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Thema: Bonn Reviews |
Freitag, 15.08.: DIE SPINNEN (Fritz Lang, 1919)
Mein Bonn begann gestern, mit einem Tag Verspätung. Für Harold Lloyd hatte ich mir dunkle Ränder unter den Augen am Freitag nicht antun wollen - das kommt nächste Woche noch früh genug.
Gestern nun der Tag des deutschen Klassikers: DIE SPINNEN, Fritz Langs erster echter Knaller. Beide Teile hintereinander bringen es auf immerhin 188 Minuten, denn gezeigt wurde hier eine neu restaurierte Fassung des tschechischen Filmarchivs, das das einzig verbleibende Material der Filme besitzt. Ich kannte bisher nur die Restaurierung von 1979, die auf der IMAGE DVD 137 Minuten lang ist.
Komischerweise habe ich die zusätzlichen 51 Minuten kaum bemerkt. Es können also nicht ganze Passagen ergänzt worden sein, sondern einzelne Szenen wurden verlängert. Auch die Projektionsgeschwindigkeit mag eine Rolle spielen. Die Kopie ist bei erkennbaren Altersspuren sehr schön kontrastreich und klar. Die neu vorgenommene Viragierung ist sehr effektvoll.
DIE SPINNEN sind "reiner" Fritz Lang, d.h. sie stammen aus seiner vor-von-Harbou-Zeit. Und die Filme enthalten bereits vieles, was wir von Langs großen deutschen Filmen kennen: Geheimorganisationen, unterirdische Gegenwelten, schnell voraneilende Handlung. Vor allem aber findet hier bereits die Überhöhung der Handlung ins Mythische statt, die so typisch für den 'deutschen' Lang ist. Ansonsten sind die SPINNEN reine Abenteuer-Kolportage. Karl May stand hier überdeutlich Pate.
Dass die Bilder dabei so schön sind, liegt zu einem guten Teil an Karl Freunds wunderbarer Kameraführung mit vielen Großaufnahmen. Schön ist aber auch Lil Dagover, die den ersten Teil leider nicht überlebt. Die schönste Szene ist meiner Meinung nach die ungemein atmosphärische Weissagung des Yogi zu Beginn des zweiten Teils.
Exzellent begleitet wurden die Filme von Aljoscha Zimmermann am Flügel und seiner Tochter Sabrina Hausmann an der Geige. Dass die beiden zu den Besten ihres Faches gehören, muss ich hier nicht erwähnen. Es rang mir besondere Bewunderung ab, dass sie die Filme über drei Stunden lang mit großer Intensität begleiteten.
Ansonsten ist Bonn wieder einmal Bonn. Der Flügel wird getragen, die Klos sind syphig, die Stühle sind unbequem und um halb neun ist der Innenhof voll. Kurz, es ist ganz wunderbar. Das Publikum schwächelte allerdings etwas. Soviel dummes Gegeier wie gestern habe ich in Bonn selten gehört. Dass ein Abenteuerfilm von 1919 anderen Konventionen gehorcht als ein Film von heute, kann doch nicht immer wieder so lächerlich sein, oder? Irgendwann sollte man das doch verstanden haben und einfach akzeptieren. Zum Glück blieben zum zweiten Teil größtenteils die echten Fans, die Reihen hatten sich deutlich gelichtet.
Nur eins hat mich gewundert: ich habe die Brezelfrau nicht entdecken können. Was ist bloß passiert? Ich hoffe, ihr ist nichts zugestoßen. Vielleicht ist sie ja heute abend wieder da.
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"Ein patentes Mädel."
"Nicht wahr? Wenn sie nur nicht immer 'Mops' zu mir sagen würde!"
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Das finde ich rührend, dass du dir um die
Brezel-Frau Sorgen machst!
Aber nichts ist für ewig...
die Bier-Sponsoren haben sich ja zwischenzeitlich auch mal geändert.
Bis denn!
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Samstag, 16. August 2008: YOGOTO NO YUME (TRÄUME JEDER NACHT), Mikio Naruse 1933 und SATETY LAST (AUSGERECHNET WOLKENKRATZER), Fred c. Newmeyer 1923
Gestern war endlich einmal wieder einer jener lauen Sommerabende, die Bonn immer zu einem besonderen Erlebnis machen. Und weil mit SAFETY LAST auch noch der Aufmacherfilm des diesjährigen Festivals lief, war der Arkadenhof trotz gleichzeitigem Rockfestival auf dem Bonner Marktplatz prall gefüllt. Jene hoffnungsfrohen Menschen, die erst zum Harold Lloyd Film anrückten, mussten ihn sich wohl oder übel stehend ansehen. Sie werden sich genauso geärgert haben wie ich. Dazu aber später.
