, der bis vor kurzem zum Bundesvorstand der NPD gehörte. Er soll in Kontakt zum Trio gestanden haben, wie die damaligen NPD-Mitglieder Thomas G. und André Kapke.


Quelle: Die NPD im braunen Gemenge

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Zuletzt bearbeitet: 08.12.11 16:57 von Horst_Speck


Horst_Speck:
Auch der Geschäftspartner von Eschweger FDP-Größen - Thorsten Heise - der das Pflegeheim Fretterode von dem Eschweger Altenheimbetreiber gekauft hat und zurück vermietete, soll im Kontakt zu dem Zwickauer Trio gestanden haben.

Das bedeutet doch, daß die Ermittlungsbehörden sich nunmehr sehr gründlich fragen sollten und müssen, wer von den hiesigen Unterstützern dieser Neonazi-Mörder u.U. wegen Beihilfe (§ 27 StGB) bei deren terroristischen Aktivitäten belangt werden kann.

Offenbar gibt es ja nicht nur hier im Werra-Meißner-Kreis einen mehr oder weniger offenen braun-schwarzen Sumpf, dessen Akteure sich mal mehr, mal weniger offen zeigen und ganz bestimmten "etablierten" Parteien angehören.

Sondern es scheint auch einen, sehr gründlich verdeckten, sogar unter dem Tarnmantel etablierter politischer Parteien existierenden tiefst braun-schwarzen Unterstützer-Sumpf zu geben.

Dem vielleicht z.B. gerade auch in Eschwege viele hiesige Prominente und Wohlhabende und auch Behördenmitarbeiter angehören, von denen man sowas nie geglaubt hätte.

Die aber vielen Insidern und von deren Misstaten Betroffenen schon ewig als Nazis und eben als Leute bekannt sind, die zwecks Wahrung ihrer vor allem auch pekuniär geprägten braun-schwarz-politischen Interessen über Leichen gehen, weil ihnen das Leben anderer nichts wert ist, und sie am liebsten bestimmte Bevölkerungsgruppen (z.B. wehrhafte Mieter, wehrhafte Arme, wehrhafte Arbeitnehmer, wehrhafte Linke, wehrhafte Sozialaktivisten usw.) ganz aus Deutschland raus haben wollen...

Ich kann mir gut vorstellen, daß gerade deswegen, weil vielleicht überall in Deutschland solche "etablierte" und reiche und u.a. auch in Behörden sitzende (Polit-)Prominenz und deren Freunde massenhaft ganz insgeheim tiefbraun-schwarze Unterstützer sind, die Ermittlungen gegen Neonazi-Mörder und deren Mittäter und Helfershelfer irgendwann im Sande verlaufen.

Aber ich wünsche mir sehr, daß ich mich irre, und daß die Ermittlungsbehörden nun bundesweit die jetzige große Chance nutzen, um braun-schwarzes rechtes Gedankengut, seine Täter, Mit-Täter und beihelfenden Unterstützer in Deutschland breitflächigst auszurotten - um mal diesen böswilligen rechten Begriff zu benutzen, weil er hier gut passt.

Ohne daß die Ermittler dabei Angst vor hohen Tieren in Politik, Behörden und Wirtschaft haben, sondern zuschlagen.

Denn was ich mich schon immer frage, ist, woher die Neonazis und auch die NPD diese Unmenge an Geld für ihre Aktionen herhaben - und die Antwort kann nur sein, daß da eben ein bisher unentdecktes, vielleicht aber auch wissentlich tief getarntes etabliertes braun-schwarzes Unterstützernetz exisitiert, das solche Unmengen an Geld aus der Portokasse schüttelt.

Vielleicht ergeben die Ermittlungen ja auch, daß tatsächlich Hitlers Erben auch im Jahre des Herrn 2011 immer noch und in Scharen in diese unserem Lande aktiv sind, um in Deutschland ihre "arische Herrenschaft" (Betonung auf "Herren") wieder ausrufen zu können...

Wundern würde es zumindest mich überhaupt nicht...

Thomas Kallay
Mitglied in
DIE LINKE



Thomas_Kallay:
Das bedeutet doch, daß die Ermittlungsbehörden sich nunmehr sehr gründlich fragen sollten und müssen, wer von den hiesigen Unterstützern dieser Neonazi-Mörder u.U. wegen Beihilfe (§ 27 StGB) bei deren terroristischen Aktivitäten belangt werden kann.

Sicherlich wird auch ermittelt, aber für eine Beihilfe braucht es schon mehr als bloßer Kontakte zu den Terroristen.

