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Thema: Vesta SW Cross


Habe gerade ein Paar Bilder vom Vesta SW Cross gesehen, ich meine: TOP!!! Endlich ein (Neuzeit-)Lada, der nach meinem Geschmack wirklich SUPER aussieht. Auch die Ausstattung stimmt. Laut russischen Internetseiten kommt der Cross NUR mit dem 1,8er Motor und Scheibenbremsen hinten. Das würde also auch passen, den 1,6er wäre mir wahrscheinlich in diesem auto zu lahm... Jedenfalls würde ich ihn sofort kaufen... Hoffentlich kommt er auch wirklich zeitnah nach Deutschland. Sonst muss ich mir Gedanken machen, wie man einen selber importiert.



Da mußt du dich aber beeilen mit dem importieren ! Denn ab nächten Jahr sind für neu zugelassene Neuwagen , neu Abgastest erforderlich , nach denen dann die neue Kfz.- Steuer berechnet wird . Da darf der Testfahrer dann während der Testfahrt nicht mal mehr furzen im Auto ...



Hmm ok... Gibt es ausser der Furz-Theorie noch andere genauere Erkenntnisse, wie die neue Abgasnorm genau aussieht bzw. welche Grenzwerte da vorgeschrieben sind und welche Messverfahren? Die auf der russischen Lada-Internetpräsenz gelisteten Motoren erfüllen ja "nur" Euro 5... Trotzdem scheint zumindest der 1,6er 16V ja auch Euro 6 zu schaffen, wenn er hier als Neuwagen angeboten wird. Die Unterschiede zwischen Euro 5 und Euro 6 können also so gewaltig nicht sein...
Und noch eine andere Frage... Wenn ich z.B. einen Gebrauchtwagen (Stichwort "Tageszulassung") aus Russland importiere, der dort sagen wir mal vor zwei Wochen erstzugelassen wurde (und logischerweise nur die in Russland vorgeschriebene Euro 5 Norm erfüllt), darf ich ihn dann in Deutschland zulassen oder muss er trotzdem unbedingt Euro 6 erfüllen?



Warten wir mal ab , was da die Presse noch so schreibt , dieses Jahr . Am Ende wird jedoch das Finanzamt bestimmt nicht der Verlierer in Sachen KFZ-Steuer sein ...
Und mit dem selber importiern , hm , ist eben so eine Sache , fast wie beim Renault Duster mit der 2 Liter - Maschine und Automatik , das geht aber du brauchst auch in Deutschland irgendmal Erstazteile die etwas spezieller sind und hierzulande nicht mal so fix zu besorgen sind .



Die Sache Abgas dürfte bei einem solchen Vorhaben noch die kleinste Hürde sein.
Das Auto braucht erstmal Papiere aus denen hervorgeht das es überhaupt zugelassen werden darf in der EU. Will sagen entweder COC Dokument oder Einzelabnahme. COC dürfte schwierig werden wenn nicht von Lada beabsichtigt ist das Auto in der EU anzubieten machen die das auch nicht, weil kostet Geld richtig viel Geld.
Einzelabnahme incl. Nachweis über Abgasverhalten übrigens auch, min. ein 4 stelliger Betrag im mittleren Bereich dürfte da fällig werden, dazu die Einzelabnahme des Restes der Technik.
Unabhängig davon muß das Teil physikalisch ja erstmal in D sein, sprich eingeführt werden. Da will der Zoll erstmal ca. 10% vom Wert an Einfuhrzoll haben.Dazu kommen bei einem Neuwagen 19% Einfuhrumsatzsteuer. Hierbei ist's dem Zoll egal ob man es schafft die Kiste jemals offiziell zu zulassen.
Kauf des Autos und Transport nach D kostet ja auch noch Geld.
Alles in Allem wird das dann nicht unwesentlich teurer als wenn man sich hier bei 'nem Händler was adäquates kauft.
In einem Satz gesagt......Hör auf drüber nachzudenken.



Naja, das sehe ich alles nicht so dramatisch. Ersatzteile lassen sich schnell aus Russland besorgen. Ein Anruf morgens und Abends liegt das Teil schon bei meinem Kontakt auf dem Tisch. Dann muss er das nur noch zu mir schicken, geht z.B. per UPS oder auf die "altmodische" Art, mit dem Zugschaffner... Was die Typisierung angeht: ich habe da zwar nicht so viel Erfahrung, aber so rein von der Logik her müssten doch die bereits beim KBA erfassten Daten vom 1,6er Modell eine ziemlich gute Grundlage darstellen. Was die Abgaswerte angeht sowie die Zollgebühren sowie Umsatzsteuer habe ich ja bereits geschrieben, dass ich wenn dann einen GEBRAUCHTEN, also bereits in Russland zugelassenen Wagen importieren würde, und keinen Neuwagen. Faktisch würde mein Kontakt den dort für mich kaufen und für ein Paar Tage auf sich zulassen. Dann könnte ich den Wagen mit der russischen Zulassung/Nummer auf eigener Achse überführen und DANN wird es eben interessant... Wieviel Zoll und sonstige Abgaben wären bei einer solchen Konstellation wohl fällig und welche Abgaseinstufung würde bzw. müsste das Auto in diesem Fall erfüllen?


