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Thema: Zurück vom Lada-Treffen Ungarn


Hallo an Euch zusammen !

Nachdem die OMMMA in Magdeburg nun auch schonwieder einige Tage her ist,will ich Euch endlich an dieser Stelle einen mehrteiligen Reise-u. Erlebnisbericht vom Wochenende davor zukommen lassen.
Vom 26.-28. August fand bekanntlich das internationale Lada-Treffen in Ungarn statt,genauer gesagt im ungarischen Soltvadkert,ca 100 Kilometer südlich von Budapest gelegen. Und wir waren mit dabei!
Wir,das waren 4 Ladas mit 5 Leuten,nämlich der Tilo aus Schwarzheide bzw derzeit aus Hamburg, Roberto aus Berlin,Daniel aus PM (Wiesenburg),Jimmy aus Magdeburg und schliesslich ich selbst.
Der Termin stand seit Wochen fest,und somit war es uns möglich,einige Tage vor und nach genanntem Datum Urlaub zu bekommen.
Immerhin ist das südungarische Soltvadkert nicht gerade um die Ecke,eher halbe Strecke zwischen Budapest und Belgrad.....
Selbverständlich hatten wir uns im Vorfeld um einige Gegebenheiten informiert,Stichwort Fahrstrecke,Grenzen,Wechselkurse,schon Tage vorher hatten wir unsere Autos gepackt mit alldem,was wir für die Tage auf dem Treffen und natürlich auch für unterwegs ggf mithaben müssten. ;-)

So,endlich war es Mittwoch Nachmittag,der 24. August.
Am nächsten Morgen sollte es in aller Frühe losgehen,zu um fünf Uhr wollte Daniel aus PM bei mir in Teltow sein,am südlichen Berliner Ring hatten wir uns mit Roberto zu um halb sechs verabredet,um `ne Stunde später in Richtung Dresden Tilo einzusammeln.
Wie gesagt,es war momentan noch Mittwoch ,am frühen Abend trudelte mein Magdeburger Beifahrer Jimmy mit Sack und Pack ein,der im übrigen für uns bzw für die Fahrt nach Ungarn vier Handfunkgeräte mitgebracht.
Für jedes Auto eins, zwecks Kommunikation auf der Fahrt untereinander.

Kurze Zeit später ereignete sich sozusagen schon zu Hause ein erster Zwischenfall,welchen wir Euch natürlich nicht vorenthalten wollen.... :-)
Mein blauer 21099 stand absolut startklar,geputzt und gepackt in der Garage,allerdings musste ich nochmal nach Süd-Berlin rein zu meiner Fa bzw Büro,Papierkram der letzten drei Tage dort abgeben.
Gesagt,getan,wir fuhren mit meinem weissen 2108 schnell rüber nach Berlin.
Auf dem Rückweg 20 Uhr stand in Berlin-Lichterfelde ein unscheinbar silberner Golf 4 an einer Ampel rechts neben uns. An einer folgenden Kreuzung stand besagter Golf links neben uns auf seiner Abbiegespur,der mir erst dann bzw dadurch wirklich auffiel,als dieser bei letztendilch grüner Ampel sich doch wieder hinteruns in Richtung geradeaus einreihte. Wahrscheinlich wusste der nicht so Recht seinen Weg....
(@Wolfgang aus Berlin: Es war auf dem Ostpreussendamm .)
So,und ca 300m weiter und kurz vorm Berliner Stadtausgang schoss besagter Golf links an uns vorbei,rechts die Scheibe runter,Polizeikelle raus und zwang uns somit rechts am Bordstein anzuhalten.
Mann und Frau in zivil stiegen aus,Befehl Motor aus,Warnblinklicht an,bitte aussteigen,Fahrzeugkontrolle,bitte alle Papiere von Fahrzeug und von uns beiden.....
Der Fahrer vom Golf begutachte kurz meinen 08er,ging anschliessend mit unseren Papieren zum Golf,welcher noch fast schräg vor uns stand,um mit der Zentrale `ne Fahrzeug-u. Personenabfrage zu machen.
Die Frau in zivil stand derweil rechts mit uns auf dem Gehweg um augenscheinlich auf uns aufzupassen....
Jimmy steckte sich `ne Kippe an,derweil ich rein interessehalber nachfragte,ob wir irgendwas falsch gemacht haben.
Die Polizisten verneinte freundlich und sagte uns duzend: " Nein,das nicht,wir beobachten Euch schon eine ganze Weile,und ihr passt hundertprozent in unsere Zielgruppe..."
Sie guckte auf meinen Samara und fügte hinzu :".... bei unseren Brandenburger Kollegen müssen sie doch Mode sein,oder?"
Ok,da stimmte ich ihr sozusagen zu.
Aber ,genauere Gründe bekamen wir nicht genannt....
Die Fahrzeug-u. Personenabfrage schien ergebnislos und positiv zu verlaufen,nach gefühlten 5-10 Minuten und einem letzten Blick in den Lada bekamen wir alle Papiere zurück und durften weiterfahren.
Naja,das sollte wohl der erste Auftakt für die bevorstehenden Tage sein..... :-)

Donnerstag früh,morgens um kurz vor 5 Uhr kam höchst pünktlich der Daniel aus PM mit seinem Kalina Kombi bei uns an,ohne viel Zeit zu verlieren führen wir los ,die Verbindung mit den Handfunken funktionierte ausgezeichnet!
Hinterm Schönefelder Kreuz wartete wie abgesprochen Roberto aus Berlin mit seinem 2106 samt HP400-Hänger am Haken auf uns. Im Hänger hatte Roberto ein Partypavillionzelt und sein Gepäck am Start,kein Problem,Tilo hatte ja von vorherein gesagt,dass auch er mit seinem HP300- Hänger nach Ungarn fährt,damit sein tiefer Shiguli nicht noch alles Gepäck wie Gasgrill,Zelt&Co im Kofferaum haben muss.
Somit waren wir nun schon drei Autos,vorne Roberto als erster,Kalina und Samara Limo hinterher.

Die ersten zwei Fotos vom 2106 und Kalina entstanden schon kurz vorm Abzweig nach Dresden am Dreieck Spreewald.
Leider wohl nur in schwarz-weiss,aber immerhin mit Selbstauslöser.
Gemacht vom Landkreis Dahme-Spree im derzeitigen Baustellenbereich. Zweimal roter Blitz bei ca 70-80,klar,dass Brandenburg den dortigen stationären Dauerblitzer auf derzeit geltende 60 runterjustiert hat. ;-)

Inzwischen war es hell,an der Abfahrt Ruhland warteten wir kurz auf Tilo,der natürlich auch `ne Handfunke in seinen Shiguli bekam. Somit waren wir komplett,Tilo fuhr als erster,dahinter Roberto ,gefolgt vom Daniel, Jimmy und ich im 21099 als Auto Nummer vier.