Thomas_Kallay:
Offenbar gibt es ja nicht nur hier im Werra-Meißner-Kreis einen mehr oder weniger offenen braun-schwarzen Sumpf, dessen Akteure sich mal mehr, mal weniger offen zeigen und ganz bestimmten "etablierten" Parteien angehören.

Heise gehört keiner "etablierten Partei" an. Oder wen meinen Sie?

Thomas_Kallay:
Sondern es scheint auch einen, sehr gründlich verdeckten, sogar unter dem Tarnmantel etablierter politischer Parteien existierenden tiefst braun-schwarzen Unterstützer-Sumpf zu geben.

Wo denn?

Thomas_Kallay:
Dem vielleicht z.B. gerade auch in Eschwege viele hiesige Prominente und Wohlhabende und auch Behördenmitarbeiter angehören, von denen man sowas nie geglaubt hätte.

Sind das jetzt nur Vermutungen ("vielleicht") oder haben Sie für diese Unterstellungen irgendwelche, nun ja, von Beweisen will ich nicht sprechen, aber: Indizien??

Thomas_Kallay:
Die aber vielen Insidern und von deren Misstaten Betroffenen schon ewig als Nazis und eben als Leute bekannt sind, die zwecks Wahrung ihrer vor allem auch pekuniär geprägten braun-schwarz-politischen Interessen über Leichen gehen, weil ihnen das Leben anderer nichts wert ist, und sie am liebsten bestimmte Bevölkerungsgruppen (z.B. wehrhafte Mieter, wehrhafte Arme, wehrhafte Arbeitnehmer, wehrhafte Linke, wehrhafte Sozialaktivisten usw.) ganz aus Deutschland raus haben wollen...

Von wem sprechen Sie denn ständig? Wen bezeichnen Sie hier als "Nazis"? Und woran machen Sie das fest?

Thomas_Kallay:
Ich kann mir gut vorstellen, daß gerade deswegen, weil vielleicht überall in Deutschland solche "etablierte" und reiche und u.a. auch in Behörden sitzende (Polit-)Prominenz und deren Freunde massenhaft ganz insgeheim tiefbraun-schwarze Unterstützer sind, die Ermittlungen gegen Neonazi-Mörder und deren Mittäter und Helfershelfer irgendwann im Sande verlaufen.

Eine weitere Vermutung, denke ich?

Vielleicht liegt dieses Im-Sande-verlaufen der Ermittlungen auch schlicht daran, dass die Behörden Fehler gemacht haben? Oder dass es einfach keine entsprechenden Spuren gab?

Thomas_Kallay:
Aber ich wünsche mir sehr, daß ich mich irre, und daß die Ermittlungsbehörden nun bundesweit die jetzige große Chance nutzen, um braun-schwarzes rechtes Gedankengut, seine Täter, Mit-Täter und beihelfenden Unterstützer in Deutschland breitflächigst auszurotten - um mal diesen böswilligen rechten Begriff zu benutzen, weil er hier gut passt.

Die Ermittlungsbehörden können kein Gedankengut ausrotten. Das wird man vermutlich überhaupt nicht können. Man kann nur versuchen, den Hass zu bekämpfen, der solche Menschen antreibt. Hass, der sich dann in Feindschaft gegen andere Menschen äußert, nur weil diese einer bestimmten Gruppierung angehören: Weil sie Ausländer sind, oder Juden, oder Muslime, oder Bankangestellte, oder Manager, oder Politiker, oder ARGE-Mitarbeiter, oder Arbeitslose.

Thomas_Kallay:
Denn was ich mich schon immer frage, ist, woher die Neonazis und auch die NPD diese Unmenge an Geld für ihre Aktionen herhaben - und die Antwort kann nur sein, daß da eben ein bisher unentdecktes, vielleicht aber auch wissentlich tief getarntes etabliertes braun-schwarzes Unterstützernetz exisitiert, das solche Unmengen an Geld aus der Portokasse schüttelt.

Welche "Unmenge an Geld"? Die NPD ist eine bettelarme Partei - lässt sich u.a. bei Wikipedia nachlesen, kann man aber als politisch informierter Mensch auch so wissen. Natürlich haben die Nazis auch Unterstützer, und sicherlich wird es auch Unternehmer oder reiche Privatpersonen geben, die Geld geben (Beispiel: Gerhard Frey, DVU). Aber dass es ein "tief getarntes etabliertes braun-schwarzes Unterstützernetz" geben soll, ist natürlich Schmarrn. Wozu denn auch? Wer soll denn diese unwichtigen Hanseln wobei unterstützen?

