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Thema: Zurück vom Ungarn-Treffen 2017








Hallo Freunde !

Kaum zu glauben,wie schnell die Zeit vergeht, das diesjährige Lada-Treffen in Ungarn ist nun auch schon wieder Vergangenheit...

Nach über 2000 Kilometern sind wir allesamt wieder gut heimgekommen und ich kann nur sagen,dass die weite Fahrt sich auf jeden Fall gelohnt hat.
Das jährlich stattfindende Treffen des ungarischen Lada-Clubs LCH ist sogesehen ein dreitägiges Festival und somit wohl das grösste und spektakulärste Lada-Event überhaupt, sofern man von Treffen und Tuningveranstaltungen in mal Russland absieht.
Erlebt und gesehen haben wir natürlich einiges, sei es auf der Hin- u. Rückfahrt, sowie an den drei Tagen auf dem Treffen selbst.

Wir- damit sind in diesem Fall sechs Leute mit vier Ladas gemeint:
Mädels first, einmal Lisa mit ihrem Niva aus Sandersdorf im Landkreis Anhalt-Bitterfeld in Sachsen-Anhalt.
Dann unser Roberto aus Berlin mit seinem 2106 samt Wohnwagen,desweiteren die Brandenburger Daniel_aus_PM (Wiesenburg) und Beifahrer Danny aus Brück im Kalina Kombi , sowie ich mit meinem 21099 und als Mitfahrer der Jimmy aus Magdeburg.

Am 24. August war es dann endlich soweit, nach etlichen Vorbereitungen ging`s wieder los nach Ungarn.
Erster Treffpunkt bzw Abfahrt war bei mir in Teltow bei Potsdam, Daniel mit Danny und Jimmy waren am Start, morgens um halb sieben fuhren wir los, um uns ca 2 Stunden später mit Lisa in Dresden zu treffen.
Kumpel Roberto war der Zeit voraus, schliesslich hatte er mehr und länger Urlaub und Zeit. Er war demzufolge schon zwei Tage eher losgefahren und machte einmal Übernachtungs-Stopp in CZ und einmal in Ungarn am Balaton.
Das hatte wiederum für uns den Vorteil, dass Roberto am Donnerstag bei Zeiten im ungarischen Soltvadkert ankam und uns somit einen guten Platz auf dem Gelände klarmachen konnte.
Offiziell geht das Treffen zwar erst Freitags los, früher ankommen ist jedoch kein Problem, schliesslich findet das Lada-Treffen auf einem Campingplatz am See statt.
Am betreffenden Wochenende steht dort alles im Zeichen des LCH, normale Camper & Urlauber findet man kaum bis keine , diese bleiben an den Tagen wohl lieber fern.... ;-)

Gesagt und getan, Donnerstag früh fuhren wir vier mit Samara und Kalina los, Autos geputzt und mit reichlich Gepäck , ist klar.

Gegen 9 Uhr in Dresden angekommen und an der Abfahrt DD-Neustadt bei Mc Donalds zum Frühstück eingecheckt.
Eine viertel Stunde später kam Lisa mit ihrem schwarzen 4x4 daher, somit waren wir für den letzten Rest der Reise komplett. :-)
In Dresden nochmal nachgetankt,dann rauf auf die Autobahn und ab zur Grenze nach CZ.
Hier angekommen, Euros gegen Kronen zum Tanken getauscht, dazu die übliche CZ-Autobahnvignette für den Mindestzeitraum von zehn Tagen.
Einmal 12 Euro bitte, als Beweis gab`s `nen neuen Sticker für 2017 an die Frontscheibe.