Mikio Naruses YOGOTO NO YUME (TRÄUME JEDER NACHT) machte gestern den Anfang und auf mich einen sensationellen Eindruck. Ich finde, die besten Filmen sind die, in denen sich die Handlung auf den Gesichtern der Darsteller abspielt und YOGOTO NO YUME ist ein wunderbares Beispiel für einen solchen Film.
Er erzählt eine kleine Geschichte über eine Frau (Sumiko Kurishima), die aufgrund des Versagens ihres Ehemannes (Tatsuo Saito) als Ernährer sich und ihr Kind als Animierdame durchbringen muss. Zu Beginn des Films kommt Omitsu aus dem Gefängnis zurück, wo sie wegen Prostitution eingesessen hatte. Die Entlassungsszene selbst war von der japanischen Zensur der Zeit geschnitten worden, so dass der Film mit nur 64 Minuten viel kürzer ist, als dem Zuschauer recht sein kann, denn jede Minute ist ein Genuss. Die Kamera fängt immer wieder in Großaufnahmen das ausdrucksstarke Gesicht von Sumiko Kurishima ein, das mit geringstem mimischen Einsatz tiefe Einblicke in die seelische Zerrissenheit der Figur gibt. Omitsu ist nicht nur hin- und hergerissen zwischen Liebe und Hass für ihren jämmerlichen Ehemann, sie leidet auch unter dem Gegensatz zwischen Tradition und Moderne in einer japanischen Gesellschaft, die sich offensichtlich im Umbruch befindet. Als Frau die Familie zu ernähren, ist in dieser Gesellschaft schwer genug. Dabei aber auch noch einem äußerst unehrenhaften Beruf nachzugehen ist für sie offensichtlich fast unerträglich. Wie zum Hohn muss sie zur Ausübung dieses Berufes traditionelle japanische Kleidung tragen.
Der Umbruch zwischen Tradition und Moderne beherrscht den Film. Bilder von traditionell eingerichteten Innenräumen wechseln sich mit Bildern der industrialisierten Außenwelt ab. Letztere werden zum Teil in superschneller Montage auf die Zuschauer regelrecht abgeschossen. Wenn der arbeitslose Mizuhara mit Kindern Baseball spielt, ist er auf einer industriellen Brachfläche umgeben von mannshohen Betonrohren. Omitsus Nachbar, der zu Hause das Bild eines traditionellen Japaners abgibt, wirft als Pharmavertreter auf der Straße mit ausländischen Produktnamen nur so um sich. Als Mizuhara sich in einer Fabrik um Arbeit bewirbt, wird ihm klar gesagt, dass er für diese neue Zeit nicht tauge, man suche "stärkere und willigere" Kräfte.
Der Film arbeitet stark mit Symbolen und das zentrale Symbol für die neue Zeit sind Zigaretten in der Hand von Frauen, wie ja auch im europäischen und amerikanischen Film der 10er bis 50er Jahre. Außerdem weist uns ein immer wieder ins Bild gerückter Kalender, auf dem Monat und Wochentag groß in Englisch vermerkt sind, auf die neue Ära hin. Mizuharas persönliche Unzulänglichkeit wird symbolisiert durch den Gegensatz zwischen seiner formellen westlichen Kleidung mit Anzug, Weste und vor allem Hut und seiner permanenten Assoziation mit Kinderspielen und Spielzeug. Das am weitaus wirkungsvollsten eingesetzte symbolische Element sind aber Spiegel. Immer wieder fängt die Kamera die Gesichter der Akteure in Spiegeln ein, immer wieder betrachten die Charaktere sich selbst in Spiegeln, als suchten sie sich, als rängen sie ständig um Identität in dieser veränderten Welt.
Die Kamera ist beweglich und intim, ebenso wie die Darsteller auf subtile Wirkung und weniger auf große Effekte bedacht. Die spärliche Ausleuchtung trägt viel zur Atmosphäre bei und in den Innenaufnahmen erzählt die Raumtiefe, oft auch wieder in Spiegelbildern, einen guten Teil der Geschichte. Diese Elemente erinnern ebenso wie das zurückgenommene Spiel an Neorealismus und Nouvelle Vague. YOGOTO NO YUME wirkt nie wie ein Film von 1933, sondern wesentlich moderner.
