Stummfilm-Forum von

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Thema: wiederentdeckte Stummfilme


Karsten:
Stimmt eigentlich, dass von Theda Bara nur noch 3 Filme existieren? Ich schätze, CLEOPATRA wird wohl auch noch existieren.

Gerade der gilt leider als verschollen. Lediglich einige Sekunden haben überlebt und befinden sich im George-Eastman-House in Rochester, USA. Neben "A Fool There Was" haben "The Unchastened Woman", "Madame Mystery" (UCLA), "East Lynne" (unvollständig; MoMA) und "The Stain" (Miniauftritt) überlebt. Zumindest machen diese Informationen in amerikanischen Foren die Runde. Hier gibt's einige interessante Beiträge:
Theda Bara in NitrateVille


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Vom Rio Grande bis Kap Hoorn - Der Stummfilm in Lateinamerika


Und dann ist da noch 45 MINUTES FROM HOLLYWOOD (1926) von Hal Roach, mit Glenn Tyron, Stan Laurel & Oliver Hardy; Theda Bara soll hier einen Cameo-Auftritt haben.



In Halliwell's Filmgoers Companion steht, sie sei in Lon Chaneys THE HUNCHBACK OF NOTRE DAME zu sehen. Aber das kann ja wohl nicht stimmen. Zumindest sind die offenbar die einzigen, die sowas behaupten.



Karsten:
In Halliwell's Filmgoers Companion steht, sie sei in Lon Chaneys THE HUNCHBACK OF NOTRE DAME zu sehen. Aber das kann ja wohl nicht stimmen. Zumindest sind die offenbar die einzigen, die sowas behaupten.


Theda Bara hat in einer Adaption von Victor Hugos berühmten Roman die Esmeralda gespielt. Jedoch war es nicht die Verfilmung mit Lon Chaney von 1923, sondern bereits 1917 in einer von J. Gordon Edwards inszenierten Version. Diese trug den Titel "The Darling of Paris" und war offenbar ein Flop, weil man Theda Bara zwei Jahre nach "A Fool There Was" die unschuldige Esmeralda nicht abkaufte. Halliwell hat hier wohl die beiden Filme verwechselt.

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Vom Rio Grande bis Kap Hoorn - Der Stummfilm in Lateinamerika

Zuletzt bearbeitet: 06.05.08 20:41 von Thomas


Hallo,
Herbert M. Dawleys ALONG THE MOONBEAM TRAIL (1920)ist auch wieder aufgetaucht. Angeblich wurden darin auch Szenen benutzt, die aus Dawleys 1919 produzierten GHOST OF SLUMBER MOUNTAIN entfernt wurden. Das waren von Willis O´Brien animierte Dinosaurier.

Gruß, Ingojira



Im Gosfilmofond sind jüngst gleich zwei Kopien von THE THREE PASSIONS gefunden worden, dem letzten Stummfilm von Rex Ingram (1929); ist damals auch in einer Tonfassung herausgebracht worden. Steht noch als verloren in der IMD, aber Kopien kursieren schon unter Sammlern. 'S wäre arg schön, wenn ein solcher dazu eine Rezension schriebe! Liam O'Leary hat in seinem Ingram-Buch ja zusammengefaßt, was er an Informationen auftreiben konnte, und bringt auch etliche prächtige Standbilder. Aber vieles wird eben jetzt erst zu klären sein. Wie eng z. B. ist das Verhältnis der PASSIONS zu Langs METROPOLIS? Und zum PHANTOM OF THE OPERA? Und vor allem: Taugt das Ganze etwas?



1925 filmte Albin Grau den Deutschlandaufenthalt des englischen Magiers und Okkultisten Aleister Crowley. Dieser bei der sog. Konferenz von Weida entstandene Streifen soll lt. Michael Farin heute noch existieren. Vielleicht wäre das ja geeignetes Bonusmaterial für die von Farin geplante DVD von "Die schwarze Messe" (1924?).



Laut einer bereits im Dezember veröffentlichten Meldung von Polskie Radio ist in Rom ein polnischer Stummfilm der 1910er Jahre mit Pola Negri entdeckt worden.

