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Thema: Zurück vom Ungarn-Treffen 2017




Samstag,ca 19 Uhr
... und die ersten versammeln sich zu ihrem eigenen Auftritt.









Der weisse Lada ist im übrigen der von meinem
"21099-Zwillingsbruder" Zoltan.
...und demnächst auch mit 70er Federn im Fahrwerk,
dank Dima von den Magdeburger Ladaholics.




Reiner Show Act oder doch nur Angst um seine Batterie ?
Die Antwort bleibt im Ungefähren....


.... hier am Start und abends auf der Bühne:
Die Animal Cannibals




Zuletzt bearbeitet: 03.10.17 18:07 von Martin_Potsdam




einmal zum Samara Fotoshooting bitte...









....und davor beim Sexy Car Wash...



Moin Martin,

netter Bericht...wie immer..
nur die Fotos vom Car Wash sind sehr klein geraten

Gruß
Holger

Lada 2104 1987
Lada Samara Cabrio 1999
Lada Niva 2006

LADA = Understatement muss man sich leisten können
http://www.ural-fahrer.de/


@ Holger:
Ja,das stimmt leider. Wahrscheinlich bekomm` ich nicht alle Bilder auf ein grösseres Format. Momentan zumindest noch nicht...

Gruss,Martin aus Potsdam
2107,2108,21099,21099



So,Freunde,weiter geht`s,letzter Teil:

Viel zu schnell wurde es hell , viel zu früh war der Sonntag Morgen ran.
Gegen halb sieben vernahm ich zwar das erste Mal die Vogelverscheuchanlagen der örtlichen Weinbauern, aber wie gesagt, wesentlich leiser als im Vorjahr.

Drei Stunden später kamen wir aus unseren Zelten, richtig wach war ich nicht wirklich.
Zum Glück gab`s bei Roberto den ersten Kaffee, ansonsten liessen wir den Sonntag überaus ruhig angehen.
Bis frühen Nachmittag verbrachten wir die Zeit am See.
Baden und einfach nur Chillen am Beach von Soltvadkert.
Und Lust auf`s nach Hause fahren am nächsten Tag hatten wir schonmal gar nicht....

Für den Sonntag stand der Bass & Sound - Contest und das "Gummifüst" des LCH auf dem Plan.
Der Musikanlagen-Bass-Contest fand vor der Open-Air-Bühne statt,
ein Spezial-Mikro wurde in den jeweiligen Lada gelegt, dann alle Türen zu und Scheiben hoch und Schalldruck der Boxen gemessen.

Ab 16 Uhr fand dann mit ausschliesslich heckgetriebenen Ladas das "Gummifüst" auf der Asphaltfläche statt.
Umgeben von vielen Zuschauern gab`s recht professionelle Drift-Shows zu sehen, das ganze kommentiert von zwei Moderatoren mit Mikrofon.
Die andere "Disziplin" ist ein einziges Burning-Out der Reifen auf der Hinterachse. Per Fussbremse wird der jeweilige Lada festgehalten und per Gas im Stand die Hinterräder drehen gelassen, dass es nur so qualmt.
Die Zeit bis zum ersten "bumm" eines der Reifen wird gemessen.
Anbei sei aber gesagt, dass für dieses Show-Spektakel Ladas am Start stehen, die allermeistens ein voll gesperrtes Differential in der Hinterachse haben und teilweise mehr Drehmoment an der Kurbelwelle haben. Stichwort "Havassi"-Tuning aus Ungarn.
Als Hinterräder dienen meist einfache Stahlfelgen mit alten Reifen drauf.
Naja, ist ja sogesehen auch `ne Möglichkeit, um Altreifen zu entsorgen....
Mehr als schwarzes Granulat, `n paar Gummifetzen und Draht bleibt für die Tonne da eh` nicht übrig....

Im Anschluss gab es auf der Show-Bühne noch einige Urkunden und Siegerehrungen sowie die Abschluss-Ansprache zum diesjährigen Treffen seitens des LCH.
Danach setzte eine regelrechte Abreisewelle ein und gegen 19 Uhr war das Campinggelände fast komplett leer.
Die Lada-Freunde aus Deutschland gingen nochmal für `ne Stunde an den Strand und ins Wasser zum baden.
Kaum zu glauben, wie schnell die letzten drei Tage vergingen. Gefühlt waren wir doch gerade erst gestern hier angekommen....