Die Geschichte weist viele Parallelen zu King Vidors THE CROWD auf, und das ist so ziemlich das Einzige, was YOGOTO NO YUME mit dem zweiten Film des gestrigen Abends, SAFETY LAST, verbindet. Denn auch der Harold Lloyd Klassiker erzählt ja die Geschichte eines kleinen Mannes in der großen Stadt, der sein Mädchen nicht enttäuschen möchte und der - Achtung! - hoch hinaus will. Zu diesem wohl allen Lesern dieses Forums bekannten Films will ich nur erwähnen, dass er auch in Bonn wieder ein absoluter 'crowdpleaser' war. Der Film funktioniert heute noch genau so gut wie 1921.
Abschließend bleibt noch zu sagen, dass Aljoscha Zimmermann, diesmal ohne Tochter, YOGOTO NO YUME sehr stimmungsvoll begleitete und Joachim Bärenz und Christian Roderburg bei SAFETY LAST dem Affen ordentlich Zucker gaben.
Die Kopie von YOGOTO NO YUME vom japanischen Filmarchiv war ordentlich, wenn auch manchmal etwas dunkel und kontrastarm. Die englischen Übersetzungen der japanischen Zwischentitel auf der Kopie wirkten oft zu flapsig und lieblos. SAFETY LAST war direkt von Harold Lloyd Entertainment ausgeliehen und eine vorzügliche Kopie.
Ach ja, warum habe ich mich geärgert? Ich Doof habe mir in den letzten zwei Jahren die Filme von Mikio Naruse entgehen lassen, die in Bonn gezeigt wurden. Das wird mir aber nun nicht wieder passieren.
Und zu guter Letzt: Die Brezelfrau war wieder nicht da! Ich befürchte das Schlimmste.
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"Ein patentes Mädel."
"Nicht wahr? Wenn sie nur nicht immer 'Mops' zu mir sagen würde!"
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Am gestrigen Sonntag war mein erster Tag
bei den Bonner Stummfilmtagen 2008.
Die beiden Vorträge im Rheinischen LandesMuseum waren super:
Ein charmanter Österreicher und ein sympathischer Brite, beide mit fundiertem Wissen und Spaß an der Sache!
Zuerst um 15 h:
PORTRÄT: MAX NEUFELD - Vortrag mit Filmbeispielen von Nikolaus Wostry (vom Filmarchiv Austria)
http://www.filmarchiv.at/show_content.php?sid=44
Wir hatten ja bereits im letzten Jahr das Vergnügen
und die Ehre, einen Vortrag von ihm zu hören.
Und obwohl 2007 das Thema verhältnismäßig trocken war (nicht jeder Filmfan bringt technisches Vorwissen und Verständnis mit), war sein Vortrag auch damals schon spannend und anschaulich.
Um ehrlich zu sein: Meine Erinnerung war im Laufe des Jahres etwas verblasst - doch meine Begleitung hat in solchen Dingen ein wesentlich besseres Erinnerungsvermögen.
Nach diesem Vortrag bin ich mir sicher, dass ich Herrn Wostry so schnell nicht wieder vergessen werde!
Vermutlich werden so mancher beim Lesen des Programms gedacht haben:
"Wer ist denn dieser Neufeld? Den kenne ich nicht - muss ich den kennenlernen?
Die 6,50 Euro für den Vortrag kann ich mir sparen!"
Aber dies ist ein Irrtum!
Ich kläre jetzt mal auf - auch auf die Gefahr hin, dass demnächst der Saal überfüllt und ungemütlich sein wird...
Aus meiner Sicht war es bei beiden Vorträgen so,
dass das Thema als Ausgangspunkt genommen wurde, um Wissenswertes zum Thema Stummfilm zu vermitteln.
Es ist offensichtlich, dass mit Herrn Wostry jemand referiert, der mühelos auf ein profundes Wissen zurückgreifen kann. Und hier trifft der Idealfall ein:
Er weiß nicht nur viel, sondern kann dies auch noch unterhaltsam mitteilen!
Zwei Eigenschaften, die ich sehr schätze und die in dieser Kombination unschlagbar sind!
Dieses Mal erzählte Herr Wostry viel zur frühen Geschichte des österreichischen Films.
Seine provokante Frage war:
"Warum ist der österreichische Film so schlecht?"
Eine These, der ich gern sofort widersprochen hätte...
Aber bei genauerer Betrachtung verstand ich, worauf er hinaus wollte:
Um zwei der Punkte zu nennen...
1. viele österr. Filmschaffenden gingen ins Ausland und waren dort kreativ und produktiv;
2. einige Werke mit überwiegend österr. Beteiligung sind nicht als österr. Filme eingeordnet, da sie z.B. von Deutschland finanziert wurden.
Wir erfuhren also viel über die Produktionsumstände,
Geldmangel (der in den 10er Jahren dazu führte, dass Material für Zwischentitel mehrfach verwendet wurde),
die historische Einbettung und warum bestimmte Themen in österr. Filmen fehlen.