Nach kurzer Pause gings weiter in Richtung Prag.
Die Autobahn dorthin ist mittlerweile fertig gebaut, mussten wir doch letztes Jahr noch ab Teplice ein Stück Landstrasse fahren.
Inzwischen war es später Vormittag und ab Prag schien der dortige Autobahnring ziemlich zugestaut zu sein.
Daher nahmen wir einen Umweg, oder ok, besser einen Ausweg. Den Handy-Navis von Jimmy und Daniel vertrauend fuhren wir über teilweise kleinere Umgehungsstrassen zur Autobahn Prag-Brno, sozusagen ein Stück nördlich um Prag herum.
Ab dann ging alles wie vom Vorjahr her gewohnt, und die tschechische Autobahn ist in den schlimmsten Abschnitten schon besser geworden.
Aber es gibt diesbezüglich noch viel zu tun, in Richtung Brno gibt`s reichlich lange Baustellenabschnitte, Stau hatten wir keinen mehr, aber dafür dichten Verkehr ohne Ende.
Wundern muss man sich nach wie vor über über die Fahrweise einiger einheimischer Verkehrsteilnehmer....
Es wird gerast und voll auf Verschleiss über Bodenwellen ,Löcher und Querfugengekracht,dass nur so der Strassensplit umherfliegt.
Mit Fernlicht rechts überholen und Drängeln scheint hin und wieder in der Mentalität zu liegen.
Und `ne Woche davor les` ich in der Zeitung,dass der Mindestlohn in CZ jetzt auf 2,80 Euro (!) abgehoben wurde.....
Benzin kostet in CZ derzeit `n Euro zwanzig und viele andere Preise sind ähnlich wie in Deutschland, zumindest für "westliche Importgüter".

Hinter Prag ein nächstes Mal getankt, ein weiterer Tankstopp hinter Brno, ab dort ist die Autobahn nach Bratislava bzw in die Slovakei bedeutend besser.
Die gesamte Strecke ab Prag fuhr Daniel & Danny im Kalina vorneweg, Jimmy & Martin hinterher, gefolgt von Lisa im Niva.
Und klar, wir haben immer schön drauf geachtet, dass auch niemand verloren geht. :-)

Gegen halb fünf am Nachmittag kamen wir an der Grenze zur Slovakei an, hier bitte einmal 16 Euro Autobahngebühr für 10 Tage.
Statt Aufkleber gibt`s lediglich einen Papierausdruck, dafür ist die slovakische Autobahn in sehr gutem Zustand.
Wie in CZ zweispurig in jede Richtung, aber es lässt sich absolut problemlos fahren.
Gegen halb sechs am Abend passierten wir Bratislava, zur ungarischen Grenze war`s nun nicht mehr weit.

Thema Wetter an diesem Tag: Generell trocken und Sonne, es wurde immer wärmer. Kurz vor der Grenze zu Ungarn gibt`s Infodisplays an der Autobahn, Luft 28 Grad, Temperatur auf der Strasse 40 Grad.

Gegen 18 Uhr kamen wir an der Grenze zu Ungarn an. Hier erneut einmal Autbahnvignette für 12 Euro, analog dem letzten Jahr haben wir hier gleich Geld für die nächsten Tage getauscht. 270 Forint gibt`s für einen Euro.

Dann weiter über Györ in Richtung Budapest, zweispurige Autobahn, abschnittsweise in derweil sanierungbedürftigem Zustand.....
Unsere Kalina-Bande schien im Serienfahrwerk über die Bodenwellen und Querfugen wie in einer Senfte zu schweben, Lisa hatte im 4X4 noch weniger Probleme, und die Samara-Besatzung dazwischen versuchte den schlimmsten Unebenheiten auzuweichen, jedoch nur mit mässigem Erfolg....
Nochmal Tankstopp und Pause , gegen 19.30 passierten wir den Autobahnring südlich um Budapest, ab dort weiter in Richtung Belgrad bis zu unserer Abfahrt bei Kecskemet.
Inzwischen war es dunkel und schon 20 Uhr durch.

Ab jetzt waren es nur noch ca 30 Kilometer Landstrasse bis zum Ziel Soltvadkert, mittlerweile kennt man ja den Weg. :-)
Nach gut halber Strecke eine letzte Toiletten- Zigaretten-Pause in der freien Natur am Strassenrand .
Daniel meinte zufrieden zu mir, dass wir es mal wieder geschafft haben und das wir wohl davon ausgehen können, gut anzukommen.
Und ja,ich sah`s genauso. :-)

Nach kurzer Pause ging`s weiter,nur noch 10 oder 15 Kolimeter bis zu unserem Ziel Soltvadkert....
Allerding kamen wir nicht mehr weit, denn nach der nächsten Ortschaft ging absolut nichts mehr