Zuletzt bearbeitet: 03.09.17 05:08 von Pjotr1


Überlege mal , warum hier in Deutschland keine Neu- Käfer bzw. Bullybusse aus Mexiko oder Südafrika zu kaufen gab / gibt ? Abnehmer hätten die hier wohl einige gefunden .
Oder warum sind wohl Pick-Ups , besonders die kleinen , in Deutschland allgemein so teuer ?



Die Konstellation Gebrauchtwagen ändert nix an der Tatsache das er entweder ein COC braucht oder eben Einzelzulassung.Einzig die Einfuhrumsatzsteuer entfällt.Die KBA Daten vom 1.6er kannst du voll vergessen, da läßt sich kein Prüfer drauf ein. Ist ja auch ein ganz anderes Auto, das geht bei Maßen und Gewichten schon los.
Das mit der Zulassung von gebrauchten aus dem Ausland ist eben doch nicht so einfach wie diverse Pseudoprivatverkäufer das immer behaupten. Was meinst warum immer wieder 210x im Netz auftauchen mit Zulassung in BG,H,LT,LV, alles EU Länder und trotzdem gibt's die größten Probleme bei der Zulassung in D.
Da heißt es dann so in etwa.....eigentlich wollte ich ihn selber fertig machen aber ich hab keine Zeit und noch mehr Projekte.
Ich komme ja vor lachen nicht in den Schlaf wenn ich das lese. Die Leute haben sich einfach bequatschen lassen und kommen jetzt in der Realität der deutschen Pharagrafen an.
Prädestiniert für solche Fälle sind die berühmten Varianten die es hier nicht gab. So 2106er mit 1300er Motor usw.
Im .net schwirrt irgendwo ein M21 rum mit russischer Zulassung und angeblich auch solchem TÜV.Der Typ versucht schon min. 2 Jahre die Kiste los zu werden und lügt in seinen Annoncen das Blaue vom Himmel was die Hürden zur Zulassung angeht.
Ich hatte ihn so vor ca. 1 Jahr mal an der Strippe, weil ich könnte das Teil zur Not mit 07er fahren. Auf die Frage warum er denn nicht selbst deutsche Papiere machen läßt,wäre doch verkaufsfördernd, wurde er sehr sehr still.
Also es ist nicht unmöglich einen (egal wie alt) Gebrauchtwagen aus einem Nicht EU Staat zu importieren, aber die bürokratischen Hürden werden höher je weniger Papiere für das Ding existieren die EU konform sind.
Ist auch daran zu sehen das die in Bremerhaven ankommenden Container aus den Staaten mit irgendwelchen Autos drin seit Jahren weniger werden.
Achso, für die weniger Typenbegabten, ein M21 ist ein Wolga kein Lada.



Es gibt (bzw. gab) eine Möglichkeit - nämlich, wenn das Auto als Umzugsgut gilt (die gesetzlichen Eckwerte mußt Du aber selbst eruieren). Allerdings kannst Du dann davon ausgehen, dass nur Du alleine die Kiste fahren und nicht verkaufen darfst (außer an den Verwerter).

... und was mir gerade noch so einfällt - vor ein paar Wochen gab es hier eine Diskussion bzgl. Import in die Schweiz ... ein Musterbeispiel für persönliche Auslegungsmöglichkeiten von Gesetzen - allerdings gelten diese Möglichkeiten nur für Dein Gegenüber ...



Zuletzt bearbeitet: 03.09.17 09:54 von gerdK


Hallo Pjotr1,

eigentlich wurde schon alles gesagt. Entweder nimmst du viel Geld in die Hand, oder du vergisst es.

Als Umzugsgut funktioniert es nur, wenn es ein "Noch-Russe" beim Umzug als eigenes Fahrzeug mitbringt und auch nur auf ihn selber kann das Fahrzeug dann hier zugelassen werden. Dann müssen nicht alle Vorschriften erfüllt werden. Auch später kann es keine andere Person einfach auf sich zulassen, dann müssen wieder alle Bedingungen erfüllt sein.

Ist es kein Umzugsgut, muss das Fahrzeug zum Zeitpunkt der Erstzulassung den zu diesem Zeitpunkt hier geltenden Zulassungsvoraussetzungen entsprechen. Dazu gehört nicht nur die Einhaltung der Abgasnorm, sondern z.B. auch der Nachweis über die Einhaltung der Vorschriften zum Crashverhalten. Es kann dir also passieren, dass du dann noch ein oder mehrere Fahrzeuge zusätzlich für entsprechende Tests bereitstellen musst.

Ob ein Fahrzeug schon zugelassen ist oder noch nicht, spielt für Zoll und Einfuhrumsatzsteuer keine Rolle, es wird fällig.