Unterstützung bekommen viele aus dem Nazi-Fußvolk von den ARGEn, aber man kann ja schlecht aufgrund der politischen Gesinnung das Arbeitslosengeld II streichen.

Thomas_Kallay:
Vielleicht ergeben die Ermittlungen ja auch, daß tatsächlich Hitlers Erben auch im Jahre des Herrn 2011 immer noch und in Scharen in diese unserem Lande aktiv sind, um in Deutschland ihre "arische Herrenschaft" (Betonung auf "Herren") wieder ausrufen zu können...

Ja, glauben Sie das ernsthaft?



Hier zum Beispiel findet man Informationen über die geistige Urheberschaft braunen Gedankenguts in akademischen Kreisen:

http://www.apabiz.de/bildung/RefKat/BurschenschaftenStudentenverbindungen.pdf

http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,342958,00.html

http://www.giessener-allgemeine.de/Home/Stadt/Uebersicht/Artikel,-Rechte-Burschenschaft-rueckt-wieder-in-den-Blickpunkt-_arid,294822_regid,1_puid,1_pageid,113.html


http://www.alexandra-kurth.de/vortraege.html


Zu den Burschenschaften und ihren Verquickungen in die Neonaziszene gabt es eine kleine Anfrage im Bundestag.


Zuletzt bearbeitet: 09.12.11 19:36 von Michael_Kraemer


knut:

Welche "Unmenge an Geld"? Die NPD ist eine bettelarme Partei - lässt sich u.a. bei Wikipedia nachlesen, kann man aber als politisch informierter Mensch auch so wissen. Natürlich haben die Nazis auch Unterstützer, und sicherlich wird es auch Unternehmer oder reiche Privatpersonen geben, die Geld geben (Beispiel: Gerhard Frey, DVU).


Die Frage von Herrn Kallay war ja zu Recht: "woher die Neonazis und auch die NPD diese Unmenge an Geld für ihre Aktionen herhaben".
(Wobei das eine nicht das andere ausschließt)

Die NPD als Partei wäre vollkommen unwichtig, wenn nicht schöne Sümmchen aus der Parteienfinanzierung usw. zusammen kämen. Herr Speck hat ja auch sehr schön beschrieben, und es ist auch nachvollziehbar, warum diese Organisation kaum über Immobilienbesitz verfügt.
Nebenbei, viele Bürger müssen über ihre Abgaben dafür bezahlen, daß Kommunen heruntergewirtschaftete Gebäude teuer aufgekauft haben, nur weil die NPD Interesse daran zeigte. Oftmals auch eine schöne Interessenaufteilung.
Immerhin hatte der verstorbene, ehemals dafür zuständige, NPD-Anwalt Rieger z. B. mit Immobilien ein Millionenvermögen erwirtschaftet. Es ist kaum anzunehmen, daß er seiner Partei dafür nicht dankbar war.

Damit mögen Sie ja bezüglich NPD recht haben:

"Aber dass es ein "tief getarntes etabliertes braun-schwarzes Unterstützernetz" geben soll, ist natürlich Schmarrn. Wozu denn auch? Wer soll denn diese unwichtigen Hanseln wobei unterstützen?"


Wie sieht es denn bei den anderen "Neonazis" aus?
Wenn der Initiator einer "Wehrsportgruppe" aus den 1970er Jahren, Karl-Heinz Hoffmann, ein ansehnliches Vermögen erwirtschaftet hat, dürfen schon Fragen gestellt werden.
Oder eine kleine verdächtigte Gruppe taucht unter, erlangt legale Falschpapiere, mordet und raubt, und sie bleibt mehr als 10 Jahre unentdeckt. Zuständige Beamte befinden sich - rein zufällig - oftmals zur Tatzeit am Tatort. So was kann man wirklich nicht finanzielles "Unterstützernetz" nennen.
Aber Mörder und deren Unterstützer darf man auch nicht als "Hanseln" bezeichnen.

Entspricht es allein der deutschen Mentalität, daß hier eine auffällige Selbstmordrate bei Terroristen lange nach den Taten (links oder rechts) zu beobachten ist?

Warum zünden "Linksterroristen" in Berlin kaum noch Autos an, seit ein frustrierter Spinner für einen Großteil der Taten ermittelt wurde?
Hingegen wird der Deutsche Bank Chef von "Linksterroristen" mit Briefbomben belästigt, die schlimmstenfalls einen Angestellten der Postabteilung betroffen hätte.
Aber es paßt eben zur Zeit, zumal ein Bekennerschreiben vorliegt, das erleichtert ja die Ermittlungen.