........ plötzlich Stau auf der Landstrasse und auch kein Gegenverkehr mehr....
Zu dieser Uhrzeit war ansich schon eh` weniger Verkehr,aber der Stau vor uns trotzdem schon so lang ,dass dieser bis in den dunklen Horizont reichte.
Manche Auto`s drehten vor und hinter uns nach einiger Wartezeit einfach um.
Auf ca einen Kilometer Entfernung sah man einen querstehenden LKW im Licht der schon vor Ort befindlichen Polizei oder Feuerwehr.
Nach `ner viertel Stunde machten sich Danny und Jimmy zu Fuss auf den Weg nach vorne, gucken was los ist. Fragen konnten wir niemanden, vor und hinter uns warteten ja nur ungarische Autos .
Nach 20 Minuten kamen unsere Kumpels zurück und sagten, dass der von hier zusehende LKW im Strassengrben steht und keinerlei Durchkommen sei. Ein weiter vorne wartender Lasterfahrer oder Polizist konnte auf englisch erklären, dass die Sperrung noch 6 Stunden dauern würde...

Ein Blick auf unsere Strassenkarten liess erkennen, dass es kaum eine andere Möglichkeit gibt als bis kurz vor die Autobahn zurück zu fahren, um dann per längeren Umwegen von westlicher Seite nach Soltvadkert zu kommen.
Allerdings befand sich genau an der Stelle, an der wir nun schon knapp `ne halbe Stunde standen, ein aus dem Wald kommender Weg.
Und aus diesem kamen vermehrt Autos herausgefahren und PKW`s aus unserer Richtung fuhren hinein, aneinander Vorbeigegequtsche und Staubwolken inclusive. Kurz vor 22 Uhr,im Stockdunkeln versteht sich....
Ortskundige schienen hier einen Schleichweg zu kennen und selbst Daniels digitale Navigation hatte die Waldeinfahrt bzw den weiteren Weg abseits der Landstrasse in Richtung Soltvadkert auf dem Schirm.....
Ok, statt dem langen Umweg zurück wagten wir den Versuch ins Ungewisse.
Daniel mit Danny und maximal 20 km/h langsam vorneweg, gefolgt von einer immer dichter werdenden Staubwolke, in der sich der Samara mit Martin und Jimmy befand. Im Rückspiegel Staub ohne Ende, durchleuchtet von Lisa`s Niva-Scheinwerfer auf 10 Meter Abstand.
Aus dem unbefestigten Wald-u. Wiesenweg wurde zunehmend ein Weg durchs Unterholz.
Dafür aber mit zwei Spuren. Eine für die rechten, eine für die linken Räder.
Dazwischen hohes Gras für den heissen Kat des sich 70 mm tiefer als original befindlichen Samara.
Seitlich wurde es von in den Weg ragenden Zweigen und Ästen auch immer enger ,dazu das nächtliche Zirpen der Grillen und sonstigem Waldgetier.
Als nächstes kamen Bodenwellen und weicher Sand hinzu und irgendwie hatte ich mehr und mehr den Geschmack von Staub im Schnabel...
Ich sah uns schon im losen Sand feststecken und auf Knien im Taschenlampenlicht die Schleppöse anschrauben.....
Extra Schleppöse daher, da man ja bekanntlich auf dicke Stossstangen macht,is klar. ;-)

Zur Abwechselung kam Gegenverkehr, der uns zum Glück an geeigneter Stelle passieren lies. Darunter im übrigen ein ungarischer 2105, total normal im ungarischen Strassenbild.
Wie gesagt,das hohe Gras zwischen den Rädern wurde weniger, dafür der weiche Sand immer mehr, 2.Gang und bloss nicht anhalten,meine Vorderäder machten bald mehr Kilometer als die Hinterräder...
Und das über tausend Kilometer von zu Hause entfernt, irgendwo nachts im Wald in Südosteuropa. Hätte nur noch `n Braunbär hinterm nächsten Baum gefehlt....
Zum grossen Glück kamen wir nach 10 Minuten wieder an der Strasse nach Soltvadkert aus dem Unterholz heraus und hatten somit endlich wieder Asphalt unter den Rädern.

Wenn Ihr mich fragt, ein zweites Mal würde ich diesen Weg nicht gehen, dann doch lieber 30 Kilometer Umweg.