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Voriges Jahr ist auf der mittleren Osterinsel eine Kopie von SCHERZ, SATIRE, IRONIE UND TIEFERE BEDEUTUNG aufgetaucht, der letzten gemeinsamen Regiearbeit von Kater Murrnau (posthum) und Fritz the Mad (im inneren Exil) aus dem Jahr 1933. Es war der erste stumme deutsche Tonfilm, der ohne Kamera gedreht wurde. Der Sensationsfund wurde seither schon in aller Herren & Damen Länder vorgestellt, nicht aber in Deutschland, da inzwischen ein Foto bekanntgeworden ist, das den mittlerweile stark gealterten Darsteller des Babys (Akt 17) in der Nähe einer eindeutig nach Marihuana riechenden Wasserpfeife zeigt. Die Ermittlungen laufen noch.



Mischa:
Voriges Jahr ist auf der mittleren Osterinsel eine Kopie von SCHERZ, SATIRE, IRONIE UND TIEFERE BEDEUTUNG aufgetaucht, der letzten gemeinsamen Regiearbeit von Kater Murrnau (posthum) und Fritz the Mad (im inneren Exil) aus dem Jahr 1933. Es war der erste stumme deutsche Tonfilm, der ohne Kamera gedreht wurde. Der Sensationsfund wurde seither schon in aller Herren & Damen Länder vorgestellt, nicht aber in Deutschland, da inzwischen ein Foto bekanntgeworden ist, das den mittlerweile stark gealterten Darsteller des Babys (Akt 17) in der Nähe einer eindeutig nach Marihuana riechenden Wasserpfeife zeigt. Die Ermittlungen laufen noch.


Was wollen Sie uns mit Ihrer humoristischen Einlage eigentlich sagen, Herr von Perger?


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Thomas:
Mischa:
Voriges Jahr ist auf der mittleren Osterinsel eine Kopie von SCHERZ, SATIRE, IRONIE UND TIEFERE BEDEUTUNG aufgetaucht, der letzten gemeinsamen Regiearbeit von Kater Murrnau (posthum) und Fritz the Mad (im inneren Exil) aus dem Jahr 1933. Es war der erste stumme deutsche Tonfilm, der ohne Kamera gedreht wurde. Der Sensationsfund wurde seither schon in aller Herren & Damen Länder vorgestellt, nicht aber in Deutschland, da inzwischen ein Foto bekanntgeworden ist, das den mittlerweile stark gealterten Darsteller des Babys (Akt 17) in der Nähe einer eindeutig nach Marihuana riechenden Wasserpfeife zeigt. Die Ermittlungen laufen noch.


Was wollen Sie uns mit Ihrer humoristischen Einlage eigentlich sagen, Herr von Perger?


Könnte vielleicht die "eindeutig nach Marihuana riechende[...] Wasserpfeife" der Schlüssel zum Verständnis dieses Posts sein?

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"Ein patentes Mädel."
"Nicht wahr? Wenn sie nur nicht immer 'Mops' zu mir sagen würde!"


Hallo,

ich habe die Einlage erst jetzt entdeckt, aber ich finde sie zeitlos köstlich.
Gruß Mae



Gleich zwei argentinische Stummfilme sind kürzlich wiedergefunden worden und werden derzeit in Spezialprogrammen aufgeführt. Zum einen ein Kurzfilm von José Agustín Ferreyra aus dem Jahr 1926: LA VUELTA AL BULÍN (was vielleicht auf Deutsch heißt: Die Rückkehr zur Höhle). Ein bekannter, älterer Tango, den u.a. Carlos Gardel gesungen hat, heißt so ähnlich: "De vuelta al bulín". Vielleicht handelt es sich also um einen von Ferreyras Tango-Filmen. - Der zweite Fund ist LA QUENA DE LA MUERTE (Die Flöte des Todes) des Regisseurs Nelo Cosimi, ein Gaucho-Melodram von 1929.



Das sind ja gute Nachrichten. Hier ein kurzer Artikel dazu.

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Hallo,

leider ist der Artikel nur in Spanisch und damit zumindest für mich fast nicht zu verstehen.

MfG
Andrew

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