Die vorgeführten Filme waren übrigens nicht so, wie im Programm angegeben.
Ich will nicht alles im Einzelnen aufführen -
aber wir bekamen u.a. einen schönen Film über Lugano zu sehen,
anhand dessen man verschiedene Arten der Einfärbung bewundern konnte.
Funktioniert auch heute noch prima als Werbefilm:
Ich will dahin und Urlaub machen!
Mein Resümee: Ein vielseitiger und kompakter Vortrag, bei dem auch Anekdoten nicht zu kurz kamen.
Natürlich kam Herr Wostry auch auf Max Neufeld zu sprechen -
und ich bedauere es sehr, dessen Film am Freitag nicht sehen zu können!!!
Zuletzt bearbeitet: 18.08.08 15:02 von Rufus_T_Firefly
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FILM MUSIC IMPROVISATION - Vortrag mit Film- und Musikbeispielen von Neil Brand
(in englischer Sprache)
http://www.neilbrand.com/
Zugegeben: Ebenso wie ich gute Bilder liebe, liebe ich gute Musik und die Vielfalt der Sprache!
Ich kann mich also wirklich nicht entscheiden, was mir mehr gefallen hat:
Dieser herrliche österreichische Akzent und Herrn Wostrys exzellent formulierte
(und fast immer frei vorgetragene!) Ausführungen oder die Möglichkeit, einem englischen Muttersprachler mit dazugehörigem britischen Humor und Temperament zu lauschen oder diese tollen Filmausschnitte mit Livemusikbegleitung auf der Leinwand sehen zu können!
Neil Brand warnte direkt, dass sein Vortrag sich eher an Stummfilmlaien wende und er hoffte, dass für uns irgendetwas dabei sei, was wir noch nicht wüssten.
Sein Programm ging - besonders im Vergleich zu seinem Vorredner -
nicht so in die Tiefe, aber hatte zumindest für mich doch einige interessante Einblicke und Erkenntnisse zu bieten.
Er erzählte aus seinem Lebenslauf: Wie er das erste Mal einen Stummfilm begleitete
(es war Buster Keatons "Steamboat Bill Jr.", aus dem wir dann auch einen Ausschnitt sahen)
und wie er bei seinem zweiten Mal direkt vor Kevin Brownlow spielen durfte!
Not bad at all.
Er schilderte wie man sich die Musikbegleitung von damals vorstellen konnte
(manchmal glaube ich, dass ich es mir noch immer etwas verfälscht vorstelle),
wie viele Kinos und Berufsmusiker es in den Jahren in Großbritannien gab -
und was aus dieser Masse Musiker wurde, als der Tonfilm kam...
Da ich etwas dazu tendiere, meine Konzentration auf die Fortentwicklung der Bildersprache zu lenken - war dies wiederum eine neue interessante Perspektive!
Neil Brand erklärte weiterhin, dass der Musiker eine "opinon" (Meinung, Einstellung) zum Film haben müsse.
Warum? Na, das demonstrierte er uns anschaulich am Beispiel "Menschen am Sonntag":
Er ließ in einer Szene von etwa 10 Minuten immer wieder stoppen und
befragte das Publikum, was wohl seiner Meinung nach als nächstes passieren würde.
"Wer glaubt, dass die beiden nun küssen werden,
der hebt die Hand hoch!"
Da Billy Wilder und die anderen Beteiligten viele Szenen sehr clever mehrdeutig gestaltet hatten
und den Zuschauer gern in der Schwebe hielten, war es durchaus nicht einfach, eine konkrete Meinung zu dem jeweiligen Filmmoment zu haben!
Eine eindrucksvolle Demonstration - nicht nur um vorzuführen, welchen Schwierigkeiten sich ein Musiker entgegensieht, der einen womöglich unbekannten Film begleiten soll -
sondern auch, um uns bewusst zu machen, dass wir alle in unserem Kopf einen anderen Film sehen...
Beide Vorträge habe ich so genossen,
dass die Filme am Abend fast in den Hintergrund traten.
Der kurze Vorfilm wirkte etwas konfus:
DAS LEBEN UND LEIDEN JESU (LA VIE ET LA PASSION DE JÉSUS CHRIST)
Soweit ich meine Bibel kenne, war der Lebensweg Jesu nicht chronologisch erzählt und
wie auch das Programm bestätigt,
haben sich die Filmemacher einige Freiheiten genommen...
Immerhin kann ich nun behaupten, einen Film von 1898 gesehen zu haben!