Die letzten Kilometer nach Soltvadkert waren schnell geschafft und wir passierten die ersten Wegweiser "Lada Meeting" und "Kemping" .
Ab dann ging alles wie vom letzten Jahr bekannt, hinter dem Zaun des Campingplatzes sah man schon erste Zeltlager mit parkenden Ladas drumherum.
Wir hielten in der Einfahrt vom Zeltplatz um uns anzumelden, aber das Einlass-Personal gab uns der Einfachheit halber zu verstehen :
"Nur Ausweise abgeben, Anmeldung morgen. "
Im Licht der Zeltplatzeinfahrt sah ich den derzeitigen Zustand meines 21099 ....
Die grösste anzunehmende Katastrophe überhaupt...
Mein Auto sah aus, als wenn wir gerade aus der Wüste oder vom Mond gekommen wären, und mein Herr Beifahrer bekam sich vor Lachen kaum noch ein. Überall dicker grauer Staub drauf, ein einziges Desaster.
Auf Show & Shine zu Hause geputzt, die tausend Kilometer keinen einzigsten Regentropfen abbekommen und dann das....
Lisa`s Niva sah auch nicht viel besser aus...

Roberto nahm uns langersehnt in Empfang und wies uns den Weg zu unserem Platz.
Neben seinem Wohnwagen bauten wir unsere Zelte auf uns steckten mit diversen Lada-Fahnen unser Areal für die nächsten Tage ab.
Stromanschluss hatten wir auch, und mittels mitgebrachten Party-Lichtern wurde es hell.
Inzwischen war es 23 Uhr durch und wir gingen zum Abendessen auf `nen Hamburger zu einer der Zeltplatz-Gaststätten.
Erste Ladafahrer aus Ungarn begrüssten und befragten uns nach unserer Herkunft, dem Anfahrtsweg etc.

Zurück an unserem Zeltlager nochmal selbstgefällig auf den Tag angestossen, dann hiess es ab ins Zelt und erstmal schlafen bis zum nächsten Morgen.

Ende Teil 1








Zuletzt bearbeitet: 18.09.17 18:56 von Martin_Potsdam




(Ein erstes Bild von der Grenze Slovakei-Ungarn
24.August 2017)

Gruss,Martin aus Potsdam
2107,2108,21099,21099





...und hier nochmal der Sticker zum diesjährigen Treffen des LCH



Halbwach wurde ich das erste Mal am nächsten morgen gegen halb sieben .

Und siehe da, wie im letzten Jahr hörte ich Sekunden später die Vogelverscheuch-Lautsprecher-Maschinerie der örtlichen Weinanbaufelder in näheren der Umgebung.

Im Zehnminutentakt und genau die selben Affenzoo-Geräusche mit eingemixtem Sound von Schüssen und Alarmanlagen wie im letzten Jahr.
Dafür jedoch wesentlich leiser!
Gut möglich,dass wohl vermehrt Beschwerden von Zeltplatzurlaubern und angrenzenden Anwohnern kamen und die örtlichen Weinbauern ihr Action-Spektakel reduzieren mussten.

Ein kurzer Blick aus`m Zelt und nach dem Wetter, blauer Himmel und aufgegangene Sonne über den Bäumen, der graue Dreck auf unseren Autos nass vom Morgentau.
Da um mich herum noch alles zu schlafen schien, machte ich selber nochmal die Augen zu, um gegen 9 Uhr dann wirklich wach zu werden.
Den Weckdienst übernahm an diesem Morgen ein orangefarbener Robur LD mit Pritsche samt Dreierbesatzung, der unmittelbar an unseren Zelten hielt.
Genannter Laster dürfte jedem DDR-Kind noch bekannt sein,und dieser hier in Ungarn dient nach wie vor als tägliches Arbeitstier mit Gebrauchsspuren der letzten 30 auf`m Lack .
Die drei Mann waren anscheinend von der örtlichen Grünanlagenpflege.
Jedenfalls wurde jetzt und hier erstmal das Laub aufgeladen,welches wohl am Vortag überall auf dem Gelände zusammengekratzt wurde.

Zeit zum Aufstehen,Lisa ,Daniel & Co waren auch schon auf den Beinen. Als nächstes `n Kaffee und Frühstück vorm Wohnwagen, Roberto hatte vorsorglich alles dabei und schon auf`m Tisch.
@ Roberto : Danke nochmal dafür ! :-)

Damit war dieser Anlauf genommen ,als nächstes stand erstmal eine Autosäuberungsaktion auf dem Plan!
Wasseranschluss hatten wir ja in nächster Nähe, Wascheimer, Leder und Armor All hatte ich dabei und somit wurde wieder alles gut und glänzend.