Schlagt euch nicht die Schädel ein, zerbrecht euch lieber den Kopf! (Heiner Müller)


Michael_Kraemer:
Hier zum Beispiel findet man Informationen über die geistige Urheberschaft braunen Gedankenguts in akademischen Kreisen:

http://www.apabiz.de/bildung/RefKat/BurschenschaftenStudentenverbindungen.pdf

Zu den Burschenschaften und ihren Verquickungen in die Neonaziszene gabt es eine kleine Anfrage im Bundestag.

Von den noch bestehenden Burschenschaften sind einige patriotisch eingestellt, aber nicht rechts, andere hingegen sind richtig rechtsaußen. Aber wie viele? Hinzu kommt: Die Burschenschaften haben heutzutage vor allem mit den schwindenden Mitgliederzahlen zu kämpfen. Wer geht denn noch in eine Burschenschaft? Berufliche Vorteile bringt es ohnehin nicht mehr, da sich weder in der Justiz noch in gehobenen Anwaltskreisen überhaupt noch "alte Herren" in nennenswerter Zahl finden.

Linker
Die Frage von Herrn Kallay war ja zu Recht: "woher die Neonazis und auch die NPD diese Unmenge an Geld für ihre Aktionen herhaben".
(Wobei das eine nicht das andere ausschließt)

Welche "Unmenge an Geld" denn?

Linker
Die NPD als Partei wäre vollkommen unwichtig, wenn nicht schöne Sümmchen aus der Parteienfinanzierung usw. zusammen kämen.

Ja, natürlich. Aber um das zu verhindern, müsste die NPD verboten werden - was ja offenbar einmal mehr geplant wird (zu recht). Ich hoffe nur, diesmal bereitet sich der Staat besser vor.

Linker
Nebenbei, viele Bürger müssen über ihre Abgaben dafür bezahlen, daß Kommunen heruntergewirtschaftete Gebäude teuer aufgekauft haben, nur weil die NPD Interesse daran zeigte. Oftmals auch eine schöne Interessenaufteilung.

Was hat das jetzt mit dem Geld der NPD zu tun?

Linker
Immerhin hatte der verstorbene, ehemals dafür zuständige, NPD-Anwalt Rieger z. B. mit Immobilien ein Millionenvermögen erwirtschaftet. Es ist kaum anzunehmen, daß er seiner Partei dafür nicht dankbar war.

Ja, und?

Linker
Wie sieht es denn bei den anderen "Neonazis" aus?

Genauso.

Linker
Wenn der Initiator einer "Wehrsportgruppe" aus den 1970er Jahren, Karl-Heinz Hoffmann, ein ansehnliches Vermögen erwirtschaftet hat, dürfen schon Fragen gestellt werden.

Welche?

Linker
Oder eine kleine verdächtigte Gruppe taucht unter, erlangt legale Falschpapiere, mordet und raubt, und sie bleibt mehr als 10 Jahre unentdeckt. Zuständige Beamte befinden sich - rein zufällig - oftmals zur Tatzeit am Tatort. So was kann man wirklich nicht finanzielles "Unterstützernetz" nennen.

Worauf wollen Sie hinaus? Ob da BEWUSST etwas falsch gelaufen ist, weiß niemand. Möglicherweise sind schlicht Fehler gemacht worden. Falls hier einzelne Beamte der Polizei / der Justiz bewusst Ermittlungen behindert haben sollten, wäre das ein Skandal. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es sich um ein ganzes "Nest" an Unterstützern handelt, so wie Thomas Kallay das angedeutet hat. In der Justiz und bei der Polizei arbeiten heutzutage ganz normale Menschen, keine rechten Spinner.

Linker
Aber Mörder und deren Unterstützer darf man auch nicht als "Hanseln" bezeichnen.

Warum nicht? Diese drei Typen sind / waren doch Hansel. Schauen Sie sich die Fotos dieser traurigen Figuren doch an: gescheiterte Möchtegerne. Dass die Menschen umgebracht haben, ändert daran nichts.
Im übrigen meinte ich mit Hanseln aber generell Neonazis / rechte Spinner.

Linker
Hingegen wird der Deutsche Bank Chef von "Linksterroristen" mit Briefbomben belästigt, die schlimmstenfalls einen Angestellten der Postabteilung betroffen hätte.

Ach so, nur ein kleiner Angestellter der Postabteilung, na dann... gar nicht so dramatisch. Und wenn Sie dieser Angestellte wären? Oder Ihre Frau / Freundin?