Es schien ein weiterer und heisser Sommertag zu werden,Autobahn um Dresden herum ,an der Grenze nach CZ der erste Zwischenhalt. Geld tauschen und Autobahnvignette für CZ ankleben,ca 12 Euro für den Mindestzeitraum von 10 gültigen Tagen.
Hinter der Grenze nach CZ an der erstbesten Gelegenheit nachgetankt,für die bisherigen 270 Kilometer brauchte ich gerademal 16,5 Liter,schliesslich rollten Daniel und ich den hängerbespannten Ladas mit ca 90 0der 100 hinterher.
Dann ging`s einige Kilometer über Landstrasse, hat doch die Autobahn Dresden-Prag noch `ne grössere Unterbrechung.
Wieder auf tschechischer Autobahn in Richtung Prag am fahren,kam seitens Roberto einn Funkspruch zwecks Anhalten wegen eines technischen Problemes. Gleichzeitig schwarzer Rauch unter dem Berliner 2106.
Ok,einmal Seitenstreifen an der Autobahn,gucken was los ist. Roberto erzählte was von ruckeln und keiner Leistung mehr,gleichzeitig qualmte es vor der Hinterachse seitlich heraus,Daniel sah,dass der Auspuff glühte und gerade dabei war,das werksseitig äusserst clever verlegte Handbremsseil samt näherem Unterbodenschutz anzuschmoren.
Daher einmal Sprint zu meinem Kofferaum,Feuerläscher geholt,aber die heisse Situation erledigte sich doch noch schneller von selbst....
Motorhaube auf und geguckt was los ist.
Jimmy und


Zuletzt bearbeitet: 13.09.16 22:37 von Martin_Potsdam



...Jimmy und Roberto fanden die Ursache recht schnell:
Der Kühlerlüfter liess sich ungewöhnlicherweise von Hand durchdrehen,ebenso die Lichtmaschine,der Keilriemen lose.
Somit war klar,loser Keilriemen,keine Lüftung und nur schwach mitdrehende Lima,Robertos Zündung hatte sich wohl seit einiger Zeit nur noch von der Batterie bedient,welche nicht mehr nachgeladen wurde....
Naja,und dann noch die ganze Zeit mit Licht und Hänger,kein Wunder.
Ok,erstmal Warndreieck aufgestellt und Warnwesten übergeworfen,die gemessene Batteriespannung betrug nur noch 10 Volt.
Mit etwas Mühe bekam Roberto die Lichtmaschinenschrauben gelöst,um hinterher mit Jimmy den Keilriemen nachspannen zu können.
Ich gab derweil aus zweiter Reihe kluge Ratschläge,von denen ich sogar selbst Gebrauch machen würde. :-)
Wie sagt man doch ? Der Weg ist das Ziel.
Keilriemen gespannt,nun war klarerweise Starthilfe nötig,kurzerhand drehte ich auf dem Standstreifen meinen Lada,um als Geisterfahrer an Robertos Batterie heranzukommen. Überbrückungskabel und siehe da,2106 sprang an,gemessene Ladespannung wieder bei ü 13 Volt.
Somit konnte es weitergehen,ich wendete wieder in die bessere Richtung,Problem war nur,dass jetzt Tilo`s Shiguli nicht mehr anspringen wollte....
Naja,ok,wenn man eh schon einmal auf dem Standstreifen steht....
Dem Anlassermagnetschalter war wohl zu heiss gewesen,denn dieser klemmte augenscheinlich. Tilo als Zündschlüsseldreher,Jimmy mit Hammerklopfen am Anlassergehäuse,somit sprang auch der Shiguli wieder an und die Fahrt in Richtung Ungarn konnte weitergehen.

Bei Prag an der Autobahn machten wir eine nächste Pause,Ein-Euro-Hamburger bei McDonalds für 26 tschechische Kronen,demnach hier die gleichen Preise wie bei uns.
Ein nebenstehendes tschechisches Ehepaar und ein serbischer Lasterfahrer nahmen uns und die Ladas in Augenschein,wahrscheinlich dachten die sich schon,dass diese verrückten Vögel aus Deutschland wohl zu`nem Ladatreffen unterwegs sein müssen.
Beim Einsteigen klärte ich dann kurz auf,in dem ich "Lada Meeting Hungary" sagte,ein grinsendes Abnicken kam zurück.

Dann weiter auf der Autobahn von Prag nach Brno. Die Strecke nach Brno zieht sich doch sehr in die Länge,dazu reichlich starker Verkehr und der Zustand der Autobahn ist ziemlich miserabel,Bodenwellen und Betonplattenstösse ohne Ende,teilweise fährt man besser links oder leicht links, wenn`s denn möglich ist.
Wer also auf DDR-Feeling steht, der sollte zwischen Prag und Brno mal hin und her fahren,damit frühere Erinnerungen nicht in Vergessenheit geraten.
Wundern muss man sich teilweise über das Fahrverhalten der einheimischen Autofahrer,die scheinbar schmerzlos über diese Strassen rasen,an späterer Stelle sag` ich noch etwas mehr dazu.
Andererseits ist aber zu sehen,dass in Sachen Strassenbau was passiert. Auf etlichen Autobahnabschnitten schufften neue und alte Tatra-Kipper für neue Brücken und bessere Fahrbahndecken.
Hinter Brno nochmals getankt,mittlerweile war es Donnerstag Nachmittag um 4,Jimmy durfte ab jetzt jedesmal Tilos Anlasser helfend angehämmern ,dann weiter zur Grenze in die Slovakei.
Gegen 16.30 Uhr hier angekommen,wieder Autobahnvignette geholt.
Stolze 16 Euro verlangen die Slovaken für den Mindestzeitraum von ca 10 Tagen,hier gibt`s als Beleg nur `nen Papierausdruck mit Kennzeichen und weiteren Daten.
Die Autobahn durch die Slovakei ist in einem sehr guten Zustand,da lässt`s sich auch mit tiefergelegten Ladas problemlos fahren.
Gegen 17 Uhr kamen wir auf der Autobahn durch Bratislava,Donau überquert,zur Grenze nach Ungarn war`s nicht mehr weit.
Hier angekommen und auf einem grossen Betonplatz geparkt,Bodentemperatur gefühlte 40 Grad ,angezeigte Lufttemperatur an der Grenze über 30.
Wieder Vignette gelöst und gleich Geld getauscht. Für einen Euro gibt`s ca 300 Forint.

Wie in CZ und der Slovakei muss man auch hier am Tag und im Hochsmmer mit Abblendlicht fahren....
Dann weiter auf ungarischer Autobahn über Richtung Györ in Richtung Budapest,ca 150 Kilometer.
Kurz vorm Stadtring um Budapest eine nächste Pause auf einem Rastplatz,mittlerweile war es schon 19 Uhr durch,immernoch über 30 Grad,hier das erste Mal für utopisch viele Forint getankt,der Liter Bezin kostet umgerechnet um die 1,10 Euro.
Weiter auf der Bahn um`s südliche Budapest herum,den Wegweisern in Richtung Belgrad gefolgt,lt Beschilderung nur noch ca 8o Kilometer bis Keszkemet,kurz nach genannter Stadt kam lt Karte unsere Abfahrt nach Soltvatkert.
Die ungarische Autobahn ist genauso gut wie in der Slovakei,zwei Spuren in jeder Richtung,ziemlich dicker Verkehr,sehr viele LKW`s aus Rumänien,Ex-Jugoslavien,Bulgarien und der Türkei.
Auf der linken Spur drängeln gerne teure BMW & Co mit bulgarischen oder rumänischen Kennzeichen.
Selbst ein serbischer Reisebus fuhr uns beim Überholen mit über 100 Km/h auf 10 Meter Abstand hinterher,als wir schnellstmöglich wieder nach rechts Platz machten,grüssten und winkten uns Busfahrer samt Reiseleiter zu. Man merkt,die Mentalität ist eben doch schon etwas anders.

Inzwischen ging es auf 21 Uhr zu,leider hatten wir kurz vor unserer Abfahrt noch `nen halbstündigen Stau wegen einer Baustelle.
Dann endlich,an der Abfahrt stand Soltvadkert zu lesen,hier wie geplant runter,dann lt Karte die letzten 40 Kilometer Landstrasse.
Hier war schon mehr Vorsicht geboten,die ungarischen Landstrassen haben offensichtlich reichlich hitzebedingte Verwerfungen und Spurrillen im Angebot,zweimal kratzte sogar mein Kat auf besagten Unebenheiten,was uns umso vorsichtiger werden liess.