Seinerzeit hatte der Club das Zulassungsverfahren für die nochmal eingeführten 210{4|5|7} begleitet. Das war schon nicht einfach, war aber im Vergleich zu dem, was du hier gerne hättest, echter Kindergeburtstag, da es solche Fahrzeuge im Prinzip schon gab und nur "Kleinigkeiten" wie Nachrüstung zur Erfüllung der Abgasnorm notwendig waren. Trotzdem waren mehrere Personen viele Monate damit beschäftigt.

Kurzum: Es ist mit entsprechendem Aufwand machbar, du wirst aber sehr viel Zeit, Geld und Nerven investieren müssen. Gerne darfst du hier über deine Erfahrungen berichten, wenn du das Projekt wirklich angehen willst.

Gruß
Jan



gerdK:
Es gibt (bzw. gab) eine Möglichkeit - nämlich, wenn das Auto als Umzugsgut gilt (die gesetzlichen Eckwerte mußt Du aber selbst eruieren). Allerdings kannst Du dann davon ausgehen, dass nur Du alleine die Kiste fahren und nicht verkaufen darfst (außer an den Verwerter).


Auch das hatten wir schon. War mal einer bei mir der hatte sich von 'nem Diplomaten einen fast neuen chinesischen Nachbau vom Frontera 1 gekauft.Keine Ahnung wie das Ding sich nennt, chinglingfin oder so.
Der hatte das Teil aus China als Umzugsgut mitgebracht und hier auch kurz gefahren. Einfach ummelden war ja nicht, Neuzulassung mit allem was dazu gehört.Das obwohl ja Daten des Frontera vorhanden sind beim KBA und das Teil eine 1:1 Kopie ist oder war.
Im Endeffekt hab ich ihm einen Schrott Frontera mit gutem Rahmen besorgt und wir haben die Karosserie dort drauf gesetzt.
FIN blieb vom Frontera original und damit gab's kein Problem.
Er fährt halt nur jetzt ein Auto was EZ 1992 in den Papieren hat aber, bis auf den Rahmen, 2003 gebaut wurde.
Deutsche Bürokratie...
Klappt im Falle eines Ladas aber eher nicht wirklich, weil der hat keinen Rahmen.



Das Auto wird kommen und logischerweise mit dem 1.8er Motor. Denn sowohl die Mehrleistung als auch die Scheibenbremsen hinten, sind ein ganz klares Verkaufsargument. Das weiß man auch bei Lada-D.
Und wenn man an den ambitionierten Verkaufszahlen der nächsten zwei, drei Jahre auch nur annähernd festhalten will, wird man sicher alles tun um das auch hierzulande anbieten zu können.

Gruß Ronny



Ich denke , sie werden erst den normalen Vesta Kombi bringen und dann schauen . Denn wenn erst einmal der 1.8 Motor kommt , dann können auch alle Ladasportmodelle den Weg nach Deutschland finden , egal ob nun Vesta oder Granta Sport . Und dann sind wir wieder ganz fix bei den Preisen ...



fano träum weiter in deiner Welt.
Da kommt nix, garnix. Aber das kann man nur erkennen wenn man die rosarote Brille absetzt und die Augen aufmacht.
Willkommen in der Realität.



Hmm also das hört sich erstmal gar nicht sooo gut an mit den Bürokratiehürden für den (einzel-)Import... Abgasverhalten-Nachweis wäre ja wahrscheilich kein großes Problem, Crashverhalten schon... Andererseits kann ich mir schon vorstellen, dass es seitens Lada Russland vielleicht doch irgendwelche CoC-Papiere geben wird, da sie das Auto ja sicher nicht NUR für den Heimatmarkt bauen und somit diese Papiere für den Export (egal wo hin) definitiv benötigen. Dann könnte man, selbst wenn Lada Deutschland nicht aus dem Knick kommt, den Wagen doch sicher über CZ, Polen, Bulgarien oder so importieren, nehme ich an.
Der X-Ray wird ja auch in CZ angeboten, muss also auch CoC-Papiere haben...
Ach ja, und dann frage ich mich, wie die Händler, die z.B. den Lada Niva Pickup, oder den Fünftürer, oder den "Pritschenwagen" anbieten, das mit der Zulassung machen. Meint ihr etwa, die haben auch für jede Karosserivariante einen Crashtest machen müssen? Glaube ich kaum. Und was ist mit den ganzen UAZ-Importen, wie geht das? Fragen über Fragen...
Warum die Lada-Sport Varianten nicht nach D kommen, ist glaube ich ziemlich leicht zu beantworten: die sind schon in Russland so teuer, dass wenn man sie hierher importieren und Typisieren würde, die Leute nur noch rumjauln würden über den Preis... Selbst in Russland werden sie kaum verkauft, aus eben diesem Grund. Man kann eben einen normalen Kalina oder Granta holen, und ihn für wesentlich weniger Geld dort tunen lassen, um das gleiche, oder sogar noch bessere Ergebnis zu erhalten.

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