Zum Abendessen gab`s an einer der nach wie vor geöffneten Strandgaststätten Burger,Langos & Co.
Den Sonntag liessen wir vor Robertos Wohnwagen ausklingen, am Abend waren wir die einzig noch verbliebenen Camper auf dem Platz.
Gegen 23 Uhr kletterten wir allesamt in unsere Zelte. Zeit zum schlafen, zum länger schlafen ,und müde waren wir auch.
Und schliesslich hatten wir morgen noch einen kleinen Weg vor uns.

Nächster Tag, Montag morgen, halb zehn in Ungarn:
So gut und lang geschlafen hatten wir die ganzen letzten Nächte nicht. :-)
Entspannt gefrühstückt und danach sämtliche Sachen gepackt , den Wohnwagen an Robertos 2106 gehängt,
gegen halb elf am Vormittag haben wir den Platz verlassen..... :-(

Kurz vor der Autobahn in einer Ortschaft nochmal getankt, dann ab auf die Bahn in Richtung Budapest.
Der Berliner 06 mit Wohnwagen vorneweg, gefolgt vom Kalina, Samara und Niva.

Trotz des dichten Verkehrs kamen wir zunächst einigermassen gut voran, aber kurz vor Budapest hatten wir schon den ersten Stau.
Langsam ging es nach und nach weiter, aber mit einem mal markanter Nokia-Klingelton in meinen Ohren .... :-)
Statt im Rückspiegel war Lisa in der Leitung: Ihr Niva nimmt kaum Gas an, läuft nur im Leerlauf, von uns unbemerkt musste sie erstmal rechts auf dem Standstreifen stehenbleiben ...
...Und wir sollten doch bitte bei nächster Gelegenheit warten....
Zum Glück kam der Niva nach einigen Gedenksekunden wieder von selbst in die Gänge .

Ursache war bzw ist das neuzeitliche elektronische Gas bei den Euro 5-Versionen.
Sommerliche Hitze wird hier wohl zum Problem....
Abgesehen davon, dass der elektronische Befehlsgeber am Gas erst kürzlichst gegen einen neuen getauscht werden musste ....
Naja, Ladas Zulieferer lassen mal wieder grüssen....
Leuchtend gegrüsst hat zudem auf die allseits bekannte Motor-Kontrolllampe im Niva....
Wir hielten auf dem nächstbesten Rastplatz am Stadtring von Budapest, Lisa kam `ne Minute später daher, wir haben als erstes `n OBD2-Ausleser rangestöpselt.
Hat man ja schliesslich als Lada-Fahrer dabei. ;-)
Und siehe da,wen wundert`s, entsprechender Fehlercode samt Text zum Fahrpedalsensor. Meldung notiert und erstmal gelöscht, ansich ging ja auch alles wieder. Also einmal neuer Werkstattbesuch in den nächsten Tagen zu Hause..

Praktischerweise gab`s auf besagtem Rastplatz auch gleich `nen Mc Donalds .
Die Preise sind wie hierzulande, für ca 300 Forint gibt`s `nen Ein-Euro-Cheseburger.

Ab dann ging`s weiter in Richtung Slowakei, allerdings standen wir wegen einer kleineren Baustelle auf der zweispurigen Autobahn zwischen Budapest und Györ gut anderthalb Stunden im Stau .
Lisa immer schön mit Heizung an bei 35 Grad und in voller Sonne . Damit`s zumindest an der Drosselklappe dem elektronischen Gas nicht wieder zu warm wird, ist klar. :-)

Erst gegen 17 Uhr passierten wir die Grenze zur Slowakei , kurz darauf die Donaubrücke bei Bratislava,
ohne Pause fuhren wir weiter durch Slovakia und rein nach Tschechien.

Inzwischen ging es auf 19 Uhr zu, Aussentemperatur entsprechend kühler, und auf der Autobahn in Richtung Brno war dichter Verkehr an diesem Montag abend.
Roberto mit gut 90 vorneweg, gefolgt vom Kalina, dahinter Lisa im Niva , der blaue Samara als vierter hinterher.
Rückspiegelfüllend drückte hinter mir bzw uns ein tschechischer Volvo-Sattelschlepper.
Naja, zunächst waren`s noch geschätzte 20 Meter Abstand, später nur noch 10, die Tschechen sehen eben alles nicht ganz so eng... ,-)
Wie gesagt, ein um die 20 Jahre alter Volvo FH12, hintendran `n Tankauflieger , vorne orangene & aufgeklappte Warntafel mit Gefahrgutstoffgruppe 33 drauf. (33 steht meistens für geladenes Benzin).
Nur wenige Kilometer später stand an einer nächsten Autobahnauffahrt ein Renault Kombi , meinetwegen Laguna Grand Tour oder sowas, jedenfalls mit aufgesetzter Blaulichtleuchte auf`m Dach.
Klarer Fall, Polizei auf tschechisch in Halbzivil und auf Verkehrsbeobachtung.
Kollege Tanksattelzug uns nach wie vor äusserst dicht auf den Fersen, ich sagte noch zum Jimmy neben mir, dass sowas in Deutschland jetzt ziemli



....jetzt ziemlich sicher Ärger geben würde, wenn das die Cops sehen....

