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Thema: Rostlaube importieren:-(


Hallo,
der 2101 hat mal meinem lieben Opa gehört.
Der Opa ist nun seit 3,5 Jahren nicht mehr da, so will ich als Andenken sein Auto rüber holen.
Das Auto war bis zum Schluss fahrbereit. Nach 3,5 Jahren in der Gerage ist leider nicht so viel vom Auto geblieben.
Karosserie ist wirklich in einem miesen Zustand (bin realistisch), vorne unten bei dem Wagenheberaufnahmen ist das so schlimm, dass der Wagenheber das Fahrzeug nicht anhebt, sondern kaputt macht.
Hinten sieht das Auto etwas besser aus.
Türen sind unten alle kaputt :-(

Motor läuft nicht.
Ich schätze der Vergaser ist defekt und die Kolbenringe auch.

Da das Geld für mich eine untergeordnete Rolle spielt, wollte ich fragen, ob man das Auto noch herrichten kann.
Budget wären etwa 50t Euro da.

Habe gesehen, man bekommt einige Karosserieteile noch. So was wie Kotflügel. Aber was machen, wenn der Rahmen auch schon Probleme hat? Kann man das reparieren? Klar, man kann alles reparieren, aber ob das im Budget noch bleibt?

Eine Ferndiagnose ist schwierig, kann ich verstehen. Falls noch Fragen zum Zustand aufkommen- her damit.

Danke euch
Dmytro



Hallo Dmytro,

zunächst mal ein herzliches Willkommen hier.

Selbstverständlich läßt sich alles wieder reparieren.

Jedoch solltest Du Dir die Frage stellen, ob solch eine immense Investition in Zeit und Geld den ideellen Wert des Fahrzeuges rechtfertigt. Ich rede hier bewußt vom ideellen Wert, da ein materieller Wert kaum noch da zu sein scheint.

Fotos wären da schon eine große Hilfe beim Einschätzen über "Ferndiagnose".

Dann natürlich stellt sich die Frage, ob Du alles machen lassen mußt oder selbst über die nötigen handwerklichen Fähigkeiten und eine Werkstatt verfügst, in der auch komplizierte Karosseriearbeiten durchgeführt werden können.

Das von Dir angesprochene Budget reicht schließlich schon für eine kleine Lada-Flotte, selbst als Neuwagen.

Wenn Du ein solches Vorhaben tatsächlich durchführen willst, sollten also wirklich ernsthafte und realistische Gründe dafür sprechen. Denn, Idealismus und ein flüchtiger Traum reichen nicht aus.

Es gibt einige unter uns, die aus fast Nichts mit Rost drum herum wieder ein Schmuckstück gemacht haben. Und auch einige, die mit "Rostlauben" die schlimmsten Stunden ihres Lebens erlebt haben.

Wenn Du einzig und allein auf die Hilfe einer Fachwerkstatt angewiesen bist, dann könnte es am Ende besser sein, das Vorhaben zu vergessen.

Jedoch, ich will Dich nicht entmutigen!
Wäge also genau ab, bevor Du anfängst. Sonst könnte sich Dein Traum schnell in einen Albtraum verwandeln!

In diesem Sinne wünsche ich Dir maximalen Erfolg bei Deinem Vorhaben.

VG
Bernd

PS: Ersatzteile sind immer noch zu haben. Beim Durchstöbern des Forums findest Du auch die entsprechenden Bezugsquellen.

Lada Samara Bj.2003
Lada Niva Bj.2006
"Außergewöhnliches ist für uns normal!"



Hi Dmytro,

ich finde es großartig, dass Du ideelle Werte über monetäre Werte stellst. Das findet man heute leider nur noch selten. Das Andenken Deines Opas bewahren zu wollen, das verdient Anerkennung und Respekt. Und wenn Du über beliebige finanzielle Mittel verfügst, ist eine Totalrestaurierung eines Wracks auch kein Problem. Ich kenne 300 SL Flügeltürer, die im Prinzip nur noch aus einer Fahrgestellnummer bestanden und die heute wieder auf der Straße sind. Bei Deinem Budget von 50.000 € sehe ich da keine großen Probleme auf Dich zukommen. Teile bekommt Du mit dieser Finanzstärke alle. Notfalls musst Du eben einen Spitzenklasse 2101 kaufen und den schlachten. Für so einen 2101 kannst Du nicht mehr als 10.000€ ausgeben. Die Frage ist dann nur: was hat das restaurierte Auto, bei dem dann so ziemlich alles getauscht wurde, noch mit dem Auto Deines Opas zu tun?