Von Land & Leute sahen wir zunächst rein gar nichts,schliesslich ging es auf 22 Uhr zu und es war stockdunkel,hier und da mal ein Licht in Häusern von Ortschaften,die wir durchquerten.
Endlich kam das Ortseingangschild der Kleinstadt Soltvadkert. Und dazu erste Wegweiser mit der Aufschrift "Lada-Meeting".
Na,hier schienen wir wohl richtig zu sein! :-)
Tilo fuhr nach wie vor navigationsunterstützt als erster vorneweg,zielgenau rechts in tiefste Dunkelheit und Nebenstrassen eingebogen,nach weiteren zwei Kilometern kamen wir am "Kemping" an,dem Ziel unserer langen Fahrt.
Wir bogen in den Zufahrtsweg zum Zeltplatz ein,hinter dem Zaun auf dem Gelände sah man schon jetzt am späten Donnerstag Abend reichlich Ladas zwischen Zelten und partymachenden Leuten.

Somit waren wir nach 17 Stunden Fahrt gut angekommen,ohne nennenswerte Probleme und Zwischenfälle. :-)
Und ja,wir waren schon ein bisschen stolz und wahrlich mehr als nur zu Frieden.
Mein Tageskilometerzähler war längst einmal rum,von Abfahrt morgens bei mir zu Hause bis hier her waren es ganze 1061 Kilometer,Roberto und Daniel hatten noch etwas mehr.

Während den Minuten,die wir am Einlass bz





.....wir am Einlass bzw an der Zeltplatzeinfahrt standen,kamen schon neugierig die ersten ungarischen Lada-Freunde,um auf unsere Autos und vor allem auf die Kennzeichen zu gucken. Was sie sagten,das verstanden wir natürlich nicht.
Auf Grund der späten Stunde und unserer langen Fahrt sammelte der englisch sprechende Einlasser des Lada Club Hungary unsere Ausweise ein und gab uns zu verstehen,dass wir morgen vormittags hier her kommen sollen,um uns dann in aller Ruhe anzumelden.

Tilo hatte Tage zuvor mit dem Lada Club Hungary (LCH) abgeklärt,dass wir eine Campingstelle mit Stromanschluss auf dem Areal bekommen.
Dabei blieb es wie vereinbart,einer der Einlasser vom LCH zeigte uns den für uns vorgesehenen Platz,alles andere würde sich am nächsten Tag finden.
Kaum hatten wir unsere vier Ladas nebeneinander geparkt,kamen die nächstbesten ungarischen Besucher des Treffens von gegenüber zu uns daher.
Sie konnten es kaum glauben und waren fasziniert,von woher wir angereist waren.
Mit einfachem Englisch konnten wir erklären,von wo wir kommen,wieviel Kilometer usw.
Einer der Leute blieb mir als Daniel in Erinnerung,ein anderer stellte sich als Lazlo vor,als herzlichste Begrüssung wurde uns sofort von ihnen etwas ausgeschenkt. Wahrscheinlich irgend`n ungarischer Cherry o.ä.
Wir beliessen es bei dem einen,sonst hätte es uns nach diesem langen Tag wohl doch noch aus den Schuhen gehauen.

Im Taschenlampenlicht bauten wir unsere Zelte und den Pavillion auf,den wir mit buntem Licht und der vom Jenaer Sommertreffen bewährten Discokugel beleuchteten,noch zwei Lada-Fahnen dazu,damit sollte es für diesen Tag reichen.
Tilo machte seinen mitgebrachten Gasgrill startklar,Roberto hatte für den ersten Abend was zu grillen dabei,mittlerweile war es weit nach Mitternacht und ziemlich müde gingen wir dann doch erstmal schlafen.

Ende Teil 1








Bitte Teil 2! Robert, kann man dich denn nicht allein auf Tour gehen lassen ;-) ?



Teil 2

@ Jens : Doch,doch,Roberto kann sehr wohl auch alleine auf Tour losgelassen werden,aber mit Roberto zusammen macht`s ungleich mehr Spass.

Freitag Morgen,der 26. August.

Meine Augen gingen auf,es war kurz nach neun in aller Frühe ,Jimmy noch im Halbschlaf,draussen vorm Zelt schien der frühe Vogel Daniel aus PM schon wach zu sein,Tilo und Roberto ebenso,scheinbar gab es ersten Kaffee aus Tilos Anhänger.
Geschlafen hatten wir wohl recht gut,ich glaubte gegen halb sieben schonmal halb wach gewesen zu sein, durch typische Melodien&Geräusche irgendeiner entfernten Autoalarmanlage.
Immerhin waren ja Donnerstag Nacht schon etliche Ladas auf dem Gelände.

Also raus aus dem Zelt gekrochen,ein verschlafenes Guten Morgen den anderen zugegrinst und erstmal im Tageslicht die Lage gecheckt und geguckt,wo wir denn hier überhaupt gelandet waren.
Die Location machte einen guten Eindruck,ein grosses Zeltplatz-Areal mit Grasboden unter Laubbäumen,welche wohl vor 20 oder 30 Jahren in Reihen gepflanzt worden waren,der See samt Badestrand befand sich in ca 100 Meter Luftlinie von unserem Zeltlager.

Hier und da Ladas mit ihren Besitzern und deren Zelten,uns gegenüber hatten zwei Ladas aus Lettland ihr Lager aufgeschlagen,links von uns und generell noch viel freier Platz , zumindest an diesem Freitag Morgen.
Nach besagtem Kaffee von Tilo eine erste Runde zu Fuss über den Platz gedreht,sozusagen mit dem Ziel,uns wie vereinbart erstmal offiziel anzumelden . Unsere Ausweise wurden ja gestern Abend beim Einlass einbehalten.
Dort angekommen wurden wir nochmals begrüsst,wir bekamen unsere Ausweise zurück, dazu jeder ein typisches Festivalbändchen im Lada-Tuning-Style ums Handgelenk,Aufkleber vom diesjährigen Treffen im legändären Soltvadkert ,Schlüsselanhänger vom Lada Club Hungary usw . Die Gebühr,der Eintritt für die kommenden Tage betrug umgerechnet ca 20 Euro.
Schon jetzt kamen nach und nach immer mehr ungarische Ladas am Einlass an.

Unweit des Einfahrbereiches war eine recht grosse Open-Air-Bühne aufgebaut,aus dessen Boxen schon jetzt der gesamte Platz mit Bassbeats beschallt wurde, angrenzend stand ein Leichtbauzelt,wie man es von Volksfesten und sonstigen Events so kennt.

Am Rand der Liegewiese ,seitlich vom angrenzenden See ,befinden sich etliche Imbissgaststätten mit Stühlen und Tischen davor,und auch direkt auf dem Zeltplatz öffnete ein mobiler Imbisswagen seine Klappen.
Hier gabs Hot Dogs und Hamburger,die wir uns als Frühstück oder eher als Mittagessen schmecken liessen.
Auf der Angebotstafel stand wie zu erwarten alles in ungarisch geschrieben,aber "Hot Dog -Standard" oder "Hamburger" war auch für uns zu verstehen.
Ein fetter Doppelhamburger,vergleichbar mit Burger Kings Whopper,kostete umgerechnet ganze 2 Euro.

Thema Duschen und Toiletten: Sowas gibt`s selbverständlich ,feste Dusch-Toilettenhäuser sind auf dem Platz verteilt,alles sauber und i.O.
Nur,die Klotüren waren von innen nicht abzuschliessen ,bei keinem der Duschhäuser weit und breit. Weder Riegel,Haken oder Schloss,nur normal Tür zu.
Wahrscheinlich eine ungarische Eigenheit,aber kein Problem,ggf nimmt man sich `nen zweiten Mann zum Bewachen mit,was aber ansich nicht nötig ist,jeder Einheimische klopft wohlerzogen an,ob die Bude frei ist.

Neben der Showbühne war mittlerweile der Merchandise-Stand des LCH aufgebaut.
Hier gab`s viele Sachen vom ungarischen Lada Club: T-Shirts,Polo-Shirts,Hoodies,Schlüsselbänder,Schlüsselanhänger,Aufkleber ,Lada-Wasserbälle und und und...
Drei Mädels vom LCH managten den Verkauf und bedienten uns bzw die anstehende Kundschaft.