`Ne halbe Minute später blinkt der Volvo links und zieht an uns vorbei.
Ey Leute, der ist über 100 gelaufen, und ich konnte im Hinblick auf die Reifen sagen, dass der Tanker mindestens noch halb beladen war . Naja, in seiner Eile wohl voll der entspannte Typ hinterm Lenkrad ...
Ja, und wenige Fahrzeuge hinter ihm überholte uns auch schon besagter Renault mit den zwei Beamten darin.....

Allerdings setzte sich der Renault in Zivil vor Roberto und was soll ich sagen, an der nächsten Ausfahrt hiess es per Leuchtschrift und auf international verständlich bitte hinterherkommen......
Dieses galt sicherlich erstmal nur Roberto, den wir aber natürlich nicht alleine liessen, ist klar. :-)
Somit folgten alle vier deutschen Ladas der tschechischen Zivilpolizei aus der nächsten Autobahnausfahrt.
Sicherlich bis zur nächstbesten Anhaltestelle....

Doch weit gefehlt, bis in die nächste Ortschaft mussten wir folgen, vier Kilometer von der Autobahnabfahrt entfernt.
Hier angekommen ging`s rechts rein , dem Anschein nach in ein Polizeibehörden-Objekt.
Kasernenähnliches Gelände mit mehrstöckigen Plattenbauten drauf, Stacheldrahtzaun drumherum und der Pförtner hatte auch schon die Schranken für uns geöffnet.
Wir folgten der Zivil-Polizei ins Gelände, auf angewiesener Stelle mussten wir warten.
Auf meine erste Frage wegen "was is los und do you spiek inglisch " wurde mir vom Renault-Fahrer nur ein "Nje,nje,...Kontroll" entgegnet.
Aha, ....eine Kontrolle also..... ;-)

Unmittelbar vor uns befand sich eine weitläufige Betonfläche, darauf stand eine übergrosse Röntgen-Durchleuchtungsmaschinerie.
Diese aufgebaut auf einem dreiachsigen Volvo LKW-Fahrgestell, ca 5 Meter hoch und vier Meter seitlich ausladend.
Unter dieser befand sich momentan ein türkischer Planensattelzug. Genauer gesagt wurde besagter LKW aus der Türkei gerade von der Durchleuchtungsmaschine abgefahren bzw abgetastet.
Geschwindigeit ca einen Meter pro Minute, drum und dran mit roten Warnlampen und Radioaktiv-Zeichen.
Nach `ner viertel Stunde Wartezeit und abgeben seiner Papiere musste Roberto dann schliesslich den 2106 mit Wohnwagen unter die Röntgenmaschine fahren.
Dann bitte alles auf Abstand und keine dämlichen Fragen, Antworten gab`s sowieso keine.
Nach gefühlt `ner weiteren viertel Stunde war der Lada samt Wohnwagen von vorne bis hinten durchleuchtet, danach begaben sich Polizisten mit Taschenlampen in den Wohnwagen und suchten darin alles von oben bis unten durch.
Desweiteren wurde der 2106 im Inneraum ,speziell unterm Armaturenbrett und unter der Motorhaube durchsucht. Hin -und her getelefoniere der Polizei inklusive.....

Nach gut einer Stunde schien alles für positiv befunden zu sein.
Roberto bekam sämtliche Papiere zurück, für die drei anderen Ladas interessierten sich die Beamten zum Glück nicht weiter, und so durften wir nach einer Stunde das Polizeigelände wieder verlassen.
In Gedanken hab` ich uns die Nacht dort schon verbringen gesehen...
Höchstwahrscheinlich wurde bei dieser Aktion nach versteckten Flüchtlingen und nach Drogen gesucht.