Ich hatte mal ähnliches vor, ich konnte mich von unserem alten Familienauto (2103) nicht trennen. Am Ende war er so verrostet, dass tellergroße Löcher im Bodenblech waren und bei Regen das Wasser 3cm hoch im Auto stand. Bei den Türen konnte man auch unten durchgucken, der Motor verbrannte mehr Öl als Benzin usw. Ich erwog auch eine Totalrestaurierung, aber ließ es dann sein. Eben auch aus den Überlegungen, dass ja eh kaum noch was von dem alten Auto übrig bliebe. Ich fand für mich folgende Lösung. Ich habe mir einen Spitzenklasse und unverbastelten 2103 gekauft und dann habe ich mit viel Sorgfalt alle Teile, die in unserem Familienauto noch gut waren umgebaut. Innenausstattung, Lenkrad, Schlösser, Schalthebel, hauptsächlich all das, was eben auch meine Eltern einst angefasst haben. Heute kann ich sagen, meine Hand bewegt den Schaltknauf, auf dem schon 1979 die Hand meines Vaters ruhte. Und meine Augen sehen die gleiche Tachonadel, die ich schon als Neunjähriger beobachtet habe. Das ist für mich eine gute Lösung. Ausgegeben habe ich für alles am Ende ungefähr ein Fünftel Deines Budgets. Aber wie gesagt, Du kannst den Wagen natürlich auch totalrestaurieren lassen. Hol Dir ein paar Angebote von seriösen Firmen ein - für 50k€ findest Du da was.

Mit besten Ladagrüßen
Volker


Zuletzt bearbeitet: 12.02.17 21:17 von Volker


Wenn du die Kohle hast, dann mache es! Ich und meine Schwester haben damals diesen Weg auch gemacht! Kurzinfo: Es war ein wirtschaftlicher Totalschaden! Irgendwie konnte sich meine Schwester und danach ich uns nicht mehr trennen von das Auto! Somit haben wir uns die Kosten geteilt und wir haben einen Lada Samara Neuwagen! Schön, dass jemand dieses Projekt mitgemacht hat und nicht gesagt hat NEIN! Ich denke mal Martin aus Potsdam kann sich bestimmt noch an dieses Auto in Magdeburg erinnern? ;-)

Gruß
Andreas




Vielen Dank an Alle für die Antworten,

Volker hat das Problem komplett erkannt.
Wenn ich das ganze Auto neu mache, was bleibt denn noch vom Opas Auto über? Wahrscheinlich nicht viel.
Werde es aber trotzdem machen.
Da ich das selbst aus Zeitmangel und fehlender Praxis nicht machen kann/will, werde ich eine Firma beantragen.

Muss jetzt erst mal zusehen, wie ich das Auto hierhin bekomme.
Autotransport oder Schiff. Habe schon paar Firmen dazu abgeschrieben.

Vielen Dank
Werde ab und zu berichten.



Hoffentlich betrachten die ein altes Auto nicht als Sondermüll !

Und genauestens untersucht ( getarntes Schmuggelgut etc. ) wird es wohl bei der Einfuhr auch werden , da der Nomalfall ja umgedreht ist , das alte Autos aus Deutschland ausgeführt / exportiert werden .



Hoffentlich auch

Gerade den Transport geklärt.
Wird etwa 1400 euro kosten. Bin sehr positiv überrascht.
Abholung am Standort in einem Dorf und Abladung bei meiner Haustür. Sind etwa 2300km dazwischen.

Der Typ von der Transportfirma sagte am Telefon, das Fahrzeug muss in der Ukraine "verzollt" werden.
Ich dachte die Abmeldung reicht.
Verzollung in den Sinne ist das wahrscheinlich nicht, wird wohl eine bestimmte Operation mit dem Zoll sein.
Kann jemand dazu was sagen?
Leider lässt sich das schlecht googlen, da die Fahrzeuge meistens in die Ukraine importiert werden, aber nicht umgekehrt

Die Verzollung in DE ist klar.

Vielen Dank



Hallo Dmytro,

wenn ich Dich richtig verstanden habe, dann lebst Du in Deutschland und möchtest den Wagen nach dem Import auch hier behalten. Soll das Fahrzeug in Deutschland zugelassen werden?