Wir sahen uns erste ungarische Ladas genauer an.
Einerseits getunte Autos,dazwischen Ladas mit Gebrauchsspuren der letzten 10 - 30 Jahre,aber auch recht gut gemachte und perfekt restaurierte Modelle.
Ich erinnere beispielsweise an einen originalen Nova Junior,welcher Anfang der 90er über die Deutsche Lada nach Münster verkauft wurde,um vor einigen Jahren letztendlich nach Ungarn zu kommen.
Der Besitzer führte uns voller Stolz seinen Nova Junior vor,der mittlerwele selbst im Unterbodenbreich auf jede Schraube neu und glänzend ist. Der Zustand ist wahrscheinlich heute besser als seinerzeit vor der Auslieferung.

Gegen Mittag entschlossen wir uns dazu,doch erstmal für die kommenden Tage einzukaufen,bzw dafür nach Soltvadkert in den Ort zu fahren. Allein,damit das erledigt war,bevor`s auf dem Treffen voll wird.
Zudem brauchte mein Magdeburger Beifahrer unbedingt neue Kippchen,denn an ungarischen Tankstellen werden keine Zigaretten verkauft! Auch das zur Info an Euch, Zigaretten gibt`s nur in extra Tabakshops ,sofern man über 18 ist.
Gesagt getan,Roberto und Jimmy hielten die Stellung,Daniel nahm Tilo und mich im Kalina Kombi mit auf Besorgungsfahrt nach Soltvadkert City. :-)
Auf den zwei Kilometern dorthin sahen wir ertsmals die nährere Umgebung bei Tageslicht.
Flaches Land und überall bis an den Horizont Weinanbaugebiete. Deren Eigentümer wohnen in grösseren Palästen und Villen, welche inmitten auf 10.000Q Quadratmeter grossen Anwesen stehen.
Und rechts,links,dahinter Weinanbauflächen soweit das Auge reicht.

Zunächst steuerten wir in Soltvadkert den erstbesten Tabakshop an,pro Schachtel ungarische Zigaretten ca 3 Euro umgerechnet.
Dann weiter zum nächsten Discounter der ortsüblichen COOP-Kette. Hier gibt`s ansich alles das,was man auch bei uns bei REWE & Co bekommt. Coca-Cola aus Ungarn,Sekt,sämtliche Getränke,alle Lebensmittel,wie wir`s kennen.
Einheimische Produkte sind sehr günstig für uns,und klar,es gibt auch Nutella für umgerechnet 3 Euro pro Glas,was sich wohl die wenigsten Ungarn leisten werden....
Nur zwecks eingelegtem Grillfleisch wurden wir hier nicht ganz fündig,daher fuhren wir noch ein gutes Stück weiter,um vielleicht `nen grösseren Einkaufsmarkt zu finden.

Im Strassenverkehr begegnet man reichlich bekannten Autos. Ladas sind hier ein normales Bild. Meistens sieht man 2105 , 07er und dreitürige Samaras. Alle als Mittel zum Zweck,manche mit Dachgepäckträger oder mit Anhänger ,andere mit Schlamm bespritzt oder gepflegt,auf jedem grösseren Parkplatz sieht man hier und da Ladas stehen,kein grosses Problem,neben einem 2105 zu parken.
Ansonsten kommt auch mal ein Trabi entgegen, 1,3er Wartburg sind keine Seltenheit,zudem sahen wir `nen 105er Skoda,einen parkenden Wartburg Tourist als 2-Takter und später sogar `nen hellblauen Dacia 1310TX.
Die grosse Masse sind selbverständlich neuzeitlichere Westautos,die gut und gerne auch schon 20 Jahre alt sind. Sehr populär ist wie in CZ oder Polen der Renault Thalia und der altbekannte Suzuki Swift als Limo.

Wir fanden einen wesentlich grösseren Supermarkt aus der TESCO-Ket


Zuletzt bearbeitet: 15.09.16 00:44 von Martin_Potsdam




...TESCO-Kette,identisch in Angebot und Aufbau wie Kaufland oder real in Deutschland.
Wechselstube und Klamottenläden gleich mit inbegriffen.

Gegen frühen Nachmittag kehrten wir mit vollem Kalina-Kofferaum zum Platz zurück,wo Roberto und Jimmy auf uns warteten.
Alles eingekaufte ausgeräumt und verstaut,dann festgestellt,wie staubig unsere Autos schon waren....
Kein Problem,denn neben unserem Stromanschluss hatten wir schräg gegenüber bei den lettischen Nachbarn auch einen Wasseranschluss! :-)
Und Putzutensilien plus Wascheimer hatte ich eh` dabei,ist klar! ;-)

Während ich meinen 21099 von gestrigen Insekten und Staub befreite und den Felgen samt Reifen zu show&shine-verdächtigem Glanz verhalf,kamen ununterbrochen mehr und mehr Ladas auf das Treffen. Der gesamte Platz und auch unser Zeltplatzweg füllte sich zusehends,wir bekamen linker Hand ungarische Nachbarn.
Desweiteren verbesserten wir unser Zeltlager mittels Lada-Wimpelketten u.ä..

Der LCH scheint eine ziemlich grosse Sache zu sein,mit vielen Mitgliedern.
Die unübersehbare Mehrheit bilden heckgetriebene Ladas,mit Abstand am meisten ist der 2105 vertreten. Selbverständlich gibt`s dazu sehr viele Shigulis, 2103er , 2106er und natürlich auch viele 2107. 2102 und vor allem 04er findet man dazwischen.
Der dreitürige 2108 scheint weiter verbreitet zu sein als der Fünftürer,es kamen Vergaser-Samaras und 1500i und sogar zwei Cabrios.

Die Wartezeit im Stau vor der Einfahrt vetrieben sich einige 2105 -und 2107-Spezialisten mit ersten Showeinlagen,sprich anfänglichen Burn outs mit qietschenden und qualmenden Hinterrädern.
Entsprechede Geräuschkulisse mit weissen Nebelwolken inklusive. Bei LCH-Treffen offensichtlich nichts ungewöhnliches,bei uns oder auf CZ-Treffen sicher nicht so ratsam. ;-)
Wie mittlerweile der Asphalt der Zufahrtsstrasse aussah, könnt Ihr Euch wohl denken !
Dazu die gut basslastige Unterhaltung von der Showbühne her .

Zeit zum ersten Mal baden im angrenzenden See.
Badeshorts in knielänge an und ab ins Wasser,schliesslich hatten wir absoluten Sonnenschein und 30 Grad,was jedoch auf dem Zeltplatz unter den Bäumen gut auszuhalten war.
Das Wasser war zwar etwas trübe,fast wie vom Sommertreffen bei Jena bekannt,nur nicht grün,eher braun. :-)
Aber so schlimm war`s nun auch wieder nicht,Sichttiefe war schon so um die 20-30 cm. Der See ist recht gross,man kann Tretboot fahren und auf `ner 40 Meter langen Rutsche ins Wasser rauschen.

Derweil war es späterer Nachmittag,die ankommenden Ladas stauten sich Stossstange an Spoiler, laute Rennauspuffanlagen,qualmende Hinterräder ,überall stürmten Leute gerade dorthin,wo jemand Show machte und wo`s was auf die Ohren und vor die Handy Cams gab.

Nachdem baden schnappte ich mir meinen 099er und drehte per Auto eine erste Kontrollfahrt durch die Reihen übers Gelände.
Mal die anderen Samara-Freaks abklappern und besuchen.
Ich gesellte mich zu zwei ungarischen Tuning-2108 für erste Fotos.
Gegenüber stand ein 1500i-Dreitürer mit 250 PS ,links neben mir ein gut gemachter 2110,mit vernünftig vergrösserten Radläufen hinten,fetten Felgen drauf und Fahrwerk drin ,sozusagen eine richtig geile Decjatka,optisch schon fast einem Subaru Impreza ähnlich.