Linker
Aber es paßt eben zur Zeit, zumal ein Bekennerschreiben vorliegt, das erleichtert ja die Ermittlungen.

Was wollen Sie damit sagen?



Fakten, Fakten, Fakten

Aus der 58. nichtöffentliche Sitzung des Innenausschuss am 21.11.2011:
Diese Sichtung erbrachte für den Zeitraum von 1999 bis 2004 in chronologischer Reihenfolge die folgenden Erkenntnisse,
über die zum Teil ja auch schon in den Medien berichtet wurde:
Erstens. Gerlach war am 12. Juni 1999 gemeinsam mit seinem Bruder Dirk Gast auf der Hochzeitsfeier von Thorsten Heise in Northeim.Thorsten Heise, der ehemalige niedersächsische Landesvorsitzende der 1995 verbotenen Freiheitlichen Deutschen Arbeiterpartei, FAP, war früher der Führer der ehemaligen „Kameradschaft Northeim“, der zum damaligen Zeitpunkt mitgliederstärksten neonazistischen Kameradschaft in
Niedersachsen. In späteren Jahren ist Heise dann nach Thüringen verzogen. An der Feier nahmen etwa 250 Personen teil. Aus der Sachakte ist erkennbar, dass aufgrund dieses Berichts die Erstspeicherung von Holger Gerlach in der Amtsdatei der niedersächsischen Verfassungsschutzbehörde erfolgte.
Ein von der Thüringer Verfassungsschutzbehörde übermittelter Quellenbericht über die Hochzeitsfeier enthält den zusätzlichen Hinweis, dass der aus Jena stammende Holger Gerlach jetzt in Hannover wohnhaft sei und immer noch regelmäßigen Kontakt zu einer Person aus Thüringen habe. Diese Person solle aus Jena stammen.

Weiter unten:
Als ich dann diesen Bericht gesehen habe, wusste ich, dass wir vorher die Person des Gerlach - wenn ich „wir“ sage, meine ich das Landesamt für Verfassungsschutz Niedersachsen 1999 -, dass seinerzeit die Person des Holger Gerlach wohl offensichtlich nicht zutreffend eingeschätzt wurde; denn nach unserem Observationsbericht aus dem August 1999 war das Ziel der Observation, festzustellen, ob Holger Gerlach oder ein aus Jena zugereister Rechtsextremist, der also extra deswegen nach Hannover kommen sollte, Kontakt zu einem dritten Rechtsextremisten aufnehmen und die Suche nach einem Quartier, wie es in unserem Observationsbericht von 1999 heißt: die Suche nach einem Quartier für die drei gesuchten Rechtsterroristen Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe mit organisieren - -


Im Plenarprotokoll 3/80 des Thür.Landtags vom 6. März 2002 Seite 7014 ist zu lesen:
"Das in Rede stehende Anwesen in Fretterode wurde von Herrn Heise im Dez.1999 erworben."

In der Drucksache 3/2721 vom 20.09.2002 des Thüringer Landtags ist zu lesen:
"Das Senioren- und Pflegeheim "Am Hanstein" befindet sich in privater Trägerschaft. Zwischen dem Träger und dem Eigentümer der Immobilie besteht eine vertragliche Vereinbarung, welche die Nutzung der Immobilie als Pflegeheim bis zur Fertigstellung eines neuen Pflegezentrums in Wahlhausen gestattet."

Der Betrieb des Alten- und Pflegeheimes wird offiziell Anfang Oktober 2002 in Wahlhausen wieder aufgenommen, aus Fretterode ausgezogen sind Angestellte und HeimbewohnerInnen schon Ende August."
Quelle: http://www.antifaschistische-nachrichten.de/2002/20/heise.php

Kleine Anfrage im Thüringer Landtag zum Kauf der Immobilie "Pflegeheim Fretterode" durch Neonazi Torsten Heise.

Fazit: Thorsten Heise hat die Immobilie im Dez. 1999 von dem Eschweger Altenheimbetreiber gekauft. Der Eschweger Altenheimbetreiber hat somit sein Pflegeheim fast 3 Jahre (32 Monate) in der Immobilie des Neonazis Thorsten Heise betrieben. Exakt in dieser Zeit war der jetzt verhaftet Hochzeitsgast von Torsten Heise "Holger Gerlach" als "Quartiermeister" für die drei Rechtsterroristen Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe unterwegs.