Inzwischen hatten wir rechts und links Nachbarn bekommen, jeweils Lada-Fahrer samt ihren Familien aus Ungarn, gegenüber befand sich wie im letzten Jahr das Zeltlager der 2103 - u. 2106-Besatzungen aus Lettland.

Als nächstes gingen wir zur Anmeldung an die Zeltplatzrezeption,genauer gesagt zu den Einlassern des LCH. Schliesslich hatten wir hier gestern abend unsere Passports abgegeben.
Alles fand sich auf Anhieb wieder an, nochmal offizielle Begrüssung, gegen 20 Euro bekamen wir unsere Ausweise zurück, dazu die diesjährigen Sticker für die Autos und noch ein LCH-Festival-Bändchen ums Handgelenk. Damit war alles chic und erledigt.

Als nächstes beschlossen wir erstmal, für die kommenden drei Tage zum einkaufen zu fahren. Allein damit das erledigt war. Schliesslich füllte sich schon jetzt am Freitag Vormittag der Zeltplatz zusehends mit ankommenden Ladas.

Mit Robertos 2106 und mit`m Kalina fuhren wir analog letztem Jahr ins 10 Km entfernte Kiskörös, die nächstgrössere Kleinstadt westlich von Soltvadkert.
Hier bei TESCO mit allem eingedeckt,was wir für das kommende Wochenende gebrauchen würden.
Auf dem Rückweg hielten wir noch bei einem Strassenhändler am Wegesrand an ,eine 14-Kilo-Melone wanderte in den Kofferaum des 2106.
Richtig südosteuropäisches Flair am Strassenrand bei gefühlten 30 Grad.

Danach ohne Zeit zu verlieren wieder zurück und auf den Platz, das Treffen konnte beginnen.
Ein erster Spaziergang über`s Gelände,und es wurde immer voller.
Permanent kamen weitere Ladas an,die Reihen auf dem Zeltplatz füllten sich immer mehr.
Viele 2105er und 07er, natürlich auch Shigulis und 03er und 06er, fast jeder neu daherkommende Samara liess mir keine Ruhe. ;-)
Insbesondere ein gerade angekommener 21099 in der Zelt- bzw Parkreihe hinter uns: Getuntes Vergaser-Modell,komplett in rot,tief mit Fahrwerk und Felgen, Serienstosstangen strukturlos glatt im Lack, gecleanter Kofferaumdeckel ohne Schloss und Zeichen. Und der Fahrer trug bzw trägt seine Limo unübersehbar auf der Wade als gestochen scharfes Tattoo in rot und schwarz.

Zeit zum ersten Mal Baden gehen.
Direkt an den Zeltplatz grenzt schliesslich ein See mit ca 1 Km Länge und entsprechender Breite an .
Mit Lisa,Jimmy ,Danny und Daniel ab ins Wasser, Danny brachte `noch den mitgebrachten Beach-Ball an den Start,man konnte fast glauben, wir sind im Urlaub. :-)
Die Wasserqualität geht auch so einigermassen klar.
Nach`m Baden einen nächsten Hamburger oder Langos einer der Campinggaststätten am See, danach zurück zu unsererm Zeltlager.

Dort angekommen schnappte ich mir meinen 21099 drehte `ne erste Runde ,sozusagen eine erste Kontrollfahrt über`s Gelände.
Ja,klar,ich geb`s zu,sehen und gesehen werden,hehe. Aber andere machen`s schliesslich genauso. Ich habe sogar nochmal das Festivalgelände verlassen, denn schliesslich wollte ich in diesem Jahr unbedingt ein Foto mit`m 099er neben dem Wegweiser "Lada Meeting Soltvadkert" und Pfeil gerade aus.
Manchmal passen eben doch einfach alle wichtigen Sachen im Leben zusammen! :-)