Einige Meter weiter drei Typen mit ihrem schwarzen Tuning-Dreitürer,tief auf die Erde gezogen und dazu nur 13 Zoll-Felgen.
Mittels Höchsdrehzahlen im Stand und jeweils kurzer Zündungabschaltung liessen die`s ordentlich krachen,besser ohrenbetäubend aus`m Endrohr knallen.
Ok,nichts besonderes für all diejenigen, die bei uns schon mal auf diversen Tuningfestivals wie Wild Wild East oder beim VW-Blasen gewesen sind. ;-)
An dieser Stelle sei gesagt,dass die Verständungung untereinander die grösste Hürde darstellte.
Denn,englisch können die meisten Ungarn gar nicht bis nur sehr wenig. Und russisch noch weniger.
Im Prinzip das gleiche Problem wie in CZ.

Wieder in unserer Reihe angekommen und geparkt,bin ich mit Daniel und Jimmy auf `ne nächste Fotorunde zu Fuss übers Gelände gestartet.
So,und mit einem Mal fuhr mein offensichtlicher Zwillingbruder an uns vorbei...
Ich musste echt zweimal gucken,aber es stimmte,ein aufgebauter und verspoilerter 21099 als 1500i,in weiss ,tiptop geputzt ,mit schwarzen Scheiben und schwarz-silbernen Felgen.
Ich stürmte hinterher,gab dem Fahrer zu verstehen,dass er ja voll die geile Pornokarre fährt und auch ich mit nem Dewjat-Dewjat aus Germany hier bin.
Ich weiss nicht,ob er das alles so recht verstand,er fragte mich nur was mit "where is Samara parking here?".
Ich sagte "please drei Minuten warten here",stürmte zurück,holte meinen Lada und nahm sozusagen den weissen 21099er ins Schlepptau zu unserer Reihe. Natürlich nicht,ohne erstnoch an den anderen Samara-Homies vorbeizukommen. :-)

Wir bogen in unsere Reihe ein,Daniel& Co waren mittlerweile auch wieder zurückgekehrt.
Nun musste noch`ne Parklücke neben mir geschaffen werden,Daniel und unsere ungarischen Nachbarn erkannten die Lage,beide rückten Kalina bzw 01 etwas zur Seite,damit die beiden 21099 auch nebeneinander stehen durften. :-)
Mein neuer Bekannter war der Zoltan aus Ungarn und wir hatten uns natürlich ne Menge zu erzählen bzw die Autos zu zeigen.
Der Kofferaum seines 21099 ist top ausgebaut mit fetter Bassbox drin,im Gegensatz zu mir alle Kabel unsichtbar verlegt,LED-Instrumentenbeleuchtung,schwarzer Himmel im Innenraum, irre Soundanlage inklusive,alles glänzt durch geilste Kunsstoffpflege-Sprays,gepaart mit Wunderbaum-Flavour ohne Ende.
Aussen auch mit Seitenschwellern und Spoilerstossstangen in Wagenfarbe,nur tiefer muss er noch. Dahingehend konnte ich wieder mehr punkten,genau wie vom Auspuffsound her.
Sozusagen voll das 21099-Battle.

Diese Megasensation meines /unseres Lebens wurde natürlich von Zoltan und mir jetzt erstmal begossen,Ihr versteht.
Jimmy drehte als Demo meine Anlage auf,aber die von Zoltan ist doch noch etwas krasser.
Im Player hatte er seinen offensichtlich grössten Lieblingstrack,nämlich den mittlerwele 6 Jahre alten und deutschen Hit vom Hamburger DJ Alex Christensen "Du hast den schönsten Arsch der Welt".
Wahrscheinlich bezog Zoltan diesen Refrain auf den Karosserieabschluss vom Designwunder namens 21099 .... ;-)

Mittlerweile war es 20 Uhr und wir grillten auf Tilo`s Gasgrill zu Abend.
Ein Organisator des LCH kam zu uns und erklärte,dass wir uns ab 20.30 an der Showbühne einfinden sollten,zwecks Vorstellung der angereisten Lada-Freunde aus dem Ausland,ein paar Infos auf englisch geben,von wo her,wie weit die Anreise,wieviel Leute und mit welchen Autos.

Mit dem Essen beeilt,dann ab zu genanntem Termin. Vor der Open-Air-Bühne hatte



...Vor der Open-Air-Bühne hatten sich schon reichlich viele Besucher des Treffens eingefunden,wir weithergereisten warteten seitlich auf unseren Auftritt.
Als erstes stellten sich zwei Lada-Fahrer aus Finnland vor,die mit ihrem Shiguli die weiteste Anreise hatten.
Danach kamen Lada-Fahrer aus Bulgarien und aus Serbien,dann stellten sich die 6 Letten vor und zu guter Letzt sagte Tilo einige Worte über uns auf englisch ins Mikro.
Einer der Moderatoren des LCH übersetzte das gesagte in ungarisch für die Zuschauer.

Wummernde Musikanlagen aus Autos und dröhnende Lada-Motoren waren als permanente Geräuschkulisse auf dem Treffen allgegenwärtig.

Gegen 21 Uhr ging die erste fette Lada-Party im Leichtbauzelt an den Start. Mehrere DJ`s waren am Werk,die Bude war voll,die ausgeschenkten Getränke nicht teuer und Bassbeats mit Discogeflacker ohne Ende.
Für manch einen unter Euch vielleicht nicht ganz vorstellbar,aber ein wenig am Ende war nachts um eins dann irgendwie meine Stimme.....
Aber,alles sollte gut werden....
Gegen zwei Uhr nachts gingen wir zum schlafen in unsere Zelte.

Ende Teil 2







Fehlt eigentlich nur das eine oder andere Photo :-)

Vorwärts immer, Rückwärts nimmer....
www.team-hilfskraft.de


Teil 3

@ Lada_for_Afrika : Ja,das stimmt,leider fehlt mir dazu das gewusst wie....
Daniel_aus_PM will aber zur bildlichen Untermalung ein paar Links setzen.
Wer nicht länger warten mag,der kann ja bei youtube schonmal gucken unter: "Lada Talalkozo Soltvadkert 2016 " oder "Lada Meeting Soltvadkert 2016"

Samstag Morgen ,der 27. August

Geschlafen hatte ich für meinen Teil einigermassen gut,und zum Glück hatte ich auch keinerlei Kofschmerzen von letzter Nacht.
Halb wach war ich zwar schonmal früher,es muss wohl gegen halb sieben gewesen sein. Irgendein Scherzkeks störte die morgendliche Ruhe mehrfach mit seiner Alarmanlage,analog dem Morgen zuvor. Komische und aufdringliche Töne aus der Ferne ,Geräusche wie im Affenzoo, gepaart mit Pistolenschüssen und US-Polizeisirenen. So,als ob Colt Sievers jeden Moment um die Ecke kommen würde . :-)
Aber egal, unabhängig jeder Uhrzeit machen irgendwelche Spassvögel auf solcherlei Events immer ihren Quatsch, und das ununterbrochene Dieselgeneratoren-Geknatter auf dem Pütnitzer Treffen im Sommer hatten wir schliesslich auch überlebt.

Einen ersten Kaffee von Tilo zum wach werden,dazu etwas frühstücken unter unserem Pavillion. Zudem wieder bestes Wetter ,genau wie die Tage zuvor.
Gegen Vormittag bekamen wir unverhofft und dennoch alseits bekannten Besuch. Mit einem Mal stand Tamas aus Dresden bei uns!
Er war in diesen Tagen nach eigenen Angaben beim Opa bzw bei seiner Familie in Ungarn zu Besuch,klar,dass er bei dieser Gelegenheit sich Opas Lada schnappte und für `nen Tag nach Soltvadkert kam.
Desweiteren besuchten und begrüssten uns tschechische Lada-Freunde,einmal Pawel samt Freundin mit Priora aus Brno,desweiteren waren Honza und Janetta am Samstag Morgen mit ihrem 1700i -07 angekommen.