Wichtig ist bestimmt, wem das Auto jetzt offiziell in UA gehört und zu welchem Zweck es nach Deutschland gebracht werden soll. Ich meine, ob es hier zum Privatgebrauch verbleiben wird, oder ob es nach der Restauration wieder zurück in die Ukraine gebracht werden soll.

Insbesondere des Eigentumsverhältnis an dem Fahrzeug könnte an der Grenze relevant werden, vor allem, wenn Du selbst nicht dabei bist. Vermutlich hat der Transporteur das mit verzollen gemeint? Ist das denn ein offizieller Spediteur? Der sollte sich mit solchen Vorschriften vor Ort auskennen. Wenn das nicht so ist, solltest Du Dir evtl. jemand anders suchen oder selbst vor Ort sein.

Ich habe die Frage mal im Deutsch-ukrainischen Forum gestellt, ob sich jemand mit diesen Abläufen auskennt (bin dort seit Jahren Mitglied). Falls was dabei rauskommt, gebe ich die Informationen gerne hier rein.

Viele Grüße
Reinhard

Автомобили ВАЗ для вас!
Счастливого пути!


Zuletzt bearbeitet: 14.02.17 10:38 von Reinhard


Hallo Dmytro!

Was spricht eigentlich dagegen, den Wagen in der alten Heimat restaurieren zu lassen?
Deine vorhandenen Mittel ermöglichen zwar durchaus, die Arbeiten in Deutschland ausführen zu lassen, aber die Kosten fallen mit Sicherheit deutlich höher aus.
Sicherlich gibt es in der Ukraine nicht nur schlechte Hinterhofwerkstätten, sondern auch fähige Fachbetriebe...

Grüße, Artur



Vielen Dank Euch für die Unterstützung.

@Reinhard
Genau, ich lebe in Deutschland und möchte das Fahrzeug hier restaurieren lassen und danach zulassen.
Zurück nach Ukraine geht das Auto nicht.

Ich habe mit mehreren Zoll Brokern in der Ukraine heute telefoniert. Leider ist das Volk drüben äußerst kompliziert und unhöflich. Eine einfache Auskunft am Telefon ist schwierig zu bekommen, oder die ist vorsätzlich falsch.
Die Broker wollen für die Abfertigung etwa 200$ haben. Leider konnte mit keiner von den genau sagen, was die denn machen werden, und wofür ich zahle.

Am Ende habe ich die Tel. Nummer von einer Zollstation (Grenzübergang UA-PL) gefunden und dort angerufen.
Der Zollmitarbeiter meinte, ich brauche da nichts "verzollen". Die möchten einfach die Papiere von der Zulassungsstelle (dort MREO) sehen, dass das Fahrzeug wirklich abgemeldet ist und den Eigentumsnachweis.

Hier ist wieder schwierig.
Als Opa gestorben ist, hat seine Tochter (Schwester meiner Mutter) das Auto geerbt. Aber das Auto nie auf sich umgeschrieben.
Um das Auto ab zu melden, muss das Auto auf sie erst angemeldet werden.
Um das Auto auf sie an zu melden müssen viele Formalitäten beim Notar durchgemacht werden.
Erst danach kann das Auto abgemeldet werden.
Aber dann bin ich immer noch nicht der Besitzer. Der Eigentümer ist ja meine Tante. Muss wahrscheinlich das Auto von ihr kaufen. Kaufen, weil das Papiertechnisch wohl einfacher als schenken ist.

Wenn es mal dann endlich zur Überführung kommt, werde ich wahrscheinlich an die Grenze (Polen-Ukraine) selbst fahren um für den möglichst sauberen Ablauf zu sorgen. Also sich mit dem LKW Fahrer absprechen, wann er etwa da ist, um auch da zu sein.

@Artur
Die Idee hatte ich auch schon. Möchte das aber (vom Bauchgefühl) lieber nicht machen.
Dauert erst mal relativ lange und außer Geld zu sparen bringt mir das nichts. Lieber das Auto so schnell es geht in die klimatisierte Garage zu schaffen.

Viele Grüße



Ja, genau das hatte ich vermutet: Der ukrainische Zoll braucht lediglich die Nachweise über Abmeldung und Eigentümer des Fahrzeuges.