DAS FEST DES HEILIGEN JÜRGEN (PRASDNIK SWJATOGO JORGENA)
Ohne zu übertreiben kann man diesen Film als legitimen Vorläufer von Monty Pythons "Life of Brian" bezeichnen.
Anstatt um Brian geht es hier um die Rückkehr von Jesus,
äh Jürgen... oder wen auch immer.
Der Film wird zwar nicht in die Reihe meiner Lieblingskomödien aufgenommen -
aber es gibt einige Szenen, die man in Erinnerung behalten sollte!
Die Methoden der katholischen Kirche kommentiert ein Dieb:
"Da siehst du, wie man auch ohne Dietrich an Geld kommt!"
So, das war lang genug für einen Online-Text...
Heute werde ich nochmals nach Bonn fahren.
Zuletzt bearbeitet: 18.08.08 15:03 von Rufus_T_Firefly
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Hallo Arndt & Rufus,
vielen Dank für Eure interessanten Berichte von den Bonner Stummfilmtagen. So können auch wir "Daheimgebliebenen" und "Nochniedagewesenen" uns ein recht gutes Bild von diesem Festival machen, das ganz offensichtlich eine Reise wert ist.
Viele Grüße, Conrad
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18.08.: THE BIG PARADE, King Vidor 1925
Gestern Abend waren für Bonn Schauer angesagt. Nach einigem Nägelbeißen wurde der Flügel trotzdem in den Hof geschleppt. Vorsichtshalber hielt man aber einen Baldachin parat, um das Instrument und den Pianisten Neil Brand vor Regen zu schützen.
Gegeben wurde gestern mit THE BIG PARADE einer der großen Klassiker des Stummfilms und einer der erfolgreichsten Filme der 20er Jahre. Unter großen Mühen war eine Kopie der von Warner Bros. und George Eastman House frisch restaurierten und wieder auf die Premierenlänge von 149 Minuten (bei 20 Bildern pro Sekunde) gebrachten Version besorgt worden. In dieser wunderbaren Kopie und mit der großartigen Begleitung von Neil Brand entfaltete der Film eine Wirkung auf das Publikum, die seinen Erfolg sofort nachvollziehbar machte. Bei den Szenen im Schützengraben hörte man das Publikum kollektiv nach Luft schnappen und eine junge Dame hinter mir stieß jedes Mal spitze Schreie aus, wenn die Kugeln den Protagonisten nahe kamen (zumindest nehme ich an, dass das der Grund war).
Wie viele Kriegsfilme hat THE BIG PARADE einen nahezu pastoralen ersten Teil, der den Zuschauer mit Humor und Romanze in Sicherheit wiegt, um ihm hinterher die ‚Realität’ der Kriegshandlungen umso wirksamer um die Ohren hauen zu können. Glücklicherweise verfehlte gestern Abend auch dieser erste Akt seine Wirkung nicht. Das Publikum war von Anfang an gefesselt und harrte auch aus, als aus den ersten Tropfen ein halbstündiger ergiebiger Schauer wurde, der auch später gern noch mal wieder vorbeischaute, wie um zu sehen, ob John Gilbert seine Renée Adorée nun gekriegt hatte oder nicht.
Und die beste Nachricht des Abends: Endlich war auch die Brezelfrau da!
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"Ein patentes Mädel."
"Nicht wahr? Wenn sie nur nicht immer 'Mops' zu mir sagen würde!"
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Hallo Arndt -
tut mir leid, ich habe ein furchtbar schlechtes Personengedächtnis (außer bei Schauspielern...)
Ich schätze, dass wir uns ja 2007 bereits gesehen haben -
und ich habe dich dieses Jahr nicht wiedererkannt (aber du mich offensichtlich auch nicht!).
Leider habe ich deine Nachricht mit der Nummer nicht mehr gelesen. Hast du übrigens vor, diese Nummer demnächst abzumelden oder wie kommt es, dass du so lässig deine Daten im Internet veröffentlichst...?!?
Etwas sicherer wäre es doch per privater Nachricht gewesen.
Bist du am folgenden Wochenende evtl. wieder da?
Ich habe mir gestern auch King Vidors "THE BIG PARADE" angesehen.
Ganz ehrlich habe ich mich ein kleines wenig in John Gilbert verguckt,
als ich ihn zuletzt in Erich von Stroheims "The Merry Widow" in Bonn sah. Drum...
Außerdem wollte ich mal einen King Vidor-Film sehen.
Mein erster, obwohl schon 1-2 von ihm im TV liefen!
Ich muss zugeben, dass mich "THE BIG PARADE" nicht ganz umgehauen hat oder
zumindest in meinen Augen nicht als Ganzes funktioniert hat.