Stichwort Anreise: Diese war Samstag Vormittag ununterbrochen,es kamen reihenweise immer mehr Ladas auf den Zeltplatz gefahren.
Der ungarische Lada-Importeur baute sich bei der Show-Bühne auf und hatte 3 neue Ladas zur Präsentation dabei. Einen Granta Schrägheck,einen Kalina und den Niva Urban.

Daniel und ich drehten zu Fuss mit Fotocam eine erste Platzrunde an diesem Samstag. Da ich mein Lada-welt -Shirt anhatte,wurden wir hier und da als aus Deutschland kommend erkannt und teilweise angesprochen.
Insbesondere von zwei ungarischen 2104-Fahrern,die sich nach unseren Autos und unserer langen Anreisefahrt erkundigten. Wir konnten uns halbwegs in englisch unterhalten und sie fanden es anerkennend toll,dass wir nach Soltvadkert gekommen waren.
Richtig punkten konnten wir bei den beiden,als ich erzählte,dass es in Deutschland sogar einen Ikarus-Bus-Club gibt,der nicht nur Treffen organisiert,sondern auch Fahrten in die Heimat der ungarischen Busse unternimmt.
Jedenfalls wurden wir umgehend von den beiden 2104-Fahrern an ihren geöffneten Kofferaum eingeladen,eher genötigt,um mit ihnen Weisswein zu trinken.
Allerdings kam dieser nicht aus `ner Flasche,sondern aus `nem Ablasshahn eines 10-Liter-Kanisters .
Einer der beiden Gastgeber hatte im Gesicht zudem schon die gleiche Farbe wie ihr roter 2104..... ;-)
Nachdem zweiten Becher konnten wir uns von den beiden doch erstmal verabschieden und weitergehen,immerhin drehte besagter Wein aus dem Kanister merklich und schliesslich war es Samstag Mittag in ungarischer Augustsonne....

Von der Open Air Showbühne gab`s ununterbrochen Clubsounds auf die Ohren ,unten bzw davor gab`s Kinderbelustigungen für die Kleinsten und Spässe für die Grösseren,moderiert und kommentiert von einem LCH-Mann am Micro.

Zum Mittag `nen fetten Burger geholt und weiter Autos geguckt.
Spektakulär war eine Rennmaschine,ein regelrechtes Monster auf Shiguli-Basis.
Ein ungarisches Tuning-Team hatte einen 2,8er VR6-Motor von VW in eine 2101er Karosse gequetscht.
Ab Werk hat besagter VR6 174 PS ,klar,dass Achsen,Bremsen und Räder bei besagtem Lada angepasst sind . An anderer Stelle fanden wir einen zweiten Lada mit implantierter Fremdtechnik,hier handelte es sich um einen 2103 mit `nem Diesel von Lanca oder Fiat.
Das waren dahingehend eher die einzigen Unikate,überall anders war auch Lada drin,wo Lada draufstand.
Öfter stand was von "Havassy" zu lesen, ist doch diese Firma bekannt für ungarisches Ladatuning im Technikbereich.
Mittlerweile war nahezu jedes Lada-Modell auf dem Platz zu finden,selbst 2111 und 2112er.

Zeit zum Baden im See und natürlich zum Autoputzen,mein bester Freund war eh` eine Silikonspraydose.
Zumindest für die Reifen. :-)
Nach wie vor ständig neu ankommende Ladas auf dem Treffen, traktionlos rauchende Hinterräder auf dem Zufahrtwegs mit entsprechender Geräuschkulisse.
Letzteres wurde von ein paar LCH-Freaks hier und da sogar "Frei Haus",besser "Frei Zelt" geliefert.
Ein 2102 stand gesichert auf einem PKW-Transportanhänger,welcher von einem Niva durch die Reihen gezogen wurde.
Allerdings drehten sich währenddessen die Hinterräder des 02 auf dem Hänger in teilweise Autobahngeschwindigkeit....

Ein weiterer Programmpunkt war das Sexy-Car-Wash ,vor der Showbühne machten sich zwei nahezu unbekleidete Damen mit reichlich Wasser & Schaum über einen Shiguli her.

Nächster Programmpunkt sollte das oder die (?) Lada-Limbo sein. Limbo kennt evtl manch einer unter Euch,es ist dass zu Fuss unterqueren eines sich tief & waagerecht befindenden Stabes.
Hier und heute natürlich nicht zu Fuss und mit Verränkungen ,sondern mit Ladas.
Nach jeder durchfahrenen Runde legt die Jury die Stange zwischen zwei Pfosten tiefer,und wer möglichst viele Runden durchkommt und demnach den tiefsten Lada hat,der gewinnt diese Aktion.
Das ganze Spektakel fand auf einem asphaltiertem Platz des Camping-Areals statt,viele Ladas machten mit und stellten sich an.
Die erste Runde verlief noch halbwegs einfach,lag besagter Stab noch nicht zu tief.
Jimmy war allerdings nicht davon abzubringen,dass wir und hier jetzt auch mitmachen....
Ok,also haben wir meinen 21099 geholt und uns mit eingereiht.
Wie gesagt,erste Runde war kein Problem,aber schon in der zweiten schien es höhenmässig eng zu werden.
Ich hatte den Blitzeinfall, schnell zwei geeignete Mitfahrer ;-) für die Rückbank klarzumachen,damit wir ingesamt noch tiefer in den Federn stehen.
Wir fanden unter den Zuschauern zwei erstbeste Typen mit sozusagen nicht gerade ganz trainierter und beach-tauglicher Figur, die zwei verstanden sogar unser Vorhaben,aber sie gaben uns fuchtelnd zu verstehen,dass weitere Mitfahrer nicht gelten.
Somit wurde es knapp in Sachen Höhe,es hätte sogar geklappt,aber mein Glashubdachrahmen war letzendlich doch `nen Millimeter zu hoch. Die Leute von der Jury guckten ganz genau und passten auf,dass es keinerlei Berührungen mit Dach



... und Lack gab.
Lediglich Dachantennen durften höher sein bzw wurden ignoriert.
Absolute Sieger der Limbo waren letztendlich zwei weisse 2105. Beide extrem tief auf dem Asphalt ,mit kleinen ATS-Felgen und wenig Gummi zwischen Felge und Strasse.

Inzwischen ging es auf 19 Uhr zu,und dann kamen die Samara-Fahrer zu ihrem eigenen Auftritt . :-)
Serbische 2108-Fahrer hatten beim LCH angefragt,ob sich nach 19 Uhr die Samaras auf dem Asphaltplatz versammeln durfen.
Sozusagen die Samaras unter sich,zwecks Präsentation, Fotoaufstellung und selbstgefälliger Bewunderung unter Gleichgesinnten. :-)
Seitens des LCH kein Problem,ab 19 Uhr hatten wir den Platz für uns ..... :-)
Zoltan und ich mit unseren Limos nebeneinander, rechts und links umgeben von Drei -u. Fünftürern.
Einfach nur zu geil,jetzt hätten wir gerne die Zeit angehalten.
Und ja,ich denk` schon,dass wir hier mit unseren 21099ern was abgeräumt hätten,hätte es an dieser Stelle `ne Bewertung seitens des LCH gegeben.

Nach beendetem Samara-Fotoshooting fuhren Zoltan und ich in unsere Platzreihe zurück,wo Roberto & Co den Grill inzwischen anhatten und wir sogleich essen konnten.
Wie über die gesamten Tage kamen auch jetzt immer wieder Ladafahrer zu uns,um sich unsere Autos anzusehen.
Also Fachgespräche mit Händen und Füssen.
Insbesondere Daniels Kalina Kombi stiess auf reges Interesse,ungarische und bulgarische Besucher liessen sich vor unseren Ladas fotografieren,brachten gut gemeint Hochprozentiges zu trinken mit und meinten sogar "Congratiolations!" zu mir.....