130 NPD-Spitzel - und keiner will etwas gemerkt haben
Hat man da massenweise "Böcke zu Gärtnern" gemacht, oder steckt da "System" dahinter?.
Ich schließe mich da der Meinung von Thomas Kalley an.

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Gülle und Grundwasser

Die Leichen im Kreistagskeller

Bodensee-Werratalsee

Zusammenfassung Werratalsee

Agitation und Propaganda



Zuletzt bearbeitet: 12.12.11 05:19 von Horst_Speck


knut:

Wer geht denn noch in eine Burschenschaft? Berufliche Vorteile bringt es ohnehin nicht mehr, da sich weder in der Justiz noch in gehobenen Anwaltskreisen überhaupt noch "alte Herren" in nennenswerter Zahl finden.

Es ist schon bemerkenswert, wie Sie die Burschenschaften verharmlosen, die übrigens nicht ausschließlich künftige Juristen rekrutieren.


Linker:
Hingegen wird der Deutsche Bank Chef von "Linksterroristen" mit Briefbomben belästigt, die schlimmstenfalls einen Angestellten der Postabteilung betroffen hätte.
knut:

Ach so, nur ein kleiner Angestellter der Postabteilung, na dann... gar nicht so dramatisch. Und wenn Sie dieser Angestellte wären? Oder Ihre Frau / Freundin?



Haben Sie in den letzten Tagen irgend etwas in irgendwelchen Medien davon gelesen, daß irgendein Angestellter irgendeiner Bank durch Briefbomben gefährdet war?
Nein, da stand, daß sich einer der bestbewachten Menschen wegen einer (feuerwerksähnlichen und möglicherweise funktionsuntüchtigen) Briefbombe in äußerster Lebensgefahr befand. Sylvester ist die Verletzungsgefahr größer.
Da darf man doch einen Grund für diesen allzu durchsichtigen Unsinn vermuten.
Was glauben Sie, wäre diesem "kleinen" Angestellten der Postabteilung passiert, wenn er einen dicken Brief, der "persönlich" an seinen obersten Chef gerichtet war, ohne Rücksprache geöffnet hätte? Was wäre ihm passiert, wenn er diesen Brief ohne Durchleuchtung einfach weitergegeben hätte? Die Gefahr, daß er seinen Arbeitsplatz verloren hätte, dürfte bei 100% liegen, die Verletzungsgefahr hingegen nicht einmal im Promillebereich.
Ihre Aufregung ist also unbegründet.

Meinen Sie nicht, daß es finanzielle Unterstützer geben muß, wenn in dieser rechtsradikalen Szene ein schwunghafter Immobilienhandel stattfindet? Wenn Sie nicht selbst erkennen was das mit der NPD zu tun hat, kann ich auch nicht helfen.

Wofür werden jährlich Hunderttausende oder sogar Millionen für V-Leute ausgegeben, wenn 60 Jahre lang kein Rechtsterrorismus erkannt wurde? Jetzt sollen Jahrzehnte zurückliegende Fälle überprüft werden. Was also taugen Geheimdienste und BKA, wenn Terroristen nur nach Bekennerschreiben als solche erkannt werden?

Selbstverständlich kann es Zufall sein, daß an den Tatorten dieser Mördergruppe jahrelang immer dieselben chinesisch vorbelasteten Wattestäbchen zur DNA Sicherung benutzt wurden. Oder auch, daß ein Verfassungsschutzbeamter seine Pornofilme ausgerechnet in dem Internetcafe ansehen will, dessen Inhaber gerade umgebracht wird.

Welche Zufälle gab es noch in den letzten 60 Jahren?
Es ist unerträglich, wenn heute wieder Menschen in Deutschland auf Grund ihrer Herkunft oder des Glaubens umgebracht, und die Angehörigen sogar noch durch falsche Verdächtigungen staatlicher Stellen verhöhnt werden..
Vielleicht wäre es hilfreich, wenn die Akten des Verfassungsschutzes der Stasi-Unterlagen-Behörde zur Verwaltung und Einsicht, ohne vorheriges Schreddern, überlassen würden. Die kennen sich ja inzwischen mit so was aus.




Schlagt euch nicht die Schädel ein, zerbrecht euch lieber den Kopf! (Heiner Müller)


Linker:
Es ist schon bemerkenswert, wie Sie die Burschenschaften verharmlosen, die übrigens nicht ausschließlich künftige Juristen rekrutieren.