Die Einleitung liess erhoffen, dass hier verschiedene Menschen aus verschiedenen Bevölkerungsschichten vorgestellt werden. Stattdessen haben wir nur gesehen, wie der verwöhnte reiche Schnösel (John Gilbert) und ein egoistischer grober Typ sowie ein etwas einfältiger Lulatsch auf Anhieb ganz prima miteinander auskamen. Sie waren sofort die besten Kumpels und im Krieg waren sie gleichberechtigt und hatten die gleichen Chancen...
Tolle Sache so ein Krieg!
Im Grunde hatten die drei jede Menge Spaß zusammen und konnten selbst in den Schützengräben (bzw. Bombenkratern) noch blöde Witze reißen und darum um die Wette spucken,
wer denn nun als erster in den Kugelhagel gehen darf.
Für meinen Geschmack ging das nicht mehr als "Comic Relief" durch, sondern nervte!
Ich habe nichts gegen eine lange Exposition
(besonders um das Leben im Frieden mit den Kriegsszenen zu kontrastieren; vlg. "The Deer Hunter", u.a.) und ganz sicher nichts gegen ruhige Szenen des alltäglichen Lebens - aber in diesem Fall war mir das Ergebnis zu banal und das Timing stimmte nicht.
Sicher werden die Frauen damals scharenweise ins Kino gerannt sein, um John Gilbert in dieser Romanze zu erleben und das männliche Publikum ist vermutlich eher wegen der aufwendigen Kriegsszenen in den Film gegangen (eine Rechnung, die in Hollywood ja bis heute erfolgreich aufgeht).
Aber steht das Publikum wirklich auf diese
verdammt flachen Gags und maßlosen Übertreibungen?
Oft wäre weniger mehr gewesen:
So war z.B. die Abschiedsszene zwischen dem Liebespaar auf dem besten Wege wahrhaft herzzerreißend zu werden, doch dann wurde der Bogen total überspannt. Erst hing sich das Mädchen an den Wagen und ließ sich ein Stück mitschleifen, und dann begann er, ihr alle möglichen Dinge zuzuwerfen... Ein Schmuckstück als Pfand kann ich noch nachvollziehen - aber die Marke und einen Schuh herunterzuwerfen, das fand ich, mit Verlaub, bescheuert! Wenn er ohne die Marke nicht identifiziert werden kann, so ist sein Versprechen zurückzukehren womöglich ziemlich sinnlos.
Zuletzt bearbeitet: 20.08.08 02:18 von Rufus_T_Firefly
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"THE BIG PARADE" - Part II
Es gab aber dann tatsächlich Szenen, die mich versöhnten und beeindruckten.
Hier kommt der berühmte SPOILER ALERT.
Für mich war die Schlüsselszene des Films,
wie John Gilbert sich voll Rachedurst auf einen jungen deutschen Soldaten stürzt, ihn von Angesicht zu Angesicht doch nicht töten kann und
ihm stattdessen seine letzte Zigarette gibt.
Da stand für einen Augenblick die Zeit still - ich fühlte mich kurz in den 1. Weltkrieg versetzt und
habe an all die vielen Menschen gedacht, die damals ihr Leben ließen.
--- Damit sollte ich meinen Bericht beenden, möchte aber noch auf die beiden (unangemeldeten) Kurzfilme von Walter Ruttmann hinweisen, die als Vorfilme ins Programm genommen wurden.
Gezeigt wurde ein Werbefilm für AEG
und ein Werbefilm für die Düsseldorfer GESOLEI-Ausstellung mit dem Titel "Der Aufstieg" (1925/26).
Sehr ungewohnte Werbung!
Alle Filme wurden kongenial von Neil Brand am Klavier begleitet.
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Dienstag, 19.08.: CHICAGO, Frank Urson 1927
Arkadenhof voll, Himmel wolkenfrei – was will man mehr. Gestern Abend hatte ich einen nichtsahnenden Besucher im Schlepptau, der noch nie einen Stummfilm mit Live-Musik gesehen hatte. CHICAGO, Neil Brand und Günther A. Buchwald schafften es, ihn innerhalb eines Abends zum Fan zu machen.
Auf CHICAGO hatte ich mich in diesem Jahr am meisten gefreut. In den letzten Jahren hatte es viel ‚Buzz’ um den Film gegeben – tolle Wiederentdeckung, erster Precode, Festivalhit usw. CHICAGO hat mich in gleichem Maße überrascht und begeistert. Eine so freche Gesellschaftssatire hatte ich Hollywood zu dieser Zeit nicht zugetraut. Der Film erinnert stark an Billy Wilder Komödien aus den 50ern bis 70ern und macht, im Gegensatz zum zeitnahen und thematisch ähnlichen ASPHALT von Joe May, fast keine Konzessionen an den moralischen Zeitgeist.