Derweil kam die Open-Air-Party auf der Showbühne in Gang.
Als erstes traten die Rap-Stars namens Fellepök auf. Jo,cooles Hiphop-Konzert,sozusagen kleine Bushidos aus Ungarn.
`Ne Stunde später bzw im Anschluss traten solche Inlands-Grössen wie Ufo,Kozmix und Unique auf,wohl vergleichbar mit Helene Fischer ,Bob Marley & Co ,nur ebenauf ungarisch.

Das gesamte Open Air ging bis ca 24 Uhr,anschliessend gab`s ein Höhenfeuerwerk überm Badesee im Backround.
Danach ging die Party mit drei DJ`s nebenan im Leichtbauzelt weiter.
Die Musik war laut,die Bude voll,die Getränke billig,Zoltan hatte derweil `nen weiteren Kumpel namens Peter angeschleppt,der die nächste und nächste Runde auf uns und das Treffen ausgab.
Einige der anfangs erwähnten Zeltplatzgaststätten hatten selbst zu dieser Zeit noch offen,auch hier konnte man mitten in der Nacht einkehren.

Irgendwann ging es auf drei Uhr zu, zumindest für Daniel und mich war`s Zeit zum Schlafengehen.

Ende Teil 3





Bilder hochladen bei picr

Link hier einfügen.

So einfach ist das ;-)

Vorwärts immer, Rückwärts nimmer....
www.team-hilfskraft.de


Teil 4

@ Lada_for_Afrika:
Danke für den Tipp zu "picr",
aber leider bekomm` ich das absolut nicht hin.... :-(
....was hochladen,`nen Link setzen ,was einfügen....
Von sowas hab` ich einfach mal gar keinen Plan. :-(
Aber ich hoffe doch,dass mit Hilfe von dem einen oder anderen hier aus`m Forum noch `n paar Fotos zu sehen sein werden..

Sonntag Morgen, der 28. August

Sonntag Morgen ist relativ,als wir aufwachten,war es eher schon Sonntag Vormittag.
Selbverständlich wurden wir früh morgens gegen halb sieben wie gewohnt durch merkwürdig-nervige Alarmanlagenmelodien und Affenzoogeräusche mehrfach in den Halbschlaf versetzt,aber was soll`s,erstmal aus den Zelten geklettert und durchgezählt,ob nach letzter Partynacht alle wieder da waren. :-)
Dem war so,am Tisch unter unserem Pavillion und zum Klarkommen erstmal `nen Kaffee aus Tilos Reiseküche und was zum Frühstück aus Robertos Vorräten.

Gegen Mittag `ne erste Runde zu Fuss übers Gelände gedreht ,unsere tschechischen Lada-Freunde schienen noch zu schlafen..... :-), wir guckten weiter,was ungarische Lada-Teilehändler so alles zum Verkauf anboten.
Hier gab`s einige Sachen,beispielweise GFK-Frontspoiler für Shigulis, normale Verschleissteile ,Sportauspuffanlagen,russische 2107-u. Samara-Tuningrückleuchten,Lada-Modellautos usw usw

Zum Baden im See bzw zum Chillen am Wasser nahmen wir uns am Sonntag mehr Zeit als an den Tagen zuvor.
Gegen frühen Nachmittag waren wir unter den Zuschauern an der Showbühne,schliesslich fand jetzt und hier der Sound-Check bzw der Bassdruck-Contest der Musikanlagen statt.
Moderiert von `nem der LCH-Mann am Mic ,ein anderer platzierte `nen Sensor oder Mikro im jeweiligen Auto,mittels spezieller Messung gab`s ordentlich was auf die Ohren bzw auf die Anzeige.
Bei so manchem 05 oder 07 konnte man denken ,dass jeden Moment die Scheiben rauspringen.

Für Sonntag Nachmittag stand der nächste und für mach einen der wohl auch spektakulärtste Programm-Punkt auf dem Plan.
Denn,ab 15 Uhr hiess es "Gummifest"....
Manch einer ahnt es vielleicht schon,und ja,so war`s dann auch....
Driftshow auf dem Asphaltplatz und Reifenbrennen,dass es nur so qualmt und die Gummifetzen fliegen.
Dazu waren einige Lada-Teams am Start,und diese hatten meistens alte Stahlfelgen mit entsprechenden Reifen an den Hinterachsen.
Da war es offensichtlich,dass es extra Reifen zum Showmachen und zum Runterbrennen sind.
Einige Ladas hatten extra `ne Hinterachse mit gesperrtem Differential eingebaut. Denn so klappt`s mit`m Driften besser... ;-)
Beim Burn out wurde von der LCH-Jury die Zeit gemessen, die diverse Tuningteams brauchten,bis der oder die jeweiligen Hinterreifen sich geräuschvoll zerlegten.

Gegen 17 Uhr war dann auch dieses Spektakel vorbei ,an der Showbühne gab`s `ne Abschlusskungebung seitens des LCH.
Insgesamt gesehen würde ich schätzen,das ca 200-300 Autos an diesem Wochenende auf dem Treffen waren.

Inzwischen setzte eine unübersehbare Abreisewelle ein.
Sicherlich hatten viele ungarische Ladas noch`n gutes Stück Heimfahrt vor sich,unsere tschechischen Lada-Bekannten hatten sich schon am frühen Nachmittag von uns verabschiedet.

Somit wurde es erstmals ruhiger auf dem Zeltplatz,Zeit für uns zum Essen zu gehen.
Das taten wir an einer der genannten Strandgaststätten,die selbst Sonntag abends hier geöffnet sind.
Wir bestellten uns ungarische Langos und Gyros Pita.
Den Abend verbrachten wir fünf unter unserem Pavillion,die letzten Ladas fuhren vom Gelände,einige winkten uns zum Abschied noch zu, eine Veranstaltungsfirma rückte an,um mit dem Abbau der Showbühne und des Discozeltes zu beginnen.

Damit war das diesjährige Lada-Treffen in Soltvadkert zu Ende,eigentlich viel zu schnell,obwohl wir doch schon seit Donnerstag Abend hier waren.
Und Lust,am nächsten Tag nach Hause zu fahren,die hatten wir auch nicht wirklich.... ;-)
Aber was soll`s,wir machten einen ruhigen Abend unter unserem Pavillion,gegen 23 Uhr kletterten wir in unsere Zelte.
Vom seinem Handy bzw aus dem www las Jimmy uns noch extra 2 Gute-Nacht-Geschichten vor. Diese waren allerdings ab ü-18 und hatten die Folge,dass wir alle immer wacher waren,wurden..... ;-)

Eingeschlafen sind wir trotzdem irgendwann,und diese Nacht zu Montag war letztendlich auch die ruhigste seit vergangenem Donnerstag,schliesslich waren wir mit unseren Zelten und Autos alleine auf dem Platz.

Montag Morgen,pünktlich gegen halb sieben in der Frühe ,wurden wir wieder von den bekannten Alarmgeräuschen mit Pistolengeballer geweckt.
Allerdings waren wir alleine auf dem Platz,alle anderen Treffen-Teilnehmer längst über alle Berge,nur besagte Geräusche wiederkehrend zu hören.
Beim ersten Kaffee kamen wir auf Rätsels Lösung: Na klar,das waren Vogelverscheuchmaschinen. In der näheren Gegend auf den Weinanbaufeldern befindliche Lautsprecher,damit die Vögel die Weinreben in Ruhe lassen.

Montag Vormittag,Zeit zum packen,Zelte,Pavillion,alles eingeladen und angehängt,gegen halb 12 verliessen wir als letzte den legendären Campingplatz.
Bei heissen 30 Grad ging`s in gewohnter Kolonne Richtung Autobahn.
Bei Kecskemet an einem Tesco-Supermark-Center ein erster Zwischenstopp,hatte doch Tilo `ne ungarn-spezielle Einkaufsliste von zu Hause mitbekommen,Kippchen für meinen Magdeburger Beifahrer gab`s in einem versteckt zu findenden Tabak-Shop.