"Verharmlosen"? Das klingt so, als müsse man Angst vor Burschenschaften haben. Ich habe in meinem Leben schon einige Burschenschaftler kennenlernen dürfen. Das sind Vertreter einer langsam aussterbenden Spezies. Einige sind sehr nett und anständig, andere nicht. Einige Burschenschaften bestehen aus Rechten: Korrekt. Aber das sind in der Regel genau solche Hanseln wie die anderen Nazis. Sorge habe ich angesichts dieser Typen nicht.

Linker:
Haben Sie in den letzten Tagen irgend etwas in irgendwelchen Medien davon gelesen, daß irgendein Angestellter irgendeiner Bank durch Briefbomben gefährdet war?
Nein, da stand, daß sich einer der bestbewachten Menschen wegen einer (feuerwerksähnlichen und möglicherweise funktionsuntüchtigen) Briefbombe in äußerster Lebensgefahr befand. Da darf man doch einen Grund für diesen allzu durchsichtigen Unsinn vermuten.

Ich habe nirgends gelesen, dass Herr Ackermann sich in "äußerster Lebensgefahr" befunden hätte. Darf ich Sie bitten, mir die Publikation zu nennen, in welcher dergleichen Unsinn gestanden haben soll? Ich bin gespannt, vermute aber, dass Ihnen die Gäule ein wenig durchgegangen sind.

Linker:
Was glauben Sie, wäre diesem "kleinen" Angestellten der Postabteilung passiert, wenn er einen dicken Brief, der "persönlich" an seinen obersten Chef gerichtet war, ohne Rücksprache geöffnet hätte? Was wäre ihm passiert, wenn er diesen Brief ohne Durchleuchtung einfach weitergegeben hätte? Die Gefahr, daß er seinen Arbeitsplatz verloren hätte, dürfte bei 100% liegen, die Verletzungsgefahr hingegen nicht einmal im Promillebereich.

Was wäre passiert, wenn jemand im Vorzimmer - nicht Ackermann! - diesen Brief geöffnet hätte, weil bei der Durchleuchtung nicht aufgefallen wäre, dass sich darin eine Bombe befand? Wenn die Bombe explodiert wäre? Das ist doch das Perfide an solchen Briefbomben: Natürlich treffen sie nicht die Adressaten, die Mächtigen, an die sie gerichtet sind. Auch die Terroristen wissen, dass durch ihre Bomben - wenn denn überhaupt - nur kleine Angestellte verletzt werden würden. Aber das ist ihnen egal.

Linker:
Meinen Sie nicht, daß es finanzielle Unterstützer geben muß, wenn in dieser rechtsradikalen Szene ein schwunghafter Immobilienhandel stattfindet?

Ich habe ja nie bestritten, dass es finanzielle Unterstützer gibt. Aber doch nicht in nennenswertem Umfang, sonst wäre die NPD ja auch nicht hoch verschuldet. Sie haben da Herrn Rieger angeführt, der tatsächlich die NPD stark unterstützt hat. Aber der war ja immerhin auch NPD-Mitglied. Dass ein NPD-Mitglied die NPD finanziell unterstützt, ist irgendwie nicht so wahnsinnig aufregend und spricht auch nicht für Thomas Kallay These eines umfassenden, geheimen braun-schwarzen Unterstützernetzwerks.

Wofür werden jährlich Hunderttausende oder sogar Millionen für V-Leute ausgegeben, wenn 60 Jahre lang kein Rechtsterrorismus erkannt wurde? Jetzt sollen Jahrzehnte zurückliegende Fälle überprüft werden. Was also taugen Geheimdienste und BKA, wenn Terroristen nur nach Bekennerschreiben als solche erkannt werden?

Weiß ich nicht. Aber das hat ja mit Kallays These nichts zu tun, um die es ging. Dass hier einige dicke Fehler gemacht wurden, ist ja durchaus möglich bzw. wahrscheinlich. Aber zunächst einmal handelt es sich nur um Fehler.

Es ist unerträglich, wenn heute wieder Menschen in Deutschland auf Grund ihrer Herkunft oder des Glaubens umgebracht, und die Angehörigen sogar noch durch falsche Verdächtigungen staatlicher Stellen verhöhnt werden.

Ohne Frage. Aber ich finde es auch unerträglich, wenn Menschen auf Grund ihres Einkommens oder auf Grund ihres Lebensstils oder auf Grund ihres Berufs (Banker, Politiker) beschimpft, verhöhnt, beleidigt, bedroht werden. Das muss einfach komplett aufhören. Kein Mensch ist per se verachtenswert und schlecht, nur weil er Jude oder Moslem oder Polizist oder Banker oder arbeitslos oder reich ist.