Roxie Hart (Phyllis Haver) erschießt ihren alten und dicken „sugar daddy“, weil der ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen will. Der zeitgleich mit der Polizei eintreffende Reporter wittert eine große Story und beginnt sofort, Roxie zum Star aufzubauen. Roxies treuer Ehemann Amos (Victor Varconi) muss die 5000 Dollar, die der Staranwalt Flynn (Robert Edeson) haben will, erst aus dessen Tresor klauen, um ihn dann damit zu bezahlen. Vor Gericht ist es vor allem der Zusammenarbeit von Flynn mit Roxies wirkungsvoll zur Geltung gebrachten Reizen zu verdanken, dass sie von der sichtbar beeindruckten Jury freigesprochen wird. Aber Roxie verliert doch: am Ende wendet sich die Presse der nächsten Mörderin zu und Amos hat endlich entdeckt, dass seine hübsche Putzfrau die bessere Frau fürs Leben ist.
Der Film ist in weiten Teilen eine regelrechte ‚screwball comedy’. Phyllis Haver zieht alle Register und erinnerte mich dabei – a propos Billy Wilder – oft an Marilyn Monroe in SOME LIKE IT HOT. Die ganz und gar respektlosen Zwischentitel lösten schallendes Gelächter im Publikum aus. Mein Lieblingstitel erscheint, nachdem Roxie gerade den Geschworenen ein von ihrem Anwalt einstudiertes mimisches Potpourri des unschuldigen, sanften und zerbrechlichen Mädchens dargeboten hat, dass Lillian Gish vor Neid hätte erblassen lassen. Flynn zertritt nun einen Blumenstrauß und warnt die Geschworenen´, Roxie zu verurteilen wäre, als würden sie diese Blumen zu „broken blossoms“ machen.
Von CHICAGO existiert anscheinend noch das Originalnegativ. Der Film war im Jahr seiner Entstehung im Gefolge der Tonfilmbegeisterung wohl nicht viel gelaufen. Dementsprechend wirkte die Kopie gestern Abend brandneu und kam auf der Bonner Riesenleinwand hervorragend zur Geltung. Neil Brand am Flügel und Günther A. Buchwald an der Geige arbeiteten wunderbar zusammen und der Film bot ihnen viel Gelegenheit zu brillieren.
Ich werd’s wohl erst am Freitag wieder in den Arkadenhof schaffen, dann aber zum dreitägigen Endspurt.
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Ja, gerade habe ich den Link auch gesehen...
So unverhoffte Werbung für Andrés Seite!
Dankeschön.
Macht ja echt verlegen, so viel Öffentlichkeit!
"Chicago" klingt ebenfalls nach einem tollen Film...
Ich setze auf arte oder eine schöne DVD-Veröffentlichung
*daumendrück*,
damit man nicht wieder auf dunkle Kanäle ausweichen muss!
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Freitag, 22.08.: DER GELIEBTE SEINER FRAU, Max Neufeld 1928, VEM DÖMER (DIE FEUERPROBE), Victor Sjöström 1922
Am Freitag begann der Endspurt des diesjährigen Festivals. Und zu meiner großen Freude kann ich an allen drei Tagen die Filme in Bonn in wirklich kundiger Gesellschaft genießen, denn die ganze Stummfilm-Gang ist da, unter anderem Thomas, Rufus T. Firefly und der Stummfilmfan selbst. Mit ihnen macht das Festival immer besonders viel Spaß.
Freitag war filmisch gesehen ein Tag der Kontraste. Vor dem schweren schwedischen Köttbullar VEM DÖMER gab es als Vorspeise das leichte Soufflé DER GELIEBTE SEINER FRAU aus Österreich. Max Neufelds Lustspiel wird seit seiner Wiederentdeckung in Österreich gern mit Lubitsch-Filmen verglichen, und tatsächlich erinnert die Story ein wenig an DIE AUSTERNPRINZESSIN: Backfisch (Dina Gralla) mit Industriellenpappi (Richard Waldemar) möchte Graf heiraten, bankrotter Graf (Alfons Fryland) hat keine andere Wahl als auf Pappis Angebot einzugehen, am Ende adelt Liebe das Zweckbündnis. Die Umsetzung des Films erinnerte mich aber eher an die provokante Frage von Nikolaus Wostry (s.o.): "Warum ist der österreichische Film so schlecht?". Nein, DER GELIEBTE SEINER FRAU ist nicht wirklich ein schlechter Film, aber verglichen mit Lubitsch-Filmen wirkt er sehr mittelmäßig. Die Darsteller agieren oft hölzern und 'overacting' ist an der Tagesordnung, was durch das für 1928 vor allem bei den Männern ungewöhnlich dick aufgetragene Make-up noch stark akzentuiert wird. Das Drehbuch ist vorhersehbar und meist platt. Kein noch so alter Kalauer wird ausgelassen. Unter anderem erfreut uns Richard Waldemar gefühlte 15 Minuten lang mit der Darstellung eines "lustigen Betrunkenen". Filmtechnisch fallen positiv vor allem die variabel eingesetzten Kameraperspektiven auf. Der Schnitt ist hingegen oft zu hart, was aber auch an einer gekürzten Kopie liegen kann. Über die Attraktivität von Dina Gralla konnte unter den anwesenden Herren keine Einigkeit erzielt werden. Den Titel "österreichische Clara Bow" können wir ihr hier leider daher nicht einstimmig verleihen.