Ich denke auch, dass es am besten sein wird, wenn Du beim Grenzübertritt des Autos von AU nach PL anwesend bist und Dich als rechtmäßiger Eigentümer ausweisen kannst. Dazu müsstes Du Dich auf der ukrainischen Seite mit dem Transporteur treffen, um mit diesem gemeinsam zurück nach Polen einzureisen. Ich fürchte nur, für das Prozedere hin und her solltest Du für alle Fälle 1-2 Tage einplanen, den ein solcher Transport muß bestimmt über die LKW-Kontrolle fahren.

Aus eigener Erfahrung würde ich einen der größeren Grenzübergänge wählen, denn da sollte es am ehesten jemanden geben, der sich auch auskennt. Je nachdem, von wo aus Du anreist, würde sich der Übergang Krakowets/Korchowa direkt an der polnischen A4 anbieten (da könntest Du das Ganze sogar mit einem Kurztrip nach Lemberg verbinden, das lohnt sich, wenn man eh in der Nähe ist). Von Süddeutschland aus wäre evtl. auch die ungarische Grenze eine Alternative.

Wenn Du die deutsche Staatsangehörigkeit hats, benötigst Du lediglich einen gültigen Reisepass, um in die Ukraine einzureisen.

Du solltest Dich jedenfalls darauf einstellen, beim Einführen eines schrottreifen Shiguli in die EU auf ein gewisses Unverständnis der ukrainischen Grenzer zu stossen. Bisher haben die immer blöde Bemerkungen gemacht bzw Fragen gestellt, wenn wir mit unserem Priora aus UA nach D gefahren sind.

PS: in welcher Ecke steht das Auto denn momentan?

Gutes Gelingen wünscht
Reinhard



Автомобили ВАЗ для вас!
Счастливого пути!



Das Auto steht bei Odessa.
Ob der LKW Fahrer den Übergang Krakowets/Korchowa (da bin ich jedenfalls selbst früher gefahren ) kann ich schlecht bestimmen. Evtl. wird er nicht nur mein Auto transportieren.
Muss ich gucken, wenn es soweit ist.

Erst mal muss das Auto abgemeldet werden.
Das ist auch eine große Herausforderung (kaum zu glauben)

Werde ab und zu berichten, wenn es was neues gibt.

Viele Grüße



Hallo zusammen,

wollte mich mal mit dem Update wieder melden.
Das Auto ist endlich in DE angekommen. Am Ende habe ich das Fzg selbst mit dem Anhänger abgeholt.
Die Grobreparatur wurde in der Ukraine durchgeführt, wie viele hier es empfohlen haben. Die durchgerosteten Teile herausgetrennt und durch heile getauscht.
Jetzt ist das Auto nicht schön, aber wenigstens stabil.
Verzollt ist das auch schon.
Die Ausfuhr und die einfuhr (über Rumänien) war eine komplette Katastrophe. Tausend Probleme an jeder Ecke.

Jetzt ist das Auto in der Werkstatt hier angekommen, wo die Karosserie erst vernünftig restauriert wird.
Gleichzeitig soll dort ein neues Motor verbaut werden.
Zuerst war der Plan, das ganze original zu belassen, aber die sowjetische Technik überzeugt doch nicht.
Verbaut soll ein aktueller Audi RS3 5-Zylinder Motor.
Er ist noch recht kompakt und verträgt dauerhaft auch mal 550PS.
Natürlich mit allem drum und dran:
Getriebe, Achsen + Bremsen, Karosserieversteifung und und und...
Die Innenausstattung ist beim Sattler.
Am Ende soll das Fahrzeug von innen und außen (möglichst) original aussehen, nur mit moderner Technik ausgestattet sein.

Kann man hier Bilder hoch laden?

Danke



Hallo Dmytro,

etwas weiter unten, hier im Forum, da findest Du folgenden Thread:

[FAQ] Bilder im Forum einfügen

Jan hat hier sehr ausführlich beschrieben, wie das Bilderhochladen funktioniert.
Versuch´s mal! Ist ganz einfach!

VG
Bernd

Lada Samara Bj.2003
Lada Niva Bj.2006
"Außergewöhnliches ist für uns normal!"



Getriebe, Achsen, Bremsen vom aktuellen RS3? In nem Lada? Und das alles auch noch abgenommen/eingetragen?
Glaube ich erst, wenn ich es mit eigenen Augen gesehen habe...
Und eines steht mal ganz ausser Frage, 50000 werden da bei weitem nicht reichen...

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