Zurück und auf dem Gelände wieder angekommen, machte ich erstmal einen Zwischenstopp in der Ecke,in der sich neben einem gut gemachten 2110 nur Samaras des LCH versammelt hatten.
Freudige Begrüssung hier und "Hallo" dort, selbstgefällige Fahrzeugbegutachtung der Samara-Bastler untereinander inklusive,ist klar.
Stichwort "Hallo" und Sprache: Sofern man nicht ungarisch kann,ist die gegenseitige Verständigung das grösste Problem.
Kaum wer kann englisch,von deutsch oder russisch ganz zu schweigen.
Ok,einige können schon etwas englisch,aber diejenigen sind klar in der Minderheit,wie bespielsweise zwei 2108-Fahrer,die allerdings aus Serbien angereist waren.
Die Zeit verging wie im Fluge, meiner Crew um Jimmy ,Lisa & Co kam meine längere Abwesenheit wohl einerseits ungewöhnlich vor,andererseits hatten sie sicher `ne Vermutung, dass ich mich bestimmt wieder irgendwo festgequatscht haben muss....
Jedenfalls kamen sie zu Fuss daher und fanden mich zwischen Hakennasen-08ern und anderen Samaras.
Ein " Ja ja, war ja klar! .... jetzt biste bei deinen ganzen neuen Freunden, wa?!" bekam ich auf gebührenden Abstand an den Kopf geworfen, aber alles wurde gut,hehe. :-)
Noch ein,zwei Fotos, dann musste ich erstmal wieder nach Hause kommen,zurück in unsere Reihe,wieder einparken zwischen Niva,Kalina und 06.


Inzwischen war es früher Abend geworden, mein ungarischer 21099-Zwillingsbruder vom letzten Jahr kam endlich an,ihm hatten wir einen Satz 70er Tieferlegungsfedern von Deutschland bzw aus RUS mitgebracht.
Danke an dieser Stelle nochmal an Dima von den Ladaholics aus Magdeburg und an Jimmy für`s Schleppen der Teile von MD nach Teltow.


Zum Abend gab`s wieder Langos,Gyros oder Hamburger, verhunger



.....verhungern tut man beim LCH-Treffen garantiert nicht.

Der ungarische Lada-Importeur hatte derweil auch seinen Promo-Stand mit Urban-4x4, Granta, Vesta, Fahnen und Pavillion aufgebaut.

Der Freitag Abend verlief wie im letzten Jahr, gegen 20 Uhr sollten sich alle Lada-Fahrer aus anderen Ländern an der Open-Air-Show-Bühne einfinden, um sich hier bzw oben auf der Bühne dem Publikum kurz vorzustellen.
Wer jeweils auf englisch ein paar Infos zum Herkunftsland, zur Anreisestrecke und zu den eigenen Ladas geben konnte, der bekam das Wort und das Mikro in die Hand.
Einer der LCH-Vorstandsleute übersetzte dem Publikum das Gesagte in Landessprache.
Die weiteste Anreise hatten im übrigen die zwei Ladas aus Lettland.
Andere Autos kamen aus Bulgarien,Estland und Serbien.

Ja,und ab 21 Uhr hiess es Party im nebenstehenden Disco-Zelt.
Drei Dj`s legten auf und machten fett Stimmung bis in die Nacht.
Getränke aller Art gab`s relativ kostengünstig, hier und da begrüssten uns weitere Ungarn, die uns vom letzten Jahr schon kannten.
Zu später Stunde tauchten sogar zwei erste und bekannte Gesichter aus CZ auf,waren diese doch erst eben angekommen.....

Ende Teil 2













Oben ein Blick am Morgen aus`m Zelt,

darunter einer der vielen 2103 by night in Soltvadkert.



In der Nacht schon Rotlichtbetrahlung ?





Da das Bild mit Blick aus`m Zelt irgendwie abhanden kam, kommt`s eben hier nochmal....

@Fanoman : ja,könnte man so sagen. ;-)



Somit war der Freitag schon um, Mitternacht war längst vorbei, und wir verschwanden in unseren Zelten .
Das oben zusehende Bild könnte am Samstag Morgen gewesen sein, sozusagen der erste Ausblick nach`m wach werden.

Wie jeden Morgen bei Roberto am Wohnwagen gefrühstückt, wir haben den Tag äusserst ruhig angehen lassen.
Schliesslich hatte man die Partynacht von gestern noch ein wenig im Kopf .