VEM DÖMER erzählt die mittelalterliche Geschichte von Ursula (Jenny Hasselquist), die in unglücklicher Ehe mit dem viel älteren Bildhauer Anton (Ivan Hedquist) lebt, aber den jungen Bertram (Gösta Eckmann) liebt. Bei einem Bettelmönch (Waldemar Wohlström) will sie Gift kaufen, um sich ihres Gatten zu entledigen, aber der Mönch riecht den Braten, verkauft ihr Flohpulver und erzählt dem ganzen Dorf brühwarm von Ursulas Mordplänen. Ein Lynchmob macht sich auf den Weg zu Ursula und findet den toten Anton, der allerdings eines natürlichen Herztodes gestorben war. Ursula wird festgenommen und soll eine Feuerprobe bestehen, um ihre Unschuld zu beweisen. Erst will Bertram das für sie übernehmen, aber dann erkennt Ursula ihre Schuld und geht selbst durchs Feuer auf eine Statue des Gekreuzigten zu, die ihr dann in Gestalt ihres toten Ehemannes ihre Schuld vergibt.
Man muss wohl Schwede oder tiefgläubiger Christ sein, um diesen Film wirklich genießen zu können - am besten wahrscheinlich beides! Der Film ist sehr kompetent gedreht, auch wenn ich die sonst so Sjöström-typischen Naturaufnahmen vermisst habe, aber Story und Bilder sind von einer bleiernen Schwere. Die düstere Welt dieses Films kann auch der lodernde Scheiterhaufen am Ende nicht erhellen. Die Schauspieler agieren durchweg zurückhaltend und echt, wirken aber wie in der Düsternis gefangen, die sie von herausragenden Leistungen abhält. Bemerkenswerterweise wirft Gösta Eckmann sich auch hier, wie vier Jahre später in FAUST, auf einen Scheiterhaufen. War das sein Partytrick?
Begleitet wurde DER GELIEBTE SEINER FRAU von Maud Nelissen, der niederländischen Pianistin, die mich schon einmal in Dortmund mit ihrer Begleitung zu Asta Nielsen Filmen bezaubert hatte. VEM DÖMER wurde begleitet von dem immer großartigen Joachim Bärenz.
Das Bonner Wetter war wechselhaft. Unsere kleine Schar konnte sich nicht zwischen sicheren "Weicheiplätzen" unter den Arkaden und asketischen Plätzen in den vorderen Reihen entscheiden. Wir teilten uns auf und die Mutigen ertrugen Regen und Kälte, während die Beamten dem für sie typischen Sicherheitsdenken treu blieben.
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"Ein patentes Mädel."
"Nicht wahr? Wenn sie nur nicht immer 'Mops' zu mir sagen würde!"
Zuletzt bearbeitet: 25.08.08 00:49 von Arndt
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Samstag,23.08
DER GEHEIME KURIER(1928)
WOW!Was für ein tolles Erlebnis,mal einen Stummfilm Live zu sehen.Ich kam etwas früh an (19.00 Uhr).Der Platz war noch ziemlich leer,aber nach ca.45 minuten war der Platz rappelvoll!Das hatte ich nicht erwartet.Ich hab mich umgeguckt und dachte:"Wer weiß,wer hier alles sitzt.Vom Forum werden da bestimmt auch ein paar dasein."Um 21.05 Uhr begann der Film.Es war ein ziemlich guter Film,aber es war schade,dass nur die gekürzte französische Fassung hier gezeigt wurde.Trotzdem waren die Darsteller gut und die Qualität des Filmes war auch sehr schön.Alles in allem war dies ein wunderbarer Abend!
"Revenge is sweet, but sometimes a girl is sweeter."
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