Linker:
Es ist unerträglich, wenn heute wieder Menschen in Deutschland auf Grund ihrer Herkunft oder des Glaubens umgebracht, und die Angehörigen sogar noch durch falsche Verdächtigungen staatlicher Stellen verhöhnt werden.

knut:
Ohne Frage. Aber ich finde es auch unerträglich, wenn Menschen auf Grund ihres Einkommens oder auf Grund ihres Lebensstils oder auf Grund ihres Berufs (Banker, Politiker) beschimpft, verhöhnt, beleidigt, bedroht werden. Das muss einfach komplett aufhören. Kein Mensch ist per se verachtenswert und schlecht, nur weil er Jude oder Moslem oder Polizist oder Banker oder arbeitslos oder reich ist.

Diskriminierung ist nach wie vor aktueller gelebter Alltag in Deutschland.

Und diskriminiert wird man hauptsächlich von denen, die in rechten Parteien (also C-Parteien, FDP, aber auch SPD) politisch zuhause sind, ferner in Banken, bei Versicherungen, im Versandhandel, bei Behörden und sonstigen öffentlichen Einrichtungen.

Ich weiß höchstselbst, wovon ich rede, und will mich da mal outen.

Ich heisse nicht "Thomas Kallay", ich nenne mich nur so, wenngleich schon seit meinem 18. Geburtstag.

Amtlich heisse ich nämlich "Simándi Kállay Tamás András Ottó Félix Jürgen" in der korrekten ungarischen Schreibweise meines Namens, also erst der Familiename (bei mir aus bestimmten Grunde aus zwei Teilen bestehend) und danach die amtlich eingetragenen Vornamen. Wenn mich jemand fragt, warum ich daraus "Thomas Kallay" mache, sage ich immer, weils Zeit, Tinte, Nerven und Erklärungen spart...

Tatsächlich aber werde ich mit "Thomas Kallay" und der Tatsache, daß ich hier in Deutschland geborener deutscher Staatsbürger bin, zumeist akzeptiert bzw. zumindest nicht allzu blöd angemacht. Trete ich aber mit meinem amtlichen ungarischen Namen auf, weil ich z.B. meinen Personalausweis vorlegen _muss_ so werde ich, egal wo, behandelt wie Dreck frei nach dem Motto "Aaaah der Ausländer da, was nervt der hier?". Das war schon immer so und ist auch bis heute so geblieben.

Hinzu kommt, daß viele rechte Dummköpfe in Eschwege und Umgebung wissen, daß ich ausländischer Abstammung bin, und bei diesen Rechten nutzt mir "Thomas Kallay" dann auch nichts, und man beschimpft und beleidigt und schikaniert mich und meine Familie seit jeher wegen meiner ausländischen Herkunft, das ging schon so zu Lebzeiten meines Vaters, der Ungar war, und setzt sich bis heute fort. Hinzu kommt, daß ich zudem wehrhaft bin, mich nicht ducke, in der Gewerkschaft bin, Betriebsrat war, mich sozial engagiere, der Partei DIE LINKE angehöre und eben viel weiß.

Das passt vielen hier nicht, daß da ein "arbeitsloser" Ausländer ist, der sich nichts gefallen lässt und sich nicht beugt, und dieses "dieser arbeitslose linke Ausländer passt uns nicht" ist nämlich immer noch ganz fest drin in vielen Deutschen, und zwar auch in vielen von denen, die selbst das III. Reich nie erlebt haben, aber von Hause aus Nazis in ihrer Familie hatten und/oder haben... - wie war das doch noch gleich mit dem bösen Spruch vom Apfel und dem Stamm?

Ich habe zudem - in solchen Fällen kanns man so sehen - das Glück, daß zwar in meinem amtlichen Personalausweis der ungarische Name drinsteht, aber in meinem amtlichen Führerschein aus dem Jahre 1981 nicht. Wenn ich also merke, daß irgendwo Ausländer/ausländische Namen nicht willkommen sind (und ich habe dafür eine Antenne entwickelt, das könnt Ihr mir glauben) dann hab ich eben, wenn Papiere verlangt werden, nur meinen Führerschein dabei, und da steht die deutsche Schreibweise meines Namens drin. Und dann gibts auch kaum Probleme.

Schon lange wollte ich das ändern lassen, dieses Namensding. Alles ins Deutsche, das "Simandi" weg, und Ruhe ist.

Kostet aber bei den Behörden ein paar tausend Euro.

Die ich nicht habe.

Auch hierdurch findet Diskriminierung statt.

TK


Zuletzt bearbeitet: 13.12.11 15:33 von Thomas_Kallay
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