Die Zelt - bzw Parkreihe hinter uns hatte sich seit gestern auch komplett gefüllt , hinter unseren Zelten standen ungarische Shigulis, 2105er 07er, einer neben dem anderen.
Ein 2107 im Tuning-Style parkte unmittelbar hinter meinem Zelt, und offensichtlich wollte der Fahrer nochmal los oder irgendwo hin.
Jedenfalls wurde die Racing-Kiste gestartet ,dass es fast nur so mein Zelt weggeblasen hätte. Entsprechende Geräuschkulisse der Rennsportauspuffanlage inklusive, meine Bude `n halben Meter dahinter geriet regelrecht ins Flattern.
Wenn Jimmy und ich zu diesem Zeitpunkt noch am pennen gewesen wären, ich glaub` so schnell wären wir noch nie aus`m Zelt gewesen:-)
Ist eben typisch LCH-Treffen, unter normalen Urlaubern wäre sowas wohl unentspannter abgelaufen. :-)

Weitere Nachbarn aus besagter Reihe waren die Leute aus Estland mit einem 2102 und `nem Kalina.
Besuch bekamen wir von uns bekannten Lada-Leuten aus CZ, die gestern Nacht bzw an diesem morgen angereist waren.
Mit dem in meinem Auto sichtbar liegenden Lada-Klub CZ/SK - Wimpel konnten wir bei ihnen gleich mal gut punkten. ;-)

Später begaben wir uns zu Fuss auf einen nächsten Erkundungsgang über`s Gelände, schliesslich wurden hier und da Lada-Teile verkauft.
Von privat handelte es sich meistens um Gebrauchtteile, die auf dem Boden oder auf Motorhauben zum Verkauf auslagen.
Für umgerechnet 12 Euro nahm `nen ungebrauchten Samara-Sicherungskasten mit, Daniel fand zwei Sportendschalldämfer für seinen zu Hause befindlichen 2107,und normale Verschleissteile wurden sowieso reichlich angeboten.
Selbst ein gewerblicher Händler war mit einem Stand vor Ort, hier gab`s im wesentlichen Technik-Tuning für Shiguli & Co.


Neben der Open-Air-Show-Bühne befand sich die Merchandise-Verkaufsbude vom LCH.
3 Mädels schmissen den Verkauf, sie bedienten die anstehende Kundschaft mit allem, was es vom LCH so gibt : T-schirts, Hoodies, Schlüsselbänder, Sonnenbrillen, Unterhosen ,Tassen, Aufkleber, Caps. Sogar LCH-Tattoo-Fakes
gab`s für Unentschlossene.

Von den Autos her gab`s auf dem Treffen nahezu sämtliche Modelle zu sehen.
Die grosse Masse waren 2101 bis 2107 , darunter für Ungarn typisch viele 2105.
Samara 2108, 09 und 21099er, 2110-Decjatkas, 2111 & 12, Kalinas, Granta als Stufe und als Schrägheck,Priora als Kombi. Niva`s waren dagegen kaum vertreten, komisch eigentlich.....
Lisa`s 4x4 war nahezu der einzigste seiner Art und somit ein kleiner Besuchermagnet in unsere Reihe.
Ich schätze,dass insgesamt gesehen 200 bis 300 Ladas nach Soltvadkert gekommen waren.

Spektakuläre Highlight`s gab`s einige, u.a. vier Turb-Umbauten. Ein top restaurierter 2102 hatte beispielsweise ein 16V-Triebwerk vom 2112 samt Turbo eingebaut.
Die Zeltplatzzufahrtsstrasse diente als Demo-Strecke ,selbverständlich verbunden mit entsprechender Geräuschentfaltung plus Nebelschwaden der Reifen.
Ein unauffälliger und voll auf Serie gebliebener 2111 erwies sich als eine einzige fahrende Bass-Box, dazu gab`s reichlich Low-Rider-Shigulis in Richtung Ladaholics-Style, ein optisch klargemachter 2110, tiefer als Serie befindliche Samara ,einer davon auf goldenen Felgen.
Andere Ladas gab`s als perfekt erhalten und gänzlich auf original zu sehen, beispielsweise ein weisser 2106. Kaum gelaufenund selbst noch mit der original Werksbereifung. Wie vom Band gerollt und ab ins Museum.

Viele Ladas sind individuell gestylt, und sei es nur mit dem obligatorischen "ladaclub hungary.hu "-Sticker, andere kamen als normales Alltagsauto mit deutlichen Gebrauchsspuren auf das Treffen...