Dann ab auf die Autobahn in Richtung Budapest und Györ,reichlich Verkehr dazu.
Hinter Györ ein Zwischenstopp zum Tanken,etwas später eine Pause bei Mc Donalds,dazu für einige Kilometer die Autobahn verlassen.
Man sieht nach wie vor die aus DDR-Zeiten bekannten Ikarus-Busse im Liniendienst,aber auch neue.
Die neuzeitlichen Ikarus entstehen in Kooperation mit Raba. (Raba war früher LKW-Herrsteller und damals wie heute Baugruppen u- Achsenhersteller.)

Zurück auf die Autobahn und in Richtung Grenze Östereich bzw Slovakei. .
Kilometerweit vor der Grenze nach Österreich stauten sich rechts LKW an LKW aus Ungarn,Rumänien,Serbien,Türkei,Bulgarien usw.
Grund sind die wieder eingeführten Grenzkontrollen nach Österreich. Zum Glück konnten wir langsam links vorbeifahren und den Abzweig in Richtung Grenze zur Slovakei nehmen.

Mittlerweile war es Nachmittag, ab jetzt rollte alles problemlos und unsere Vignetten hatten ja noch ihre Gültigkeit.
Vorbei an Bratislava ,dann weiter nach CZ,Brno und weiter Richtung Prag.
Mitten in CZ wurde das Wetter erstmals schlechter,ein übelster Regenschauer brachte `nen Temperatursturz von 15 Grad.
Auch hier dichter Verkehr und wie auf der Hinfahrt kilometerlange Baustellenabschnitte .


Zuletzt bearbeitet: 29.09.16 22:06 von Martin_Potsdam


In einem solchen hatte am Berg ein Liaz mit zwei schweren Hängern mächtig zu ziehen,aber wir liessen uns Zeit und blieben dahinter.
Gegen 19 Uhr machten wir `nen weiteren Zwischenstopp an einer Autobahntankstelle kurz vor Prag,wir spannten bei Robertos 2106 den Keilriemen nochmal nach.
Diesen hatte nämlich Roberto auf dem Treffen in Ungarn durch einen neuen ersetzt.
Mittlerweile waren wir seit Mittag nun schon 600 Kilometer gefahren,daher diese vorsorgliche Aktion im Taschenlampen u- Tankstellenlicht.

In Höhe Prag verabschiedete sich Tilo von uns,da er sich ab nächstem Tag mit seiner Freundin hier traf,welche extra nach Prag geflogen kam.
Somit fuhr ab jetzt Roberto samt Anhänger vorneweg,Daniel und ich mit Jimmy hinterher.
Genau um Mitternacht kamen wir an Dresden vorbei,Dresden-Neustadt ab und bei McDonalds eingecheckt.
Wir waren die einzigsten Gäste,gut,dass der Schuppen überhaupt offen war.
Unsere drei Ladas vor der Tür geparkt und zu Abend gegessen. :-)

Dann trennten sich unsere Wege,Roberto fuhr Richtung Berlin @home,der Kalina und der Samara fuhren weiter in Richtung Wiesenburg/Brandenburg bzw Magdeburg.

Dienstag früh gegen 3 Uhr waren wir nach 2.200 Kilometern wieder wohlbehalten zurück!

Ende Teil 4, Ende der Story.

Ich hoffe,dass ich Euch hiermit `nen kleinen und vorstellbaren Einblick ins Thema Lada-Meeting Ungarn geben konnte.
Vielleicht kommen ja nächstes Jahr weitere Ladas aus Deutschland mit uns.
Leider müssen wir noch 47 Wochen warten.... :-(

@ Tilo,Daniel,Roberto&Jimmy: Und hey,danke für die geilen Tage mit Euch! :-)

Gruss,Martin aus Potsdam
2107,2108,21099









So Martin, vielen vielen Dank für deine Mühe und deinen wirklich kurzweiligen Bericht!!!
Gerade bei deiner Schilderung der Rückreise kamen wieder Erinnerungen aus Kindheit und Jugend hoch an die Reisen mit den Eltern an den Balaton. Mit Mossis und schwerem Eigenbauwohnwagen, später mit Lada und zuletzt bis zur Wende mit dem Dacia und Qek junior im Schlepp durch die CSSR. In den ersten Jahren gab es die AB von Prag nach Bratislava noch nicht und in Bratislava war sowieso Schluss mit Autobahn bis zum Balaton. Da waren immer 2 Übernachtungen angesagt, später nur noch eine. In der CSSR gab es eigentlich immer schlechtes Wetter - wie bei euch jetzt, auch im Juli Regen, Regen, Regen.
Ja, an vieles erinnere mich jetzt wieder beim Lesen deines Berichtes: unsere Mossis hatten trotz 75 PS hoch nach Zinnwald schwer an dem großen Eigenbauwohnwagen zu schleppen und auf den Steigungen bis nach Prag (alles Landstraße)überholten oft erstaunlich schnelle Liaz, aber Tatra Kipper mit vollen Anhängern quälten sich vor einem mit 20 km/h die Berge hoch. Später, 1988/89, als ich ab 18 dann im Dacia meine Familie nach Ungarn kutschierte, musste dieser vollbesetzt den Qek mit 100 auf der AB ziehen und trotzdem zogen immer mal Liaz-Sattelzüge vorbei zu meiner Verwunderung. Und ab und an rauschte manchmal was schwarzes mit ca. 180 heran - Tatra 613 hießen die Flugobjekte einer in der DDR unbekannten Dimension. Auf den Campingplätzen gab es lecker Knödel mit Schweinebraten oder die leckersten Schnitzel. Abends (ab Jugendweihealter)leckeres Tschenbier aus dem 0,5 Liter Pappbecher. Irgendwo vor Bratislava gab es einen Campingplatz mit einem ausrangierten Passagierflugzeug, sehr beeindruckend aus der Perspektive eines Kindes. Und dann fuhren da auch so merkwürdige Autos: weinrote, ganz eckige Renault (Bulgar Renault 8, Motorräder mit Dach auf 3 Rädern (Velorex), es gab S100 mit 2 Türen (S110R), diese schnittigen Skoda Garde u. Rapid und ganz viele Skoda Lieferwagen und genau den Skoda-Krankenwagen, den ich 1976 von den Eltern als Spielzeug geschenkt bekommen habe. Und es gab vergleichsweise viele Westautos mit tschechischem Kennzeichen, v.a. Renault 5, aber auch 9 und 11.
Manchmal hab ich immer wieder einen Tagtraum: Ich fahre mit meinem aktuellen Lada 2103 und seinem großen Motor durch die Tschechei auf den Spuren meiner Kindheit, überhole die 120er Skodas, die uns früher immer am Berg stehen ließen, bin in den grauen, tschechoslowakischen Städten der 70er und 80er unterwegs und mampfe abends in der Kneipe die böhmischen Knödel, die nirgends sonst auf der Welt so unnachahmlich schmecken... Ach wenn man die Zeit ab und an mal zurück drehen könnte ...

Also Martin, ganz großes Lob für soviel Mühe!!!



So,Leute,
die oben genannten 47 Wochen sind fast um.....

Somit kurze Erinnerung & Info vorab,übernächsten Donnerstag,den 24.8., geht`s in aller Frühe wieder los:

25.-27. August Lada-Treffen Soldvatkert / Ungarn

Bisher sind wir 5 Ladas mit 7-8 Leuten.
Also,wer am betreffenden WE noch nichts besseres vorhat.....
Je mehr Ladas,desto spektakulärer unsere Anreise zum wohl grössten Lada-Festival der EU,
tausendsechzig KM von Süd-Berlin,halbe Strecke zwischen Budapest & Belgrad.
Geplante Rückfahrt ab Montag,28.August.

Leider gibt`s dieses Jahr eine terminliche Überschneidung mit der um eine Woche vorgezogenen OMMMA.... :-(
Aber,wer Ungarn erlebt hat,der kann`s verschmerzen.....;-)

Martin aus Potsdam
2107,2108,21099,21099

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