Inzwischen war es 20 Uhr, es wurde dunkel, und wir waren noch gut 600 Kilometer von zu Hause entfernt....
Noch ein kurzer Stopp an der Tankstelle gegenüber dem Polizeigelände, dann zurück zur Autobahn und in bewährter Viererkolonne weiter in Richtung Brno bzw Prag.
Nach wie vor recht viel Verkehr und später lange Baustellenabschnitte zwischen Brno und Prag , mittlerweile ging es auf 23 Uhr zu.

Eine halbe Stunde später gab`s noch `ne kleine und letzte Sensation , zumindest für den Verfasser dieses Textes... ;-)
Wir wurden überholt, überholt von zwei markanten Rücklichtern, die doch nur zu `nem Samara gehören können.
Auch nächtlichen Umrisse passten gut und gerne zum Designwunder aus Togliatti..... :-)
Und `nen Spoiler mit drittem Stopplicht sah ich noch. Dicke Stossstange glaub` ich auch...
Kennzeichen? Gute Frage, in den wenigen Sekunden glaubte ich irgendwas mit MD gesehen zu haben. Moldawien oder Magdeburg, jedenfalls nichts Genaues.
Oder fuhr da noch wer aus Soltvadkert nach Hause? ;-)
Naja,egal.

Aber ganz egal war`s uns nun doch wieder nicht.... :-)
Beifahrer Jimmy meinte, wir sollten der Sache doch mal nachgehen, in unserem Fall also nachfahren. :-)
Gesagt und getan, unserem vorneweg fahrendem Roberto war der Lada von eben wohl auch aufgefallen.
So wunderte er sich nun auch nicht sonderlich über Martin & Jimmy, die jetzt wie die halbangestochenen überholten, um da jetzt irgendwem hinterherfahren zu müssen, nachts um halb zwölf . :-)

`Ne halbe Minute später hatten wir unser Ziel eingeholt. Und tatsächlich, es war ein Samara 2 !
Nix MD, sondern UA aus Ukraine.
Wir links vorbei, doch nurmal gucken. Fünftürer, also ein 2114, in schwarz. Welch eine Sensation !
Nur komisch, die drei Typen in dem 2114 schienen ihr eigenes Auto garnicht so sonderlich spektakulär zu finden.
...im Gegensatz zu der gerade ausrastenden 21099-Besatzung auf der Spur links neben ihnen.... :-)

Naja, wir liessen die Ukrainer wieder passieren ,ebenso Roberto & Co, um uns als Vierte wieder höchst diszipliniert einzureihen.
Ein nächster Stopp erfolgte bei Mc Donalds am Stadtring von Prag. Zu Abend essen waren wir schliesslich auch noch nicht.
Allerdings mussten wir uns hier beeilen, als letzte Kunden wurden wir fast rausgeschmissen. Schliesslich war 0:30 Uhr Geschäftsschluss.

Somit war es also schon Montag morgen und halb eins mitten in der Nacht. Auf dem Prager Autobahnstadtring waren wir ziemlich alleine unterwegs , noch leerer wurde es in Richtung Grenze nach Dresden hin.
Kurz vor dieser nochmal für CZ-Kronen getankt und `n Kaffee dazu, dann weiter auf der Bahn nach Dresden.
Hier trennten sich unsere Wege, Roberto nahm ab jetzt die A13 nach Berlin.
Kalina, Niva und Samara blieben zusammen bis Höhe Leipzig, die beiden erstgenannten hatten es ab da nicht mehr weit nach Hause.

Und knapp `ne Stunde später kamen auch wir beim Jimmy in Magdeburg wieder gut an.
Nach 19 Stunden Heimfahrt war`s kurz vor fünf am Dienstag morgen.
Sonderlich müde war ich zwar nicht, aber trotzdem hiess es dann erstmal Gute Nacht. :-)

Somit geht dieser kleine Reisebericht von "Ungarn 2017" dem Ende entgegen , und ich hoffe,dass Ihr etwas Spass am Lesen hattet.
Die zugefügten Bilder tun ihr Übriges, vielleicht auch als Inspiration für`s LCH-Treffen im nächsten Jahr...











Zuletzt bearbeitet: 16.10.17 22:04 von Martin_Potsdam




So,und auch an Euch nochmal, an Lisa, Jimmy, Roberto, Daniel und Danny:
Danke für die erlebnisreichen Tage mit Euch und das auf den über zweitausend Kilometern alles so gut geklappt hat. :-)

Naja, schliesslich wissen wir ja schon, wo wir im August 2018 wieder hinfahren.... :-)

Gruss,Martin aus Potsdam
2107,2108,21099,21099

( Danke für die Bilder, zur Verfügung gestellt von Lisa und Zoltan )

Ende Teil 4










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