Ab frühen Nachmittag gab`s weitere Aktionen ,u.a. das Sexy Car Wash vor der Showbühne.
Zwei kaum bekleidete Damen scheuerten mit Schwamm & Schaum auf einem tiefergelgten Shiguli herum, dessen Faherer letztlich mehr bearbeitet wurde als sein eigenes Auto. :-)

Eine halbe Stunde später war Zicken-Alarm, hier präsentierten sie die Girlys und Frauen des LCH vor ihren Autos.

Auch die oblogatorische Limbo fand wieder statt. Jede Runde wurde die Latte `n Stück tiefer gelegt .
Wer die meisten Runden durchkam und somit den tiefsten Lada hatte, wurde zum Abräumer des Tages.
Kommentiert von zwei Moderatoren am Mic gewann die diesjährige Limbo ein Shiguli aus der Slowakei.

Mit meinem 21099 hatte ich mich derweil längst wieder unter den anderen Samara-Fahrern eingefunden, schliesslich war ab 19 Uhr Fototermin und eine Stunde Special-Event für 2108 & Co auf dem Asphaltplatz, wo momentan noch die Limbo am laufen war.

Noch eine Stunde Zeit bis dahin, nahezu jeder putzte an seinem Samara herum, und zudem gab`s dabei ein weiteres Fotoshooting ....
Die zwei Damen vom Sexy Car Wash tauchten bei uns auf und posiertem vor so manchen Samara für hot pics. :-)
Zweimal blond und kaum bekleidet...
... ey Leute, voll die geilen Bitches ! :-)

Allerdings mit deutlich Silicon inside und eine der beiden mit Tattoos zugehackt ohne Ende.
... was doch wieder für ein Abtörn... ;-)

Jedenfalls rekelten und windeten sich die zwei an und auf meinem 21099 hemmungslos herum und ich hoffte nur, dass keine der beiden da irgendwie `n Piercing an verschärfter Stelle hatte, welches mir noch den Lack von Kotflügel oder Motorhaube zur Sau machen würde .... ;-)

Aber keine Sorge, alles verlief ohne bleibende Spuren, ab 19 Uhr hatten die Samaras ihren Auftritt unter sich.
Ganze fünf 21099-Limos versammelten sich nebeneinander, umgeben von reichlich Drei- u. Fünftürern, die meisten im Tuning-Style oder gut auf dem Weg dorthin, absolut geile Sache.
Hakennasen und dicke Stossstangen, Felgen und kurze Federn, Spoiler und Sticker Style, hier und da mal `n knallender Flammen-Fuchs aus`m Endrohr.
Ok, für so manchen Shiguli -und Classic Hardliner auf`m Originaltrip war das wohl eher nur ein Auftritt von Samara-Proleten mit ihren fürchterlichen Blechkisten, aber für uns war`s die Stunde schlechthin! :-)

Zu um 20 Uhr mussten wir den Platz räumen und ich parkte wieder in meiner Homebase bei Lisa, Daniel und Roberto.
Noch genug Zeit für `nen Burger oder Langos zum Abendessen, danach hiess es ab zur Open Air Bühne ,schliesslich standen ab 21 Uhr die Hip Hopper "Animal Canibals" am Mic.
Die zwei scheinen in Ungarn `ne ziemlich bekannte und ange




.... und angesagte Sache zu sein , Lisa und ich kamen in Richtung Bühne recht weit nach vorne durch.
Verstanden haben wir zwar kein Wort, aber donnoch war`s so gesehen schon ganz cool.
Die "Animal Canibals " zogen genau eine Stunde lang ihre Show durch, lediglich eine kurze Zugabe hat`s gegeben.
Weitere Musiker & Spassmacher folgten ,ab 24 Uhr hiess es dann wieder rüber ins Festzelt, wo ab dann die DJ`s auflegten.

Ja,und lang wurde die Partynacht....
Schlafen ging ich gegen halb vier.

Ende Teil 3










Bild oben:
Dieser Herr Nachbar liess mein Zelt ins Flattern geraten.
Ok,es war doch nur ein 2105...
...aber wo Power Sound dran steht,da ist auch welcher drin...

Bild unten :
Was macht man mit einer übrig gebliebenen Karosse?
Man baut daraus einen Grill-Anhänger für`s Lada-Treffen.


Zuletzt bearbeitet: 03.10.17 16:33 von Martin_Potsdam






Samara-Fahrer unter sich...

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